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Haustür einbauen – Schritt für Schritt

Zuletzt aktualisiert: 29.11.20195 MinutenVon: OBI Redaktion
Haustür einbauen im Eingangsbereich wie hier mit einer Zimmerpflanze.

Beginnend beim Ausbau der alten Tür über das Einpassen der Türzarge bis zum vollständigen Einbau hilft diese Anleitung Ihnen auf dem Weg zur neuen Haustür.

Was kostet eine neue Haustür?

Im Vergleich zu Zimmertüren sind Außentüren wie eine neue Haustür im Schnitt deutlich kostspieliger in der Anschaffung. Eine neue Haustür kann daher ohne den Einbau eines Fachbetriebes alleine zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro kosten. Den Preis bestimmen unter anderem die gebotene Sicherheit, die Qualität des verwendeten Materials und die Wärmedämmung sowie der eigene ästhetische Anspruch an die Eingangstür. So kostet eine durchschnittliche Haustür etwa 500-1000 Euro.

Die Wahl der richtigen Haustür ist eine für das Gebäude und die Sicherheit der Bewohner wichtige Entscheidung. Die Eingangstür trägt stark zum optischen Eindruck des Gebäudes bei, hält Kälte, Wärme sowie ungebetene Besucher draußen und zeigt Straßenlärm die Grenzen auf. Neben einem gesamt optisch ansprechenden Eindruck entscheiden Sie sich beim Kauf daher vor allem für eine Tür, die eine zuverlässige Wärmedämmung sowie einen ausreichenden Schall- und Diebstahlschutz bietet. In puncto Design stehen Ihnen diverse Farben und Material-Kombinationen zur Auswahl. Geld können Sie bei der neuen Haustür sparen, wenn Sie den Einbau selbst vornehmen.

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So bauen Sie eine Haustür ein

7 Schritte

1
Maße für die neue Haustür bestimmen
Heimwerker misst Maueröffnung und Laibung für neue Haustür mit dem Zollstock aus – Heimwerkerin notiert das Wandöffnungsmaß.
Auf einen Blick
  • Laibung in Höhe und Breite ausmessen
  • Bei Mauerfalz von außen messen
  • Anschlag der Tür notieren
So geht das

Um auch sicher die passende Haustür zu finden, messen Sie zunächst die Laibung – also das Innenmaß der Türöffnung – an mehreren Stellen in Höhe und Breite mit einem Zollstock aus und notieren sich die Werte in Zentimetern. Falls die Laibung eine Mauerfalz hat, messen Sie am besten auch von außen, damit Sie eine Tür mit passender Rahmenbreite auswählen. Nehmen Sie die Werte mit in den Fachhandel und wählen Sie – gegebenenfalls mit dem Fachmitarbeiter vor Ort – die passende Eingangstür aus.

Notieren Sie ebenfalls, ob Ihre alte Haustür links oder rechts angeschlagen ist. Die neue Tür sollte genauso angeschlagen sein, damit Schloss und Schlossblech auf der richtigen Seite sind. Sie erleichtern sich damit den Einbau.

So geht das

2
Alte Haustür ausbauen – Maueranker freilegen
Heimwerker entfernt Putz rund um die alte Haustür, um für den Ausbau die Maueranker freizulegen.
Auf einen Blick
  • Altes Türblatt aushängen und Glasteile entfernen
  • Türrahmen an mehreren Stellen ansägen
  • Putz mit Hammer und Meißel abschlagen
  • Maueranker freilegen und abschleifen
So geht das

Wenn Sie sich für eine neue Haustür entschieden und nicht etwa einen Neubau haben, bauen Sie zunächst die alte Haustür aus. Dazu hängen Sie das alte Türblatt aus und entfernen eventuelle Glasteile, damit diese nicht zerbrechen.

Sägen Sie dann mit einer Säbelsäge den Türrahmen an mehreren Stellen an. Nun schlagen Sie den Putz mithilfe von Meißel und Fäustel an der Innenseite des Türrahmens ab. So legen Sie die Maueranker am Mauerwerk frei, die Sie dann mit einem Winkelschleifer abtrennen.

Anschließend entfernen Sie den alten Rahmen aus dem Mauerwerk. Hierbei gehen Sie besonders vorsichtig vor, um nicht noch mehr Putz zu beschädigen. Tragen Sie Schutzkleidung, Arbeitshandschuhe und eine Schutzbrille.

So geht das

3
Vor der Montage – Einpassen der neuen Türzarge
Heimwerker passt neue Zarge der Haustür ein – Heimwerkerin kontrolliert korrekte Ausrichtung mit einer Wasserwaage.
Auf einen Blick
  • Türflügel aus dem Rahmen nehmen
  • Türzarge mit Dichtband oder Dampf-Diffusionsfolie umkleben
  • Zarge in die Laibung im Mauerwerk einpassen
  • Türrahmen mit Keilen fixieren
So geht das

Nehmen Sie das Türblatt vor dem Einbau am besten zu zweit aus dem neuen Rahmen. Dann umkleben Sie die neue Türzarge mit dem beiliegenden Dichtband oder mit einer Dampf-Diffusionsfolie.

