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Rohbau eines Badezimmers mit Badewanne, in dem Bauplatten verlegt werden.

Bauplatten bieten sich beim Badausbau für die Sanierung des Untergrundes an. In diesem Ratgeber geben wir dir Tipps für die Auswahl des richtigen Materials und erklären die Vorteile von XPS-Bauplatten für die Badsanierung.

Was sind Bauplatten?

Bauplatten sind baufertige Platten für den Innen- und Außenausbau, die beispielsweise aus Gips, Zement- und Gipsfasern oder Polystyrol-Hartschaum bestehen. Die meisten Platten besitzen eine Armierung aus Karton, Kunststoff oder Glas. Moderne Bauplatten besitzen gute Eigenschaften im Bereich der Wärmedämmung und eignen sich zum Beispiel als sogenannte Fliesenlegerplatten ideal für den Badausbau.

Beim Badausbau kommen neben Gipskartonplatten und Trockenstrichelementen zunehmend Bauplatten aus Polystyrol-Hartschaum (XPS) zum Einsatz. Die Hartschaumplatten lassen sich besonders leicht und flexibel verarbeiten. Verputzen oder Verspachteln ist nicht notwendig, du kannst das Bad gleich fliesen, streichen oder tapezieren. Zudem bieten viele Hersteller neben den Fliesenlegerplatten in unterschiedlichen Stärken und Größen auch zusätzliche Bauteile wie Winkel- und Duschelemente an. Außerdem gibt es Zubehör wie passende Abläufe, Dämmplattenteller oder Dichtband.

Im Folgenden stellen wir dir verschiedene Lösungen vor – darunter Materialien, Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten – und gehen genauer auf die Anwendung von XPS-Bauplatten im Badezimmer und spezielles Zubehör für den Badausbau ein.

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Welche Bauplatten eignen sich für Feuchträume?

Trockenestrich- oder Gipsfaserplatten bieten sich beim Badausbau für die Sanierung des Untergrundes an. Im Gegensatz zu Nassestrich, der oft wochenlang trocknen muss, kannst du Trockenestrich-Bauplatten direkt nach dem Trocknen des Klebers betreten und mit der Sanierung des Badezimmers fortfahren. Ein weiterer Vorzug ist das geringere Gewicht – dies ist zum Beispiel ein großer Vorteil bei Räumen mit Holzdecken.

Gipskartonplatten werden nach wie vor regelmäßig auch für den Innenausbau von Nassräumen wie Badezimmern verwendet. Die Platten, die du in unterschiedlichen Ausführungen sowie Stärken kaufen kannst, sind kostengünstig und lassen sich leicht verarbeiten. Nutze aber nur für Nassräume spezialisierte Trockenbau-Platten inklusive Wärmedämmung. Diese in der Regel grünen Platten liefern eine solide Resistenz gegen Feuchtigkeit und helfen bei der Dämmung im Badezimmer. Der Einsatz der Bauplatten verzögert – durch notwendiges Verspachteln und Grundieren der Gipskartonplatten – weitere Arbeiten beim Innenausbau wie das Tapezieren der Wände oder Fliesen verlegen.

Fliesenlegerplatten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS) lassen sich leicht verarbeiten und bieten vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten beim Badausbau von Alt- und Neubau. Allerdings ist der Einsatz beziehungsweise die Investition in die Hartschaumplatten etwas kostspieliger als einfache Gipskartonplatten. Auch die hohe Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit spricht für den Einsatz XPS-Platten im Badezimmer.

Drei weiße Gipskartonplatten liegen aufgefächert übereinander.

