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Fototapete anbringen

Zuletzt aktualisiert: 19.01.20225 MinutenVon: OBI Redaktion
Stühle und Tisch vor Fototapete mit Dschungelmotiv

Fototapeten sind mit verschiedensten Motiven erhältlich und verleihen deinem Raum eine individuelle Optik. Wie du eine Fototapete aus Vlies oder Papier anbringen kannst und dabei die Bildung von unschönen Bläschen verhinderst, erfährst du hier.

Fototapete anbringen und ohne Bläschen tapezieren

Eine Alternative zum Streichen ist das Tapezieren von Räumen. Dafür kannst du entweder einfarbige Tapetenbahnen, strukturierte Vliestapeten oder auch ansehnlich gestaltete Fototapeten nutzen. Fototapeten bestehen dabei meist ebenfalls aus Vlies oder einem festeren, glatten Tapetenpapier. Während es bei herkömmlichen, unifarbenen Vliestapeten in der Regel nicht auffällt, wenn eine Bahn etwas höher als die danebenliegende angebracht ist, ergeben sich dadurch bei Fototapeten unschöne Fehler im Motiv.

Die meisten Fototapeten kommen als Set mit vorgeschriebenem Layout. Dieses kannst du auf der Verpackung anschauen. Die einzelnen Tapetenbahnen sind dann in der Regel nummeriert, damit du diese gemäß der Anleitung an die Wand bringen kannst. Da es sich um ein fortlaufendes Muster handelt, ist Präzision gefragt. Lass dir am besten von einer zweiten Person beim Anbringen deiner Fototapete helfen, damit ihr sorgfältig arbeiten und die Bahnen der Tapete Naht auf Naht ausrichten könnt.

Wie du eine Fototapete ohne Bläschen anbringst, erfährst du in der unten stehenden Schritt-für-Schritt-Anleitung, die du dir zudem als PDF-Datei herunterladen kannst. Zusätzlich kannst du dir auch das dazugehörige Anleitungsvideo anschauen, in welchem die Schritte nacheinander ausführlich erklärt und gezeigt werden.

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Weitere Informationen

Fototapete anbringen

4 Schritte

1
Wand und Raum vorbereiten
Zwei Personen reinigen eine Wand vor dem Tapezieren
Auf einen Blick
  • Untergrund von Staub, Schmutz und Rückständen befreien
  • Malervlies auslegen
  • Sicherungen abstellen
  • Abdeckungen von Lichtschaltern und Steckdosen entfernen
So geht das

Zum Tapezieren muss dein Untergrund trocken, fett- und staubfrei sowie eben sein. Auf den glatten Oberflächen von Fototapeten zeichnen sich selbst kleine Unebenheiten der Wand deutlich sichtbar ab. Deshalb musst du bei der Vorbereitung des Untergrunds umso gründlicher vorgehen – am besten erkennst du Schmutz, Schäden und Unebenheiten, wenn du einen Baustrahler von der Seite auf die Wand richtest.

 

Entferne im Rahmen der Vorbereitung deines Untergrunds alle alten Materialreste und Unebenheiten gründlich mit einem Spachtel und verschließe Löcher und Risse mit Fertigspachtelmasse, die du nach dem Trocknen glatt abschleifst. Danach befreist du die Wand von Staub, Schmutz und Fettrückständen.

 

Decke den Boden jetzt mit einem Malervlies ab und klebe die Fußleisten sorgfältig mit Kreppband ab, um sie vor heruntertropfendem Kleister zu schützen. Nachdem du die Sicherungen ausgeschaltet hast, entfernst du nun noch die Abdeckungen von Lichtschaltern und Steckdosen.

 

Hinweis: Bevor du die Abdeckungen entfernst, solltest du unbedingt mit einem Stromprüfer testen, ob wirklich keine Spannung mehr auf der Leitung ist.

So geht das

2
Wand ausmessen
Zwei Personen zeichnen mithilfe einer Wasserwaage eine Hilfslinie an eine Wand.
Zwei Personen zeichnen mithilfe einer Wasserwaage eine Hilfslinie an eine Wand.
Nahaufnahme von Hilfslinien für Tapeten
Auf einen Blick
  • Wand präzise ausmessen
  • Abmessungen und Layout der Tapete berücksichtigen
  • Hilfslinien anzeichnen
So geht das

Sind die Vorbereitungen des Untergrunds vollendet, widmest du dich dem Ausmessen deiner Wand. Das tust du, um festzulegen, wie genau du deine Fototapete an der Wand platzieren möchtest. Schau dir dazu die Abmessungen deines Motivs und die Unterteilung der Tapetenbahnen an – beide Angaben stehen meist auf der Verpackung. Wenn du zwischen der neuen Tapete und einer anderen Wandfarbe oder einer Raumecke einen Abstand lassen möchtest, musst du diesen gleich in deine Abmessungen mit einberechnen. Mach dir dazu am besten vorher eine kleine Zeichnung.

