Heizen mit Kaminöfen wird immer beliebter. Das liegt nicht nur an der behaglichen Wärme, die ein Ofen abgibt, sondern auch an der Tatsache, dass Sie sich unabhängig von Rohstoffkosten bei Öl und Gas machen. Bei der Anschaffung des richtigen Kaminofens stellen sich zu Beginn oft viele Fragen. Unsere Fachberater im Markt beraten Sie gerne zu Ihrem individuellen Vorhaben – die häufigsten Fragen beantworten wir Ihnen aber gerne schon mal hier:

Muss ich die Verwendung eines Kaminofens anmelden?

Ja. Der Betrieb eines Kaminofens muss durch einen Schornsteinfeger geprüft und genehmigt werden. Je nach Bundesland gelten auch unterschiedliche Vorschriften. Bevor Sie mit Ihrem Vorhaben starten, sollten Sie einen Vor-Ort Termin mit Ihrem Schornsteinfeger vereinbaren. Er prüft, ob ein eventuell vorhandener Schornstein zum Anschluss genutzt werden kann, ob der geplante Aufstellort geeignet ist und berät Sie zur geeigneten kW-Leistung des Ofens.

Welche Arten von Kamin-Öfen unterscheidet man?

Kaminofen ist nicht gleich Kaminofen. Man unterscheidet zum Beispiel in:

Werkstatt-Ofen

Werkstattöfen sind historisch bedingt eher zum Beheizen von Garagen, Werkstätten oder sonstigen Nutzflächen geeignet. Sie sind in der Regel robust in Funktion und Design, oft aus Gusseisen und haben nur selten ein Sichtfenster. Durch Ihre einfache Ausführung sind Werkstattöfen aber sehr preiswert und finden sich zwischenzeitlich auch immer mehr als rustikales Gestaltungselement in Wohnräumen.

Klassische Kaminofen

Klassische Kaminöfen verbrennen Holz, Kohle oder Briketts. Um die Wärme besser speichern zu können sind klassische Kaminöfen oft mit Keramik-, Natur-, Sand- oder Specksteinen verkleidet. Die Heizleistung eines Kaminofens wird in kW angegeben. Um so höher die kW-Angabe, desto stärker ist die Heizleistung. Zur optimalen Leistung für Ihren Raum, berät Sie gerne Ihr Schornsteinfeger. Klassische Kaminöfen können in der Regel bis zu 8 Std. am Tag betrieben werden.

Dauerbrandofen

Kaminöfen die als Dauerbrandofen zugelassen sind, können zusätzlich mit Steinkohle befeuert werden. Somit eignen Sie sich, durch ein längeres Halten der Glut, sogar zum alleinigen Beheizen eines Raumes.

In der Regel verfügen sie über eine Verbrennungsautomatik mit einem eingebauten Temperaturfühler– sie regelt den Sauerstoffnachschub und sorgt dafür, dass das Feuer rund um die Uhr brennen kann.

Muss ich auf Anschlüsse achten?

Sofern Sie ihren neuen Kaminofen an einen bestehenden Schornstein anschließen möchten, sollten Sie in Abstimmung mit Ihrem Schornsteinfeger den idealen Durchmesser des Rauchrohres abstimmen. Typische Durchmesser sind 120,150 oder 180 mm. Achten Sie beim Kauf Ihres Ofens auf diese Angabe. Der Anschluss am Ofen erfolgt oft von oben mit einem Rauchrohr. Einige Kaminöfen bieten aber auch den Anschluss auf der Rückseite oder beides. Neben rein optischen Gesichtspunkten liegt der Unterschied in einer höheren Wärmeausnutzung und Zugleistung bei der Verwendung eines oben liegenden Rauchrohres.

Muss ich beim Kauf auf Zulassung oder Verordnungen achten?

