Solarenergie
Solarthermie – warmes Trinkwasser durch Sonnenkraft
Thermische Solaranlagen sind heutzutage die am häufigsten genutzte und wirtschaftlichste Form der Solarenergienutzung im privaten Bereich. Diese Anlagen erwärmen das täglich benötigte Trink- und/oder Heizungswasser mit Sonnenenergie.
Im Sommer wird der Energiebedarf dabei in der Regel bis zu 100% abgedeckt. Da die Sonnenkollektoren mit Hilfe von speziellen Absorberschichten auch diffuses Licht aufnehmen können, wird nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter und bei schlechtem Wetter ein Wärmeertrag erzielt.
Wie funktioniert eine Solarthermie-Anlage?
Von den Kollektoren aufgenommene Wärme wird über ein mit Wasser und Frostschutzmittel gefülltes Rohrleitungssystem an den zweigeteilten Solarspeicher weitergeleitet. Im unteren Teil befindet sich ein Wärmetauscher, der die Wärme an das im oberen Teil gespeicherte Trinkwasser weitergibt. Ergänzt wird das System durch eine Solarstation mit Umwälzpumpe, die eine Durchflussrate von 30 bis 50 Litern pro Stunde erzeugt.
Die Solarstation gleicht über einen Temperaturdifferenzregler die Temperaturen von Kollektoren und Solarspeicher ab und setzt die Umwälzpumpe zur Durchleitung des Wassers in Gang, sobald die Temperatur auf dem Dach höher ist als im Speicher. In der Regel ist eine Differenz zwischen 5 und 8 Grad Celsius vorprogrammiert. So entsteht ein dauerhafter Kreislauf.
Was geschieht, wenn die Sonnenenergie nicht ausreicht?
Wenn durch die Sonne nicht ausreichend Wärme produziert wird, wird der obere Wärmetauscher im Solarspeicher zur Nachheizung durch die herkömmliche Wärmequelle (Brennwerttherme, Ölheizung etc.) eingesetzt. Die eigentliche Heizung unterstützt in diesem Fall das Solarsystem bei der Brauchwassererwärmung. Ganzjährig ist eine Vollversorgung über die Solaranlage nicht möglich.
In der Regel lassen sich Solarthermie-Anlagen aber technisch mit allen konventionellen sowie modernen Heizungsanlagen kombinieren. Bei diesen Anlagen befindet sich zwischen dem oberen Teil des Wasserspeichers und den Zapfstellen im Haus ein zweiter Wasserkreislauf.
