
Vordach montieren
Wie du über deiner Haustür ein Vordach montierst, erfährst du in diesem Ratgeber. Wir zeigen dir unter anderem, worauf du bei der Planung des neuen Vordaches achtest und welche Schritte bei der Montage des Wetterschutzes wichtig sind.
Wie montiere ich ein Vordach?

Vordächer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien. Je nach Modell unterscheidet sich die Montage. Im Folgenden erfährst du, wie du ein Vordach ohne Seitenteil und ohne zusätzliche Ständerkonstruktion über dem Eingangsbereich am Mauerwerk montierst. Diese Montage ist typisch für viele Glasvordächer mit Trägerkonstruktion oder mit Punkthaltesystem.
Hinweis: Die exakte Montage deines Vordachs richtet sich nach den Vorgaben des Herstellers. Lies daher genau die Montageanleitung deines Modells!
Werkzeug und Befestigungsmaterial für die Vordach-Montage

Um über deiner Haustür ein Vordach zu montieren, benötigst du folgende Werkzeuge:
- Leiter, Wasserwaage, Zollstock
- Schlagbohrmaschine mit Bohrer in passender Größe und Länge (richtet sich nach Mauerwerk und Befestigungsmaterial), Staubsauger, Hammer
- Gegebenenfalls Winkelschleifer oder Metall-Handsäge
- Schraubenschlüssel oder Ratsche
Die meisten Vordachbausätze enthalten bereits Befestigungsmaterial für eine Montage in massivem Mauerwerk aus Ziegeln oder Beton. Ist das bei deinem Vordach nicht der Fall, oder passt das Material nicht zu deinem Mauerwerk, benötigst du folgendes Befestigungsmaterial:
- Dübel passend zu deinem Mauerwerk
- Gegebenenfalls Spezialkleber wie Injektionsmörtel
- Gewindestangen oder Schrauben – je nach Konstruktion deines Vordachs
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Das Vordach montieren
Hast du Werkzeug und Befestigungsmaterial parat, kann es losgehen. Zeichne als Erstes mithilfe von Wasserwaage und Zollstock eine waagerechte Linie oberhalb deiner Haustür an. Die Linie markiert die Höhe deines Vordachs an der Wand. Der Abstand zum Türsturz beträgt üblicherweise 20 cm. Du kannst auch einen größeren Abstand wählen. Markiere anschließend die Bohrlöcher für die Befestigungspunkte. Die genaue Position entnimmst du deinen Montageunterlagen.
Bohre die Löcher mit der Schlagbohrmaschine. Größe und Tiefe richten sich nach deinem Befestigungsmaterial. Sauge die Bohrlöcher anschließend gründlich aus. Setze die Dübel ein, gegebenenfalls nimm deinen Hammer zur Hilfe. Je nach Dübelsystem spritzt du zusätzlich noch Injektionsmörtel in das Bohrloch. Der gibt dem Dübel den gewünschten Halt im Mauerwerk.
Erfordert dein Vordach eine Montage mit Gewindestangen, kürze diese bei Bedarf mit Winkelschleifer oder Metall-Handsäge auf die passende Länge. Drehe die Gewindestange in den Dübel und montiere anschließend die Befestigungspunkte.
Hast du ein Vordach mit Trägerkonstruktion, schraubst du dieses mithilfe passender Schrauben direkt in den Dübeln fest.
Bitte für den letzten Arbeitsschritt eine zweite Person zur Hilfe. Denn nun musst du das eigentliche Dachelement montieren. Gerade Glaselemente sind aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts unhandlich und schwer. Hier ist eine helfende Person unerlässlich. Befestige das Dachelement nach Montageanleitung in den vorgesehenen Befestigungen.
Vordachmontage bei Wärmedämmung
Ist dein Haus von außen gedämmt, gelten bei der Montage deines Vordachs einige Besonderheiten. Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) sind von außen vor dem Mauerwerk angebracht. Die Materialien des WDVS sind selbst nicht tragfähig genug, um dein Vordach zu halten. Du musst deine Überdachung deshalb durch das Dämmmaterial hindurch im Mauerwerk verankern.
Dadurch entsteht unweigerlich jedoch eine Kältebrücke, die die Kälte durch das Dämmmaterial ins Mauerwerk leitet. Das ist schlecht für die Dämmwirkung. Mit speziellem Befestigungsmaterial für Außendämmung ermöglichst du den gewünschten Halt im Mauerwerk und verhinderst gleichzeitig die unerwünschten Kältebrücken.
Was kostet ein Vordach mit Montage?
Die Kosten für ein Vordach über der Haustür richten sich nach verschiedenen Faktoren. Insbesondere die Größe und das Material bestimmen maßgeblich den Preis eines Vordachs. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Ausführung. Modelle mit einem oder zwei Seitenteilen sind in der Regel teurer als Vordächer ohne Seitenteile.
Für ein einfaches Glasvordach solltest du etwa 500 bis 1.000 Euro einplanen. Damit liegst du preislich im Mittelfeld. Die Einstiegspreise liegen etwa bei 100 Euro. Montierst du dein Vordach selbst über der Haustür, fallen keine zusätzlichen Montagekosten an.
Möchtest du dein Vordach montieren lassen, solltest du mit Montagekosten in Höhe von 380 bis 500 Euro inklusive Mehrwertsteuer rechnen. Einige Anbieter berechnen Kosten für Anfahrt oder Aufmaß zusätzlich.
Haustür-Vordach: Massiv oder transparent aus (Acryl-)Glas?

