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Übergangsschienen und Übergangsprofile

Zuletzt aktualisiert: 19.01.20224 MinutenVon: OBI Redaktion
Heller Holzboden durch Aluminuim-Übergangsschiene von Vinylboden getrennt.

Übergangsschienen und Übergangsprofile verbinden unterschiedliche Bodenbeläge miteinander und schaffen Übergänge zwischen einzelnen Wohnbereichen. Welche Übergangsschienen sich für welche Einsatzbereiche eignen, was du beim Kauf beachten solltest und welche Werkzeuge du für den Einbau benötigst, erfährst du in diesem Ratgeber, 

Was sind Übergangsschienen?

Übergangsschienen sowie Übergangsprofile sind Leisten für den Boden und werden auch als Höhenausgleichsprofile bezeichnet. Sie verbinden verschiedene Bodenbeläge wie etwa Fliesen und Parkett oder Laminat und Teppich. Übergangsprofile werden aber auch für einheitliche Bodenbeläge verwendet. So lassen sich mit diesen Schienen auch Räume klar voneinander abgrenzen oder Höhenunterschiede ausgleichen

Übergangsleisten sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Du bekommst Übergangsprofile in verschiedenen Materialien, in unterschiedlichen Längen und Breiten. Außerdem gibt es Unterschiede hinsichtlich der Montagetechnik. Beim Kauf von Bodenleisten solltest du demnach einige Dinge beachten.

Wann braucht man ein Übergangsprofil?

Übergangsschienen oder Übergangsprofile bilden den Übergang zwischen Bodenbelägen in aneinandergrenzenden Räumen. Angebracht werden sie in der Regel innerhalb des Türrahmens, um beispielsweise das Laminat im Flur mit dem Teppichboden im Schlafzimmer zu verbinden. Ähnlich wie die Sockelleisten an der Wand gehören Übergangsschienen zum Standard eines harmonischen Gesamtbilds im Raum und werden so gut wie immer benötigt, wenn ein neuer Boden verlegt wird.

Übergangsleisten werden jedoch auch eingesetzt, wenn in nebeneinanderliegenden Räumen Bodenbelag aus dem gleichen Material verlegt wird. Die einzelnen Räume werden mithilfe der Schienen optisch voneinander abgegrenzt.

Wenn Parkett oder Laminat schwimmend verlegt wird, ist die Übergangsschiene auch aus technischen Gründen nötig, um eine Dehnungsfuge zu schaffen. Dies gilt auch für die Verbindung von unterschiedlichen Bodenbelägen auf gleichem Höhenniveau, etwa bei Parkett im Wohnzimmer mit angrenzenden Fliesen in der Küche.

Außerdem tritt bei unterschiedlichen Bodenbelägen oft eine Höhendifferenz auf. Nur selten bilden Parkett- und Teppichboden oder Fliesen- und Vinylboden exakt eine Ebene. Dieser Höhenunterschied wird durch eine Übergangsleiste kaschiert und ausgeglichen. Die Übergangsprofile dienen somit auch zur Vermeidung von Stolperfallen.

Übergangsschienen als Gestaltungsmittel

Holzboden durch weiße Übergangsschiene von Fliesenboden getrennt.

Der Einsatz von Übergangsschienen hat nicht nur technische Gründe. Du kannst die Übergangsprofile auch gestalterisch einsetzen, da die Schienen in vielen Designs erhältlich sind. Bei gleichem Bodenbelag in benachbarten Zimmern ist die Verwendung von dekorgleichen Übergangsprofilen möglich, etwa in Holzoptik. Dadurch wird ein einheitliches, harmonisches Gesamtbild erzeugt und die Räume wirken größer.

