Hecken

Basiswissen

Grundkenntnisse

Bewachsendes Haus mit Hecke
Hecken können nicht nur zur Grundstücksbegrenzung, sondern auch sehr gut zur Gartengestaltung genutzt werden. Sie eignen sich hervorragend als Sicht-, Wind- und Lärmschutz, dienen als Schattenspender und erfüllen auch wichtige ökologische Aufgaben – als Filter gegen Staub, Schmutz und Abgase, aber besonders als Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Tiere.
1. Immergrüne Hecken 2. Niedrig wachsend
3. Laubwerfende Hecken 4. Blühende Naturhecke
5. Schnitt und Pflege 6. Bewässern und düngen
7. Formschnitt 8. Kleine Kunstwerke
9. Buchs liegt im Trend
Immergrüne Hecken

1. Immergrüne Hecken

Zu den immergrünen Hecken zählt der Kirschlorbeer, der durch seinen Wuchs und glänzende Blätter besticht. Ihn pflanzt man am besten im Halbschatten. Der Lebensbaum dagegen bevorzugt einen sonnigen Standort, ist robust und schnittverträglich und bietet guten Sicht- und Windschutz.

Kirschlorbeer
Wuchshöhe: 2-5 m
Pflanzen pro Meter: 3-5

Lebensbaum
Wuchshöhe: 2-5 m
Pflanzen pro Meter: 2

Schemazeichnung Schemazeichnung einer immergruenen Hecke
Niedrig wachsende Hecke

2. Niedrig wachsend

Wer auf der Suche nach einer niedrig wachsenden Hecke ist, liegt mit dem Fingerstrauch genau richtig. Aufgrund der vergleichsweise geringen Wuchshöhe kann die leuchtend gelb blühende Pflanze auch als niedrige Hecke geschnitten werden. Die Pflanzen gedeihen am besten im Halbschatten.

Fingerstrauch
Wuchshöhe: 60-150 cm
Pflanzen pro Meter: 3-5

Schemazeichnung Schemazeichnung einer niedrig wachsenden Hecke
Laubwerfende Hecken

3. Laubwerfende Hecken

Hainbuche und Rotbuche, Feldahorn und Weißdorn gehören zu den laubabwerfenden Hecken. Achten Sie bei Laubhecken in den ersten Jahren auf eine ausreichende Wasserversorgung.

Hain- und Rotbuche 
Wuchshöhe: 1,5-3 m
Pflanzen pro Meter: 3

Feldahorn
Wuchshöhe: 1,5-4 m
Pflanzen pro Meter: 3

Weißdorn
Wuchshöhe: 1,5-3 m
Pflanzen pro Meter: 3-4

Schemazeichnung Schemazeichnung einer laubabwerfenden Hecke
Blühende Naturhecke

4. Blühende Naturhecke

Die blühende Naturhecke ist ein echtes Vogelparadies, das mehr Platz, aber weniger Pflege als eine geschnittene Hecke benötigt. Ob als Nahrungsquelle, Nistplatz oder Versteck – sie ist ein Lebensraum für Vögel oder Igel.

Geeignete Pflanzen
Brombeere, Hainbuche, Haselnuss, Johannisbeere, Liguster, Rotbuche, Holunder, Sanddorn, Schlehe, Wacholder, Weißdorn, wilder Wein.

Schemazeichnung Schemazeichnung einer blühenden Naturhecke
Mann schneidet Hecke mit Heckenschere

5. Schnitt und Pflege

Trapezförmig schneiden: Laubgehölze werden in der Regel zweimal im Jahr geschnitten: Im Juni und im August/September. Nadelgehölze werden in der Regel nur einmal im Jahr (im Mai, kurz vor dem Austrieb) geschnitten. Grundsätzlich werden nur die einjährigen Triebe geschnitten. Für ein gleichmäßig dichtes und schönes Wachstum sollten Heckenwände immer trapezförmig geschnitten werden. Regel: Nach oben schmaler. Obere Breite um 1/10 der Höhe weniger.Zu den immergrünen Hecken zählt der Kirschlorbeer, der durch seinen Wuchs und glänzende Blätter besticht. Ihn pflanzt man am besten im Halbschatten. Der Lebensbaum dagegen bevorzugt einen sonnigen Standort, ist robust und schnittverträglich und bietet guten Sicht- und Windschutz.

Gießkanne

6. Bewässern und düngen

In trockenen Sommern die Hecke unbedingt gründlich wässern. Zwischen März und August können die Hecken mit einem organischen Volldünger gedüngt werden. Nadelgehölze können zusätzlich mit Spezial-Tannendünger vor Nährstoffmangel geschützt werden. Der klein gehäckselte Abfall vom Heckenschnitt kann als Bodendecke dienen. 

Formschnitt

7. Formschnitt

Formgehölze wie Buchs kommen durch einen Schnitt groß raus. Ein Formschnitt sieht nicht nur toll aus, er sorgt auch für einen dichten Wuchs. Die beste Zeit zum Nachschneiden ist vor „Johanni“, dann hat er seine Wachstumsphase abgeschlossen. Die Sonneneinstrahlung ist noch nicht so stark, dass die Spitzen verbrennen. Buchs lässt sich mit einer Gartenschere, größere Gehölze mit einer Heckenschere schneiden.

Kleine Kunstwerke

8. Kleine Kunstwerke

Kugel oder Kegel können mit etwas Augenmaß und Geduld aus einem „rohen“ Buchsbäumchen leicht selbst modelliert werden. Figuren sind eine Herausforderung. Sie können sich mit Formen, die Sie selbst aus Drahtgeflecht bauen können, behelfen. Überstehende Spitzen werden dann einfach beschnitten. 

9. Buchs liegt im Trend

Frei wachsend, als Kübelpflanze, in Balkonkästen: Buchs macht überall eine gute Figur. Anspruchslos, was Standort und Pflege angeht, kann er beliebig in Form geschnitten werden. Früher gehörte Buchs zum typischen Bild des Bauerngartens. Niedrige Sorten dienten der Beete-Einfassung, höhere trennten als Hecke den Blumen- vom Gemüsegarten und umgekehrt.