Vordächer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien. Welche Variante du wählst, ist Geschmackssache. Ein Glasvordach bietet gegenüber anderen Dachmaterialien jedoch einen klaren Vorteil: Es ist lichtdurchlässig. Das gilt auch für alle anderen lichtdurchlässigen Materialien wie Acrylglas oder Doppelstegplatten. Im Gegensatz zu lichtdurchlässigen Vordächern kann eine massive Ausführung viel Licht schlucken. Das kann ein Nachteil sein, wenn du eine lichtdurchlässige Haustür hast und so Tageslicht in den Hausflur fällt.
Gefälle und Traglasten bei Vordächern

Ein Vordach über deiner Haustür ähnelt in vielen Punkten einem Terrassendach. Das gilt auch für das Gefälle. Damit das Regen- und Tauwasser vom Mauerwerk weggeleitet werden, sollte dein Vordach ein Gefälle von circa 5 Grad haben. So vermeidest du Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk. Ist dein Vordach deutlich steiler als 10 Grad, schießt das Wasser über die Dachkante hinaus. Die Wasserableitung funktioniert dann nicht mehr und deine Besucher kommen wortwörtlich vom Regen in die Traufe.
Eine ausreichende Dachneigung lässt auch Schnee rechtzeitig vom Vordach rutschen, bevor die Schneelast zu hoch wird. In Deutschland kannst du selbst in schneereichen Regionen von einer maximalen Schneelast von fünf Kilogramm pro Quadratmeter ausgehen. Solche Lasten lassen sich mit herkömmlichen Dübeln sicher abfangen.
Vordach vom Profi montieren lassen
Ein Vordach sollte in jedem Fall sachgemäß montiert sein, um hohen Belastungen durch Wind, Schnee und Wetter standhalten zu können. Die korrekte Montage erfordert etwas handwerkliche Erfahrung. Das gilt in besonderem Maße, wenn du ein Vordach bei einer Fassadendämmung montieren möchtest. Kältebrücken können die Dämmwirkung beeinträchtigen. Durch eindringende Feuchtigkeit oder Kondensate kann im schlimmsten Fall sogar das Mauerwerk beschädigt werden. Insgesamt stufen wir von OBI daher eine Vordachmontage als Schwierigkeitsgrad vier von fünf ein.
Um mögliche Risiken auszuschließen, kannst du dein Vordach vom Profi montieren lassen. Dafür vermitteln wir dir gerne kompetente Partner. Dank Qualitätsgarantie minimierst du so mögliche Risiken und bist auf der sicheren Seite.









