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So finden Sie die richtige Badewanne

Zuletzt aktualisiert: 13.08.20195 Minuten
Freistehende Badewanne vor Wand im Badezimmer.

Badewannen gibt es in verschiedenen Formen, Materialien und Ausführungen. Die verschiedenen Vor- und Nachteile der einzelnen Wannentypen erläutern wir in diesem Überblick.

Welche Arten von Badewannen gibt es?

Bei Badewannen gibt es verschiedene Varianten, die entweder freistehend oder in die Wand eingepasst sind. Dies sind die gängigsten Wannenformen im Überblick:

  • Rechteckwannen mit rechteckiger Außenform,
  • Eckwannen, die sich beispielsweise in Trapezform in eine Badecke einpassen,
  • Großraumwannen für besonders viel Platz,
  • Raumsparwannen für kleine Bäder,
  • Körperformwannen für ergonomisches Liegen in der Wanne,
  • freistehende Wannen in diversen Formen wie rund, oval oder eckig.

Für welche Wannenform Sie sich entscheiden, hängt maßgeblich von den Platzgegebenheiten in Ihrem Badezimmer ab. Auch die Entscheidung zwischen einer eingelassenen oder einer freistehenden Wanne sollte mit dem vorgesehenen Standort abgestimmt werden.

 

Die Form der Badewanne

Die Rechteckwanne ist der Klassiker im Badezimmer und hat in der Regel eine Länge von 170 bis 180 cm und eine Breite von 75 cm. 

Wenn Sie über ausreichenden Platz im Badezimmer verfügen, kommen gegebenenfalls auch Großraumbadewannen in Frage. Diese Wannen sind bis zu 210 cm lang und für große Personen dementsprechend besonders bequem.

Eine Variation der Rechteckwanne ist die Eckwanne, die in einer Ecke im Bad montiert wird. Eine solche Eckwanne kann beispielsweise trapezförmig sein. Der in den Raum ragende Teil der Wanne ist dann schmaler als der Teil, der in die Wand eingepasst ist.

Für kleine Bäder gibt es Raumsparwannen: Diese Wannen sind meist asymmetrisch gebaut und am Fußende schmaler als am Kopfende. Außerdem gibt es Körperformwannen, bei denen die Innenform der Wanne den Formen des menschlichen Körpers nachempfunden ist, was ein ergonomisches Liegen verspricht.

Wenn es die Größe des Badezimmer zulässt, sind freistehende Badewannen eine beliebte Lösung. Für freistehende Varianten in rund, eckig, oval oder in freien Formen empfiehlt sich eine minimale Badgröße von 12 qm.

Eckbadewanne mit Holzverkleidung in einem hellen Badezimmer.
Eine freistehende Badewanne an einer Mauer oder Wand in einem modernen Badezimmer.

Whirlpoolfunktion in der Badewanne

Eine Whirlpool-Badewanne kann das Wasser mit einer von zwei Methoden zum Sprudeln bringen:

Entweder blasen Luftdüsen am Wannenboden angesaugte Umgebungsluft ins Badewasser oder das Badewasser wird angesaugt, mit Luft versetzt und mit Druck zurück in die Wanne gepumpt. Beide Methoden erzielen eine Massagewirkung – wenn auch auf unterschiedliche Weise. Viele Modelle verfügen außerdem über eine Funktion, die das Wasser nicht auskühlen lässt.

Eckbadewanne vor weißer Badezimmerwand mit Armatur und Handtuch.

Spritzschutz für die Badewanne

Komplettiert wird das Badezimmer erst durch funktionale Accessoires wie den Spritzschutz. Der Schutz kann in Form einer Faltwand oder Schiebetür, eines Duschrollos oder eines Vorhangs eingebaut werden. Am unkompliziertesten ist dabei der Vorhang, der sich leicht an einer Duschstange montieren lässt. Ein Duschrollo, das nach oben wegrollt, lässt kleine Räume größer wirken. Am dauerhaftesten sind Faltwände oder Schiebetüren, die aus Glas oder Acryl bestehen.

Eine Badewannen-Duschkombination mit faltbarem Spritzschutz.

Das Material der Badewanne

Material der Badewanne an einer Mauerkonstruktion mit Handtüchern und einem Stuhl.

