
Pflanzen für das Badezimmer: Ideen
Grünpflanzen lassen einen Raum sofort wohnlicher wirken. Das gilt auch für das Badezimmer und das Gäste-WC. Aber mit dem Raumklima kommen nicht alle Zimmerpflanzen zurecht. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Pflanzen für das Badezimmer geeignet sind.
Welche Pflanzen sind für das Bad geeignet?
Das Raumklima im Badezimmer unterscheidet sich von allen anderen Räumen. Dort kommt es zu höherer Luftfeuchtigkeit, außerdem ist es meist dunkler und wärmer. Unter diesen besonderen Bedingungen gedeihen vor allem Grünpflanzen, die sonst in den Tropen oder Subtropen heimisch sind. Wir haben eine Auswahl von Pflanzen für das Badezimmer getroffen.








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Pflanzen für helle Badezimmer
Viele Pflanzen, die ursprünglich aus tropischen oder subtropischen Gebieten stammen, fühlen sich als Zimmerpflanzen im Badezimmer wohl. Darunter gibt es Pflanzen, die Halbschatten oder Schatten in einem lichtarmen Bad mögen.
Andere Badezimmerpflanzen gedeihen als echte Sonnenanbeter hingegen besser in einem hellen Tageslichtbad mit Fenster. Auch im Dschungel sind Pflanzen zu finden, die eher in schattiger Bodennähe wachsen, und solche, die einen vollsonnigen Standort bevorzugen.
Nachfolgend findest du sieben Pflanzen für lichtdurchflutete Bäder, darunter Echte Aloe, Bogenhanf und Fensterblatt. Wir geben Tipps zu Pflege und Dekoration.
1. Echte Aloe (Aloe vera)

Das Grasbaumgewächs kommt natürlich in tropischen und subtropischen Gebieten vor, wo es warm und sonnig ist.
Echte Aloe (Aloe vera) gedeiht hierzulande als Zimmerpflanze an einem hellen Standort – im Sommer gerne auch auf der Terrasse oder dem Balkon. Ein südlich ausgerichtetes Bad mit Fenster ist ebenfalls geeignet und bietet noch einen Vorteil: Aufgrund der erhöhten Luftfeuchtigkeit brauchst du die Pflanze dort nur gelegentlich zu gießen.
Wir empfehlen durchlässige Kakteenerde als Substrat und einen Pflanzkübel mit Untersetzer, um Staunässe zu vermeiden.
Tipp: Aloe vera bietet sich nicht nur als grüne Dekoration, sondern auch als lebendige Hausapotheke an. Der frische Saft aus den Blättern soll, äußerlich angewandt, bei einem leichten Sonnenbrand oder nach einem Insektenstich für Milderung sorgen.
2. Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)

Die panaschierten Blätter machen die Art Sansevieria trifasciata zu einer attraktiven Zimmerpflanze.
Einige der über 60 Arten von Bogenhanf (Sansevieria) sind hierzulande beliebte Zimmerpflanzen. Die in Zentralafrika beheimatete Pflanze mag es warm und hell. Dank der erhöhten Luftfeuchtigkeit im Bad brauchst du Bogenhanf, der auch als Schwiegermutterzunge bekannt ist, kaum zu gießen. Vor allem im Winter gilt: Weniger ist mehr.
Tipp: Mit einer Drainage-Schicht aus Blähton beugst du Staunässe vor.
3. Fensterblatt (Monstera deliciosa)

Das Fensterblatt ist ursprünglich in den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas beheimatet.
Bereits im Namen verrät das Fensterblatt (Monstera deliciosa), wo es am liebsten steht. An einem hellen Fensterplatz im Bad entwickeln sich die großen Blätter besonders gut. Zur Not verträgt die Pflanze aber auch Halbschatten oder Schatten. Wichtig ist, dass du die Monstera mit ausreichend Wasser versorgst, dabei aber Staunässe vermeidest.
Tipp: Für optimales Wachstum solltest du regelmäßig den Staub von den Blättern wischen.
4. Herzblatt-Pflanze (Hoya kerrii)

