Wände tapezieren

Basiswissen

Grundkenntnisse

Wände tapezieren

Ein neuer Wandbelag kann einen Raum atmosphärisch vollkommen verändern. Viele unterschiedliche Materialien und eine riesige Auswahl an Designs sorgen dafür, dass Sie die Wände in jedem Raum individuell gestalten können.

Die populärste Tapetenart ist nach wie vor die Raufaser, denn sie ist ein echtes Allroundtalent. Geeignet für Wand und Decke, mehrmals überstreichbar und einfach in der Verarbeitung gleicht sie selbst kleine Unebenheiten und Risse im Untergrund aus.

Ihre typische und namensgebende Struktur erhält sie durch in ihre Papierschichten eingearbeitete Holzfasern – die rauen Fasern.

1. Papier- und Vliestapeten 2. Vinyl- und Schaumvinyltapeten
3. Glasfasertapete 4. Worauf Sie beim Tapetenkauf achten sollten
Papier- und Vliestapeten

1. Papier- und Vliestapeten

Papier- und Papierprägetapeten, die entweder farbig bedruckt sind oder eine besondere Oberflächenstruktur haben, bestehen aus mehreren Papierschichten. Sie müssen für das Tapezieren bahnweise eingekleistert werden und vorweichen. Beachten Sie bei Tapeten mit Mustern den nötigen Rapport (Angaben dazu liegen der Tapetenrolle bei), damit Sie die Bahnen richtig ansetzen und damit das Muster gleichmäßig verläuft.

Vliestapeten sind besonders leicht zu verarbeiten, denn sie müssen nicht mit Kleister eingestrichen und eingeweicht werden. Es reicht aus, die Wand mit einem Vlieskleber satt und gleichmäßig einzustreichen, dann können Sie die trockene Vliestapete bahnenweise auf der Wand fixieren. Außerdem verändert die Vliestapete im Gegensatz zu anderen Tapetenarten ihre Form nicht. Sie dehnt sich nicht, wenn sie feucht ist und sie zieht sich nicht zusammen, wenn sie trocknet. Zudem erleichtert sie Folgerenovierungen, denn sie kann auch nach Jahren einfach bahnenweise trocken von der Wand abgezogen werden.

Vinyl- und Schaumvinyltapeten

2. Vinyl- und Schaumvinyltapeten

Für stark beanspruchte Räume (z.B. Flur, Kinderzimmer) eignen sich Tapeten aus Vinyl- und Schaumvinyl. Vinyltapeten sind abwaschbar und schwer entflammbar. Gerade die erste Eigenschaft kann sich im Kinderzimmer als sehr nützlich erweisen. Achten Sie beim Entfernen dieser Tapete darauf, nur die oberste Vinylschicht abzuspalten. Sie kann einfach von der Wand abgezogen werden, dann verbleibt nur eine Trägerschicht, die sogenannte Makulatur auf der Wand, die Sie einfach übertapezieren können.

Glasfasertapete

3. Glasfasertapete

Die widerstandsfähigste Tapete besteht aus Glasfasergewebe. Durch ihre enorm hohe Zugfähigkeit schützt sie die Wände, überbrückt Risse noch besser als eine Raufasertapete, ist schwer entflammbar und wasserfest. Die Glasfasertapete wird besonders häufig in sehr beanspruchten Räumen wie Treppenhäusern, Fluren oder Büros verwendet.

Worauf Sie beim Tapetenkauf achten sollten

4. Worauf Sie beim Tapetenkauf achten sollten

Die Anzahl der Tapetenrollen sollten Sie lieber großzügig berechnen. Insbesondere die benötigte Menge von Tapeten mit Muster-Rapport ist nicht einfach zu berechnen, da Sie hier mehr Verschnitt einkalkulieren müssen. Verwenden Sie für zusammenhängende Wandflächen nur Tapeten mit gleicher Anfertigungsnummer, um Farbabweichungen zu vermeiden. Bei der Wahl des Kleisters ist entscheidend, dass er für den Untergrund und die Tapetenart geeignet ist.