Wand einziehen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Profi

40 Minuten pro m²*

Wand einziehen

Eine Wand einzuziehen bedeutet nicht sofort, dass Sie Stein für Stein mühsam aufeinander legen und mauern müssen. Mit der Trockenbauweise können Sie ganz einfach aus einem Raum zwei machen.

* Die Dauer kann je nach Größe der Wand variieren.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Einkaufsliste
3 - Werkzeugliste
Unterkonstruktion

Schritt 1 - Unterkonstruktion

Bei der Überlegung, eine zusätzliche Wand einzuziehen, können Sie aus verschiedenen Materialien wählen. Alternativ zur abgebildeten Metallständerbauweise kann die Rahmenkonstruktion auch aus Kanthölzern erstellt werden.

Stahlprofile montieren

Schritt 2 - Stahlprofile montieren

Schneiden Sie die waagerechten (UW-) Stahlprofile zu und befestigen Sie sie mit speziellen Einschlagdübeln (Abstand ca. 50 cm) am Boden und der Decke. Um Schall- und Kältebrücken zu vermeiden,  bekleben Sie die Rückseiten der Boden-, Wand- und Deckenprofile zusätzlich mit einem Dämmstreifen. Anschließend werden die CW-Profile, die an den angrenzenden ursprünglichen Wänden stehen oben und unten in die UW-Profile eingeklemmt und im Abstand von 50 cm an den Wänden befestigt.

Ständerprofile ausrichten

Schritt 3 - Ständerprofile ausrichten

Schieben Sie die im freien Raum befindlichen Ständerprofile (CW) erst unten und dann oben in die UW-Profile ein und richten Sie sie im Abstand von z. B. 60 cm (abhängig von der Plattengröße und Montagerichtung) senkrecht aus.

Türen

Schritt 4 - Türen

Zum Türeinbau schneiden Sie ein spezielles U-Aussteifungsprofil (Sturzprofil) auf Breite und verbinden es mit Befestigungsbügeln mit den entsprechenden Ständern. Zum Türeinbau muss eine so genannte Ständerwerkzarge verwendet werden. Das Aussteifungsprofil gibt eingebauten Türzargen Halt. Beachten Sie bitte genauestens die Montageanleitung.

Verkleidung

Schritt 5 - Verkleidung

Die Gipskarton-/Gipsfaserplatten können sowohl waagerecht als auch senkrecht montiert werden. Verwenden Sie dazu am besten einen (Akku-) Schrauber mit Drehmomenteinstellung oder einen Schraubtiefenbegrenzer.

Gipskartonplatten (Mindeststärke 12,5 mm) zum Zuschneiden an der Oberfläche einritzen, über die Kante brechen und dann rückseitigen Karton durchschneiden. Alternativ können Sie einen Fuchsschwanz oder eine Stichsäge verwenden. Mit einem Kantenhobel (Surform-Hobel) die Kanten anschließend gerade und winkelgerecht glätten. Schrägen Sie die Vorderseite der oberen Kante etwas ab – als Platz für Fugenmörtel.

Platten anschrauben

Schritt 6 - Platten anschrauben

Verschrauben Sie die Platten (erste Wandseite) mit Schnellbauschrauben im Abstand von 25 cm an den Profilen. Zur Schallentkopplung halten Sie an Boden, Decke und Wand  etwa 10 mm Abstand. Beginnen Sie auf der Rückseite mit einer halben Plattenbreite. Durch den Versatz der Platten erhält die Ständerwand ihre endgültige Stabilität.

Platz für Leitungen, Steckdosen & Co.

Schritt 7 - Platz für Leitungen, Steckdosen & Co.

Der Wandhohlraum eignet sich ideal zur Unterbringung von Installationen und zum Ausfüllen mit (Mineralfaser-) Dämmplatten zur Schall- und Wärmedämmung. Ausschnitte für Steckdosen und Schalter können Sie mit einer Lochsäge oder einem Dosenschneide-Aufsatz vor der Plattenmontage vornehmen. Hohlwanddosen werden mit Spreizkrallen befestigt.

Stöße verspachteln

Schritt 8 - Stöße verspachteln

Nun können Sie mit der Spachtelmasse des Plattenherstellers die offenen Ränder, Stöße und Schraubenköpfe verspachteln. Glätten Sie nach dem Trocknen das Ganze mit Schleifpapier.

Grundieren – und dann streichen, tapezieren oder grundieren

Schritt 9 - Grundieren – und dann streichen, tapezieren oder grundieren

Die trockene Wandoberfläche kann abschließend grundiert und gestrichen, tapeziert oder gefliest werden. Auch zu diesen Themen finden Sie praktische Anleitungen und Tipps auf OBI.de.

Bei allen Materialien beachten Sie bitte die Verarbeitungs- und Herstellerhinweise.

Einkaufsliste

  • UW-Metallprofile
  • Befestigungsbügel
  • Schnellbauschrauben
  • CW-Metallprofile
  • Ständerwerkzarge
  • Einschlagbügel, Schrauben
  • U-Aussteifungsprofil
  • Kantholz
  • Gipskartonplatten
  • Dämmplatten

Werkzeugliste

  • Bohrmaschine
  • Hammer
  • Cutter
  • Senklot
  • Dosenschneider-Aufsatz
  • Fuchsschwanz
  • Blechschere
  • Akkuschrauber
  • Surform-Hobel
  • Wasserwaage