Nun passen Sie die Zarge entweder direkt unter die Falz oder mittig in die Laibung ein. Überprüfen Sie die Ausrichtung an allen Seiten mit einer Wasserwaage und bedenken Sie dabei, dass das Türblatt später frei etwa einen Zentimeter über dem Boden schwingen muss. Moderne Haustüren verfügen aber in der Regel über eine ausreichend hohe Schwelle.

Fixieren Sie dann den Rahmen, indem Sie Holzkeile zwischen Türöffnung und Zarge schieben. Achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen Mauer und Zarge idealerweise 1 bis 1,5 cm beträgt; zwischen Türblatt und Fußboden sollte circa 1 cm Platz sein, damit die Tür frei schwingen kann und sich keine Steine darunter verkeilen, die den Boden beschädigen würden.

So geht das

4
Unterfütterung der Türschwelle der Haustür
Heimwerker füllt Beton-Estrich unter die Schwelle der neuen Haustür.
Auf einen Blick
  • Türschwelle z. B. mit Beton-Estrich unterfüttern
  • Trocknungszeit für den Estrich beachten
So geht das

Damit sich die Türschwelle bei Belastung nicht verbiegt, unterfüttern Sie sie vollständig – beispielsweise mit Beton-Estrich. Entfernen Sie überschüssigen Estrich, bevor er antrocknet. Achten Sie auf die Anleitung des Herstellers für die Trocknungszeit. Lassen Sie den Estrich vollständig durchtrocknen, bevor Sie mit dem nächsten Arbeitsschritt fortfahren.

So geht das

5
Montage – Verschrauben der Türzarge
Heimwerker verschraubt mit Akkubohrer Türzarge der neuen Haustür.
Auf einen Blick
  • Löcher beginnend auf der Bandseite bohren
  • Rahmen anschließend verschrauben
  • Ggf. Position durch Keilstellung verändern
  • Zarge auch auf der Schlossseite verschrauben
So geht das

Falls Ihre Zarge keine Löcher hat, bohren Sie beginnend auf der Bandseite je 4 Löcher in regelmäßigen Abständen in den Rahmen. Das erste Loch bohren Sie etwa 10 cm unter der oberen Ecke der Bandseite. Unten sollte ebenfalls 10 cm Abstand zur Ecke sein. Bohren Sie mittig, um die Isolierung im Rahmen nicht zu beschädigen, und verschrauben Sie ihn anschließend.

Für die Montage nutzen Sie beispielsweise selbstschneidende Montageschrauben. Beachten Sie hierzu den Durchmesser der Bohrlöcher und den der benötigten Schrauben sowie die Angaben des Herstellers.

Nun können Sie erstmals das Türblatt der Haustür am besten zu zweit einhängen, um den Sitz mit der Wasserwaage und das Schloss zu überprüfen. Bei Problemen korrigieren Sie die Position der Zarge durch Veränderung der Keilstellung. Dann nehmen Sie das Türblatt wieder heraus, verschrauben die Zarge auch auf der Schlossseite und entnehmen die Holzkeile.

So geht das

6
Laibung der Haustür verputzen und Laibungsfuge ausschäumen
Heimwerker schäumt Fuge zwischen Laibung und Zarge der neuen Haustür mit Dämmschaum aus.
Auf einen Blick
  • Türlaibung mit Reparaturmörtel verputzen
  • Spalt zwischen Wand und Zarge mit PU-Schaum ausschäumen
  • Aushärtung des Schaums abwarten
  • Rand mit Acryl abdichten oder Abdeckleisten verkleiden
So geht das

Zum Verputzen der Türlaibung verwenden Sie Reparaturmörtel und warten, bis dieser vollständig abgebunden hat. Schäumen Sie den Spalt zwischen Zarge und Laibung anschließend mit Dämm- und Montageschaum aus. Ist der Schaum ausgehärtet, schneiden Sie überstehendes Material mit einem Cuttermesser ab und verkleiden den Rand. Zum Abdichten nutzen Sie Acryl aus der Kartusche oder zum Verkleiden der Haustür passende Abdeckleisten.

So geht das

7
Tür einhängen und Beschläge anbringen
Heimwerker bringt Beschläge an die neue Haustür mit dem Akkubohrer an.
Auf einen Blick
  • Türblatt der Haustür einhängen
  • Türgriff, Klinke und Abdeckrosetten anschrauben
So geht das

Abschließend können Sie das Türblatt endgültig zu zweit einhängen und Türgriff, Klinke sowie die Abdeckrosetten anschrauben.

Der Einbau der neuen Haustür ist erledigt. Prüfen Sie noch die Funktionalität und den Schließmechanismus.

So geht das

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Beton-Estrich
  • Reparaturmörtel
  • Fließestrich
  • Montageschaum
  • Acryl mit Kartuschenpresse
  • Zollstock
  • Fäustel
  • Schutzbrille
  • Gummihammer
  • Meißel
  • Säbelsäge
  • Winkelschleifer
  • Holzkeile
  • Wasserwaage
  • Akkuschrauber mit passenden Bits
  • Bohrmaschine mit passenden Bohrern
  • Kelle oder Spachtel
  • Cuttermesser
  • Arbeitshandschuhe

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.