Gartenmauer anlegen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ambitioniert

Gartenmauer anlegen

Eine Gartenmauer wirkt nicht nur als trennende Grenze, sie ist auch Teil des eigenen Reichs. Mit ihr lässt sich Ihr Garten strukturieren und gestalten und sie bildet einen schönen Kontrast zum üppigen Grün. Mauern ist eine uralte Handwerkskunst und auch für den Laien gut machbar. Wichtig dabei ist, dass die von Ihnen geschaffenen Mauern keine statischen Aufgaben für Böschungen oder Gebäude übernehmen dürfen.

Eine Gartenmauer kann rein optisch ein ganz schöner Eingriff in die Umgebung sein, deshalb sollten Sie bei Ihrem örtlichen Bauamt nachfragen, ob Ihrem Vorhaben und Ihren geplanten Dimensionen rechtlich etwas im Wege steht. Sollten Sie ohne Genehmigung oder zumindest Kenntnisnahme der Kommune bauen, kann es im schlimmsten Falle passieren, dass Sie Ihre Mauer wieder abreißen müssen. Auch die Nachbarn sollten Sie über Ihr Vorhaben informieren, immerhin betrifft beispielsweise eine Grenzmauer auch ihr Revier.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Einkaufsliste
3 - Werkzeugliste
Vorbereitung

Schritt 1 - Vorbereitung

An den Eckpunkten des geplanten Mauerfundaments errichten Sie jeweils ein Schnurgerüst aus Holzpflöcken. Daran können Sie zunächst den Verlauf des Fundaments, später den der Mauer mithilfe einer Maurerschnur exakt markieren.

Hinweis: Gartenmauern sind nur für die Verwendung in Gärten gedacht (Aufbauhöhe beachten!) und dürfen nicht für Böschungsmauern verwendet werden, die Einfahrten oder Gebäude stützen sollen. Wie hoch die Mauer maximal errichtet werden darf, hängt von der Mauer und den jeweiligen Gegebenheiten ab.

Erdreich  ausheben

Schritt 2 - Erdreich ausheben

Der Fundamentgraben sollte etwa 10 cm breiter und 10 cm länger sein als die geplante Mauer. Damit haben Sie genug Spielraum zum Ausrichten der Steine. Außerdem ist die Lastverteilung im Fundament günstiger. Die Fundamenttiefe sollte nicht unter 60 cm liegen, damit Ihre neue Mauer später frostsicher steht. Die Sohle des Grabens verdichten Sie mit einem Stampfer aus dem Baumarkt.

Als sogenannte kapillarbrechende Schicht füllen Sie den Graben etwa 40 cm hoch mit einem groben Kies auf (Körnung 0/32 mm). Arbeiten Sie dabei in Lagen von 10 bis 15 cm, die Sie nach dem Einfüllen immer wieder mit dem Stampfer verdichten. Die kapillarbrechende Schicht bietet dem gefrierenden Wasser im Winter genügend Ausdehnungsmöglichkeiten, ohne dass das Eis die ganze Mauer anhebt.

Zement anrühren

Schritt 3 - Zement anrühren

Als Fundamentbeton kommt ein Estrichbeton zum Einsatz, der bereits im richtigen Verhältnis von Kies und Zement vorgemischt ist und nur noch mit Wasser angemacht wird. Stellen Sie die Konsistenz etwa erdfeucht ein (nicht zu flüssig), sonst schwindet der Beton später unter der Last.

Fundament legen

Schritt 4 - Fundament legen

Füllen Sie den Beton auf den verdichteten Kies im Fundamentgraben und verdichten Sie ihn zunächst mit einer einfachen Stange, dann mit dem Stampfer. Die Oberfläche ziehen Sie mit einer Richtlatte und einem Glätter eben ab.

Beton bindet ab. Das heißt, das Anmachwasser wird in die Struktur eingebunden und darf auf keinen Fall zu schnell durch die Sonneneinstrahlung wegtrocknen. Deshalb sollten Sie die Betonoberfläche mit einer Baufolie und ein paar beschwerenden Steinen vor Verdunstung schützen.

Die erste Reihe

Schritt 5 - Die erste Reihe

Jetzt ist es Zeit, die Holzpflöcke mit den Maurerschnüren umzusetzen, so dass zwischen Fundament und Steinreihe ein 5-cm-Versatz entsteht. Die erste Steinreihe setzen Sie in eine 2 cm dicke Schicht aus Kalk-Zementmörtel (Fertigmischung mit Wasser anmachen). Die relativ dicke Mörtelschicht gibt Ihnen die Möglichkeit, die Steine in Waage und Flucht exakt auszurichten.

Tipp

Um die Mauer gegen aufsteigendes Wasser aus dem Beton zu schützen, können Sie eine Bitumenbahn in die Mörtelschicht einlegen.

Mauern

Schritt 6 - Mauern

Die weiteren Steinreihen setzen Sie jeweils um eine halbe Steinlänge versetzt auf die nächstuntere. Planebene Steine können Sie dabei mit einem passenden Kleber setzen, für die gröberen und nicht so maßhaltigen Varianten bleiben Sie einfach beim Kalk-Zementmörtel.

Verfugen

Schritt 7 - Verfugen

Zum Schluss werden die Natursteine mit Hilfe von Kelle und Fugeisen mit einem Natursteinverlegemörtel verfugt.

Einkaufsliste

  • Mauersteine, Abdeckplatten
  • Kiessand
  • ggf. Schotter
  • Zement
  • Fertigmörtel
  • Montagekleber
  • Transparentes Silikon
  • ggf. Pflanzensubstrat

Werkzeugliste

  • Stangen zum Abstecken
  • Mauerschnur
  • Spaten/Schaufel
  • Fäustel
  • Gummihammer
  • Wasserwaage
  • Abziehlatte
  • Zementmischer/Mörtelkübel
  • Rüttelplatte oder -stampfer