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Carport individuell planen

Vor dem Bau deines Carports steht die Planung. Überlege dir, welche Art des Unterstandes du brauchst.

Benötigst du den Carport nur für ein kleines Auto oder sollen dort zwei SUVs Platz finden? Stehen dort auch Fahrräder oder Motorräder? Brauchst du nur ein Dach oder auch eine Wand an der Wetterseite?

Anhand der Antworten beginnst du mit der Planung. Für durchschnittliche Klein- und Mittelklassewagen reicht meist ein Einzelcarport mit einer Breite von 3 m bis 4 m und einer Länge zwischen 5 m und 7 m. Entsprechend breiter fallen Doppelcarports aus.

In der Regel sind die Unterstände 2,1 m bis 2,4 m hoch. Du hast die Möglichkeit, einen Zwischenboden einzuziehen. Dort lassen sich beispielsweise Winterreifen oder Skier lagern.

Bedenke bei der Planung auch künftige Entwicklungen. Wenn du mit dem Gedanken spielst, auf ein Elektroauto umzusteigen oder E-Bikes zu kaufen, lohnt sich eine entsprechende Ladestation im Carport.

Folgende Punkte helfen dir bei der Planung deines Carports:

  • Plane langfristig, denn Bedürfnisse verändern sich.

  • Informiere dich vorab über Bauvorschriften: Ungenehmigtes Bauen kann teuer werden.

  • Welches Material lohnt sich langfristig?

  • Welche Möglichkeiten bietet der Carport? Sind Zwischenböden sinnvoll, benötigst du Solarzellen? Ist ein Gartenhaus-Anbau geplant?

  • Soll ein Fachbetrieb bauen oder machst du es selbst?

Carport vom Fachbetrieb bauen lassen

Für den korrekten Bau eines Carports empfehlen wir dir die Beauftragung eines Fachbetriebs. Dieser kümmert sich nicht nur zuverlässig um die rechtlich korrekte Planung von Grundfläche, Höhe und potenzieller Stauräume, sondern setzt das Projekt auch fachgerecht um.

Gerne vermitteln wir dir hierfür einen kompetenten Partner. So kannst du Fehler beim Bau deines Carports vermeiden und erhältst außerdem eine Qualitätsgarantie.

Carport nach Maß mit Montageservice

Unsere geprüften OBI Partner begleiten dich von der Beratung bis hin zur Montage deines Carports.

Carports am passenden Standort realisieren

Carport mit Schrägdach direkt am Haus, davor Rasenfläche und Pflanzen.

Ein Carport kann frei auf dem Gebäude stehen oder direkt an das Haus angrenzen.

Wo der Carport stehen kann, ergibt sich meist aus dem Schnitt des Grundstücks. Carports stehen entweder frei oder grenzen an eine Gebäudewand. Letztere Variante erlaubt dir, auch einen Wanddurchbruch vorzunehmen und eine Außentür einzubauen. Auf diese Weise gelangst du vom Haus direkt zu deinem Auto.

Hast du auf deinem Grundstück mehrere mögliche Standorte, berücksichtige die Witterungsbedingungen. Achte zum Beispiel auf einen Platz, der im Sommer vor hohen Temperaturen bewahrt und im Winter vor Schneeverwehungen schützt. Beachte dabei die bebauungsrechtlichen Vorgaben im Kopf. Zu deinem Nachbargrundstück musst du meist einen Mindestabstand einhalten. Auch die Position ist nicht immer frei wählbar. Informiere dich bei den verantwortlichen Stellen nach den für dich geltenden Regelungen.

Ist eine Baugenehmigung für Carports notwendig?

Bei Carports handelt es sich um eine feststehende bauliche Veränderung in der Bebauung deines Grundstücks. Daher brauchst du in der Regel eine Genehmigung für den Anbau. Je nach Bundesland kann sich dies aber anders verhalten.

