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Schneebedecktes Carport

Ein Carport schützt dein Fahrzeug vor Regen, Hagel und Sonne. Im Winter wirken jedoch zusätzliche Kräfte auf die Konstruktion: Schnee bringt je nach Region mehrere Tonnen Gewicht auf das Dach. Damit ein Carport dauerhaft standsicher bleibt, spielen Statik, Schneelast und die richtige Auslegung der Konstruktion eine zentrale Rolle.

Kurz und knapp

  • Die Statik eines Carports stellt sicher, dass Dach, Pfosten und Fundament alle Lasten dauerhaft aufnehmen.

  • Die erforderliche Schneelast für dein Carport richtet sich nach Schneelastzone, Höhenlage und Dachform.

  • Deutschland ist in die fünf Schneelastzonen 1, 1a, 2, 2a und 3 eingeteilt.

  • Nasser Schnee und Schnee-Eis-Gemische belasten ein Dach deutlich stärker als lockerer Pulverschnee.

  • Der Sparrenabstand, die Dachform und das Fundament beeinflussen die Tragfähigkeit eines Carports maßgeblich.

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Warum Statik beim Carport entscheidend ist

Die Statik bildet die Grundlage für einen sicheren und dauerhaft belastbaren Carport. Sie beschreibt, wie die Konstruktion Kräfte aufnimmt und in den Untergrund ableitet. Dazu zählen unter anderem das Eigengewicht des Carports, Schneelasten im Winter, Windlasten sowie zusätzliche Belastungen durch Photovoltaikanlagen oder Dachbegrünungen.

Damit dein Carport dauerhaft stabil bleibt, stimmst du Dachkonstruktion, Träger, Pfosten und Fundament aufeinander ab. Das Gewicht wirkt dabei nicht nur auf das Dach. Die Lasten verlaufen über die gesamte Konstruktion bis in das Fundament und den Boden. Erst das Zusammenspiel aller Bauteile sorgt für die notwendige Standsicherheit. Bereits kleine Änderungen an einzelnen Bauteilen beeinflussen die Belastung anderer Bereiche.

Besonders im Winter gewinnt die Statik an Bedeutung. Je nach Region wirken erhebliche Schneemengen auf das Dach. Hinzu kommen Windkräfte, die an Dachflächen und Seitenflächen angreifen. Mit einer statischen Planung berücksichtigst du diese Einwirkungen bereits im Vorfeld und sorgst für ausreichend Tragreserven.

Hinweis: Planst du eine Dachbegrünung oder Photovoltaikanlage auf dem Carport oder denkst bereits an eine spätere Nachrüstung, berücksichtigst du die zusätzliche Last idealerweise frühzeitig in der statischen Planung.

Statik beim Carport: Begriffe verständlich erklärt

Bei der Planung eines Carports fallen häufig Begriffe wie Statik, Traglast oder Schneelast. Sie beschreiben unterschiedliche Aspekte der Standsicherheit und helfen dabei, die Konstruktion an die örtlichen Bedingungen anzupassen.

Begriff
Statik
Bedeutung
Berechnung aller Kräfte, die auf den Carport wirken. Ziel ist eine dauerhaft sichere Konstruktion.
Begriff
Tragwerk
Bedeutung
Gesamte tragende Konstruktion aus Dach, Trägern, Pfosten und Fundament.
Begriff
Traglast
Bedeutung
Maximale Belastung, die ein Bauteil oder die gesamte Konstruktion dauerhaft aufnimmt.
Begriff
Schneelast
Bedeutung
Gewicht des Schnees, das auf das Dach wirkt.
Begriff
Windlast
Bedeutung
Kräfte, die durch Winddruck und Windsog auf das Carport einwirken.
Begriff
Eigenlast
Bedeutung
Gewicht der Konstruktion selbst, zum Beispiel von Dach, Trägern und Pfosten.
BegriffBedeutung
Statik
Berechnung aller Kräfte, die auf den Carport wirken. Ziel ist eine dauerhaft sichere Konstruktion.
Tragwerk
Gesamte tragende Konstruktion aus Dach, Trägern, Pfosten und Fundament.
Traglast
Maximale Belastung, die ein Bauteil oder die gesamte Konstruktion dauerhaft aufnimmt.
Schneelast
Gewicht des Schnees, das auf das Dach wirkt.
Windlast
Kräfte, die durch Winddruck und Windsog auf das Carport einwirken.
Eigenlast
Gewicht der Konstruktion selbst, zum Beispiel von Dach, Trägern und Pfosten.

