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Türöffnung ohne Zarge

Bei der Wahl der passenden Türzargen-Art für eine Innentür gibt es eine Reihe von Aspekten zu beachten – in funktioneller und in dekorativer Hinsicht. Dieser Ratgeber erklärt dir, worauf du beim Kauf achten solltest.

Welche Türzargen-Arten gibt es?

Die Zarge ist der feststehende, umrahmende Teil einer Tür – oder eines Fensters – an dem das bewegliche Türblatt aufschwingt. Umgangssprachlich wird auch vom Türrahmen gesprochen. Neben der Optik findet sich im Rahmen auch Platz für das Sicherheitsschloss. So kommt der Zarge an Wohnungstür und Fenster auch eine Rolle beim Einbruchschutz zu.

Vor dem Einbau einer Zarge für eine Innentür stellt sich die Frage, welche die passende für dein Projekt ist: Ist sie für eine Flügeltür oder eine Schiebetür bestimmt? Soll sie eine schwere Glastür einrahmen? Wie passt die Zarge zur Wandstärke? Soll sie aus Holz oder einem Holzwerkstoff sein – aus Aluminium oder Stahl? Des Weiteren unterscheidet man Umfassungszargen, Eckzargen und Blockzargen, zwischen Zargen mit Rundkanten, Glattkanten oder profilierten Kanten sowie wandbündigen Zargen. Auch die Farbe des Türrahmens spielt eine Rolle: Soll er beinahe unsichtbar sein oder einen farbenfrohen Kontrast zu Innentür und Eingangsbereich bilden?

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Ausmessen der Zarge für die Innentür

Zargen sind meist um einige Zentimeter verstellbar, sodass sie sich an die richtige Größe für die Maße deiner Türöffnung anpassen lassen. Hersteller bieten Zargen für Wandstärken/Mauerdicken von etwa 75 mm bis an die 400 mm an. Um für den Einbau die richtige Zarge zu finden, misst du die Wandstärken an ihrer stärksten Stelle, inklusive Putz und Fliesen. Miss außerdem die Maueröffnungsbreite und -höhe. Die Standardhöhe einer Zarge liegt bei 198,5 cm. Es gibt aber auch größere Varianten mit 211 cm beziehungsweise 223,5 cm Höhe.

Zur Wahl stehen nicht nur verschiedene Türrahmen-Größen, sondern auch „rechte“ und „linkeTüren, auch DIN links und DIN rechts genannt. Von einer „rechten Tür“ spricht man, wenn die Scharniere rechts sichtbar sind, betrachtet von der Seite, zu der sie sich öffnet. Bei „linken“ Türen sind sie links zu sehen.

Mann misst Türzarge aus

Material von Türzargen

Das Material der Zarge wählst du am besten passend zum Material des Türblatts. Gängig sind Zargen aus Massivholz und Holzwerkstoffen wie Vollspan oder CPL sowie aus Stahlblech.

Holz gehört wegen seiner wohnlichen Ausstrahlung zu den verbreitetesten Materialien beim Kauf von Türen und Zargen – dabei muss die natürliche Maserung des Holzes nicht sichtbar sein, sondern kann sich hinter einer modernen Farbe verbergen. Massivholz ist teurer und haltbarer als Holzwerkstoffe. Optisch ist der Unterschied zwischen den beiden Materialien oft kaum zu sehen.

Stahlzargen für Innentüren sind eher in öffentlichen Gebäuden verbaut. Sie sind sehr robust und lassen sich an viele Wandstärken und Wandmaterialien anpassen.

Hast du dich für eine Glastür entschieden, bietet sich wegen des höheren Gewichts Stahl oder verstärktes Massivholz an. Den Stahl gibt es matt, glänzend oder mit Sonderlacken in verschiedenen Farben.

Wohnraum mit Glastür

Zargenarten für Innentüren

Umfassungszargen
Die Umfassungszarge ist die klassische Zarge und kommt am häufigsten im Privatbereich zum Einsatz. Die Türöffnung wird mit ihr von beiden Seiten mit einem umlaufenden Profil abgeschlossen, sodass die Umfassungszarge die gesamte Türlaibung umfasst. Bei der Umfassungszarge wird meist zu Holz und Holzwerkstoffen gegriffen, es gibt sie aber auch aus Stahl.

Eckzargen
Ist die Mauerlaibung besonders breit, kommt keine Umfassungszarge, sondern eine Eckzarge zum Einsatz. Sie umfasst nicht die gesamte Türöffnung, sondern nur die Vorderkante der Türlaibung. Daher ist die Eckzarge für Innentüren eher funktional und meist nicht aus Holz, sondern aus Stahlblech gefertigt.

Blockzargen
Die Blockzarge wird entweder in die Türlaibung montiert und füllt diese in ihrer gesamten Breite aus – dieser Typus wird auch Stockrahmen genannt. Oder sie wird vor der Wandöffnung angebracht. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Blendrahmen. Beim Blendrahmen kommt häufig Massivholz zum Einsatz, aber auch Stahlblech ist beliebt.

Wandbündige Zargen
Wünschst du einen besonders puren Look oder willst die Innentür richtig in Szene setzen, montierst du eine wandbündige Zarge. Sie ist quasi unsichtbar und sorgt je nach Modell dafür, dass die Tür bündig mit der Wand abschließt.

Türklinke auf dunkler Holztür

Schiebe- und Flügeltüren

Auch Flügel- oder Schiebetüren kommen nicht ohne Zarge aus. Bei einer raumsparenden Schiebetür kannst du zwischen zwei grundsätzlichen Zargenarten wählen. Die eine verläuft in der Wand, also unsichtbar, die andere vor der Wand. Bei Material und dekorativen Elementen unterscheidet sich das Angebot kaum von dem für Schwingtüren. Auch Flügeltüren stellen für die Zarge kein Problem dar – allerdings musst du dann auf eine breitere Zarge zurückgreifen, damit sie gegebenenfalls Raum für zwei schwingende Türteile bietet.

Raum mit Schiebetür

Dekorative Aspekte

Es gibt auch eine Reihe dekorativer Zargentypen. So gibt es Zargen mit profilierter Zierbekleidung, die je nach Ausführung einen romantischen Look haben können, oder zum Beispiel bombiert sind. Letztere halten sich optisch elegant im Hintergrund, indem sie von der Tür zur Wand hin flacher werden. Zargen mit Rundkanten sind das Gegenstück zur modernen, geradlinigen Optik der Glattkanten-Zargen.

Die Wahl der passenden Zarge richtet sich dabei vor allem nach dem bereits ausgewählten Türblatt. Dazu bietet die Zarge den passenden Rahmen, so wie ein Bilderrahmen noch positiv zum Gesamteindruck eines Gemäldes beitragen kann.

Flur mit Tür, Tisch und Spiegeln

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