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Weißes Aufsatzwaschbecken auf Holzplatte mit Wasserhahn und Seifenspender.

Du bist auf der Suche nach einem neuen Waschbecken? Dann erklären wir dir hier, worauf du achten kannst. Vom einfachen Standardwaschbecken bis hin zum stilvollen Doppelwaschbecken: Der Waschplatz verleiht deinem Bad den letzten Schliff. Wenn du noch unsicher bist, welches Waschbecken du genau benötigst, dann lerne hier die wesentlichen Waschbecken-Arten kennen. Wir zeigen dir die verschiedenen Formen, Bauarten, Materialien sowie die Varianten bei den Armaturen.

Einbau-, Aufsatz-, Doppelwaschbecken: Welche Arten von Waschbecken gibt es?

Waschbecken unterscheiden sich im Einbau, Material und Bauform sowie in Ausstattung und Design. Es gibt beispielsweise Handwaschbecken, Aufsatzwaschbecken und Doppelwaschtische. Während du ein Standard-Waschbecken an der Wand montierst, lassen sich Aufsatz- und Einbauwaschbecken wie Waschtische mit einem Waschbeckenunterschrank kombinieren. Die meisten Waschbecken bestehen aus Keramik. Verfügbar sind aber auch Becken aus Glas oder Naturstein. Bei der Bauform sind ovale und runde Designs beliebt, möglich sind aber auch kantige Modelle.

Die Wahl der passenden Größe hängt vom Einsatzraum des Waschbeckens ab. So fallen Gäste-Waschbecken meist kleiner aus, da auf dem Gäste-WC oft weniger Platz zur Verfügung steht. Neben der Größe kann die Tiefe eine Rolle spielen. Auch hierbei sowie bei der Farbgebung sind diverse Varianten möglich.

Ein weiterer wichtiger Unterschied ist die Ausstattung beziehungsweise Funktionalität des Waschbeckens. So besitzen viele moderne Modelle für das Bad keinen Überlaufschutz mehr. Einigen Spielraum gibt es zudem bei der Installation der Waschbeckenarmaturen: Üblich sind Becken mit einem Hahnloch für eine Einhebelarmatur. Möchtest du die Armaturen im Badezimmer hingegen direkt an der Wand installieren, wähle ein Modell ohne Hahnlöcher. Für mehrere Wasserhähne benötigst du wiederum ein Waschbecken mit zwei oder drei Hahnlöchern.

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Welche Bauformen und Einbauarten gibt es?

Um verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden, gibt es Waschbecken in verschiedenen Formen und Montage-Möglichkeiten. Der passende Waschplatz trägt nicht nur zum optimalen Flair deines Bades bei, sondern hilft dir auch bei der effizienten Raumnutzung. Daher ist es wichtig, die Auswahl des Waschbeckens auf die Größe und den Stil deines Badezimmers abzustimmen.

Ein Doppelwaschbecken zum Beispiel bietet sich beispielsweise für Familien oder Paare an, um die morgendliche Routine zu erleichtern. Aufsatzwaschbecken, die auf einer Waschtischplatte montiert werden, wirken zusätzlich als dekoratives Element. Die gängigsten Arten von Waschbecken sind die folgenden:

Standard-Waschbecken

Das klassische Waschbecken montierst du an der Wand. Es kommt oft im Bad und Gäste-WC zum Einsatz. Vor allem in kleineren Räumen bieten sich platzsparende Modelle an. Für Waschbecken zur Wandbefestigung gibt es auch spezielle Unterschränke, die den Platz unterhalb des Beckens nutzbar machen. Diese Unterschränke bieten nicht nur zusätzlichen Stauraum für Handtücher und Badezimmerutensilien, sondern verbergen auch elegant die Rohrleitungen. Zudem lassen sich durch die Auswahl unterschiedlicher Designs und Materialien individuelle Akzente im Bad setzen. Ein sorgfältig ausgewählter Spiegel über dem Waschbecken kann das Gesamtbild abrunden und für eine optische Vergrößerung des Raumes sorgen.