Akzente setzt du mit einem Übergangsprofil, das sich optisch vom Boden abhebt. Das gilt für die Kombination unterschiedlicher Bodenbeläge, etwa den Übergang von Fliesen in der Küche zum Parkett im Essbereich, ebenso wie für gleiche Bodenbeläge. So unterstützt beispielsweise eine Alu-Übergangschiene bei Parkett- oder Laminatböden die Abgrenzung verschiedener Wohnbereiche. Optisch wird durch das Profil eindeutig gezeigt: Hier endet der Flur und das Wohnzimmer beginnt. 

Die Wahl des richtigen Materials

Erhältlich sind Übergangsschienen aus Kunststoff oder Metall. Letztere, etwa aus Aluminium, Edelstahl oder Messing, eignen sich gut für Parkett- und Laminatböden. Übergangsprofile aus Aluminium kommen häufig im Bad zum Einsatz, da sie rostfrei und besonders robust sind.

Selbstklebende oder verschraubbare Übergangsschienen aus Kunststoff sind oft bei Teppich oder weniger genutzten Räumen mit Laminatboden und gelegentlich auch bei Fliesen zu finden.

Übergangsschiene aus Messing zwischen Holzbodenelementen

Übergangsprofile aus verschiedenen Materialien bei OBI

Übergangsschienen für stark beanspruchte Böden

Räume, die in der Regel wenig Belastungen ausgesetzt sind, wie etwa das Schlafzimmer, stellen an die Übergangsschiene keine besonderen Anforderungen. Anders sieht es im Bad und in der Küche aus. Grundsätzlich gilt: Je stärker der Boden beansprucht wird, desto robuster sollte die Übergangsschiene sein. Eine Rolle spielt auch, ob der Boden Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Hier nutzt du feuchtraumgeeignete Übergangsprofile.

Generell eignen sich für stark beanspruchte Böden vor allem Übergangsprofile aus Metall, die verschraubt oder mit Einschlagdübeln montiert werden. Stabilität bieten dir außerdem Übergangsprofile mit größerer Breite und Stärke.

Übergangsschiene aus Edelstahl zwischen Holzbodenelementen

Profile für Höhenunterschiede

Möchtest du Höhenunterschiede zwischen unterschiedlichen Bodenbelägen ausgleichen, verwendest du ein spezielles Anpassungsprofil. Diese besitzen eine bewegliche Deckschiene, mit der sich Höhenunterschiede von mehreren Zentimetern problemlos ausgleichen lassen. Das ermöglicht dir eine passgenaue Montage. Alternativ schaffst du mit einem Höhenausgleichsprofil einen sauberen Niveauausgleich. Das Höhenausgleichsprofil hat die Form einer schiefen Ebene und lässt das unterschiedliche Höhenniveau optisch verschwinden.

Höhenausgleichsprofil zwischen Parkett und Fliesen

Abschlussprofile statt Sockelleisten

Um am Übergang zu bodentiefen Fenstern oder einer Terrassentür beispielsweise einen sauberen Abschluss zu schaffen, bietet sich die Verwendung von Abschlussprofilen an. Klassische Sockelleisten können in diesem Bereich häufig nicht verwendet werden. Mit einem Abschlussprofil verdeckst du die Dehnungsfuge von Laminat- oder Parkettboden und erzeugst einen bündigen Übergang zum Fenster- oder Türrahmen.

Abschlussprofil

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Werkzeuge zum Einbau von Übergangsschienen

Einbau Übergangsschiene

Das Anbringen von Übergangsschienen und Übergangsprofilen ist einfach und auch für Laien meist problemlos zu bewerkstelligen. Je nach Modell werden die Übergangsprofile in den Boden geschraubt oder vernagelt. Für eine schnelle Montage nutzt du selbstklebende Übergangsleisten. Es gibt auch Varianten, die mit einem Klickmechanismus auf einen Leisten-Clip gesteckt oder mithilfe eines Einschlagdübels montiert werden. Als Ausrüstung benötigst du dafür eine Bohrmaschine, gegebenenfalls einen Hammer, einen Schraubendreher oder Akkuschrauber sowie eine Säge zum Zuschneiden der Leisten.

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