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Heizungsrohre aus Kupfer an der Wand

Heizungsrohre wirken optisch häufig nicht sehr ansprechend. Wer die Rohre richtig verkleidet, kann sie aber stimmig in die Raumgestaltung integrieren und senkt zugleich die Energiekosten. Wir geben dir Tipps, wie dir das gelingt.

Sollte man Heizungsrohre verkleiden?

In älteren Häusern, Altbauwohnungen und selbst in manchem Neubau sind sie vorzufinden: über dem Putz verlegte Heizungsrohre. Die Rohre hat man überall im Blick – ob in der Waschküche oder im Schlafzimmer. Das Verlegen von Heizungsrohren auf dem Putz kann praktisch sein, bringt aber auch Nachteile mit sich. Wir zeigen dir, was du über diese Montagevariante und die Verkleidungsmöglichkeiten wissen solltest.

Vorteile von „oberirdischen“ Heizungsrohren

Wer Heizungsrohre nicht verkleidet und sie stattdessen auf Putz verlegt, kann sie im Fall eines Schadens schnell und problemlos reparieren, ohne dafür Wände aufzufräsen. Ein Leck im Rohr bemerkst du bei oberirdisch verlegten Rohren viel schneller, als bei solchen, die in der Wand verlegt sind. Bei Letzteren dringt das Wasser meist erst langsam in die Wand ein, bis du es merkst.

Schäden lassen sich also bei über dem Putz liegenden Rohren begrenzen und bei einem Rohrbruch erübrigt sich die mühsame und langwierige Trocknung der Mauer.

Heizungsrohre außerhalb der Wand zu verlegen, ist zudem schneller und günstiger. Du kannst sie oft sogar selbst verlegen und brauchst nur noch jemanden von einem Fachbetrieb, der sicherstellt, dass die Rohre korrekt montiert sind und alle Adapter und Fittings fehlerfrei sitzen. Schlitzarbeiten im Mauerwerk entfallen bei dieser Verlegeart. Das spart Geld und vermeidet Schmutz.

Badewanne mit außenliegenden Heizungsrohre im modernen Bad

Heizungsrohre auf Putz zu verlegen, kann auch als Stilmittel für die Wohnungseinrichtung dienen.

Nachteile von „oberirdischen“ Heizungsrohren

Einer der Nachteile von Heizungsrohren, die auf Putz verlegt wurden, ist die Optik. Unverkleidete Heizungsrohre sind oft nicht zu übersehen und stören gegebenenfalls das jeweilige Ambiente. Außerdem können unisolierte und auf dem Putz verlegte Leitungen die Energiekosten erhöhen. Eventuell bringen die Rohre Wärme in Bereiche, die du gar nicht heizen willst. Das Verkleiden von Heizungsrohren kann also auch helfen, Energie zu sparen.

Verkleidungen müssen jedoch präzise konstruiert werden und nehmen Platz in Anspruch. Wenn du Heizungsrohre über Putz verlegen willst, solltest du daher darauf achten, sie möglichst in Boden- oder Deckennähe anzubringen.

Alternativ kannst du die Rohre auch gezielt in die stilistische Gestaltung von Wohnräumen einbeziehen. Wer sich etwa in seinem Loft einen angesagten Industrie-Stil wünscht, kann Heizungsrohre dekorativ in Szene setzen.

Wie lassen sich Heizungsrohre verkleiden?

Wer sich an sichtbaren Heizungsrohren stört, hat mehrere Möglichkeiten, sie zu verkleiden oder gelungen in die Raumgestaltung zu integrieren.

1. Streichen

Am schnellsten gelingt das Verkleiden, indem du Heizungsrohre anstreichst. Dazu musst du die Rohre nicht isolieren. Besorge dir Farbe, die für Heizungsrohre geeignet und wärmeresistent ist. Alternativ gibt es für Heizungsrohre auch farblich passende Kautschuk-Schläuche.

2. Heizungsrohre mit einer Sockelleiste verkleiden

Liegen die Heizungsrohre knapp über dem Boden, kannst du sie unter einer Sockelleiste verstecken. Dazu brauchst du eine Holzleiste, eine MDF-Platte, ein Blechprofil oder Gipskarton. Diese Materialien sollten zu deinem Fußbodenbelag oder deinen Wänden passen. Außerdem benötigst du Halterungen, um die Verkleidung über und unter den Heizungsrohren an der Wand zu befestigen. Einige Sockelleisten haben bereits kleine Kanäle auf der Rückseite, in denen sich Rohre und Kabel unterbringen lassen.