Für kleine, helle Bäder bietet sich die Art mit den herzförmigen Blättern an.
Mit ausreichend Licht und Temperaturen zwischen 18 °C und 23 °C schaffst du optimale Bedingungen für Wachsblumen (Hoya), die auch als Porzellanblumen bekannt sind.
Besonders dekorativ ist die Herzblatt-Pflanze (Hoya kerrii). Den Trivialnamen hat diese Art der charakteristischen Herzform der Blätter zu verdanken. Die botanische Bezeichnung Hoya kerrii geht auf den britischen Pflanzensammler Arthur Francis George Kerr zurück.
Tipp: Die Grünpflanze, die ursprünglich aus Südostasien stammt, bevorzugt einen Standort ohne Zugluft.
5. Schwertfarn (Nephrolepis exaltata)

Schwertfarn ist auf vergleichsweise hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen und daher ideal als Badezimmerpflanze.
Feuchte Luft und vergleichsweise hohe Temperaturen sind genau das, was der Schwertfarn (Nephrolepis exaltata) braucht, um zu gedeihen. Die Pflanze mit den wild wuchernden, filigranen Fiederblättern ist nämlich in den Sumpfgebieten von Mittel- bis Südamerika heimisch. Im Bad bevorzugt die Zimmerpflanze einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und ohne Zugluft.
Tipp: Dank des überhängenden Wuchses eignet sich Schwertfarn besonders für Blumenampeln.
6. Tillandsien (Tillandsia)

Tillandsien werden umgangssprachlich auch als Luftpflanzen bezeichnet, da einige Arten ohne Substrat gedeihen.
Viele der grauen Tillandsien (Tillandsia) gehören zu den Aufsitzerpflanzen (Epiphyten), die ohne Blumenerde auskommen. In freier Wildbahn wachsen sie auf Ästen und an Baumstämmen. Solche Exemplare nehmen Wasser und Nährstoffe über die Luft auf. So kommt ihnen die hohe Luftfeuchtigkeit im Bad ganz gelegen.
Tipp: Orchideen (Orchidaceae) zählen übrigens ebenfalls zu den Aufsitzerpflanzen und viele exotische Orchideenarten lassen sich problemlos im Bad kultivieren. Bestimmte Arten wie beispielsweise Frauenschuhe (Cypripedium) bevorzugen jedoch andere Bedingungen. Sie wachsen terrestrisch (erdgebunden), sind auf niedrigere Temperaturen während der Ruhephase im Winter angewiesen und können daher nicht dauerhaft im Bad stehen.
Tillandsien lassen sich als lebendige Wandbilder in Szene setzen. Binde oder klebe die Pflanzen dazu auf ein Drahtgeflecht oder einen Holzrahmen.
7. Zimmerefeu (Hedera helix ‚Chicago‘)

Zimmerefeu bevorzugt einen hellen, aber absonnigen Standort.
Die Kletterpflanzen der Gattung Efeu (Hedera) sind ursprünglich in den Wäldern Europas heimisch und schmücken hierzulande häufig Hausfassaden oder wuchern an Gartenzäunen. Die Sorte Hedera helix ‚Chicago‘ ist auch als Zimmerefeu bekannt und besonders für das Bad geeignet, da sie mit der vergleichsweise hohen Luftfeuchtigkeit gut zurechtkommt.
Tipp: Kultiviere Zimmerefeu als Hängepflanze in einer Blumenampel oder pflanze ihn in einen Blumentopf mit Rankhilfe.
Pflanzen für dunkle Badezimmer
Unter den Badezimmerpflanzen, die mit höheren Temperaturen und mehr Luftfeuchtigkeit zurechtkommen, gibt es Exemplare, mit denen sich auch bei lichtarmen Verhältnissen ein grüner Akzent zwischen Waschtisch und Badewanne setzen lässt. Dazu zählen Farne, Hängepflanzen wie Philodendron sowie klein bleibende Zimmerpalmen, die in ihrer Heimat meist als schattenliebender Unterwuchs nah am Boden sprießen und weniger Licht gewohnt sind.
Hinweis: Ganz ohne Tageslicht geht es jedoch nicht, denn Pflanzen benötigen das Sonnenlicht für die Photosynthese.
1. Baumfreund (Philodendron)