Weißes Standard-Waschbecken mit silberner Armatur und laufendem Wasser an grau gefliester Wand.

Einbauwaschbecken

Ebenfalls praktisch sind Einbauwaschbecken oder Einbauwaschtische, weil sie in einen Waschbeckenunterschrank installiert werden. Ein Waschtisch bietet dir mehr Stauraum und eine größere Ablagefläche. Außerdem verschwinden Rohre und Siphon im Schrank. Für größere Haushalte und Badezimmer bieten sich Doppelwaschtische an: Diese ermöglichen es mehreren Personen, das Badezimmer gleichzeitig zu nutzen, was besonders in den Morgenstunden Zeit spart. Darüber hinaus sorgt die Integration von Waschbecken und Unterschrank in einem Waschtisch für eine einheitliche Optik und erleichtert die Reinigung, da sich weniger Staub und Schmutz an schwer zugänglichen Stellen ansammelt. Die Wahl von Material und Design des Waschtischs kann zudem maßgeblich zur Atmosphäre im Bad beitragen.

Eckiges, weißes Einbauwaschbecken mit weißem Unterbau mit Schubladen zwischen Hängeschränken.

Aufsatzwaschbecken

Wie der Name bereits andeutet: Aufsatzwaschbecken setzt du auf einen Badezimmerschrank oder eine Waschtischplatte auf, um einen umfassenden Waschplatz zu erhalten. Bei einigen Modellen lassen sich die Armaturen direkt an der Wand montieren. Aufsatzwaschbecken sind häufiger als andere Varianten aus alternativen Materialien wie Glas oder Naturstein. Es gibt größere Modelle für das Hauptbadezimmer oder kleinere Waschbecken für das Gäste-WC. Aufsatzwaschbecken kannst du als dekoratives Element einsetzen, weil sie mehr gestalterische Freiheiten bieten als ein klassisches Waschbecken oder ein Einbauwaschbecken.

Weißes, rundes Aufsatzwaschbecken mit silberne Armatur neben grauem Handtuch und schwarzer Bürste auf dunklem Waschtisch.

Gäste- oder Handwaschbecken

Für die Gästetoilette bietet sich ein Handwaschbecken an. Es ist zumeist kleiner als ein herkömmliches Waschbecken. Auch Gäste-Waschbecken kannst du mit einem Untertisch oder einem kleinen Waschtisch versehen oder nachträglich kombinieren. Für das Gäste-WC stehen ebenfalls Modelle mit Aufsatzwaschbecken zur Verfügung. Bei besonders kleinen oder engen Bädern und WCs kann ein Eckwaschbecken eine gute Lösung sein: Dieses nutzt den Raum in Ecken optimal aus und ermöglicht es, auch in begrenzten Verhältnissen eine funktionale und ästhetische Gestaltung zu schaffen.

Kleines, eckiges, weißes Waschbecken mit silberne Armatur auf weißem Unterschrank neben rotem Gästehandtuch und Seife für Gäste-WC.

Ausgusswaschbecken

Ein besonders funktionales Waschbecken, das unter anderem in größeren Gäste-WCs, Hauswirtschaftsräumen oder Kellern installiert wird, ist das Ausgusswaschbecken. Hier füllst du bequem Eimer oder Gießkanne mit Wasser, gießt dreckiges Wischwasser aus und kannst die Pflanzenpflege, beispielsweise mit Tauchbädern, besonders leicht durchführen. Ausgusswaschbecken zeichnen sich durch ihre Robustheit und praktische Tiefe aus, wodurch sie vielfältig einsetzbar sind. Oftmals verfügen sie zudem über eine rückseitige Spritzschutzkante, die die Wand vor Wasser und Schmutz schützt.

Weißes Ausgussbecken mit schwarzem Gummistopfen an Kette.

Aus welchen Materialien bestehen Waschbecken?

