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Wasser sparen im Bad mit einer Wannenarmatur.

Du fragst dich, wie du wirkungsvoll Wasser im Bad sparen kannst? Der Ratgeber zeigt dir, wie das funktioniert und erklärt dir, auf welche Aspekte du bereits bei deiner Badplanung oder auch bei der Badsanierung achten solltest.

Wie spart man Wasser im Badezimmer?

Wir alle verbrauchen pro Tag viele Liter Wasser. Das meiste davon wird in privaten Haushalten für die tägliche Hygiene aufgewendet – also für das Waschen, Zähneputzen, Duschen und den Toilettengang. Daher bietet vor allem das Bad großes Einsparpotenzial, wenn es um den Wasserverbrauch geht.

Besonders viel Wasser kannst du einsparen, wenn du konkrete Sparmaßnahmen direkt bei deiner Badplanung oder Badsanierung einbeziehst. Doch auch, wenn sich dein Bad momentan nicht im Umbau befindet, kannst du bereits mit einigen kleinen Tricks und Hilfsmitteln jede Menge Wasser sparen. Wir zeigen dir, wie du dabei am besten vorgehst.

Hilfsmittel zum Wasser sparen

Es gibt verschiedene Orte im Bad, an denen du durch die Erneuerung verschiedener Armaturen und den Wechsel auf wassersparende Komponenten den Wasserverbrauch effizient reduzieren kannst. So zum Beispiel am Wasserhahn, in der Dusche oder an der Toilette. Wir haben dir eine Übersicht über die wirkungsvollsten Maßnahmen zum Nachrüsten und Umbauen zusammengestellt:

Wasserhahn umrüsten

Ein Tropfen löst sich aus dem Wasserhahn.

Für den Wasserhahn am Waschbecken gibt es diverse Produkte, die dich beim Wassersparen unterstützen können:

Strahlregler

Bei einem Strahlregler (auch: Luftsprudler, Perlator) handelt es sich um eine kleine Düse, die am Auslauf des Wasserhahns angebracht wird. Dieser Regler mischt dem durchlaufenden Wasser Luft bei, sodass der Wasserverbrauch reduziert wird. Strahlregler kannst du bei vielen Armaturen ganz einfach und direkt nachrüsten – dazu muss der Wasserhahn nicht ausgetauscht werden. Allerdings sind solche Strahlregler nicht für Badezimmer mit Niederdruckarmaturen geeignet.

Wasserspar-Kartuschen

Eine weitere Möglichkeit sind Wasserspar-Kartuschen. Diese können bei fast allen herkömmlichen Einhebelmischern eingesetzt und nachgerüstet werden. Diese Kartuschen bewirken beim Öffnen des Wasserhahns einen Widerstand im Hebelweg. So wird verhindert, sodass der Hebel beispielsweise beim Händewaschen direkt bis zum Anschlag geöffnet wird. Die Folge: ein kleinerer Wasserstrahl und gespartes Wasser.

Sensorarmatur

Alternativ entscheidest du dich für Sensorarmaturen an deinem Waschbecken, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Hier musst du den Wasserhahn nicht mehr aufdrehen. Elektronisch über Sensoren gesteuert fließt das Wasser nur dann, wenn es wirklich benötigt wird. Außerdem erhöhst du mit der Armatur auch die Hygiene, da sie beim Händewaschen nicht berührt werden muss.

Anders als für den Strahlregler und die Wasserspar-Kartusche, muss für die Sensorarmatur die komplette Armatur am Bad-Waschbecken ausgetauscht werden. Daher bietet sich diese Option vor allem dann an, wenn das Bad ohnehin neu gebaut oder saniert wird, oder aber wenn eine beschädigte Armatur komplett ausgetauscht werden muss.

Hinweis: Unabhängig von diesen Sparmaßnahmen solltest du tropfende Wasserhähne möglichst schnell reparieren und beschädigte Armaturen unbedingt austauschen. Schon ein leicht tropfender Wasserhahn verbraucht im Jahr viele Liter Trinkwasser und damit bares Geld.

