Hände auf Dämmplatte an Kellerdecke

Kellerdecke dämmen – Schritt für Schritt

Die nachträgliche Kellerdeckendämmung spart Energie und Heizkosten und sorgt für ein angenehmes sowie behagliches Klima in den Wohnräumen. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt, worauf zu achten ist.

Wie lässt sich eine Kellerdecke optimal dämmen?

Das Verkleben der Dämmplatten kann einfach und ohne großen Material- oder Kostenaufwand selbst durchgeführt werden. Als Faustregel beim Dämmen der Kellerdecke gilt: Das Dämmmaterial sollte mindestens 12 cm dick sein, jeder weitere Zentimeter spart weitere Heizkosten. Als Dämmmaterial eignen sich Hartschaumplatten, aber auch Mineralstoffplatten oder Dämmplatten aus Steinwolle.

Kellerdecke dämmen

7 Schritte

1
Vorbereiten der Kellerdecke vor der Dämmung
Auf einen Blick
  • Kellerdecke reinigen
  • Risse und Löcher verspachteln
So wird es gemacht

Reinigen Sie die Kellerdecke gründlich mit dem Staubsauger oder einem Besen. Der Untergrund muss vor dem Verkleben der Dämmplatten staubfrei, tragfähig und trocken sein. Risse und Löcher in der Decke verspachteln Sie mit Reparaturspachtel. Kleine Unebenheiten in der Decke werden später beim Verkleben der Dämmplatten mit Mörtel ausgeglichen.

2
Anmischen des Mörtels für die Dämmplatten
Auf einen Blick
  • Mörtel anrühren
So wird es gemacht

Mischen Sie den Mörtel gemäß der Herstellerangaben in einem Mörtelkübel mit Wasser an. Ein in die Bohrmaschine eingeschraubter Quirl erleichtert Ihnen die Arbeit.

3
Zuschneiden der Dämmplatten für die Kellerdeckendämmung
Auf einen Blick
  • Dämmplatten ausmessen
  • Platten in die richtige Größe schneiden
So wird es gemacht

Messen Sie mit einem Zollstock oder Maßband die Breite der ersten Reihe von Dämmplatten ab und schneiden Sie die Platten mit einer feinzahnigen Säge auf die richtige Größe. Nur die letzte Platte in der ersten Reihe müssen Sie zuschneiden.

4
Auftragen des Leichtmörtels auf die Dämmplatten
Auf einen Blick
  • Mörtel auf Dämmplatten auftragen
So wird es gemacht

Tragen Sie den angemischten Leichtmörtel mit einem Zahnspachtel mit 10 mm-Zahnung vollflächig auf die Rückseite der Dämmplatten auf und lassen Sie die Stirnseiten frei. Die Steghöhe des aufgetragenen Mörtels sollte etwa 8 mm betragen.

5
Anbringen der Dämmplatten an die Decke
Auf einen Blick
  • Dämmplatten lückenlos verlegen
  • Dämmplatten leicht andrücken
So wird es gemacht

Verlegen Sie die Dämmplatten lückenlos und achten Sie darauf, die Platten so zu versetzen, dass keine Kreuzfugen entstehen. Durch den Versatz vermeiden Sie Wärmebrücken, über die weiter kalte Luft nach oben dringen kann.
Drücken Sie die Dämmplatten leicht ins Mörtelbett ein. Rücken Sie die Platten dabei an ihre endgültige Position. Bei nicht tragfähigen Kellerdecken müssen Sie die Platten zusätzlich verdübeln.

6
Unebenheiten zwischen den Dämmplatten ausgleichen
Auf einen Blick
  • Unebenheiten abschleifen
So wird es gemacht

Unebenheiten zwischen den Dämmplatten können Sie mit Schleifpapier mit feiner Körnung oder mit einem Handschleifer abschleifen. Tragen Sie dabei einen Mundschutz, um den feinen Schleifstaub nicht einzuatmen.

7
Anschlussarbeiten nach der Wärmedämmung der Kellerdecke
Auf einen Blick
  • Fugen ausschäumen
  • Überschüssigen Schaum entfernen
  • Dämmplatten streichen
  • ggf. Platten verdübeln und verputzen
  • ggf. Bewehrungsschicht einbringen
So wird es gemacht

Fugen zwischen den Dämmplatten werden mit PU-Schaum ausgeschäumt. Den überschüssigen Schaum entfernen Sie mit einem Cuttermesser und Schleifpapier. Sobald die Platten fest sitzen und der PU-Schaum ausgehärtet ist, können Sie die Unterseiten der Platten mit einer Farbrolle streichen. Möchten Sie die Unterseite der Platten verputzen, sollten Sie die Platten verdübeln, damit sie das Gewicht des Putzes auch tragen. Bringen Sie außerdem eine Bewehrungsschicht aus 5 mm starkem Armierungsgewebe in den Putz ein. Zum Verputzen der Platten können Sie auch den zum Verkleben der Platten verwendeten Leichtmörtel benutzen.

Die Dämmung der Kellerdecke ist eine Maßnahme mit großer Wirkung und vergleichsweise geringem Aufwand. Die innerhalb weniger Stunden durchzuführende Arbeit im Keller sorgt nicht nur für ein behagliches Wohnklima und warme Fußböden im Erdgeschoss, die Wärmedämmung spart auch wertvolle Energie sowie Heizkosten und damit langfristig viel Geld.

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Reparaturspachtel
  • Dämmplatten
  • Leichtmörtel
  • ggf. Armierungsgewebe
  • Farbe
  • Staubsauger
  • Besen
  • Bohrmaschine
  • Mörtelkübel
  • feinzahnige Säge
  • Leiter
  • Zahnspachtel (10 mm)
  • Handschleifer
  • Schleifpapier
  • Farbrolle

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