 

Miss nun zunächst die Höhe deiner Wand aus und markiere die genaue Mitte auf dem Untergrund. Vom Rand der anderen Wandfarbe oder Raumecke misst du jetzt die halbe Länge der Tapete und addierst deinen gewünschten Abstand dazu.

 

Zeichne dir dann mit der Wasserwaage an deinen Markierungen deine waagerechten und senkrechten Ansatzlinien ein. So kannst du dich beim Tapezieren an den Linien orientieren und stellst sicher, dass sie den gleichen Abstand zum Boden wie zur Decke hat. Wo sich deine Ansatzlinien kreuzen, kannst du nun mit dem Anbringen der nummerierten Tapetenbahnen beginnen.

So geht das

3
Kleber auftragen
Zwei Personen tragen Tapetenkleister auf gereinigte Wand auf.
Auf einen Blick
  • Kleister gemäß Herstellerangaben anrühren
  • Passendes Klebeverfahren auswählen
So geht das

Für gewöhnlich liegt deiner Fototapete bereits ein geeigneter Tapetenkleber bei, den du nun mit einem Akkuschrauber mit Rührstab in einem Eimer mit kaltem Wasser anrührst. Halte dich dabei genau an die Angaben des Herstellers.

 

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, wie Fototapeten angebracht werden können. Je nach Tapete werden entweder die Tapetenbahnen oder die Wand selbst eingekleistert. Achte darauf, das für deine Tapete geeignete Verfahren anzuwenden. Beim Einkleistern der Tapete hilft dir ein Tapeziertisch als Ablage, damit du möglichst sauber arbeiten kannst.

 

Beim Wandklebeverfahren kleisterst du die Wand in Abschnitten ein, die jeweils der Größe einer Tapetenbahn entsprechen. Dabei arbeitest du an den Rändern eines Abschnitts mit dem Pinsel oder einer kleinen Rolle, in der Fläche trägst du den Kleister mit einer großen Malerrolle auf.

So geht das

4
Tapete anbringen
Zwei Personen bringen eine Bahn Fototapete an.
Zwei Personen bringen eine Bahn Fototapete an.
Eine Person entfernt Bläschen aus einer Fototapete mit Tapetenroller.
Zwei Personen bringen eine Fototapete Naht auf Naht an.
Auf einen Blick
  • Tapetenbahnen nacheinander anbringen
  • Luftbläschen mit Tapetenroller oder Andrückspachtel herausdrücken
  • Mit Cuttermesser Aussparungen für Lichtschalter und Steckdosen schneiden
  • Kleister durchtrocknen lassen
So geht das

Das Anlegen und Ausrichten der einzelnen Tapetenbahnen erledigt ihr dann am besten gemeinsam: Eine Person hält die Tapete, die andere Person richtet sie exakt entlang der Ansatzlinien aus. Liegt die Bahn an den Ansatzlinien an, verklebt ihr sie in der Fläche.

 

Rollt die Bahn anschließend komplett mit Tapetenrollern ab oder zieht sie mit Andrückspachteln ab, um Luftblasen herauszudrücken und dafür zu sorgen, dass die Tapete ideal an der Wand anliegt. Achtet dabei darauf, nicht zu viel Druck auszuüben, damit ihr den Kleister nicht ebenfalls herausdrückt. Falls doch etwas Kleister austritt, entfernt ihr diesen mit einem feuchten Tuch von der Wand.

 

Für die weiteren Bahnen bringt ihr nun wieder abschnittsweise Kleister auf und legt die Bahnen auf Stoß an – also so, dass die Tapeten ohne Überlappung genau Naht an Naht liegen. Danach geht ihr genauso vor wie bei der ersten Tapetenbahn. An Lichtschaltern und Steckdosen schneidet ihr die Tapete sparsam mit Cuttermessern aus.

 

Überprüft nun noch einmal die gesamte Tapete auf Blasen und austretenden Leim und bessert gegebenenfalls nach. Ist das erledigt, bringt ihr die Steckdosen und Lichtschalter wieder an und entfernt Malerkrepp und -vlies von Fußleisten und Boden.

 

Stelle sicher, dass die Raumtemperatur konstant bei etwa 20 °C liegt und vermeide außerdem Zugluft, bis der Kleister vollständig durchgetrocknet ist. Bei ungleichmäßiger Trocknung kann die Tapete reißen oder sich an den Nähten lösen.

So geht das

Das benötigst du für dein Projekt

  • Fototapenten-Set
  • Malervlies
  • Tapetenroller oder Andrückspachtel
  • Bleistift
  • Cuttermesser
  • Eimer
  • Leiter
  • Malerrollen
  • Spachtel
  • Schleifpapier
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Tuch
  • Pinsel
  • Akkuschrauber mit Universalrührer

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