Informiere dich bei deiner Stadt oder Gemeinde. Diese haben oft eigene Vorgaben bezüglich Carports. Achte bei der Baugenehmigung darauf, dass die Bauart des Daches und der Seitenwände darin aufgeführt sind. Legst du ohne Genehmigung los, drohen hohe Strafen.

Hier findest du detaillierte Informationen rund um die Carport-Baugenehmigung.

Fundament und Untergrund für den Carport

Ein Carport braucht ein Fundament und einen stabilen Untergrund. Für eine Standardausführung reichen vier Punktfundamente. Sie müssen mindestens 80 cm tief sein und benötigen eine Fläche von 40 cm x 40 cm. Betoniere hier die vertikalen Ständer ein. Für Doppelcarports bietet sich ein Streifenfundament an. Auf diesem kannst du auch Konstruktionen mit größerer Last oder eine Abschlusswand errichten.

Eine gegossene Bodenplatte brauchst du normalerweise nicht. Oft genügt eine einfache Pflasterung. Wichtig ist, dass der Unterboden eben ist. Er braucht ein leichtes Gefälle, damit Regenwasser abfließen kann.

Hinweis: Lagerst du unter dem Carport einen Flüssiggastank, dann informiere dich zuvor über die gesetzlichen Vorgaben und Sicherheitsbestimmungen.

Heller Carport an hellem Haus in modernem Stil.

Wenn der Carport sich optisch am Haus orientiert, entsteht ein stimmiges Gesamtbild.

Das richtige Material für den Carport

Für Carports stehen dir unterschiedliche Materialien zur Verfügung. Die meisten bestehen aus Aluminium, Holz oder Stahl. Alle Materialien haben unterschiedliche Eigenschaften. Welche sich für deinen Anbau eignen, hängt von deinen Bedürfnissen ab.

Wichtig sind diese Kriterien:

  • Kosten

  • Lebensdauer

  • Stabilität

Aluminium ist zum Beispiel teuer, dafür leicht und beständig. Ein Carport mit einer Stahlkonstruktion ist stabil und robust. Jedoch ist Stahl schwerer zu bearbeiten und hat mehr Gewicht. Günstig, aber anfällig für Witterungen ist Holz. Verwende am besten Lärchenholz. Dies ist recht witterungsbeständig.

Alternativ kombinierst du unterschiedliche Materialien. Damit profitierst du von den Vorteilen aller drei Baustoffe. Gleichzeitig minimierst du die Nachteile. Allerdings wird dein Carport dann ein wenig aufwendiger.

Gängige Carport-Materialien im Überblick

Aluminium
Vorteile
  • leicht und stabil

  • hohe Traglast

  • witterungsbeständig

  • sieht modern aus

Nachteile
  • höhere Kosten

  • muss meist von einem Fachbetrieb aufgebaut werden.

Holz
Vorteile
  • geringere Kosten

  • leicht zu verarbeiten

  • gestaltest du nach deinen Vorstellungen

  • warme Optik

Nachteile
  • anfällig für Witterung

  • begrenzte Traglast

  • erhöhter Pflegeaufwand

Stahl
Vorteile
  • sehr stabil

  • hohe Traglast

  • ist widerstandsfähig

Nachteile
  • hohe Kosten

  • hohes Eigengewicht

  • schwer zu bearbeiten

  • anfällig für Rost

VorteileNachteile
Aluminium
  • leicht und stabil

  • hohe Traglast

  • witterungsbeständig

  • sieht modern aus

  • höhere Kosten

  • muss meist von einem Fachbetrieb aufgebaut werden.

Holz
  • geringere Kosten

  • leicht zu verarbeiten

  • gestaltest du nach deinen Vorstellungen

  • warme Optik

  • anfällig für Witterung

  • begrenzte Traglast

  • erhöhter Pflegeaufwand

Stahl
  • sehr stabil

  • hohe Traglast

  • ist widerstandsfähig

  • hohe Kosten

  • hohes Eigengewicht

  • schwer zu bearbeiten

  • anfällig für Rost

Carport aus Holz mit Flachdach

Die Dachform des Carports kannst du nicht ganz frei wählen. Erkundige dich bei deiner Gemeinde, welche Formen erlaubt sind.

