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Nachhaltiges Badezimmer planen

Zuletzt aktualisiert: 20.11.20194 MinutenVon: Vanessa Vollhardt
Ein nachhaltiges Badezimmer mit sparsamem Waschtisch, Badewanne und Seife.

Wie funktioniert Nachhaltigkeit im Badezimmer? Wie Sie Wasser sparen, Ihren Energieverbrauch reduzieren und auf schadstoffhaltige Reinigungs- und Pflegeprodukte verzichten, zeigt dieser Ratgeber.

Nachhaltigkeit im Bad – wie geht das?

Im Durchschnitt verbraucht eine Person pro Tag etwa 123 Liter Wasser. Ein Großteil davon fließt im Badezimmer den Abfluss hinunter. Auch der Energieverbrauch im Bad ist nicht unerheblich – Beleuchtung, Heizung und Warmwassererhitzung tragen maßgeblich dazu bei. Um hier zu sparen, greifen Sie auf Heiz- und Thermostatarmaturen zurück. Diese regulieren die Temperaturen und somit den Energieverbrauch. Wasserspar-Duschbrausen und Sensorarmaturen an Waschbecken leisten ebenfalls einen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Badezimmer. Werfen Sie außerdem einen Blick auf die Energieeffizienzklassen der Leuchtmittel in Ihrem Bad und entscheiden Sie sich der Umwelt zu Liebe für Modelle der Klassen A+ und A++. 

Darüber hinaus lohnt es sich, auf Naturkosmetik umzusteigen und flüssige mit fester Seife zu ersetzen. Schadstoffhaltige Reinigungsmittel ersetzen Sie beispielsweise mit umweltfreundlicheren Alternativen oder selbstgemischten Sprays. 

Täglich Wasser sparen

Die offensichtlichste Umwelt-Falle im Badezimmer liegt im hohen Wasserverbrauch, der oft unbewusst verursacht wird. Natürlich ist es ratsam, seltener ein Vollbad zu nehmen und stattdessen zu duschen. Doch selbst beim Duschen verbrauchen wir pro Minute etwa 12 Liter Wasser. Um diesen Verbrauch zu minimieren, können Sie nicht nur die Duschdauer verkürzen, sondern Ihre Dusche auch mit einem wassersparenden Duschkopf ausstatten.

Duschköpfe mit Wassersparfunktion regulieren den Wasserverbrauch durch Spardichtungen, die die Wasserdurchflussmenge senken. Auch Waschtischarmaturen verfügen über diese Funktion. Einige Modelle sind zusätzlich mit einem Durchflusskonstanthalter ausgestattet.

Am Waschbecken sparen Sie außerdem Wasser, indem Sie auf Wasserhähne mit Sensortechnik zurückgreifen. So wird der Wasserfluss automatisch gestoppt, wenn kein Wasser mehr benötigt wird. Das schont die Umwelt auf lange Sicht.

Wasser sparen im Badezimmer mit einer Waschtischarmatur mit Sensortechnik.

Waschtisch-Wandarmatur Essence von Grohe – alle Armaturen mit Sensortechnik im OBI Online-Shop.

Energieverbrauch minimieren

Thermostate an Heizkörper und Duscharmatur reduzieren Ihren Energieverbrauch maßgeblich. Installieren Sie beispielsweise ein Heizthermostat, mit dem Sie die Heiztemperatur nicht nur im Blick behalten, sondern auch steuern können. Beheizen Sie das Badezimmer zu stark frequentierten Zeiten stärker und lassen Sie das Thermostat die Heizung nachts vollständig ausschalten. Für mehr Komfort integrieren Sie diese Funktionen idealerweise in ein "Smart Home"-System.

Mit einem Duschthermostat wird Ihre Wassertemperatur beim Duschen konstant gehalten. Das reduziert den Energieverbrauch und spart Wasser ein, da längere Wartezeiten bei zu heißen oder zu kalten Temperaturen verhindert werden.