Eigenschaften von XPS-Bauplatten

Hartschaumplatten aus XPS enthalten eine Deckschicht aus Spezialmörtel und Glasfasergewebe. XPS ist eine feinporige Weiterentwicklung von Styropor. Beide Produkte basieren auf dem Kunststoff Polystyrol. Bei der Herstellung von XPS wird das eingeschmolzene Polystyrol-Granulat zusätzlich mithilfe eines Treibmittels durch eine flache Düse gepresst. Das Polystyrol schäumt dabei um ein Vielfaches seines ursprünglichen Volumens auf und es entsteht eine homogene Masse mit folgenden Eigenschaften für Trockenbau und Montage:

  • Ein geringes Eigengewicht.

  • Eine hohe Standhaftigkeit bei Druck.

  • Nimmt kein Wasser auf.

  • Schimmelpilze haben keine Chance.

  • Ausgezeichnete Wärmedämmung.

  • Die Platten sind in diversen Stärken verfügbar.

Diese Merkmale machen die Bauplatten zu verlässlichen Bauelementen beim Innenausbau und Umbau sowie bei der Badsanierung. Die XPS-Platten kannst du für das Verkleiden von Böden und Wänden sowie beim Gestalten von Oberflächen – zum Beispiel an Dusche und Badewanne – einsetzen.

Ein weiterer Vorteil der Fliesenlegerplatten: XPS lässt sich in verschiedene Formen pressen, ohne dass die Stabilität darunter leidet. So gibt es auch geschwungene oder flexible Kreativbau-Elemente, mit denen du beim Badausbau auch außergewöhnliche Formen oder Rundungen realisierst. Die Bauplatten sind auf der Rückseite vollflächig längs eingeschnitten und lassen sich deshalb leicht in die gewünschte Form biegen – ohne zu brechen.

Darüber hinaus sind Montage-Sets für Regale, Sitzmöbel und Waschtische, Bauplatten für barrierefreie Duschen sowie Badewannen oder Eckelemente zum Verkleiden von Rohren und Leitungen erhältlich.

Wassertropfen auf Fliesenlegerplatten zeigen wasserabweisende Eigenschaften des Materials.
XPS-Platten als Verkleidung für Wand.

Verarbeitung von XPS-Platten

Die einzelnen Platten kannst du nach Belieben und Stärke mit einer Handkreissäge oder Stichsäge zuschneiden. Befestigt werden XPS-Fliesenlegerplatten an der Wand auf altem Putz oder direkt auf unverputzten Wänden mit Mörtel und speziellen Metalldübeln.

Fixiere und verlege die Baustoffe mit Fliesenkleber am Untergrund im Bad, wenn du die Platten als zusätzliche Wärmedämmung auf dem Boden des Badezimmers anbringen willst. Dichte Stoßkanten nach Aushärten des Klebers oder Mörtels immer zusätzlich mit Armier- oder Dichtband ab.

Abschließend verputzt, tapezierst oder verfliest du die Bauplatten sofort. Im Gegensatz zu Bauplatten aus Gipskarton musst du Fliesenlegerplatten aus Polystyrol-Hartschaum weder grundieren noch verspachteln.

Heimwerker mit Handschuhen verlegt Fliesen im Bad.

Zubehör für die Verarbeitung von Fliesenlegerplatten

Bei der Gestaltung und dem Umbau von Feuchträumen wie dem Bad oder Gäste-WC stehen umfangreiche Produkte für die Verarbeitung der Baustoffplatten zur Verfügung. Es empfiehlt sich die Verwendung von speziell auf die XPS-Platten abgestimmtem Material und Zubehör, da nur so ein optimales Bauergebnis im Badezimmer gewährleistet ist.

Neben Spezialkleber und Dichtstoffen wie Silikon sind spezielle Metalldübel, Befestigungsanker und Dämmplattenteller erhältlich. Vorgeformte Dichtecken und spezielle Dichtbänder erleichtern das Abdichten in Feuchträumen. Armierbänder sorgen auch im Trockenbau für zusätzliche Stabilität.

Dichtband zum Abdichten von Bauplatten.

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FAQ – Fragen und Antworten zum Badausbau mit Bauplatten

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