Schneelast beim Carport verstehen

Was ist die Schneelast?

Die Schneelast beschreibt das Gewicht des Schnees, das auf das Dach eines Carports wirkt. Je mehr Schnee sich ansammelt und je höher dessen Dichte ausfällt, desto stärker steigt die Belastung der Konstruktion. Deshalb zählt die Schneelast zu den relevantesten Einflussgrößen bei der statischen Planung eines Carports.

Die maßgeblichen Anforderungen ergeben sich aus der Norm DIN EN 1991-1-3. Sie berücksichtigt unter anderem die Schneelastzone, die Höhenlage des Standorts sowie die Dachform. Auf dieser Grundlage erfolgt die Auslegung von Dach, Trägern, Pfosten und Fundament. Die tatsächliche Schneelast verändert sich je nach Wetterlage und fällt deshalb nicht dauerhaft gleich hoch aus.

Unterschied zwischen Dachlast und Schneelast

Die Schneelast bildet nur einen Teil der gesamten Dachlast. Zur Dachlast gehören alle Kräfte, die auf das Dach wirken. Dazu zählen beispielsweise das Eigengewicht der Konstruktion, Schneelasten, Windlasten sowie zusätzliche Aufbauten wie Photovoltaikanlagen oder Dachbegrünungen.

Schnee auf PV-Anlage

Warum die Schneelast beim Carport so entscheidend ist

Vor allem in schneereichen Regionen entstehen innerhalb kurzer Zeit erhebliche Zusatzlasten. Schon wenige Zentimeter Nassschnee bringen deutlich mehr Gewicht auf das Dach als eine vergleichbare Schicht Pulverschnee.

Wie groß die Belastung tatsächlich ausfällt, zeigt ein Beispiel:

  • Dachfläche: 20 m²

  • Frischer Schnee (60 kg/m²): 20 m² × 60 kg/m² = 1.200 kg

  • Nassschnee (150 kg/m²): 20 m² × 150 kg/m² = 3.000 kg

Warum Schnee nicht gleich Schnee ist

Für die Belastung eines Carports spielt nicht nur die Schneehöhe eine Rolle. Entscheidend ist vor allem das Gewicht des Schnees. Dieses hängt von der Dichte und dem Feuchtigkeitsgehalt ab. Während lockerer Pulverschnee vergleichsweise leicht ist, erreicht Nassschnee oder vereister Schnee ein Vielfaches dieses Gewichts.

Schneeart
Pulverschnee
Schneedichte (Gewicht pro m³)
circa 30 kg bis 60 kg
Gewicht bei 10 cm Schneehöhe
circa 3 kg bis 6 kg pro m²
Schneeart
Frischer Schnee
Schneedichte (Gewicht pro m³)
circa 50 kg bis 100 kg
Gewicht bei 10 cm Schneehöhe
circa 5 kg bis 10 kg pro m²
Schneeart
Feuchtschnee
Schneedichte (Gewicht pro m³)
circa 200 kg bis 500 kg
Gewicht bei 10 cm Schneehöhe
circa 20 kg bis 50 kg pro m²
Schneeart
Nassschnee
Schneedichte (Gewicht pro m³)
bis 500 kg
Gewicht bei 10 cm Schneehöhe
bis 50 kg pro m²
Schneeart
Schnee-Eis-Gemisch
Schneedichte (Gewicht pro m³)
bis 900 kg
Gewicht bei 10 cm Schneehöhe
bis 90 kg pro m²
SchneeartSchneedichte (Gewicht pro m³)Gewicht bei 10 cm Schneehöhe
Pulverschnee
circa 30 kg bis 60 kg
circa 3 kg bis 6 kg pro m²
Frischer Schnee
circa 50 kg bis 100 kg
circa 5 kg bis 10 kg pro m²
Feuchtschnee
circa 200 kg bis 500 kg
circa 20 kg bis 50 kg pro m²
Nassschnee
bis 500 kg
bis 50 kg pro m²
Schnee-Eis-Gemisch
bis 900 kg
bis 90 kg pro m²

Besonders tückisch: Schneeschichten verändern ihr Gewicht mit der Zeit. Frischer Schnee verdichtet sich unter seinem Eigengewicht. Steigen die Temperaturen an, nimmt der Schnee zusätzlich Feuchtigkeit auf. Dadurch erhöht sich die Belastung, obwohl die Schneehöhe nahezu unverändert bleibt.

