
Sauna selber bauen
In diesem Ratgeber liest du, was du beachten solltest, wenn du eine Sauna selber baust. Erfahre hier, welche Kriterien Raum, Bausatz und Saunaofen erfüllen müssen und welche Sauna-Arten es gibt. Außerdem zeigen wir dir, welches Material du für deine Sauna am besten verwendest.
Was muss ich beim Bau einer Sauna beachten?
Wenn du eine Sauna selber bauen möchtest, solltest du dir im Voraus einige Gedanken zum Raum, der Größe, Elektrik und Frischluftzufuhr machen.
Zunächst benötigst du für deine Sauna einen geeigneten Raum, der ausreichend groß für Sauna sowie Dusche ist und gut belüftet werden kann. Der Boden muss eben und wasserfest sein – hier eignen sich zum Beispiel Fliesen. Idealerweise kannst du die Sauna an einer Außenwand platzieren, wo Wasser- und Stromanschlüsse in der Nähe sind. Darüber hinaus sollte der ausgewählte Raum über Zugang zu kaltem Wasser und eine entspannte und ruhige Atmosphäre verfügen.
Nutze ein splitterfreies und harzfreies Holz, das angenehm zum Saunieren ist. Die richtige Größe der Sauna hängt davon ab, wie viele Personen die Sauna gleichzeitig nutzen und wie viel Platz in deinem Raum zur Verfügung steht. Um die Heizkosten nicht unnötig zu erhöhen, plane etwa 1 m² bis 1,5 m² pro Person ein.
Hinweis: Aus Sicherheitsgründen sollte deine Sauna einen Abstand von jeweils 10 cm zur Wand und zur Decke einhalten.
Um die verbrauchte Luft aus der Sauna abzuführen, ist ein Abluftrohr am Fenster sinnvoll, sodass frische Luft zuströmen kann, ohne dass Zugluft entsteht. So stellst du sicher, dass der Raum vor schimmelbildender Feuchtigkeit geschützt ist.
Je nach Größe benötigst du einen Starkstromanschluss für den Ofen.
Hinweis: Der Anschluss der Elektrik sollte nur von einem Fachbetrieb durchgeführt werden, der die nötigen Sicherheitsabstände zwischen Elektroanschluss und Wasser kennt und die Sauna fachgerecht installieren kann.
Wie können wir dir helfen?
Sauna selber bauen: Anleitung
Wie du deine Sauna für den Garten, Keller oder Innenbereich selber bauen kannst, zeigen dir die nachfolgenden Schritte. Mit diesen Tipps kannst du deine Sauna vom Plan über die richtige Dämmung bis hin zum Ofen und Zubehör selber umsetzen.
Bauplan für deine Sauna
Um deine Sauna selber zu bauen, kannst du auf einen Bausatz zurückgreifen, der vorgefertigte Teile enthält, die du anschließend vor Ort in dem von dir gewählten Raum nach Anleitung zusammenbaust. Bei einem Bausatz bist du jedoch an die Größe gebunden und kannst deine Sauna nicht individuell gestalten.
Möchtest du deine Sauna selber bauen, benötigst du vor Beginn der Umsetzung einen Bauplan. Berücksichtige beim Saunabau die Anforderungen an den Raum und halte die erforderlichen Abstände zu Wand und Decke ein. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien kannst du die Größe und Form deiner Sauna bestimmen und aufzeichnen.
Das richtige Material für den Saunabau

Für den Bau der Sauna benötigst du Holz, das hohen Temperaturen und Feuchtigkeit standhält, beispielsweise kanadische Hemlocktanne oder Nordische Fichte.
Für die Kabine benötigst du spezielles Holz, das den hohen Temperaturen während des Saunagangs sowie der Feuchtigkeit im Raum standhält. Hierfür eignen sich die Kanadische Hemlocktanne, die Nordische Fichte, Abachi- oder Zedernholz.
