Bäume schneiden
Luft und Licht
Baumkronen brauchen Luft und Licht. So können sie sich ideal entfalten. Obstbäume und Ziergehölze sollten deshalb einen regelmäßigen Gehölzschnitt erhalten, damit sie auch bei der Blüte und Ernte gut abschneiden. Als Grundregel gilt: Ein starker Rückschnitt ist gut für das Holzwachstum, ein geringer Rückschnitt und das Herunterbinden von Zweigen bei noch jungen Bäumen für den Fruchtansatz.
Regelmäßiger Gehölz- und Baumschnitt
Ob ein Erziehungsschnitt nötig ist, der Obststrauch ausgelichtet werden muss oder der alte Apfelbaum im Garten eine Verjüngung braucht, nach dem Alter der Bäume und Sträucher richtet sich oft der richtige Schnitt. Dazu gehört auch die anschließende Wundbehandlung: Schnittstellen, die größer als 3 cm sind, bieten Krankheitserregern eine ideale Angriffsfläche. Deshalb: Immer mit Wundbalsam verschließen!
Wann schneide ich was?
Der optimale Zeitpunkt für einen Gehölzschnitt bei Obstbäumen und -sträuchern ist in der Regel im Februar und März sowie im Juli und August. Falls Sie Ihren Obstbaum veredeln möchten und einjährige kräftige Triebe, so genannte Reiser, eingelagert haben, ist dafür die beste Zeit im April. Dann können Sie auch Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren durch Absenker oder Ableger vermehren.
Ziersträucher - Frühjahrsblüher oder Sommerblüher?
Ziersträucher bilden durch den Schnitt verstärkt Jungtriebe aus. Die beste Zeit zum Schneiden richtet sich bei ihnen nach der Blüte: Frühjahrsblüher wie die Forsythie können direkt nach der Blüte geschnitten werden. Schneiden Sie die abgeblühten Triebe bis knapp über dem Erdboden ab. Der Strauch kann im Sommer genügend neue Triebe ansetzen. Sommerblüher können Sie noch bis März oder April zurückschneiden. Keine Sorge, die nachwachsenden Jungtriebe blühen dann noch im selben Jahr.
Hinweis:
Schnittabfälle können mit einem Häcksler zerkleinert und so leicht kompostiert werden.