Energieeffiziente Beleuchtung schaffen Sie im Badezimmer, indem Sie Ihre Leuchtmittel nach ihrer Energieeffizienz auswählen. Beschränken Sie sich dabei auf Energieeffizienzklassen A++ und A+. An ein "Smart Home"-System gekoppelte Beleuchtung trägt außerdem zu einem umweltbewussteren Umgang mit Energie im Badezimmer bei. Lichter schalten sich automatisch aus, sind dimmbar und können von Ihnen jederzeit und von jedem Ort gesteuert werden.

Wasser und Energie sparen im Badezimmer mit einem Duschthermostat am Brausekopf.

Mit Temperaturregulation Energie und Wasser sparen – alle Thermostatarmaturen im OBI Online-Shop.

Chemie- und Müllvermeidung

Wer der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte vor Maßnahmen, die über Wasser- und Energiesparen hinausgehen nicht Halt machen. Besonders im Badezimmer entsteht viel Abfall – solcher, der in der Tonne und solcher, der im Wasserkreislauf landet. Wenn Sie Ihr Badezimmer nachhaltiger gestalten wollen, heißt das also auch, dass Sie zum Beispiel auf Naturkosmetik und schadstofffreie Reinigungsmittel umsteigen sollten. Naturkosmetik enthält weniger umweltbelastende Chemie und im Idealfall kein Mikroplastik. Steigen Sie zusätzlich von flüssiger auf feste Seife um, um Plastikabfall zu reduzieren.

Reinigungsmittel für das Badezimmer bestehen oftmals aus aggressiven Inhaltsstoffen. So effektiv sie reinigen, so sehr belasten sie im Umkehrschluss auch unsere Umwelt. Eine mögliche Alternative stellen ökologische Reinigungsmittel und selbstgemischte Sprays dar. Letztere sind aus Essigessenz, Wasser, etwas Zitronensäure und ein paar Tropfen ätherischem Öl schnell und kostengünstig selbst gemacht. Indem Sie beim Putzen keine Einwegprodukte wie Feuchttücher oder Einmalhandschuhe verwenden, reduzieren Sie zudem Müll. Setzen Sie stattdessen auf waschbare Reinigungstextilien

Weiteren Müll vermeiden Sie, indem Sie Hygieneprodukte ersetzen oder deren Einsatz stark reduzieren. Greifen Sie statt zu Wattepads beispielsweise zu selbst genähten Abschminkpads aus Stoffresten. Diese sind wasch- und wiederverwendbar.

Ein nachhaltiges Waschbecken mit fester Seife.
Müllvermeidung im Badezimmer mit Hilfe von Reinigungsgeräten mit waschbaren Lappen.

Microfaser-Bezug von Leifheit – alle Wischbezüge im OBI Online-Shop.

Möbel und Zubehör für mehr Nachhaltigkeit im Bad

Vorausschauend planen und auf Qualität setzen

Ein vorausschauend geplantes Badezimmer mit barrierefreier Struktur und langlebigen Möbeln.

Ein nachhaltiges Badezimmer ist in erster Linie langlebig. Je hochwertiger die Einrichtung, desto seltener müssen Möbel ersetzt oder umgebaut werden. Planen Sie also auf lange Sicht und setzen Sie auf Qualität. Hochwertige Holzmöbel mit FSC- oder IBU-Siegel sind eine nachhaltige Wahl. Lehm- und Kalkputze sowie Naturfarben sorgen für eine umweltschonende Wandgestaltung. Sie werden ökologisch gewonnen und belasten die Luft im Vergleich zu anderen Materialien nicht mit schädlichen Gasen.

Auch die Raumplanung des Badezimmers spielt in Bezug auf seine Nachhaltigkeit eine Rolle. Um einen ressourcenaufwendigen Umbau im Alter überflüssig zu machen, lohnt es sich, von Anfang an eine bodengleiche Dusche, einen barrierefreien Zugang zum WC und ergonomische Waschtischhöhen einzuplanen.

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