Die Tür kann entweder komplett aus Holz, mit Glaseinsatz oder vollständig aus Glas sein. Wähle bei einer Tür aus Holz die Baumart, die du auch für die Kabine verwendest, um eine einschlägige Optik herzustellen. Eine Glastür hingegen wertet die Sauna optisch auf und wirkt offener. Außerdem sorgt eine Tür aus Glas für mehr Helligkeit und ist sehr pflegeleicht.
Tipp: Kaufe am besten einen Bausatz für die Tür, um sicherzustellen, dass sich das Material langfristig nicht verzieht. So bleibt die Tür jederzeit dicht.
Für die Bänke im Innenraum der Sauna kannst du auf vorgefertigte Bankmodule zurückgreifen oder dir aus Profilholz oder Banklatten deine eigenen Bänke fertigen. Diese bringst du an der Wand an. Planst du eine größere Sauna, kannst du die Bänke auch abstufend, also in unterschiedlichen Höhen, an der Wand anbringen.
Dämmung für die Sauna
Durch eine Dämmung sorgst du dafür, dass die Temperatur während des Saunierens nicht abfällt und dass keine Kälte von außen in die Sauna eindringt. Außerdem ist die Aufheizzeit vor dem Saunagang durch die Isolierung kürzer, sodass du weniger Vorlaufzeit brauchst und Energie sparst.
Bei einer Innensauna sorgt die Dämmung dafür, dass keine Wärme in den umgebenden Raum dringt und so die Zimmertemperatur beeinflusst. Bei einer Außensauna, die beispielsweise im Garten steht, ist die Isolierung sehr wichtig, da sie keine schützende Gebäudehülle umgibt. Ohne die richtige Dämmung geht hier die Saunawärme schneller ungenutzt nach draußen.
Folgende Materialien eignen sich für die Dämmung deiner Sauna:
Kork
Hanf
Mineralsteinwolle
Kunststoff
Kork ist ein atmungsaktives Naturprodukt, das Feuchtigkeit gut standhält und nicht anfällig gegenüber Verrottung und Fäulnis ist. Außerdem ist es schwer entflammbar und dämmt neben Wärme auch Schall.
Hanf verträgt als nachwachsender Rohstoff Feuchtigkeit. Er kann diese speichern und beim Trocknen wieder abgeben. Nur bei Hanf, der auch Schafwolle enthält, musst du für einen Insektenschutz sorgen, um das Material zu schützen. Wie auch Kork wirkt Hanf schalldämmend.
Mineralwolle sorgt neben dem erforderlichen Wärme- und Schallschutz für eine feuerfeste Dämmung. Die Steinwolle ist wasserabweisend und sehr langlebig.
Günstig in der Anschaffung sind Dämmstoffe aus Kunststoff. Sie sind lange haltbar und sehr stabil, jedoch teurer in der Entsorgung, da sie aus Erdöl bestehen.
Der passende Saunaofen

Achte bei der Anschaffung des Saunaofens auf die Größe der Sauna.
Der Ofen in deiner Sauna erzeugt die Hitze, die von der Holzverkleidung an den Raum abgegeben wird. Welche Leistung der Ofen haben sollte, ist abhängig von der Größe des Innenraums sowie der Dämmung. Auch zum Belüftungssystem muss der Saunaofen passend ausgewählt werden.
Du hast die Wahl zwischen einem Hinterbankofen und einem frei stehenden Ofen. Am zugehörigen Steuergerät eines Elektroofens, das mit einem Sicherheitssystem ausgestattet ist, stellst du die gewünschte Temperatur zum Saunieren ein. Ein Holzofen wird meist dann verwendet, wenn kein Stromanschluss in der Nähe ist.
Die Saunasteine sorgen dafür, dass die Temperatur lange gehalten wird und der Duft bei einem Aufguss in der Sauna verteilt wird. Außerdem stellen sie eine optische Abwechslung zum Holz dar.
Hinweis: Aus Sicherheitsgründen sollte ein Saunaofen immer nur vom Fachbetrieb eingebaut und installiert werden.
