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Dehnungsfugen herstellen – Schritt für Schritt

Zuletzt aktualisiert: 28.10.20192 MinutenVon: OBI Redaktion
Dehnungsfuge an Türrahmen zwischen zwei Bodenbelägen

Bewegungen im Untergrund und Temperaturwechsel beanspruchen geflieste Böden. Eingearbeitete Dehnungsfugen verhindern, dass dadurch im Laufe der Zeit Risse und andere Schäden in den Fliesen entstehen. Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie Sie beim Fliesenlegen Dehnungsfugen herstellen.

Wie lassen sich Dehnungsfugen verfugen?

Dehnungsfugen bestehen aus einer elastischen Fugenmasse wie Silikon und verringern auftretende Zug- und Druckspannungen.

Der folgende Ratgeber bezieht sich in erster Linie auf Dehnungsfugen beim Fliesenlegen. Grundsätzlich gelten die meisten Hinweise zu den Fugen aber auch für andere Bodenbeläge wie Laminat, Parkett oder Korkplatten.

Dehnungsfugen verfugen

5 Schritte

1
Position der Dehnungsfugen planen
Frau mit Zollstock zeigt auf Übergang
Auf einen Blick
  • Dehnungsfugen einplanen
  • Bestehende Positionen bei Renovierungsarbeiten erhalten
So wird es gemacht

Dehnungsfugen sollten Sie an allen Übergängen zu Räumen und anderen Bodenbelägen wie Laminat, Parkett oder Korkplatten einplanen. Außerdem an Fliesen, die auf Elemente wie Heizkörper oder Armaturen treffen. Wo der Untergrund – etwa Estrich – bereits eine Dehnungsfuge aufweist, sollten Sie ebenfalls eine Dehnungsfuge einarbeiten. Bereits bestehende Positionen bei Renovierungsarbeiten sollten erhalten bleiben.

So wird es gemacht

2
Fuge säubern, abkleben und vorbereiten
Hände mit Dehnungsprofil auf Fuge
Auf einen Blick
  • Fugen reinigen und von Schmutz befreien
  • Dehnungsprofil in die Fuge drücken
  • Fugenränder abkleben
So wird es gemacht

Reinigen Sie die Fugen sorgfältig und befreien Sie sie von Staub, Schmutz sowie Kleberesten. Die Dehnungsfuge darf keinen Bodenkontakt haben, daher arbeiten Sie am besten mit einem Schaumstoffprofil oder einem Dehnungsprofil aus Kunststoff. Dieses drücken Sie in die Fuge, sodass die Fugenmasse später effektiv wirken kann. Günstiger Nebeneffekt: Schaumstoffprofile helfen dabei, Fugenmasse zu sparen. Kleben Sie die Fugenränder dann mit Klebeband beidseitig ab.

So wird es gemacht

3
Fugenmasse einfügen
Hände mit Silikonspritze spritzen Fugenmasse in Fuge
Auf einen Blick
  • Fugenmasse in die Fuge spritzen
  • ggf. Spitze der Silikonkartusche zurechtschneiden
So wird es gemacht

Die Fugenmasse ist nur dann effektiv bzw. elastisch, wenn sie mindestens so tief reicht, wie die Fuge breit ist. Spritzen Sie die dauerelastische Fugenmasse mit einer Silikonspritze gleichmäßig in die Fuge. Wenn nötig, schneiden Sie die Spitze der Kartusche entsprechend der Fugenbreite zurecht.

So wird es gemacht

4
Fugenmasse glätten
Hand mit Glätter auf Fuge
Auf einen Blick
  • Fugenmasse glätten
So wird es gemacht

Glätten Sie die Fugenmasse nach dem Einfügen. Hierzu streichen Sie mit der Glättkelle gleichmäßig über die Dichtungsmasse.

So wird es gemacht

5
Klebeband und Überschüsse entfernen
Hand löst Klebeband von Dehnungsfuge
Auf einen Blick
  • Klebeband entfernen
  • Überschüssige Fugenmasse beseitigen
So wird es gemacht

Nach dem Glattstreichen können Sie das Klebeband entfernen. Dieses ziehen Sie dafür schräg nach hinten und seitlich von der Fuge weg ab. Überschüssige Fugenmasse und Verunreinigungen können Sie mit einem Schwamm und etwas Wasser beseitigen.

So wird es gemacht

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Silikon
  • Schwamm
  • Elastische Fugenmasse
  • Schaumstoffprofil
  • Klebeband
  • Auspresspistole
  • Glättekelle

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