Gleiche Schneehöhe, unterschiedliches Gewicht

Die Schneehöhe allein liefert nur einen groben Anhaltspunkt. Für die tatsächliche Belastung zählt vor allem die Schneeart. Die tatsächliche Schneelast ergibt sich aus der Kombination von Schneehöhe und Schneedichte. Je dichter der Schnee, desto höher fällt die Belastung auf dem Dach aus.

Schneelast (kg/m²) = Schneedichte (kg/m³) × Schneehöhe (m)

Beispiel:

  • 10 cm Pulverschnee mit 50 kg/m³ Dichte ergeben etwa 5 kg/m² Schneelast.

  • 10 cm Nassschnee mit 500 kg/m³ Dichte ergeben bereits 50 kg/m² Schneelast.

Obwohl beide Schneeschichten gleich hoch sind, wirkt auf das Dach die zehnfache Belastung.

Tipp: Besonders hohe Lasten entstehen häufig bei Tauwetter. Nimmt der Schnee Wasser auf und gefriert anschließend erneut, steigt sein Gewicht deutlich an. Nach längeren Schneefallperioden oder mehreren Frost-Tau-Wechseln lohnt sich daher ein genauer Blick auf die Schneemengen auf dem Carportdach.

Schneelastzonen in Deutschland

Schneefall verteilt sich in Deutschland nicht gleichmäßig. Während in manchen Regionen nur wenige Schneetage pro Jahr auftreten, fallen in Mittelgebirgen oder im Alpenvorland regelmäßig deutlich größere Schneemengen. Damit Gebäude und Carports den örtlichen Bedingungen dauerhaft standhalten, gelten je nach Standort unterschiedliche Anforderungen an die Tragfähigkeit.

Die Grundlage dafür bildet die Norm DIN EN 1991-1-3. Sie definiert die anzusetzenden Schneelasten für Bauwerke und teilt Deutschland dafür in verschiedene Schneelastzonen ein. Auf dieser Basis erfolgt die statische Auslegung von Dächern, Trägern, Pfosten und Fundamenten.

Die Schneelastzone gehört deshalb zu den relevantesten Angaben bei der Planung eines Carports. Sie liefert einen ersten Anhaltspunkt dafür, mit welchen Belastungen für die Konstruktion zu rechnen ist.

Schneelastzonen im Überblick

  • Schneelastzone 1
    Die Schneelastzone 1 umfasst Regionen mit vergleichsweise geringen Schneemengen. Dazu zählen vor allem Teile Westdeutschlands entlang der Grenzen zu Belgien und den Niederlanden sowie Bereiche rund um Köln, Frankfurt am Main und einzelne Gebiete in Süddeutschland. Für diese Zone gilt eine charakteristische Schneelast von 0,65 kN/m², was ungefähr 65 kg/m² entspricht.

  • Schneelastzone 1a
    Die Schneelastzone 1a kommt ausschließlich in einigen Regionen Bayerns vor. Sie bildet den Übergang zwischen den schneearmen Gebieten der Zone 1 und den stärker belasteten Bereichen der Zone 2. Die charakteristische Schneelast beträgt 0,81 kN/m² beziehungsweise etwa 81 kg/m².

  • Schneelastzone 2
    Die Schneelastzone 2 ist die am weitesten verbreitete Zone in Deutschland. Sie erstreckt sich über große Teile Nord-, Mittel- und Ostdeutschlands. Hier berücksichtigt die statische Planung eine charakteristische Schneelast von 0,85 kN/m², was rund 85 kg/m² entspricht.

  • Schneelastzone 2a
    Die Schneelastzone 2a umfasst einzelne Mittelgebirgslagen und Regionen mit erhöhtem Schneefall. Dazu zählen unter anderem Teile des Schwarzwalds, Bereiche in Hessen sowie einzelne Regionen in Nordrhein-Westfalen. Die charakteristische Schneelast liegt bei 1,06 kN/m² beziehungsweise etwa 106 kg/m².