Den Betrieb Ihres Kaminofens regelt die 1. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (1. BImSchV): In ihr sind die Anforderungen an die Brennstoffe, die Grenzwerte für den Schadstoffausstoß und Vorgaben für die Überwachung der Anlage festgeschrieben. Zwar sind Kaminöfen sehr umweltfreundlich, dennoch entstehen bei der Verbrennung von Holz Kohlenmonoxid und Feinstaub, für die die BImSchV verbindliche Obergrenzen festschreibt. Außerdem verlangt die Verordnung, dass der Kaminofen einen bestimmten Mindestwirkungsgrad erreicht.

Aber keine Sorge: Sie müssen diese Nachweise nicht selbst erbringen – das hat der Hersteller Ihres Kaminofens bereits für Sie getan. Das können Sie beispielsweise am CE-Zeichen auf dem Ofen erkennen: Es belegt, dass das Produkt nach der Norm EN 13240 von einer neutralen Prüfstelle abgenommen wurde. Und wenn Sie Ihren Kaminofen bei OBI kaufen, erhalten Sie eine zusätzliche Bescheinigung darüber, dass er nach EN 13240 geprüft ist und alle Grenzwerte der BImSchV einhält.

Diese Bescheinigung legen Sie auf Nachfrage Ihrem Schornsteinfeger vor, wenn er zur Überprüfung Ihres Kaminofens zu Ihnen kommt.

Kann ich meinen Kaminofen überall aufstellen?

Den richtigen Platz für Ihren Ofen stimmen Sie am besten mit Ihrem Schornsteinfeger ab. Zu beachten ist bei brennbaren Böden wie Pakett, Laminat oder Teppich die Unterlage einer Funkenschutzplatte – beispielsweise aus Glas oder Metall. Die Platte sollte min. 50 cm vor dem Kamin und 30 cm an den Seiten herausragen. Wenn Ihr Kaminofen auf einem Stein- oder Fliesenboden steht, können Sie auf eine solche Platte verzichten. Der Kaminofen sollte nicht weiter als 3 Meter Rohrleitung vom Schornstein entfernt stehen.

Kann ich jedes Holz verbrennen?

Grundsätzlich können Sie jedes trockene und unbehandelte Holz in Ihrem Kaminofen verbrennen. Wichtig ist aber, dass das Brennmaterial ausreichend Zeit zum Trocknen hatte: Frisch geschlagenes Holz enthält 45–60 % Wasser – dadurch verbrennt es nicht nur schlechter, sondern setzt wegen der niedrigen Verbrennungstemperatur auch Schadstoffe frei. Je nach Holzart dauert es ein bis zwei Jahre, bis der Wasseranteil auf 15–20 % gesunken ist – und erst dann ist das Holz optimal als Brennstoff geeignet. Wenn Sie Ihr Brennholz im OBI Markt kaufen, können Sie sicher sein, dass die von der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) geforderte Restfeuchte von maximal 24 % eingehalten wird.

Welches Holz eignet sich am besten?

Hier gibt es tatsächlich große Unterschiede: Laubhölzer haben einen höheren Heizwert als Nadelhölzer. Sie brennen also länger und effektiver. Besonders viel Energie steckt in Eichen- und Buchenholz. Nadelhölzer lassen sich zwar schneller entzünden als Laubhölzer, allerdings haben Tannen oder Fichten eine nicht ganz ungefährliche Besonderheit: Ihr Holz enthält sehr viel Harz und verbrennt mit starker Flammenbildung.

Welche alternativen Heizstoffe gibt es?

Besonders viel Heizwert bei geringem Gewicht und Volumen bieten Ihnen Holzbriketts, die ohne den Einsatz von Bindemitteln aus Sägespänen gepresst werden. Holz-Pellets sind die „kleinen Geschwister“ der Holzbriketts: Sie bestehen aus dem gleichen Material, haben aber nur einen Durchmesser von 6 mm. Holz-Pellets können nur in Kaminöfen verbrannt werden, die dafür geeignet sind. Auch Briketts aus Altpapier und die sogenannten „Paraffinbrennscheite“ kommen nur für einige Kaminöfen infrage.

Was heißt denn Primär- und Sekundär-Luft?