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Dusche umrüsten

Wasser sparen mit einen Thermostat für die Dusche

Auch in der Dusche lässt sich durch kleine Anpassungen an alten Armaturen und durch eine kluge Planung bei einem neuen Bad eine Menge Wasser sparen:

Wasserspareinsatz, Durchflussbegrenzer & Sparduschköpfe

Wasserspareinsätze und Durchlaufbegrenzer für die Dusche sind vergleichbar mit dem Strahlregler für den Wasserhahn. Der Spareinsatz oder Begrenzer wird zwischen Armatur und Duschschlauch geschraubt und reduziert die aktive Durchflussmenge, z. B. indem dem Wasser Luft zugesetzt wird.

Ähnlich funktionieren auch viele wassersparenden Duschköpfe, die im Handel erhältlich sind. Auch sie mischen dem Wasser Luft bei und reduzieren so die Wassermenge.

Tipp: Sogenannte Regenduschen sind momentan im Trend und werden in vielen neuen Bädern eingebaut. Zwar gibt es auch Regenduschköpfe in wassersparenden Ausführungen, trotzdem ist der Wasserverbrauch bei ihnen um einiges höher als bei herkömmlichen Duschköpfen/Handbrausen. Wer sein neues Bad umweltfreundlich gestalten möchte, sollte auf solche Regenduschen also eher verzichten.

Thermostate

Ein Thermostat in der Dusche kann dir nicht nur dabei helfen, Energie zu sparen, sondern auch Wasser. Mit dem Thermostat legst du die Wasser-Höchsttemperatur und die Durchschnittstemperatur fest. So behält das Wasser während der gesamten Dusche eine konstante Temperatur, auch wenn du den Hahn zwischendurch mal zudrehst. So sind kalte Überraschungen in der Dusche aufgrund von Druckschwankungen Geschichte und du musst beim Duschen nicht immer wieder Wasser laufen lassen, bis es erneut eine angenehme Temperatur erreicht.

WC, Bidets & Urinale umrüsten

Wc und Bidet in weiß im Badezimmer.

Der nächste Ort im Bad mit großem Einsparungspotenzial für Wasser ist die Toilette und auch für diese gibt es verschiedene Möglichkeiten sie sparsamer zu gestalten:

Spülstopp & Start/Stopp-Spülung

Alte WC-Spülkästen verbrauchen pro Toilettenspülung rund 9 Liter Wasser. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, alte Spülkästen mit einem Spülstopp nachzurüsten. Dieser beendet den Spülvorgang sofort, nachdem der Hebel losgelassen wurde, und verhindert so ein komplettes Entleeren des Spülkastens.

Planst du dein Bad gerade neu oder sanierst es, kannst du direkt einen modernen und wassersparenden Spülkasten einbauen. Neben der bewährten Start/Stopp-Spülung, mit der der Wasserfluss manuell gestoppt werden kann, sind viele moderne Spülsysteme auch mit einer 2-Mengen-Spülung ausgestattet: Während die große Taste 6 Liter Wasser durch die Toilette spült, reicht meist der Druck auf die kleine Taste aus, die nur 3 Liter Wasser pro Spülung verbraucht. Diese Vorrichtungen zur sparsamen Toilettenspülung sind äußerst sinnvoll, um den Wasserverbrauch im Haushalt zu verringern.

Spülstromregulierung

Bei Spülarmaturen, die ohne Spülkasten auskommen und das Spülwasser direkt aus der Versorgungsleitung ziehen, empfiehlt sich eine Spülstromregulierung, bei der du die Spülmenge manuell einstellst. So kannst du aktiv regulieren, wie viel Wasser pro Spülung verbraucht werden soll.

Als wassersparende Alternative kannst du auch den Einbau eines Urinals in Erwägung ziehen. Urinale verbrauchen pro Spülung weniger Wasser als eine herkömmliche Toilette. Zudem gibt es wasserlose Urinale (auch: Trockenurinale), die mithilfe einer Sperrflüssigkeit dafür sorgen, dass keine Gerüche aus dem Abfluss entweichen - ganz ohne Spülen.