  • Schneelastzone 3
    Die höchsten Schneelasten außerhalb besonderer Hochlagen gelten in der Schneelastzone 3. Sie umfasst unter anderem Teile des Alpenvorlands, des Bayerischen Waldes, des Erzgebirges sowie einige Küstenregionen an der Ostsee. Die charakteristische Schneelast beträgt mindestens 1,10 kN/m², was etwa 110 kg/m² entspricht. Für Hochlagen und alpine Regionen gelten zusätzlich erhöhte Anforderungen.

Zur besseren Einordnung: 1 kN/m² entspricht ungefähr 100 kg/m². Eine charakteristische Schneelast von 0,85 kN/m² entspricht somit etwa 85 kg Schnee pro Quadratmeter Dachfläche.

Unter folgendem Link findest du eine Karte, die die Verteilung der Schneelastzonen in Deutschland zeigt.

Schneelast Tabelle

Schneelastzone
1
Charakteristische Schneelast
0,65 kN/m²
Schneelastzone
1a
Charakteristische Schneelast
0,81 kN/m²
Schneelastzone
2
Charakteristische Schneelast
0,85 kN/m²
Schneelastzone
2a
Charakteristische Schneelast
1,06 kN/m²
Schneelastzone
3
Charakteristische Schneelast
1,10 kN/m² und mehr
SchneelastzoneCharakteristische Schneelast
1
0,65 kN/m²
1a
0,81 kN/m²
2
0,85 kN/m²
2a
1,06 kN/m²
3
1,10 kN/m² und mehr

Hinweis: Neben der Schneelastzone beeinflusst auch die Höhenlage die tatsächliche Schneelast. Deshalb gelten innerhalb derselben Schneelastzone je nach Standort unterschiedliche Werte. Die Schneelastzone für deine Region kannst du hier ermitteln.

Schneelast berechnen: Welche Werte zählen?

Für die Ermittlung der maximalen Schneelast eines Carportdachs fließen mehrere Faktoren in die Berechnung ein. Die statische Berechnung ermittelt die Schneelast, die bei der Planung des Carports zu berücksichtigen ist. Sie beschreibt nicht die aktuelle Schneemenge auf dem Dach, sondern die Belastung, für die die Konstruktion ausgelegt wird.

Diese Faktoren beeinflussen die Schneelast

Zu den wesentlichen Einflussgrößen gehören:

  • Schneelastzone

  • Höhenlage des Standorts

  • Dachform

  • Dachneigung

  • Schneeverwehungen

  • angrenzende Gebäude oder bauliche Besonderheiten

Haus und Auto voller Schnee

Die Schneelastzone bildet die Grundlage der Berechnung. Sie beschreibt die regional zu erwartende Schneelast und liefert den Ausgangswert für die weitere Ermittlung.

Mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel steigen in vielen Regionen die Scneemengen. Deshalb fällt die anzusetzende Schneelast in höheren Lagen oft größer aus als in tiefer gelegenen Gebieten derselben Schneelastzone.

Die Dachform beeinflusst, wie lange Schnee auf dem Dach liegen bleibt. Auf Flachdächern sammelt sich Schnee häufig großflächig an. Geneigte Dächer fördern dagegen das Abrutschen von Schnee und reduzieren dadurch die Belastung. Je steiler das Dach ausfällt, desto geringer bleibt in vielen Fällen die Schneemenge auf der Dachfläche.

Wind verteilt Schnee nicht gleichmäßig auf einem Dach. An einzelnen Stellen entstehen größere Schneeansammlungen, während andere Bereiche nahezu schneefrei bleiben. Solche Schneeverwehungen führen zu ungleichmäßigen Belastungen, die es bei der statischen Planung zu berücksichtigen gilt.

Steht ein Carport in der Nähe eines höheren Gebäudes, sammeln sich Schnee und Windverwehungen häufig an bestimmten Dachbereichen. Auch von benachbarten Dächern rutschen mitunter größere Schneemengen auf das Carportdach. Solche örtlichen Besonderheiten fließen ebenfalls in die Berechnung ein.

Beispielrechnung für einen Carport

Wie stark Schnee ein Carport belastet, zeigt eine vereinfachte Beispielrechnung.