Für Heizungsrohre, die unter der Zimmerdecke verlaufen, gibt es Rohrabdeckleisten aus Gips. Diese verlaufen zwischen Wand und Decke einmal rund um den Raum, sehen aus wie Stuck und verleihen dem Raum ein edles Flair.

3. Eigene Konstruktionen

Wenn Heizungsrohre in der Mitte der Wand verlaufen, lassen sie sich am besten mit einem selbst gebauten System verdecken. Holz ist dafür ein ausgezeichnetes Material.

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Heizungsrohr wird mit weißer Farbe gestrichen.

Willst du auf Putz verlegte Heizungsrohre attraktiver gestalten, streiche sie mit frischer Farbe.

Das Grundkonzept für solch eine Verkleidung besteht aus Latten als Abstandshalter, die du über und unter den Heizungsrohren an die Wand dübelst. Auf diesen kannst du eine durchgehende Platte anbringen. Das Holz malst du anschließend an, tapezierst oder ölst es. Alternativ überziehst du es mit Folie.

Hinweis: Wenn du Heizungsrohre auf diese Weise verschwinden lassen willst, solltest du sie vorher isolieren. Berücksichtige das auch bei den Abmessungen deiner Konstruktion. Achte außerdem darauf, dass alle Rohre im Raum in etwa derselben Höhe und mit demselben Abstand zur Wand verlaufen.

So isolierst du Heizungsrohre

Gesetzlich müssen Heizungsrohre in Räumen, in denen kein Heizkörper steht, isoliert werden. Auch Heizungsrohre, die an Außenwänden verlaufen, solltest du wärmedämmen.

Ziehe dir einen Heizungsfachbetrieb zurate, wenn du zusätzlich Heizkosten sparen willst. Das Fachpersonal sagt dir, wo in deinem Haus eine Isolierung der Rohre außerdem Sinn ergibt.

Bevor du die Rohre nach der Beratung isolierst, solltest du deine Heizung komplett herunterfahren und die Rohre vollständig abkühlen lassen. Am besten erledigst du die Arbeiten daher im Sommer.

Dieses Material brauchst du, um Heizungsrohre zu isolieren:

  • Dämmmaterial

  • Passende Dämmschalen für Heizungspumpen und -ventile

  • Cuttermesser und/oder Säge

  • Metermaß

  • Gehrungslade

  • Flüssigkleber (geeignet für das ausgewählte Dämmmaterial)

  • Isolier- oder Gewebeband

  • Latten und Gipskartonplatten oder Holz für die Verkleidung

Wie du Heizungsrohre isolierst, erfährst du in unserer detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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Welches ist das beste Material für die Isolierung von Heizungsrohren?

Gedämmte Heizungsrohre

Heizungsrohre geben reichlich Wärme ab. Das verhinderst du mit Dämmschalen oder Dämmschläuchen.

Zum Isolieren kannst du aus Polyethylen vorgefertigte Dämmschalen und Dämmschläuche für Heizungsrohre verwenden. Oft haben diese sogar schon die erforderlichen Klebestreifen.

Auch Mineralwolle und Kautschuk eignen sich. Letzterer ist auch als Elastomer oder Isopren bekannt. Brandschutztechnisch ist Kautschuk am besten, Polyethylen am wenigsten geeignet. Wegen seiner hohen Flexibilität eignet sich Kautschuk außerdem sehr gut für das Verkleiden von Kurvenelementen.

Wie groß die Dämmwirkung des Materials ist, erkennst du am Wert der Wärmeleitfähigkeit des Produkts (W/mk). Je kleiner dieser Wert ist, desto besser isoliert das Material.

Heizungsrohre wärmedämmen

Miss zunächst aus, wie viele Meter Dämmmaterial du brauchst. Du musst sowohl die Rohre verkleiden, die das heiße Wasser zum Heizkörper bringen, als auch die, welche es von dort wieder abtransportieren. Runde die gemessenen Meter sicherheitshalber auf. Ein bisschen Verschnitt fällt immer an.

Sobald du das Isoliermaterial hast, schneidest du es auf die gewünschte Länge zu, stülpst es über ein Rohr und verklebst das Dämmmaterial mit Flüssigkleber. Dieser Arbeitsschritt entfällt, wenn es mit Selbstklebestreifen ausgestattet ist. Sobald der Flüssigkleber trocken ist, dichtest du den verbliebenen Schlitz mit einem Streifen Isolierband ab.

Um Wärmeverluste an Ecken und Winkeln zu vermeiden, schneidest du das Isoliermaterial mit einer Gehrungslade passend auf den Winkel zu. Bleiben dennoch Stellen oder Stoßstellen offen, überklebst du das Rohr dort mit Isolierband.

So isolierst du Heizungsrohre Schritt für Schritt.

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