Für das Bidet gilt das gleiche wie für Wasserhahn und Dusche: Durchflussbegrenzer, die dem Wasser Luft beimengen, sind ebenso sinnvoll wie Wasserspar-Kartuschen.

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Routinen ändern – Weitere Wasserspartipps & - tricks

Nachdem wir uns nun die wichtigsten Hilfsmittel und Umbaumaßnahmen angeschaut haben, mit denen sich Wasser im Bad sparen lässt, möchten wir dir noch einige weitere Tipps und Tricks mit auf den Weg geben. Denn nicht nur die Art und Weise, wie Wasser aus dem Hahn fließt, ist entscheidend – auch unsere Verhaltensweisen können dazu beitragen, den Wasserverbrauch zu reduzieren.

Tipp 1: Duschen statt Baden

Baden bietet einen gewissen Wellnessfaktor, dennoch muss man sich im Klaren sein, dass ein Bad viel Wasser verschwendet. Während du bei einem Vollbad 150-200 Liter Wasser verbrauchst, sind es unter der Dusche nur 60-80 Liter. Für die gleiche Menge Wasser kannst du also einmal Baden oder aber zweimal Duschen.

Möchtest du nicht auf ein Bad verzichten, so gibt es auch hier wassersparende Methoden, vor allem wenn du gerade eine neue Badewanne einbaust. Hier solltest du nach Möglichkeit nach sogenannten Körperformwannen Ausschau halten, die dank ihrer speziellen Form weniger Wasser benötigen als herkömmliche Badewannen.

Tipp 2: Wasser auch mal abstellen

Ob beim Händewaschen, beim Zähneputzen oder beim Duschen: Stelle das Wasser zwischendurch gerne auch mal ab, wenn du dir gerade die Hände einseifst, die Zähne schrubbst oder die Haare shampoonierst. So lässt sich auf Dauer viel Wasser sparen.

Tipp 3: Kaltes Wasser auffangen

Je nachdem, wie und wo das Wasser im Gebäude aufgewärmt wird, kann es einige Momente dauern, bis Warmwasser aus der Armatur der Badewanne oder dem Duschkopf kommt. Statt das kalte Wasser ungenutzt in den Abschluss fließen zu lassen, kannst du es auch mit einem Eimer auffangen und z. B. zum Blumengießen nutzen.

Warum ist Wasser sparen wichtig?

Wasserstrahl trifft perlend auf Wasseroberfläche auf.

Gut zwei Drittel unserer Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt: Es scheint, als wäre ausreichend Wasser vorhanden. Warum also sollten wir Wasser sparen? Tatsache ist, dass von dieser großen Wassermenge von zwei Dritteln lediglich rund 3,5 % Trinkwasser sind. Somit ist Trinkwasser eine begrenzte Ressource. Hinzu kommt, dass die Trinkwassergewinnung sowie die Reinigung des Abwassers, die nötig sind, um die Trinkwasserversorgung aufrechtzuerhalten, sehr energieaufwendig sind. Somit ist ein übermäßiger Wasserverbrauch doppelt schädlich für die Umwelt. Ein nachhaltiger und bedarfsgerechter Konsum und ein sparsamer Umgang mit Wasser schonen nicht nur die natürlichen Ressourcen, sondern reduzieren auch die Energie, die für Gewinnung und Reinigung aufgewendet werden muss.

Ein weiterer Vorteil des Wassersparens: Durch einen geringeren Wasserverbrauch kann jeder Einzelne Geld sparen – nicht nur bei den Wasser-, sondern auch bei den Energiekosten. Die meisten Liter an Trinkwasser verbrauchen wir bei der täglichen Hygiene. Deshalb ist es sinnvoll, den Wasserverbrauch sowie mögliche Sparmaßnahmen bereits bei der Badplanung und Badsanierung im Blick zu haben. Wird das Wasser in deinem Haushalt beispielsweise durch die Heizung erwärmt, sorgt eine wassersparende Badausstattung auch gleich für einen geringeren Verbrauch bei Strom, Öl und Gas.

FAQ – Fragen und Antworten zum Wasser sparen im Bad

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