
Dachrinnen abdichten
Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du Löcher oder Risse in deiner Dachrinne richtig abdichten kannst. Erfahre, welches Material sich dafür eignet, wie du am besten vorgehst und wie du Schäden in Dachrinnen vermeidest.
Darum solltest du Dachrinnen abdichten
Dach- beziehungsweise Regenrinnen sind stets jeder Art von Witterung ausgesetzt. Dadurch können über die Zeit Risse oder Löcher entstehen. Die undichten Schadstellen entdeckst du in der Regel erst, wenn Regenwasser aus der Rinne tropft.
Spätestens dann ist es Zeit, die Dachrinnen abzudichten, um Folgeschäden mit hohen Kosten zu vermeiden. Einige Reparaturen kannst du selbst übernehmen.
Hinweis: Befindet sich das Loch oder der Riss weit oben am Giebel, ist ein Gerüst für die Reparatur nötig. Überlasse diese Arbeiten am besten einem Fachbetrieb.
Weisen deine Dachrinnen mehrere Schäden auf, lohnt sich eine Reparatur oft nicht mehr. In diesem Fall ist es sinnvoller, die Regenrinnen am Dach auszutauschen.
Abdichten der Dachrinne vorbereiten

Nutze für das Abdichten deiner Dachrinnen einen trockenen Tag. Bevor du loslegst, solltest du einige Vorbereitungen treffen. Dazu gehört:
Laub, Äste, Moos und Ziegelabrieb aus der Rinne entfernen.
Die Stelle um den Schaden mit Seifenwasser putzen. Kotreste gründlich entfernen.
Regenrinne gut abtrocknen lassen.
Dachrinne abdichten: Welches Material ist geeignet?
Für das Abdichten von Dachrinnen aus Aluminium, Blech, Kunststoff, Kupfer oder Zink gibt es zahlreiche Materialien und Möglichkeiten. Welche für dich passend sind, hängt von einigen Faktoren ab:
Aus welchem Material besteht die Dachrinne?
In welcher Jahreszeit reparierst du die Rinne?
Wie groß ist das Loch oder der Riss?
Für kleine Risse in einer Regenrinne aus Kunststoff oder Metalldachrinne verwendest du lösungsfreies Silikon zum Abdichten. Bei mittleren bis größeren Löchern setzt du Abdichtmasse passend zum Material deiner Rinne ein.
Ein Reparaturband brauchst du, wenn du ein großes Loch oder einen langen Riss abdichten möchtest. Dieses befestigst du an der Außen- oder Unterseite der Rinne, damit das Wasser zukünftig wieder korrekt abfließen kann.
Abdichtmaterialien für Dachrinnen im OBI Onlineshop
Metalldachrinnen abdichten
4 Schritte
1Abdichten mit Silikon
Auf einen Blick
Temporäre Lösung zur Dichtung
Silikon mit Silikonkartusche auftragen
Überschüssiges Silikon entfernen
2Abdichten mit Dichtmasse
Auf einen Blick
Spezielle Dichtmasse für Dachrinnen nutzen
Dichtmasse in Schichten auftragen
Schichten zwischendurch gut trocknen lassen
3Abdichten mit Reparaturband
Auf einen Blick
Dichtungsband anwärmen
Reparaturband auf Riss oder Loch aufbringen
4Dachrinne löten
Auf einen Blick
Dachrinne von Fachbetrieb löten lassen
Dachrinne selbst löten
Das benötigst du für dein Projekt

Abdichten von Kunststoffdachrinnen
Silikon eignet sich auch zum Abdichten von Dachrinnen aus Kunststoff. Verwende hierfür lösungsmittelfreies Silikon und gehe wie bei einer Metalldachrinne vor.
Abdichtmasse für Rinnen aus Kunststoff basiert ebenfalls auf Silikon. Da es aber kein reines Silikon ist, hat die Masse eine längere Lebensdauer. Bringe sie gemäß den Herstellerangaben nur an trockenen Tagen auf und verwende dafür einen Pinsel oder einen Spachtel.
Alternativ verwendest du ein Reparaturband, um deine Dachrinnen abzudichten. Das Band ist in unterschiedlichen Farben und Beschichtungen erhältlich, sodass es gut zu deiner Rinne passt. Mit dem Band dichtest du vor allem längere Risse oder größere Löcher ab. Eine Trocknungszeit braucht das Reparaturband nicht.
Schäden an der Dachrinne vorbeugen

Um Schäden an der Rinne vorzubeugen, solltest du deine Dachrinne regelmäßig reinigen. Schmutzteilchen können die Rinne von innen heraus beschädigen und hindern außerdem das Regenwasser am Abfließen. Über die Zeit führt dies zu Schäden am Material.
Meistens ist es nicht ausreichend, nur das Laub mit einem Besen zu entfernen. Bei starkem Regen wird feines Pulver von den Dachziegeln abgewaschen, das sich in der Dachrinne sammelt. Außerdem landen oft Vögel auf der Rinne und hinterlassen ihren Kot, der eine ätzende Wirkung hat. Entferne diesen sowie leere Nester regelmäßig.
Tipp: Damit du deine Regenrinne besser reinigen kannst, nutzt du idealerweise einen speziellen Dachrinnenbesen. Er hat einen abgewinkelten Borstenteil sowie einen langen Stiel, damit du die Rinne besser erreichst.
Damit sich Laub, kleine Tiere oder Äste gar nicht erst in der Dachrinne festsetzen können, kannst du ein Auffangsystem oder Schutzgitter installieren. Das verhindert, dass die Regenrinnen oder die Fallrohre verstopfen, das Wasser kann dann ungehindert ablaufen. So sparst du dir Zeit und Arbeit bei der Reinigung deiner Dachrinne.