Zwar gibt es auch Badewannen aus Holz, Glas oder Naturstein, in der Regel fällt die Entscheidung aus praktischen Gründen jedoch auf Wannen aus Acryl oder Wannen aus Stahl. Sanitäracryl ist ein robustes Material, das trotz seines vergleichsweise leichten Gewichts unempfindlich ist gegen Schläge und Stöße. Acryl kann zwar zerkratzt werden, lässt sich bei kleineren Schäden aber auch reparieren. Darüber hinaus ist eine Badewanne aus Acryl mit ihrer sehr glatten, hygienischen Oberfläche unkompliziert zu reinigen. Dank der Isolierwirkung von Acryl bleibt das Badewasser länger warm. 

Eine Alternative stellen Badewannen aus Stahlemaille dar. Bei Stahlemaille handelt es sich um einen Verbundwerkstoff aus Stahlblech und einem Überzug aus Emaille, der schwächere Wärmespeichereigenschaften besitzt. Das Material fühlt sich eher kalt an und ist anfälliger für Stoßschäden. Dafür ist Stahlemaille feuerfest und verfärbt und zerkratzt nicht. Zudem finden Schmutz und Bakterien auf der Oberfläche kaum Halt. 

Badewannen aus Mineralguss sind eine unbekanntere Alternative. Das Material besteht aus einem Gemisch mineralischer Füllstoffe, das die Wanne in Ihrem Bad langlebig und robust macht. Da sich Mineralguss leicht bearbeiten und gut formen lässt, sind damit auch ausgefallene Badewannendesigns möglich. Die Oberfläche ist pflegeleicht und bietet keinen Halt für Schmutz und Bakterien. Außerdem hält das Badewasser in Mineralguss-Wannen lange seine Temperatur. Badewannen aus Mineralguss sind jedoch deutlich schwerer als beispielsweise Wannen aus Acryl, was sich beim Transport und Einbau bemerkbar macht.

Armaturen für die Badewanne

Damit das Wasser in gewünschter Temperatur bequem in die Wanne einlaufen kann, gehören zu jeder Badewanne die passenden Armaturen. Überlegen Sie sich, ob Sie die Armaturen unter oder auf Putz verbauen möchten – also mit der Mischbatterie hinter einer Vorwand oder auf der Wand.

Beliebte Wannenarmaturen sind vor allem Mischbatterien mit Einhebelarmatur. Kaltes und warmes Wasser wird je nach Stellung des Hebels am Wasserhahn direkt in der Mischbatterie gemischt, sodass Sie die gewünschte Wassertemperatur erhalten, wenn Sie den Hebel in die entsprechende Position bringen. Armaturen mit zwei Hebeln regulieren das kalte Wasser mit einem Hebel und das warme mit dem anderen. Je nachdem, wie weit Sie die einzelnen Hähne aufdrehen, läuft kälteres oder wärmeres Wasser aus dem Wasserhahn.

Bei vielen Duschen und Badewannen sind mittlerweile Thermostat-Armaturen verbaut. Hier stellen Sie über einen Regler Durchflussmenge und Temperatur direkt ein. Zudem schützt eine eingebaute Heißwassersperre, die bei 38 °C arretiert ist, vor zu heißem Badewasser. Zur Armatur an der Badewanne empfiehlt sich außerdem eine Handbrause, die nicht nur beim Abduschen hilfreich ist, sondern auch beim Reinigen der Wanne.

Einbau der Badewanne

Badewannen lassen sich in drei Arten aufteilen: Vorwandwannen, die mit einer Seite an einer Wand stehen, Einbaubadewannen, die Sie in den Boden oder ein Podest einlassen sowie freistehende Wannen. Während die freistehende Wanne an sich schon ein Hingucker ist und die Einbaubadewanne im Boden oder hinter Fliesen verschwindet, lässt sich die Vorwandbadewanne mit einer Wannenschürze verkleiden. Eine optische Einheit im Bad entsteht, wenn Sie die Schürzen aus Sanitäracryl dem jeweiligen Aussehen der anderen Badezimmermöbel anpassen.

Haben Sie sich für einen Wannentypus entschieden, muss die Wanne installiert werden. Vorwandbadewannen bauen Sie auf metallenen Wannenfüßen ein, die sich in der Höhe verstellen lassen. Für Einbaubadewannen gibt es beim Einbau zwei unterschiedliche Möglichkeiten: auf einem Traggestell aus Metall oder als Einbau in einen Wannenträger aus Hartschaum. Während Hartschaum den Einbau erleichtert und mit besseren Dämmeigenschaften überzeugt, ist das Tragegestell die erste Wahl bei unebenen Böden.

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