Der Baumfreund ist vergleichsweise pflegeleicht, verträgt aber keine Staunässe.
Die krautige immergrüne Pflanze verdankt ihren Namen Baumfreund (Philodendron) der Eigenschaft, auf Bäume zu klettern, ohne ihnen zu schaden. Genauso gut könnte die Zierpflanze aber auch „Badfreund“ heißen. Jedenfalls kommt die Grünpflanze ganz hervorragend mit den Bedingungen im Feuchtraum zurecht und entpuppt sich dabei als echtes Multitalent. Denn die Zimmerpflanze gedeiht an einem Fensterplatz, verträgt aber auch lichtarme Verhältnisse.
Tipp: Gieße den Baumfreund im Bad nur mäßig. Bekommt die Pflanze gelbe Blätter, ist das meist ein Hinweis auf zu viel Feuchtigkeit.
2. Bergpalme (Chamaedorea elegans)

Die Bergpalme lässt dich von Sonne, Strand und Meer träumen.
Mit ihren überhängenden Wedeln holt die Bergpalme (Chamaedorea elegans) das Flair vom Palmenstrand ins heimische Badezimmer. Viel Licht benötigt die Zimmerpalme dabei nicht. Stattdessen bevorzugt sie einen halbschattigen Standort bei Zimmertemperatur. Im Winter darf es mit Temperaturen von 12 °C bis 15 °C ruhig auch etwas kühler sein.
Tipp: Achte auf ein gut durchlässiges Substrat. Wir empfehlen Palmenerde oder Blumenerde, die du im Verhältnis 1:1 mit Sand mischst.
3. Efeutute (Epipremnum pinnatum)

Die Efeutute kommt mit lichtarmen Verhältnissen zurecht. Sorten mit deutlicher Blattzeichnung bevorzugen jedoch einen helleren Standort.
Die Efeutute (Epipremnum pinnatum) gehört zu den tropischen Pflanzen, die auch im Halbschatten gedeihen. Kultiviere die immergrüne Zimmerpflanze entweder als Hängepflanze in einer Ampel oder in einem Topf an einem Moosstab als Kletterhilfe. Obwohl sich die Efeutute im luftfeuchten Badezimmer wohlfühlt, solltest du zu viel Feuchtigkeit im Topf vermeiden, denn die Pflanze verträgt keine Staunässe.
Tipp: Die Efeutute findet dank ihres überhängenden Wuchses als Hängepflanze auch in einem kleinen Badezimmer Platz.
4. Einblatt (Spathiphyllum wallisii)

Rund um die gelblichen Kolben, die eigentlichen Blüten des Einblatts, entwickeln sich cremeweiße bis grünweiße Hochblätter.
In den tropischen Wäldern Südamerikas wächst das Einblatt (Spathiphyllum wallisii) im Schatten größerer Bäume. Als Badezimmerpflanze bevorzugt das Einblatt ebenfalls einen halbschattigen bis schattigen Standort. Die hohe Luftfeuchtigkeit im Bad und Temperaturen von 18 °C bis 25 °C schaffen optimale Bedingungen für die pflegeleichte Zimmerpflanze.
Tipp: Das Einblatt lässt sich sowohl in Hydrokultur als auch in humöser Blumenerde kultivieren. Durch die Zugabe von Sand oder Blähton wird die Erde durchlässiger.
5. Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia)

Mit ihren glänzenden, dunkelgrünen Blättern ist die Glücksfeder ein attraktiver Blickfang im Bad.
Wenn du der Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) einen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung bei normaler Zimmertemperatur bietest und sie sparsam mit Wasser versorgst, schaffst du ideale Wachstumsbedingungen. Tatsächlich entwickelt sich das Dunkelgrün der glänzenden Blätter besser bei weniger Licht. Daher eignet sich die Glücksfeder optimal für lichtärmere Badezimmer.
Hinweis: Fälschlicherweise wird die Glücksfeder manchmal auch Zamie genannt. Aber die echte Zamie zählt zu den Palmfarngewächsen und nicht etwa zur Pflanzengattung Zamioculcas.
6. Nestfarn (Asplenium nidus)