Arten von Saunen

Klassisch ist die finnische Sauna, sie wird bis zu 110 °C heiß.
Es gibt verschiedene Arten von Saunen, aus denen du die für dich passende auswählen kannst. Sie unterscheiden sich vorrangig in Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Die Finnische Sauna ist die älteste Saunaart und wird auch oft als klassische Sauna bezeichnet. Das Klima ist trocken und heiß und die Temperatur erreicht in dieser Sauna bis zu 110 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei nur 20 % und wird bei Aufgüssen kurzzeitig erhöht.
Die Finnische Sauna gibt es in vielen Varianten. Die Blockhaussauna kommt häufig in Finnland vor. Meist steht diese Art der Sauna frei neben einem See, der im Anschluss an den Saunagang zur Abkühlung genutzt wird.
Bei einer Rauchsauna wird der Rauch des Holzofens über Löcher in den Wänden und der Decke nach außen transportiert, sodass sich die Saunasteine schneller aufheizen. Eine Stollensauna kennzeichnen die Natursteinmauer und Naturbretter, die einem Bergbaustollen ähnlich sind.
Die Bio-Sauna eignet sich durch ihre niedrigere Temperatur von maximal 65 °C vor allem für kreislaufempfindlichere Menschen und Saunaanfänger. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 40 % bis 50 % und hat eine reinigende Wirkung. In der Bio-Sauna kannst du auch Lichtelemente anbringen, die durch verstellbare Farben für eine entspannende Stimmung sorgen.
Bei der Infrarotsauna sorgt nicht der Ofen für die warmen Temperaturen von bis zu 50 °C, sondern die Infrarotstrahlen. Sie erwärmen die Haut und erzeugen ein warmes Gefühl. Diese Art der Sauna ist sehr kreislaufschonend und benötigt keine Aufheizzeit. Eine Infrarotsauna kann fördernd für Muskeln, Gelenke und Hautprobleme sein.
Der richtige Ort für deine Sauna

Mit den entsprechenden Anschlüssen, guter Belüftung und einem feuerfesten Boden kannst du deine Sauna in nahezu jedem Raum aufstellen.
Eine Sauna kannst du in jeden Raum einbauen, der die nötigen Voraussetzungen dafür erfüllt. Entscheidend dafür sind die Größe, Elektroanschlüsse, Belüftung sowie ein feuerfester Boden. Ist der Raum geeignet, kann die Sauna im Bad, im Keller, im ausgebauten Dachgeschoss oder in einem bisher ungenutzten Raum Platz finden.
Eine weitere Möglichkeit ist es, die Sauna im Garten aufzustellen. Hier solltest du besonderen Wert auf die Dämmung legen und einen Starkstromanschluss sicherstellen. Als Sauna im Garten eignet sich auch die Fasssauna, die weniger Platz verbraucht und die Luft im Inneren durch ihre Rundungen optimal zirkulieren lässt.
Die Sauna gestalten
Um beim Saunieren den optimalen Wellness-Effekt zu erreichen, kannst du deine Sauna mit dem passenden Zubehör aufwerten. Für den Boden eignet sich ein Bodenrost aus Holz, den du passend zur Wandverkleidung wählst. Kopfstützen sind angenehm, wenn du dich auf die Bänke legen möchtest.
Damit du die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Blick behältst, bringst du ein Hygro- und ein Thermometer an die Wand an. Mit einer Sanduhr kannst du außerdem die Zeit für deinen Saunagang einstellen. Die passende Beleuchtung sorgt zusätzlich für eine angenehme Atmosphäre.
Für den Aufguss benötigst du neben einem Kübel und einer Kelle noch Saunaaufguss und gegebenenfalls Saunasalz. Den Raum, in dem die Sauna steht, kannst du – wenn es platztechnisch möglich ist – mit warmen Wandfarben, einer Liege, Zimmerpflanzen, einer Dusche oder dimmbaren Lichtern gestalten.