Ausgangsdaten:

  • Dachfläche: 30 m²

  • Schneelastzone 2

  • Charakteristische Schneelast: 0,85 kN/m²

Zur besseren Verständlichkeit lässt sich die Schneelast in Kilogramm umrechnen:
0,85 kN/m² entsprechen ungefähr 85 kg/m².

Für die gesamte Dachfläche ergibt sich damit folgende Belastung:
30 m² × 85 kg/m² = 2.550 kg

Für die statische Planung ergibt sich in diesem Beispiel eine anzusetzende Schneelast von rund 2,55 Tonnen. Es ist möglich, dass die tatsächliche Schneelast je nach Wetter, Schneemenge und Schneeart davon abweicht. Die statische Berechnung berücksichtigt zusätzlich Faktoren wie Höhenlage, Dachform, Dachneigung, Schneeverwehungen und Sicherheitszuschläge. Die Beispielrechnung dient daher lediglich zur Veranschaulichung der Größenordnung.

Den Unterschied verstehen:

  • Berechnete Schneelast = Auslegungswert der Statik

  • Tatsächliche Schneelast = aktuell vorhandenes Schneegewicht auf dem Dach

Welche Bauteile beeinflussen die Carport-Statik?

Fundament und Pfosten

Fundament und Pfosten bilden die Verbindung zwischen dem Carport und dem Untergrund. Sie nehmen die Lasten aus Dach, Trägern und Schnee auf und leiten diese in den Boden weiter. Dabei spielt nicht nur die Tragfähigkeit der Pfosten eine Rolle. Auch das Fundament benötigt ausreichend Größe und Stabilität, damit die Konstruktion dauerhaft sicher steht. Zu kleine oder ungeeignete Fundamente führen mitunter zu Setzungen, Verformungen oder Bewegungen der Konstruktion. Die Anforderungen an Fundament und Pfosten steigen mit zunehmender Dachfläche, höheren Schneelasten oder zusätzlichen Aufbauten wie Photovoltaikanlagen.

Mann baut Fundament

Fundament für Carports

Für ein dauerhaft stabiles Fundament beim Carport kommt es auf die richtige Kombination aus Fundamentart, Fundamentgröße und Planung an.

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Sparrenabstand beim Carport

Der Sparrenabstand beschreibt den Abstand zwischen zwei benachbarten Dachsparren. Er zählt zu den entscheidenden Faktoren für die Tragfähigkeit eines Carports. Je größer der Abstand zwischen den Sparren ausfällt, desto höher fällt die Belastung jedes einzelnen Sparrens aus.

Der optimale Sparrenabstand hängt unter anderem ab von:

  • Dachmaterial

  • Dachform

  • Spannweite des Dachs

  • Schneelast am Standort

Bei hohen Schneelasten kommen häufig kleinere Sparrenabstände oder größere Sparrenquerschnitte zum Einsatz. Dadurch verteilt sich das Gewicht gleichmäßiger auf die Konstruktion.

Dachform und Dachneigung

Die Dachform beeinflusst maßgeblich, wie Schnee und Regenwasser auf dem Carportdach wirken. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die Statik.

Dachform
Flachdach
Einfluss auf die Schneelast
Schnee bleibt häufig länger liegen und verteilt sich großflächig auf dem Dach.
Dachform
Pultdach
Einfluss auf die Schneelast
Regenwasser fließt gezielt in eine Richtung ab. Schnee rutscht teilweise leichter ab als bei Flachdächern.
Dachform
Satteldach
Einfluss auf die Schneelast
Schnee rutscht durch die zwei geneigten Dachflächen häufig leichter ab. Gleichzeitig verteilt sich die Last gleichmäßig auf beide Dachflächen.
DachformEinfluss auf die Schneelast
Flachdach
Schnee bleibt häufig länger liegen und verteilt sich großflächig auf dem Dach.
Pultdach
Regenwasser fließt gezielt in eine Richtung ab. Schnee rutscht teilweise leichter ab als bei Flachdächern.
Satteldach
Schnee rutscht durch die zwei geneigten Dachflächen häufig leichter ab. Gleichzeitig verteilt sich die Last gleichmäßig auf beide Dachflächen.

Tipp: Dachform, Dachneigung, Sparrenabstand und Schneelast beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb betrachtet die statische Planung immer die gesamte Konstruktion und nicht einzelne Bauteile isoliert.

