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Dachrinnen abdichten

Zuletzt aktualisiert: 29.11.20214 MinutenVon: OBI Redaktion
Heimwerker steht auf Leiter und entfernt mit Handschuhen Schmutz aus Dachrinne.

Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du Löcher oder Risse in deiner Dachrinne richtig abdichten kannst. Erfahre, welches Material sich dafür eignet, wie du am besten vorgehst und wie du Schäden in Dachrinnen vermeidest.

Dachrinne abdichten: Vorbereitung

Dachrinnen sind stets jeder Art von Witterung ausgesetzt. Dadurch können über die Zeit Risse oder Löcher entstehen. Die Schadstellen entdeckst du in der Regel erst, wenn Wasser aus der Rinne tropft.

Spätestens dann ist es Zeit, die Dachrinnen abzudichten, um Folgeschäden mit hohen Kosten zu vermeiden. Einige Reparaturarbeiten kannst du selbst übernehmen.

Hinweis: Befindet sich das Loch oder der Riss weit oben am Giebel, ist ein Gerüst nötig. Überlasse diese Arbeiten am besten einem Fachbetrieb.

Weisen deine Dachrinnen mehrere Schäden auf, lohnt sich eine Reparatur oft nicht mehr. In diesem Fall ist es sinnvoller, die Dachrinnen auszutauschen.

Nutze für das Abdichten deiner Dachrinnen einen trockenen Tag. Bevor du aber loslegst, solltest du einige Vorbereitungen treffen. Dazu gehört:

  1. Laub, Äste, Moos und Ziegelabrieb aus der Rinne entfernen.
  2. Die Stelle um den Schaden mit Seifenwasser putzen. Kotreste gründlich entfernen.
  3. Regenrinne gut abtrocknen lassen.

Heimwerker steht auf Leiter und säubert Dachrinne.

Dachrinne abdichten: Welches Material ist geeignet?

Für das Abdichten von Dachrinnen aus Aluminium, Blech, Kunststoff, Kupfer oder Zink gibt es zahlreiche Materialien und Möglichkeiten. Welche für dich passend sind, hängt von einigen Faktoren ab:

  • Aus welchem Material besteht die Dachrinne?
  • In welcher Jahreszeit reparierst du die Rinne?
  • Wie groß ist das Loch oder der Riss?

Für kleine Risse in einer Kunststoff- oder Metalldachrinne verwendest du lösungsfreies Silikon zum Abdichten. Bei mittleren bis größeren Löchern setzt du Abdichtmasse passend zum Material deiner Rinne ein.

Ein Reparaturband brauchst du, wenn du ein großes Loch oder einen langen Riss abdichten möchtest. Dieses befestigst du an der Außen- oder Unterseite der Rinne.

Abdichten von Metalldachrinnen: So geht das

Bei kleineren Schäden an Dachrinnen aus Metall verwendest du Silikon. Diese Reparatur ist keine dauerhafte Lösung, da das Material mit der Zeit wieder abbröckelt, verhindert aber kurzfristig, dass sich der Schaden vergrößert.

Bevor du das Silikon aufträgst, muss die Dachrinne vollständig trocken sein. Trage das Material mit einer Silikonkartusche mit Spritze auf. Feuchte deinen Finger mit Seifenwasser an, bevor du das Silikon auf dem Riss verstreichst.

Bringe die Silikonschicht maximal 3 mm hoch auf und wische überschüssiges Silikon direkt nach dem Auftragen ab. So stellst du sicher, dass das Regenwasser später sauber abfließen kann.

Eine weitere Reparaturmöglichkeit ist Abdichtungsmasse, die es speziell für Dachrinnen aus Metall gibt. Beachte dabei die Anleitung des Herstellers.

Die Abdichtungsmasse trägst du mit einem Pinsel oder einem Spachtel auf die undichte Stelle auf. Warte nach dem Auftragen der Abdichtungsmasse zwei Stunden, bevor du eine weitere Schicht aufträgst.

Die dritte Variante, um deine Dachrinnen abzudichten, ist ein Reparaturband. Die Bänder bestehen meist aus Aluminiumfolie und einer Beschichtungsmasse aus Klebeharzen sowie Elastomerbitumen.

Reparierst du die Rinne an einem kühlen Tag, verwendest du ein Heißluftgebläse, um das Dichtungsband vorab anzuwärmen. Das erleichtert das Auftragen auf dem Loch oder Riss.

Metalldachrinnen aus Kupfer oder Zink lassen sich auch löten. Durch das Löten verlängerst du die Lebensdauer um etwa 5 bis 10 Jahre. Aufgrund der erhöhten Verletzungs- und Feuergefahr solltest du die Schweißarbeiten an der Dachrinne jedoch einem Fachbetrieb überlassen, wenn du darin keine Erfahrung hast.

Bist du geübt im Umgang mit einem Lötkolben, kannst du deine Dachrinne auch löten.

Heimwerker nimmt Vorbereitungsarbeiten für das Abdichten der Dachrinne vor.

Abdichten von Kunststoffdachrinnen

Silikon eignet sich auch zum Abdichten von Dachrinnen aus Kunststoff. Verwende hierfür lösungsmittelfreies Silikon und gehe wie bei einer Metalldachrinne vor.

Abdichtmasse für Kunststoffrinnen basiert ebenfalls auf Silikon. Da es aber kein reines Silikon ist, hat die Masse eine längere Lebensdauer. Bringe sie gemäß den Herstellerangaben nur an trockenen Tagen auf und verwende dafür einen Pinsel oder einen Spachtel.

Alternativ verwendest du ein Reparaturband, um deine Dachrinnen abzudichten. Das Band ist in unterschiedlichen Farben und Beschichtungen erhältlich, sodass es gut zu deiner Rinne passt. Mit dem Band dichtest du vor allem längere Risse oder größere Löcher ab. Eine Trocknungszeit braucht das Reparaturband nicht.

Schäden an der Dachrinne vorbeugen

Heimwerker entfernt Laub aus Dachrinne.

Um Schäden an der Rinne vorzubeugen, solltest du deine Dachrinne regelmäßig reinigen. Schmutzteilchen können die Rinne von innen heraus beschädigen und hindern außerdem das Regenwasser am Abfließen. Über die Zeit führt dies zu Schäden am Material.

Meistens ist es nicht ausreichend, nur das Laub mit einem Besen zu entfernen. Bei starkem Regen wird feines Pulver von den Dachziegeln abgewaschen, das sich in der Dachrinne sammelt. Außerdem landen oft Vögel auf der Rinne und hinterlassen ihren Kot, der eine ätzende Wirkung hat. Entferne diesen sowie leere Nester regelmäßig.

Tipp: Damit du deine Regenrinne besser reinigen kannst, empfiehlt sich ein spezieller Besen. Er hat einen abgewinkelten Borstenteil sowie einen langen Stiel, damit du die Rinne besser erreichst. Es gibt auch spezielle Reinigungsgeräte, die ohne Wasser funktionieren.

Es lohnt sich auch, deine Dachrinne vor Laub, kleinen Tieren oder Ästen zu schützen. Dafür stehen dir spezielle Auffangsysteme zur Verfügung, die verhindern, dass die Regenrinnen oder die Fallrohre verstopfen. Sie sparen Zeit und Arbeit bei der Reinigung deiner Dachrinne.

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