StartBauenBoden

Parkettpflege – Tipps & Tricks

Zuletzt aktualisiert: 14.11.20197 MinutenVon: OBI Redaktion
Parkett

Im Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Holzböden mit der richtigen Parkettpflege erhalten. Sie lernen unter anderem die optimale Parkettreinigung sowie geeignete Pflegemittel für Parkettböden kennen.

Wie pflege ich Parkett?

Wenn Sie Ihre Parkettböden regelmäßig pflegen und schonend behandeln, halten die Holzböden eine lange Zeit und behalten Ihre ansprechende Optik. Hierfür ist die richtige Parkettpflege unerlässlich. Ein entscheidender Aspekt bei der Pflege von Parkett ist die Versiegelung des Bodenbelags. Der versiegelte Holzboden hindert Feuchtigkeit am Eindringen in das Holz. Mit Pflegeölen und Parkettwachsen schützen Sie den Parkettboden zudem vor Kratzern sowie Schäden und verleihen dem Boden einen edlen Glanz. Die durch Pflegeöl oder Wachs erzeugte Schutzschicht wird auch Opferschicht genannt, da sie sich anstelle von Versiegelung oder Holz opfert und somit dem Schutz der Oberfläche dient.

Auch die regelmäßige Parkettreinigung mit geeigneten Reinigungsmitteln dient der Pflege der Oberfläche. Gut versiegeltes Parkett wischen Sie mit einem leicht angefeuchteten Reinigungstuch oder Feudel. Beim Staubsauger achten Sie auf eine schonende Einstellung am Staubsaugerkopf. Das Wischen mit pflegendem Reiniger und Tuch eignet sich aber besser für den Holzboden. 

Parkett im OBI Online-Shop

Parkettreinigung kommt vor der Pflege

Vor der Parkettpflege reinigen Sie das Parkett sorgfältig mit geeigneten Reinigungsmitteln von Schmutz und Rückständen. Beachten Sie bei der Parkettreinigung vor allem zwei Aspekte: Zum einen wischen Sie das Parkett immer nur nebelfeucht. Das bedeutet, dass Sie den Wischlappen oder Feudel so stark auswringen, bis kein Wasser mehr heruntertropft. Beim Wischen des Parkettbodens sollte immer nur ein leichter Wasserfilm zu sehen sein, nicht aber große Wasserlachen. Zum anderen nutzen Sie für die Parkettreinigung nur speziell für Parkett geeignete Reinigungs- und Pflegemittel. Außerdem achten Sie insbesondere bei geöltem Parkett darauf, dass der Reiniger zum Parkettöl passt. Idealerweise kaufen Sie aufeinander abgestimmte Produkte.

Nutzen Sie für die Parkettreinigung keine aggressiven Reinigungsmittel, Mikrofasertücher oder Dampfreiniger, um Schmutz und Rückstände zu entfernen. Beim Staubsauger achten Sie auf eine schonende Einstellung am Kopf des Gerätes oder nutzen eine Parkettbürste. Neue Pflegemittel für die Parkettreinigung testen Sie am besten zuvor an einer unauffälligen Stelle, um zu sehen, wie die Oberfläche auf das Produkt reagiert.

Ein Parkettboden wird mit dem Wischer gereinigt.

Parkettversiegelung – Basis der Parkettpflege

Ist Ihr Parkettboden noch nicht oder die wasserabweisende Schicht muss erneuert werden, führen Sie zunächst eine gründliche Reinigung durch. Hierzu gibt es verschiedene Produkte, die unterschiedliche Ergebnisse liefern. So nutzen Sie für die Versiegelung des Parketts einen Parkettlack oder ein Parkettöl. Bei Böden, die einer größeren Belastung standhalten müssen, empfiehlt sich ein ausdauernder Lack. Bei Oberflächen mit geringerer Beanspruchung können Sie alternativ Hartöl verwenden. Das Hartöl für Parkettböden hat den Vorteil, dass Sie den geölten Bodenbelag später mit geringerem Aufwand anschleifen und nachölen können. Achten Sie anschließend besonders bei geöltem Parkett auf einen geeigneten Reiniger.

Das Parkett wird mit der Farbrolle versiegelt.

Die richtigen Pflegemittel für die Parkettpflege

Sobald der Parkettboden versiegelt ist, pflegen Sie das Echtholz regelmäßig mit passenden Parkettpflegemitteln. Die sorgfältige Pflege sowie eine schonende Behandlung erhält die Langlebigkeit und den Glanz des Holzes auf Dauer. Achten Sie bei der Wahl der Pflegemittel zunächst darauf, dass sie sich für den Einsatz auf dem Boden eignen. Nehmen Sie vor allem für geöltes Parkett nur entsprechende Mittel für die Pflege. Verzichten Sie bei der Parkettpflege auf Pflegemittel, die Silikonöle oder Mineralöl-Derivate enthalten. Stattdessen können Sie zusätzlich Parkettpflegemittel ins Wischwasser geben, die wasserlösliche, rückfettende Polymere sowie Wachse beinhalten.

Sinn der Parkettpflege ist es, eine schützende Schicht über der Versiegelung aufzutragen, die als Opferschicht das versiegelte Parkett schützt. Außerdem erzeugen viele Mittel den Glanz auf dem Bodenbelag. Wird der Boden mit der Zeit wieder stumpf, dient Ihnen dies auch als Indikator für eine erneute Parkettpflege. Auch beim Auftragen von Pflegemitteln wie Pflegeöl wischen Sie nur nebelfeucht, sodass keine Wasserlachen entstehen und der Boden nicht übermäßig mit Feuchtigkeit belastet wird.

Arbeiten Sie beim Auftragen der Pflegemittel „nass in nass“. Das bedeutet, dass Sie möglichst nicht nochmal über Bereiche der Oberfläche wischen, die bereits getrocknet sind. Dies kann zu Schlieren führen.

Ein Parkettboden

Tipps für die richtige Parkettpflege

Beachten Sie zusätzlich einige Tipps, bleibt Ihr Holzboden lange intakt und Sie verringern die Abstände der Parkettreinigung und Pflege.

Tragen Sie beim Begehen des Parkettbodens keine Straßenschuhe und insbesondere keine hohen Absätze. Bieten Sie Besuchern gegebenenfalls Hausschuhe an. Vor allem Absätze oder andere harte Gegenstände verursachen schnell Kratzer und Schäden in Opferschicht, Versiegelung oder auf dem Holz selbst. Nutzen Sie daher auch für Möbel Filzgleiter zum Schutz des Bodens.

Stellen Sie Zimmerpflanzen möglichst nicht direkt auf das Parkett. Nutzen Sie stattdessen Pflanztöpfe mit einer Unterlüftung oder Pflanzenroller. Achten Sie aber bei allen Möbelrollen darauf, dass diese das Parkett nicht zerkratzen. Bei Schreibtischstühlen nutzen Sie beispielsweise Bodenschutzunterlagen.

Auch ein passendes Raumklima trägt zur Pflege bei. Die richtige Temperatur liegt zwischen 18 und 20 °C, die Luftfeuchtigkeit sollte bei 55 bis 65 % liegen.

Auf dem Parkett steht eine Pflanze auf einem Pflanzenroller.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.