Das richtige Dach finden

Beim Dach kannst du aus unterschiedlichen Formen und Materialien wählen. Es gibt einfache, abgeschrägte Flachdächer aus Holz oder du deckst es mit Wellblech oder Dachpappe ein. Auch ein Spitz- oder Satteldach ist eine Möglichkeit. Diese Dachformen deckst du mit normalen Dachziegeln. Ein besonderer Blickfang ist ein Walmdach oder ein modernes Bogendach.

Welches Dach das richtige für dich ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören neben deinem Budget und der Genehmigungsfähigkeit auch der Stil des Wohnhauses, damit ein harmonisches Gesamtbild entsteht.

Ebenfalls wichtig sind die Unterkonstruktion und die Traglast des Daches. Mindestens 85 kg/m² muss es aushalten. In Regionen mit starkem Schneefall sind es sogar 100 kg/m² bis 150 kg/m².

Dach-Trends bei Carports

Scheinbar freischwebende Dächer können einen futuristischen Akzent setzen. Diese erwecken allerdings nur den Anschein, dass sie frei schweben. Sie bestehen meist aus Glas oder einer Kombination aus Glas und Aluminium und ragen leicht gebogen über die Stellfläche.

Das Dach des Carports kannst du zudem mit Solarzellen bestücken. Förderprogramme für erneuerbare Energien können bei der Finanzierung unterstützen. Eine weitere nachhaltige Möglichkeit ist es, das Dach zu begrünen.

Carports selbst bauen: Darauf solltest du achten

Carports können geübte Heimwerker selbst bauen. Dafür brauchst du entsprechendes Werkzeug und einen Helfer. Konstruktionen gibt es als Fertigbauset. Sie sind statisch geprüft und entsprechen den Vorschriften. Eine individuelle Gestaltung ist mit den Sets meist nicht möglich.

Günstig sind vor allem Carports aus druckimprägnierten Nadelholz. Sie haben meist eine einfache Dachkonstruktion. Hast du das Fundament bereits vorbereitet, ist der Aufbau an einem Wochenende erledigt.

Anspruchsvollere Carports mit besonderer Haltbarkeit, Traglast und speziellem Aussehen werden von Fachunternehmen auf dein Grundstück gebaut. Der eigene Aufbau von Carports aus Aluminium oder Stahl sind für Hobby-Handwerker eher ungeeignet. Hole dir für aufwendige Dachkonstruktionen Hilfe von einem Profi.

Ein Mann beugt sich über einen Bauplan, in der Hand hält er einen Bleistift, auf dem Tisch liegen Holzspäne.

Carports kannst du mit etwas Geschick auch selbst bauen. Im Zweifel oder bei anspruchsvollen Bauplänen ziehst du einen Profi hinzu.

Carports: Übersicht über die Kosten

Einzelcarport
Aluminium
1.000 € bis 10.000 €
Holz
500 € bis 1.000 €
Stahl
5.000 € bis 10.000 €
Doppelcarport
Aluminium
4.000 € bis 15.000 €
Holz
900 € bis 8.000 €
Stahl
8.000 € bis 18.000 €
Fixkosten Punktfundament
Aluminium
250 € bis 500 €
Holz
250 € bis 500 €
Stahl
250 € bis 500 €
Fixkosten Bodenbelag
Aluminium
80 € bis 200 €/m²
Holz
80 € bis 200 €/m²
Stahl
80 € bis 200 €/m²
AluminiumHolzStahl
Einzelcarport
1.000 € bis 10.000 €
500 € bis 1.000 €
5.000 € bis 10.000 €
Doppelcarport
4.000 € bis 15.000 €
900 € bis 8.000 €
8.000 € bis 18.000 €
Fixkosten Punktfundament
250 € bis 500 €
250 € bis 500 €
250 € bis 500 €
Fixkosten Bodenbelag
80 € bis 200 €/m²
80 € bis 200 €/m²
80 € bis 200 €/m²
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