Zum optimalen Betrieb Ihres Kaminofens benötigt dieser die richtige Sauerstoffzufuhr. Beim Anzünden des Ofens ist die Zuführung von Primärluft besonders wichtig. Als Primärluft bezeichnet man die Zuführung von Sauerstoff von unten über den Rost.

Bei lebhaften Feuer, kann die Primärluft geschlossen werden und die Luft von oben zugeführt werden. Diese Sekundärluft ist zudem wichtig für die sogenannte Scheibenspülung. Die Luftzirkulation ist so ausgelegt, dass durch die Nutzung von Sekundärluft die Sichtscheibe des Ofens nicht verrußt. Übrigens: Bei OBI finden Sie auch Kaminöfen mit elektronischer Steuerung der Luftzufuhr (sogenannte Automatiköfen).

Was bedeutet kW und wie viel kW sollte mein Ofen haben?

In kW wird die Nennwärmeleistung des Ofens angegeben. Sie gibt die maximale, nutzbare Wärmemenge eines Ofens an, die dieser im Dauerbetrieb je Zeiteinheit erzeugen kann. Wie viel kW Ihr Kaminofen haben sollte hängt von der Größe des Raumes und dessen Isolierung ab.

Was benötige ich sonst noch?

Für den Betrieb eines Kaminofens brauchen Sie nur wenig Zubehör: Das dreiteilige Rauchrohrset dient zum Anschluss an den Schornstein und besteht aus dem Rauchrohr, einem Winkelstück und einem Wandverblender. Mit einem Kaminbesteck haben Sie Feuer und Asche sicher im Griff – es besteht mindestens aus Schürhaken, Besen und Schippe.

Für die Lagerung des Brennmaterials bieten sich Kaminholz-Regale an.

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Gestaltung und Nutzen von Kaminöfen

Der Kaminofen ist ein beliebtes Mittel zur Innenraumgestaltung und erfüllt einen Zweck als klassischer Innenraumheizkörper. Beheizt wird ein Kaminofen üblicherweise mit Holz, wobei durch traditionelle Fertigungsweisen und moderne Optimierungen eine gute Hitzeausstrahlung erreicht werden kann. So eignet sich der Kaminofen über seine dekorative Funktion hinaus als eine günstige Alternative zur Gas- oder Elektroheizung. Benötigt wird für den Ofen lediglich ein ausreichend großer Stellplatz mit Anschluss zum Schornstein. Mit Brennholz versorgt, liefert dieser Wärme und Behaglichkeit bei kaltem Wetter. Hierbei wird die Atmosphäre durch die Wirkung des Feuers unterstrichen.

Kaminofen als Heizkörper

Kaminöfen haben traditionell die Aufgabe, als Heizkörper zu dienen erfüllt. Durch neue Fertigungstechniken verfügen moderne Kaminöfen über Fenster, dank denen es möglich ist, die Flammen zu betrachten. So ist auch immer ersichtlich, wann Brennholz nachgelegt werden muss. Die erzeugte Wärme wird über den gesamten Ofenkörper abgestrahlt. So wird eine besonders gute Heizleistung erreicht. Kaminöfen können je nach Modell und Bauart auch an den Seiten von der Hitze abgeschirmt sein, sodass hier keine Hitze nach außen dringt. Dies bedeutet eine größere Sicherheit beim Umgang mit den Öfen.

Der Einrichtungs- und Nutzgegenstand Kaminofen

Kaminöfen unterstreichen eine angenehme Atmosphäre im Wohnzimmer und ermöglichen ein günstiges Heizen im Winter. Aus diesen Gründen zählen sie zu den besonders beliebten Einrichtungsgegenständen. Die erzielte Atmosphäre wird vor allem in kalten Wintermonaten geschätzt. Ob im klassischen oder im modernen Design Kaminöfen besitzen einen ganz individuellen Charme, der viele Freunde gewinnen konnte. Die verschiedenen Modelle von Kaminöfen fügen sich dezent und geschmackvoll in alle Einrichtungsstile ein.

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