Wann brauche ich eine Statikberechnung für einen Carport?

Ob eine Statikberechnung erforderlich ist, hängt unter anderem von Größe, Bauweise und den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes ab. Unabhängig von einer Genehmigungspflicht spielt die Standsicherheit jedoch bei jedem Carport eine zentrale Rolle.

Genehmigungspflichtige Carports

Überschreitet ein Carport die verfahrensfreien Grenzen des Bundeslandes, gehört häufig ein Standsicherheitsnachweis zu den Unterlagen für den Bauantrag. Die statische Berechnung weist dabei nach, dass die Konstruktion die zu erwartenden Lasten dauerhaft aufnimmt.

Verfahrensfreie Carports

Auch bei verfahrensfreien Carports bleibt die Standsicherheit ein wesentliches Thema. Die Befreiung von einem Bauantrag erlaubt nicht automatisch, dass du auf eine ausreichende statische Auslegung verzichtest. Dach, Träger, Pfosten und Fundament benötigen weiterhin eine Dimensionierung, die zu Standort und Nutzung passt.

Carport mit Auto

Carport ohne Baugenehmigung

Ein Carport ohne Baugenehmigung ist in vielen Fällen möglich – aber nicht automatisch erlaubt. Entscheidend ist immer die jeweilige Landesbauordnung.

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Typenstatik bei Carport-Bausätzen

Viele Carport-Bausätze verfügen bereits über eine Typenstatik des Herstellers. Sie bestätigt, dass die Konstruktion unter bestimmten Voraussetzungen die vorgesehenen Lasten aufnimmt. Dazu zählen unter anderem definierte Abmessungen, festgelegte Bauteile und vorgegebene Aufbauvarianten. Eine Typenstatik reicht in der Regel aus, wenn du das Carport entsprechend den Herstellerangaben aufbaust und keine wesentlichen Änderungen an der Konstruktion erfolgen. Sobald die Planung von den Vorgaben der Typenstatik abweicht, gewinnt eine individuelle statische Berechnung an Bedeutung.

Individuell geplante Carports

Bei individuell geplanten Carports empfiehlt sich eine statische Berechnung in den meisten Fällen. Anders als bei vielen Carport-Bausätzen liegt hier keine Typenstatik des Herstellers vor. Zusätzliche Anforderungen wie besondere Dachformen, große Spannweiten, Photovoltaikanlagen oder hohe Schneelasten erhöhen die Bedeutung einer fachgerechten Planung zusätzlich.

Tipp: Unsere Partner-Firmen unterstützen dich bei der Planung deines Carports und berücksichtigen dabei auch statische Anforderungen, Schneelasten und mögliche Zusatzlasten wie Photovoltaikanlagen.

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Nicht vergessen: Carport von Schnee befreien

Die statische Planung berücksichtigt die für den Standort zu erwartenden Schneelasten. Dennoch lohnt sich bei außergewöhnlich starken Schneefällen ein regelmäßiger Blick auf das Carportdach. Besonders Nassschnee oder Schnee-Eis-Gemische erhöhen das Gewicht deutlich und verbleiben häufig über längere Zeit auf der Dachfläche.

Anzeichen für eine hohe Belastung sind zum Beispiel sichtbare Durchbiegungen von Sparren oder Trägern sowie größere Schneeansammlungen auf einzelnen Dachbereichen. In solchen Fällen entlastet das Entfernen des Schnees die Konstruktion zusätzlich.

Beim Räumen des Dachs empfiehlt sich eine gleichmäßige Vorgehensweise. Entferne den Schnee möglichst flächig, damit keine einseitigen Belastungen entstehen. Werkzeuge mit Kunststoffkante schonen die Dachoberfläche und reduzieren Kratzer oder Beschädigungen.

Hinweis: Wenn möglich, betritt das Carportdach nicht zur Schneeräumung. Das zusätzliche Körpergewicht erhöht die Belastung der Konstruktion und erschwert gleichzeitig ein sicheres Arbeiten. Geeignete Schneeschieber mit Teleskopstiel ermöglichen die Räumung häufig direkt vom Boden aus.

Mann räumt Schnee

FAQ: Häufige Fragen zu Statik und Schneelast beim Carport

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