Die lanzettlich geformten, gewellten Blätter bringen frisches Grün ins Bad, wo sich der Farn besonders wohlfühlt.
Nestfarn (Asplenium nidus) ist den tropischen Regionen Afrikas, Asiens und Australiens beheimatet und wächst dort als üppige Aufsitzerpflanze. Hierzulande gilt Nestfarn als Blattschmuckpflanze. Die Pflanze aus der Familie der Streifenfarngewächse ist auf eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 Prozent und ganzjährig hohe Temperaturen von 20 °C bis 25 °C angewiesen. Damit eignet sich Nestfarn optimal als Badezimmerpflanze.
Tipp: Nestfarn freut sich über zusätzliche Feuchtigkeit: Besprühe die Pflanze regelmäßig mit kalkarmem Wasser. Bei zu trockener Luft verfärben sich die Blätter und werden braun.
7. Schusterpalmen (Aspidistra)

Ihren Trivialnamen verdankt die Schusterpalme dem Umstand, dass man die Pflanze früher häufig in lichtarmen Schusterwerkstätten fand.
Ursprünglich stammen die Schusterpalmen (Aspidistra) aus Ostasien. Hierzulande sind sie als Zimmerpalmen beliebt. Da die Schusterpalme auch in dunklen Ecken gedeiht und Luftfeuchtigkeit gut verträgt, bietet sie sich als Badezimmerpflanze an.
Hinweis: Lediglich Arten mit gemustertem Blattwerk bevorzugen einen helleren Standort.
Allgemeine Pflegetipps
Durch Duschen oder Baden steigt die Luftfeuchtigkeit im Bad teils auf bis zu 80 %. Ansonsten liegt sie meist zwischen 50 % und 70 %. In allen anderen Räumen sind es etwa 40 % bis 60 %.
Tipp: Mit einem Hygrometer behältst du die Luftfeuchtigkeit im Blick.
Während die vorgestellten Badezimmerpflanzen in der Regel gut mit dem Mehr an Feuchtigkeit zurechtkommen, vertragen die meisten kaum Zugluft. Doch für ein gesundes Raumklima kommst du um das Lüften nach dem Duschen oder Baden normalerweise nicht herum.
Damit die Pflanzen dann nicht direkt im Zug stehen, stellst du sie vor dem Öffnen der Fenster am besten um. Größere Kübelpflanzen platzierst du auf Pflanzenroller, um sie bequem verschieben zu können.
Die erhöhte Feuchtigkeit begünstigt unter Umständen auch Schimmelbildung in der Erde. Nutze daher ein lockeres, durchlässiges Substrat wie beispielsweise Pflanzgranulat und kontrolliere die Feuchtigkeit im Topf mit der Fingerprobe oder mithilfe von Gießanzeigern im Topf.
Kunstpflanzen und andere Alternativen

Du hast keinen grünen Daumen? Kein Problem. Inzwischen gibt es schöne Kunstpflanzen, die den lebendigen Pendants zum Verwechseln ähnlich sehen. Die Auswahl reicht von filigranen Orchideen über üppig blühende Hortensien bis hin zu ausladenden Palmen. Die nachgebildeten Pflanzen aus Kunststoff, Stoff oder Seidenmaterial sind im Topf, als einzelne Kunstblumen oder auch als Blumengirlande erhältlich.
Eine Alternative für ein Bad ohne Fenster sind Moosbilder. Dabei wird das Moos so konserviert, dass es seine natürliche Haptik behält und sattgrün bleibt.
Natürlich kannst du auch mit frischen Schnittblumen in einer dekorativen Vase für Pflanzenschmuck im Bad sorgen.







