Saunahaus auf Holzdielen in Garten an Pool neben Bank und Sonnenliege

Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine im Vergleich

Wer sich zu Hause eine Wellnessoase schaffen will, kann sich eine klassische Heißluftsauna, ein Dampfbad oder eine Infrarotkabine anschaffen. Dieser Ratgeber erläutert die wesentlichen Vor- und Nachteile der verschiedenen Saunaarten.

Was gilt es bei der Installation von Sauna, Dampfbad oder Infrarotkabine zu beachten?

Unterschiede zwischen Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine gibt es nicht nur in der Art und Weise der Wärmeerzeugung, sondern auch in deren Wirkung auf den Körper. Zudem ist der Aufwand für Planung, Aufbau und Kosten unterschiedlich.

Unabhängig vom Ort, an dem Sie Ihre Sauna, Ihr Dampfbad oder Ihre Infrarotkabine aufstellen möchten, sollten Sie vor der Anschaffung sicherstellen, dass der zur Verfügung stehende Platz ausreicht – und das nicht nur in der Grundfläche: Für die meisten Kabinensysteme empfiehlt sich eine Raumhöhe von mindestens 2,20 m. Prüfen Sie außerdem, ob der Boden eben und tragfähig ist und ob eine gute Belüftung gewährleistet ist. Ebenso ist zu beachten, dass einige Saunen einen Starkstromanschluss benötigen. Im Folgenden erfahren Sie, wie sich Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine unterscheiden.

Die klassische Heißluftsauna

Saunakabine für Zuhause in großräumigem Bad

Heiße Luft und niedrige Luftfeuchtigkeit – die klassische finnische Sauna ist in der Regel aus Holz gebaut, meist aus robustem, wärmebeständigem Fichtenholz. Ein Saunaofen erwärmt die Luft auf 70 bis 100 °C. Mit gelegentlichen Aufgüssen werden Luftfeuchtigkeit und gefühlte Temperatur kurzzeitig erhöht. Aufguss-Konzentrate aus ätherischen Ölen bereichern den Saunagang mit einer Aromatherapie.

Beim Schwitzen in der heißen Luft werden die Poren gereinigt und Schadstoffe ausgespült. Auch das Immunsystem wird gestärkt und der Kreislauf angeregt. Im Winter beugen regelmäßige Saunagänge Erkältungskrankheiten vor. Zudem sind Heißluftsaunen relativ wartungsarm, weil die Hitze auch Keime im Holz abtötet.

Saunen gibt es in verschiedenen Größen, von der Minikabine mit einer Grundfläche von unter 2 m² bis hin zur raumfüllenden Familiensauna. Angeboten werden unterschiedliche Bausysteme:

  • Massivsaunen werden lagenweise aus Massivholzbohlen zusammengefügt. Diese Bauweise bietet klimatische Vorteile und sorgt u. a. dafür, dass Schimmelbildung vermieden werden kann.
  • Elementsaunen bestehen aus vorgefertigten, mehrschichtigen Elementen. Zwischen einer inneren und äußeren Holzschalung befinden sich ein bis zwei Schichten zur Isolierung von Wärme und Feuchtigkeit. Elementsaunen sind somit besonders leicht zu montieren.
  • Saunahäuser sind die klassische finnische Variante für alle Gartenbesitzer. Die aus massivem Holz hergestellten Saunahäuser bieten ein gutes natürliches Klima.

Bitte beachten Sie, dass Saunaöfen in der Regel einen Starkstromanschluss benötigen. Einzige Ausnahme sind sogenannte „Plug&Play“-Saunen, die mit 230 V aus der Steckdose betrieben werden können. Die Wirkung einer Sauna entfaltet sich besonders gut nach mehreren Saunagängen mit zwischenzeitlichen Abkühlphasen. Es ist daher empfehlenswert, beim Einbau einer Sauna eine Dusche oder ein Tauchbecken einzuplanen.

Das Dampfbad

Dusche mit Dampfbad vor gelber Wand in Badezimmer neben Stuhl mit Handtüchern und Badregalen

Im Gegensatz zur Heißluftsauna entfalten Dampfbäder ihre Wirkung bei relativ niedrigen Temperaturen von ca. 50 °C, bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 bis 100%. Durch die niedrigeren Temperaturen wirkt ein Dampfbad sanfter als ein Saunagang und eignet sich daher insbesondere auch für empfindlichere Menschen, z. B. mit Kreislaufproblemen.

Die einfachste, platzsparendste Variante ist die Dampfdusche. Mit einer fertigen Dampfduschkabine oder durch Aufrüsten einer vorhandenen Dusche können Sie Ihr Badezimmer in ein Dampfbad verwandeln. Der dazu nötige Dampf wird von einem Dampfgenerator produziert, der dann aus mehreren Wanddüsen in die Kabine geleitet wird. Für die richtige, konstante Temperatur sorgt ein Temperaturregler.

Dampfbaden oder -duschen ist ebenso entspannend wie gesundheitsfördernd. Vor allem bei Atemwegserkrankungen oder Rheuma wirkt der Dampf lindernd. Zudem regen Wärme und Feuchtigkeit die Durchblutung der Haut an, reinigen und beleben Sie.

Bitte beachten: Der Dampfgenerator benötigt einen eigenen Stromkreislauf, der gesondert gesichert werden sollte. Wichtig ist auch ein wasserundurchlässiger Fußbodenbelag, im Idealfall ein gefliester Boden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, einen zusätzlichen Wasserablauf im Fußboden anzulegen – vorzugsweise in der Nähe der Duschtasse.

Wenn Sie ein Liebhaber der Heißluftsauna sind, aber auf die Vorteile eines Dampfbades nicht verzichten möchten, können Sie Ihre Sauna mit einem Kombi-Saunaofen mit Dampffunktion ausstatten und sie so bei Bedarf in ein Dampfbad verwandeln.

Die Infrarotkabine oder Infrarotsauna

Frau in Handtuch verlässt Infrarotkabine aus Graphit auf Holzboden vor blauer Wand

Infrarotkabinen oder Infrarotsaunen sind eine technische Weiterentwicklung der klassischen Sauna. Im Gegensatz zur klassischen Sauna wird die Wärmewirkung hier durch langwellige Strahlung erzielt, die beim Auftreffen auf die Haut in Wärme umgewandelt und als solche absorbiert wird. Die Infrarotstrahlen entfalten ihre wärmende Wirkung schon nach etwa 15 Minuten. Somit stellen Infrarotkabinen eine gute Alternative für Menschen dar, denen die Zeit für längere Saunagänge fehlt.

Die Wärme der Infrarotstrahlen dringt bis ins Unterhautfettgewebe. So können Verspannungen gelöst, Muskelzerrungen und Gelenkreizungen gelindert werden. Auch zum Vorwärmen der Muskeln vor dem Sport ist eine Infrarotkabine bestens geeignet. Während Stoffwechsel und Hautdurchblutung angeregt werden, schonen die niedrigen Temperaturen das Herz-Kreislauf-System. Infrarotkabinen empfehlen sich somit auch für empfindliche oder ältere Menschen.

Infrarotkabinen benötigen in der Regel weniger Platz (Grundfläche ab 1 m²) als eine klassische Sauna und auch nur einen normalen 230-Volt-Haushaltsstromanschluss. Kurze Aufwärmzeiten (10 bis 15 Minuten) sorgen außerdem für schnelle Einsatzbereitschaft und geringe Verbrauchskosten.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.