Zwar bestehen die meisten Waschbecken aus Sanitärkeramik, allerdings sind auch Modelle aus anderen Materialien erhältlich. Je nachdem, wo das Waschbecken zum Einsatz kommen und welchem Stil es entsprechen soll, kann das Material eine entscheidende Rolle in der Wahl des Waschplatzes spielen. Vor allem die folgenden Materialien werden oft verbaut:

  • Keramik

  • Mineralguss

  • Glas

  • Sanitär-Acryl

  • Naturstein (z. B. Flussstein, Marmor oder Granit)

  • Beton

  • Holz

  • Metall (z. B. Mineralstahl, glasierter Stahl)

Besondere Materialien wie Naturstein oder Glas können je nach Beschaffenheit und Verarbeitung unterschiedliche Akzente im Badezimmer setzen. Die Wahl des Materials beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch die Haltbarkeit und Pflege des Waschbeckens. Achte also bei der Wahl deines Waschbeckens darauf, dass das Material sowohl funktional als auch ästhetisch in dein individuelles Badezimmer passt.

Keramik-Waschbecken

Die meisten Waschtische und -becken bestehen aus Keramik. Sanitärkeramik besitzt eine glatte und robuste Oberfläche und ist in diversen Farben sowie Designs erhältlich. Das Material ist weitgehend säureresistent und lässt sich gut reinigen. Keramik-Waschbecken eignen sich vor allem für Bäder und Gästetoiletten. Aufgrund ihrer Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit sind Keramik-Waschbecken eine praktische Wahl für den alltäglichen Gebrauch.

Klassisches weißes Waschbecken aus Keramik mit silberner Armatur und beigem Handtuch über dem Beckenrand.

Mineralguss-Waschbecken

Waschbecken aus Mineralguss bestehen aus mineralischen Füllstoffen wie Gesteinsmehl und Quarzsand. Für die Einfärbung des vielseitigen und robusten Materials sorgen Farbpigmente. Mineralguss-Waschbecken sind eine gute und oft kostengünstigere Alternative zu Keramik-Waschbecken. Allerdings besitzen sie eine etwas geringere Härte. Aggressive Chemikalien aus beispielsweise Haarfärbemitteln oder Reinigern hältst du am besten von dem Material fern.

Weißes Waschbecken aus Mineralguss auf Unterschrank mit dunklen Schubladen vor anthazit gefliester Wand.

Glas-Waschbecken

Glaswaschbecken stechen durch ihre moderne Optik heraus und verleihen einem Badezimmer ein helles, elegantes Aussehen. Die meisten Glasbecken sind transparent durchsichtig, es gibt aber auch gefärbte Modelle. Sie sind hygienisch und leicht zu reinigen, neigen jedoch dazu, Wasserflecken und Fingerabdrücke sichtbar zu machen. Deshalb ist regelmäßige Pflege und Reinigung nötig. Ihre Empfindlichkeit gegenüber Kratzern und Bruch erfordert außerdem eine vorsichtige Handhabung. Modelle aus Glas sind gegebenenfalls etwas kostenintensiver als Keramik-Waschbecken. Meistens sind sie als Aufsatzwaschbecken verfügbar.

Kleines grünes Waschbecken aus Glas mit silberner Armatur und Zahnputzbecher auf Unterschrank mit weißen Schubladen.

Waschbecken aus Naturstein

Natursteinwaschbecken sind oft für den Aufsatz oder als Einbauwaschbecken konzipiert. Edle Materialien wie Marmor oder Granit verleihen deinem Badezimmer einen Hauch von Luxus in Kombination mit Natürlichkeit. Außerdem ist jedes Steinwaschbecken ein Unikat. Viele Modelle sind zudem vergleichsweise nachhaltig und umweltfreundlich. Obgleich Natursteine sehr robust sind, musst du beim Einsatz bestimmter Chemikalien in Körperpflege- und Reinigungsmitteln vorsichtig sein. Vor allem Flüssigkeiten mit Schleifpartikeln hinterlassen schnell kleine Kratzer im Material.

Aufsatzwaschbecken in Naturoptik auf Holzplatte mit Pflanzen und Handtüchern.

