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Erdkabel im Boden

In diesem Ratgeber erfährst du, was bei der Verlegung eines Erdkabels im Garten zu beachten ist. Wir zeigen dir, wie du dabei vorgehst und welche Vorschriften du berücksichtigen solltest.

Wofür brauche ich Erdkabel?

Auch im Garten spielt das Thema Strom eine wichtige Rolle. Gartenbeleuchtung, Elektrogrills, Teichpumpen oder Gartenwerkzeuge benötigen zur Funktionsfähigkeit einen Stromanschluss. Erdkabel sind hierfür eine gute Lösung, um die Leitungen im Außenbereich unterirdisch und ohne Stolpergefahr anzubringen.

Erdkabel sind im Gegensatz zu herkömmlichen Kabeln und Leitungen widerstandsfähig gegen Nässe, Kälte und Frost und können bei der richtigen Verlegung über lange Zeit im Garten genutzt werden.

Wir zeigen dir, welche Vorschriften und Sicherheitsaspekte du bei der Verlegung eines Erdkabels beachten solltest und wie du beim Verlegen vorgehst.

Das richtige Erdkabel auswählen

Je nach Einsatzart im Garten eignen sich unterschiedliche Arten von Erdkabeln für die Verwendung.

Üblicherweise wird beim Erdkabel auf eine Querschnittsfläche von 1,5 mm² zurückgegriffen. Diese eignen sich für Bewegungsmelder, Beleuchtung im Garten oder den Rasenmäher. Verwendest du elektrische Werkzeuge wie beispielsweise eine Kettensäge oder eine Kreissäge, ist ein Querschnitt von 2,5 mm² besser.

Meist reicht ein dreipoliges Erdkabel, das die Bezeichnung NYY-J 3 trägt. Wenn du auf ein fünfpoliges Erdkabel mit der Bezeichnung NYY-J 5 zurückgreifst, kannst du daran eine Außensteckdose und zusätzlich eine Gartenleuchte oder Ähnliches anschließen. Gegebenenfalls benötigst du so nur ein anstatt mehrerer Erdkabel für den Anschluss.

Erdkabel im OBI Onlineshop

Erdkabel auf großen Kabeltrommeln

Erdkabel verlegen – Vorschriften und Sicherheit

Vor dem Beginn der Verlegearbeiten solltest du einige Aspekte in Bezug auf Vorschriften und Sicherheit bei Strom im Außenbereich beachten. Ein Erdkabel muss für die unterirdische Verlegung zugelassen sein und die Bezeichnung NYY oder NYCWY tragen.

Die Leitungen müssen außerdem festgelegte Schutzstandards für Feuchträume erfüllen. Deshalb ist die Schutzklasse IP 44 vorgeschrieben. Je höher diese Zahl ist, desto besser ist das Kabel vor Nässe geschützt. IP 66 gilt als wasserdicht.

Stelle sicher, dass die Installationen im Außenbereich über einen gesonderten Stromkreis verlaufen und mit einem FI-Schalter im Sicherungskasten ausgestattet sind. Dieser trennt im Notfall die Stromzufuhr von der Hauptleitung, um Schäden und Unfälle durch die NYY-Kabel zu verhindern. Ein Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) schützt außerdem vor einem Kabelbrand.

Hinweis: Abschluss- und Installationsarbeiten an Stromkabeln sollten immer vom Fachbetrieb durchgeführt werden. Bei Arbeiten an Elektrik ist die Gefahr vor Verletzungen und kostenintensiven Schäden sehr hoch. Lass dich zu deinem eigenen Schutz vorab bei deinem Fachhandel oder Elektrikunternehmen dazu beraten.

Sinnvoll ist außerdem ein Warnband, das in den Graben über der Sandschicht, die die elektrische Leitung bedeckt, gelegt wird. Wird der Garten nach vielen Jahren umgegraben, kennzeichnet das Warnband den Verlauf des Kabels in der Erde.

Für Erdkabel ist eine Verlegetiefe von 60 cm vorgeschrieben. Das hat den Hintergrund, dass ab dieser Tiefe der frostfreie Bereich beginnt. So ist das Kabel vor Rissen und Erschütterungen geschützt. Unter häufig benutzten Wegen oder unter Zufahrten solltest du das Kabel in 80 cm Tiefe verlegen.

Tipp: Verwende am Ende des Kabels spezielle Gartensteckdosen, die wetterfest und robust sind.

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Rechtlicher Hinweis:

Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen – außer durch den Netzbetreiber – ausschließlich von in das Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenen Elektrofachbetrieben durchgeführt werden (§ 13 NAV). Nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (DIN VDE 0100 ff., DIN VDE 0105-100) ist die Installation, Erweiterung, Änderung und Instandhaltung elektrischer Anlagen ausschließlich Elektrofachkräften vorbehalten. Eigenmächtige Arbeiten an elektrischen Anlagen durch Laien sind unzulässig und können erhebliche Gefahren sowie gravierende rechtliche und versicherungstechnische Folgen haben.

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Erdkabel im Shop finden

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Erdkabel im Boden verlegen

Sicherheit steht beim Verlegen von Erdkabeln an erster Stelle. Unsere Tipps helfen dir dabei.

Erdkabel verlegen: Anleitung

1Verlegeplan zeichnen

Eine Zeichnung eines Verlegeplans für ein Erdkabel

Auf einen Blick

  • Verlegeplan zeichnen

  • Schnur auslegen, um Maße zu ermitteln

2Graben ausheben

Ausgrabung eines Grabens für ein Erdkabel

Auf einen Blick

  • Schnur fixieren

  • Graben entlang der Linie 70 cm tief ausheben

3Leerrohr und Sandschicht verlegen

Erdkabel im Graben

Auf einen Blick

  • Leerrohr auswählen und verlegen

  • Alternativ: Sandschicht einfüllen

4Kabel durchziehen

Erdkabel in Leerrohr

Auf einen Blick

  • Faden mit Gewicht in das Rohr geben

  • Mit Staubsauger ansaugen

  • Kabel an Schnur befestigen und hindurchziehen

5Kabel und Leerrohr abdecken

Querschnitt eines Kabels in einem Leerrohr im Boden

Auf einen Blick

  • Sandschicht auf Rohr verteilen

  • Ggf. Abdeckung anbringen

6Graben verschließen

Querschnitt von Boden mit einem mit Sand bedeckten Erdkabel

Auf einen Blick

  • Warnband auslegen

  • Erde einfüllen und Graben verschließen

Kosten für die Kabelverlegung

Heimwerker repariert Erdkabel in Erde

Möchtest du ein Erdkabel in deinem Garten selber verlegen, rechnest du mit Preisen ab circa einem Euro pro laufendem Meter. Die Kosten sind abhängig von der Stärke des Stromkabels, der Sicherheitsklasse sowie dem Querschnitt.

Hinzu kommen Kosten für die Elektroinstallation und Beratung durch den Fachbetrieb, die sich je nach Region und dem tatsächlichen Aufwand unterscheiden. Außerdem fallen weitere Materialien wie Außensteckdosen, Leerrohre und Abdeckungen an.

Außenbeleuchtung planen mit dem Gartenplaner

Wenn du bei der Gestaltung deines Wunschgartens Hilfe benötigst, lass dich vom OBI Gartenplaner kostenlos beraten.

FAQ – Fragen und Antworten zum Erdkabel verlegen

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