Waschbecken aus Acryl, Stahl, Beton oder Holz

Acryl-Waschbecken, Dusch- und Badewannen bestehen aus acrylgebundenen Mineralwerkstoffen. Sie eignen sich gut, wenn das Becken eine besondere Form und Farbe erhalten soll. Sanitäracryl ist zudem widerstandsfähig gegen Stöße und Sprünge, nicht schimmelanfällig und besitzt ein geringes Gewicht. Auch die Reinigung der Waschbecken, Dusch- und Badewannen geht gut von der Hand. Acryl ist allerdings empfindlicher, was hohe Temperaturen und Kratzer angeht.

Immer populärer werden Waschbecken aus alternativen Materialien wie Beton, Holz oder Stahl. Bei Stahl wird zwischen Mineralstahl – einem faserverstärkten Verbundwerkstoff – und glasiertem Stahl unterschieden. Beide Metalle haben eine porenfreie Oberfläche, sind robust und hygienisch. Mineralstahl ist etwas leichter. Waschbecken aus Holz werden mit einer Hygieneversiegelung geschützt. Auch Waschbecken aus Beton werden geschliffen, fein poliert und schließlich versiegelt. So lassen sich Waschbecken aus Holz oder Beton angenehm anfassen und einfacher pflegen.

Waschbeckenset aus Stahl mit Seifenspender vor beiger Wand.

Waschbecken mit und ohne Überlauf

Die meisten Waschbecken besitzen einen Überlauf. Der Trend geht aber hin zum Waschbecken ohne Überlauf: Zum einen sind die Modelle etwas hygienischer – der Überlauf muss nicht gereinigt werden. Zum anderen ist ein Überlaufschutz für die einfache Hand- und Gesichtshygiene im Bad oft nicht mehr notwendig.

Waschbecken ohne Überlauf besitzen oft nicht verschließbare Abläufe, wodurch kein Wasser mehr im Becken gestaut werden kann. Eine Alternative bieten Waschbecken mit einem Ab- und Überlaufsystem. Diese lassen nur eine zuvor eingestellte Menge an Wasser im Becken zu, bevor sich der Ablauf öffnet.

Schwarzes, eckiges Waschbecken vor grauer Wand mit Spiegel, Wasserhahn und Seifenspender.

Waschbeckenarmaturen

Die Wahl der richtigen Armatur richtet sich neben deinem persönlichen Geschmack nach der Art des Waschbeckens. Entscheidend ist hierfür das Hahnloch, also die Öffnung, durch die die Armatur geführt wird. Eine Einloch-Armatur beispielsweise für einen Einhebelmischer benötigt nur ein Hahnloch. Die sogenannte Dreiloch-Armatur braucht zusätzliche Löcher für die Einstellknöpfe von Warm- und Kaltwasser.

Außerdem gibt es Waschbecken ohne Hahnlöcher. Hier bringst du die Armatur an der Wand oder wie bei Aufsatzwaschbecken an der Konsolenplatte an. Die Wandmontage erfolgt entweder auf oder unter dem Putz. Bei der Aufputz-Montage verbaust du die Mischbatterie vor der Wand. Bei der Unterputz-Installation baust du die Mischbatterie unter dem Putz in die Vorwand ein.

Die gängigste Mischbatterie ist die Einhebelarmatur. Mit ihr regulierst du mit einem Handgriff die Durchflussmenge und Temperatur. Klassischer wirken Mischbatterien mit zwei Griffen, wobei es auch diese Armaturen in moderner Optik gibt. Vor allem in Duschen und Badewannen sind Armaturen mit Thermostaten ausgestattet. Zunehmend werden aber auch Waschbeckenarmaturen mit Thermostaten versehen – insbesondere in barrierefreien sowie Mehrgenerationen-Bädern. Die Thermostate schützen dank Heißwassersperre vor Verbrühungen.

Waschbeckenarmatur aus Kupfer auf weißem Waschbecken vor grauer Wand.

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FAQ ‒ Fragen und Antworten zum richtigen Waschbecken

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