
Kalziumsilikatplatten anbringen – für effektive Schimmelvermeidung
Zur Schimmelvermeidung eignen sich Kalziumsilikatplatten, denn die Platten für die Innendämmung sind diffusionsoffen und alkalisch – zwei Eigenschaften für ein gutes Raumklima. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du die Platten verlegst.
Kalziumsilikatplatten für die Innendämmung
Kalziumsilikatplatten bestehen vornehmlich aus Kalziumsilikat und Zellulose. Mithilfe von Wasserdampf härtet der rein mineralische Baustoff aus. Trotz der vergleichsweise geringen Wärmespeicherkapazität werden die Platten aus Kalziumsilikat häufig zur Innendämmung genutzt. Der Vorteil: Eine zusätzliche Dampfsperre oder Dampfbremse entfällt in der Regel. Denn die Klimaplatten zählen zu den diffusionsoffenen Baustoffen. Das heißt, sie sind atmungsaktiv.
Durch eine weitere Eigenschaft haben sich die Platten bei der Schimmelsanigerung bewährt. Das stark alkalische Material verhindert durch seinen hohen pH-Wert, dass Schimmelpilze entstehen. Feuchtigkeit wie Kondenswasser wird vom Material aufgenommen und trocknet schnell wieder aus.
Deshalb bieten sich Kalziumsilikatplatten insbesondere für die Innendämmung von Feuchträumen wie dem Badezimmer sowie für die Sanierung von Altbauten und denkmalgeschützten Gebäuden an. Deren Fassade lässt oft keine nachträgliche Außendämmung, sondern nur eine zusätzliche Innendämmung zu.
Mit den Platten lassen sich ganze Räume dämmen. Du kannst sie aber auch für die partielle Dämmung hinter Heizkörpern oder rund um Fenster und Türen nutzen, etwa um gegen Wärmebrücken vorzugehen. Zur Dämmung der Kellerdecke bieten sich die Klimaplatten ebenfalls an.
Videoanleitung – Kalziumsilikatplatten anbringen zur Innendämmung
Kalziumsilikatplatten anbringen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
10 Schritte
1Untergrund vorbereiten

Auf einen Blick
Tapeten und Wandfarbe entfernen
Aufbrennsperre auftragen
Ggf. Unebenheiten beseitigen
2Vorhandenen Schimmel beseitigen

Auf einen Blick
Schutzkleidung anlegen
Schimmel entfernen
3Platten zuschneiden

Auf einen Blick
Platten zuschneiden
Aussparungen für Schalter und Steckdosen ausschneiden
4Schnittkanten glätten

Auf einen Blick
Kanten glätten
5Kleber auftragen

Auf einen Blick
Tiefengrund auftragen
Tiefengrund einwirken lassen
Kleber vollflächig aufbringen
6Kalziumsilikatplatten anbringen

Auf einen Blick
Position der Platten überprüfen
Platten versetzt anbringen
7Nahtstellen der Klimaplatten ausspachteln

Auf einen Blick
Schnittstellen verspachteln
8Überschüssigen Kleber entfernen

Auf einen Blick
Tuch anfeuchten
Klebereste mit dem Tuch aufnehmen
9Platten für die Wand- und Deckengestaltung vorbereiten

Auf einen Blick
Kleber trocknen lassen
Tiefengrund auftragen
10Wand und Decke gestalten

Auf einen Blick
Tiefengrund trocknen lassen
Bereich streichen, tapezieren oder fliesen
Zubehör zum Anbringen von Kalziumsilikatplatten im OBI Onlineshop
Kalziumsilikatplatten richtig verarbeiten
Vor allem in den Fenster- und Türlaibungen sowie hinter Heizkörpern hat sich die Innendämmung mit Klimaplatten aus Kalziumsilikat bewährt. Dort kann sich durch Temperaturunterschiede zwischen dem Innen- und Außenbereich Kondenswasser bilden. Mit dem alkalischen Material beugst du der Schimmelbildung durch Feuchtigkeit vor.
Bei der Schimmelsanierung und -vermeidung mit Klimaplatten kommt es vor allem auf die richtige Verarbeitung an: Achte darauf, dass es zu keinen Hohllagen hinter den Dämmplatten kommt und platziere die Klimaplatten möglichst dicht aneinander.
Hinweis: Falls du später einen Wandschrank, ein schweres Wandregal oder einen großen Spiegel befestigen möchtest, muss die Verankerung lang genug sein, dass sie durch die Dämmschicht hindurchreicht und in der Außenwand greift.
Häufige Fehler bei der Verarbeitung von Kalziumsilikatplatten
Damit Kalziumsilikatplatten zuverlässig gegen Schimmel wirken, ist eine saubere Verarbeitung entscheidend. Die häufigsten Fehler sind:
Platten auf Gipskarton geklebt: Kalziumsilikatplatten brauchen einen mineralischen Untergrund. Gipskarton kann Feuchtigkeit speichern und schimmeln – daher sollte Gips auf dem Untergrund vorher immer entfernt werden.
Kleber mit Gipsanteil verwendet: Gipshaltige Kleber sind diffusionshemmend und fördern Feuchteprobleme. Verwende ausschließlich diffusionsoffenen Silikatkleber.
Nicht vollflächig verklebt: Hohllagen führen zu Feuchtestau. Die Platten müssen immer vollständig im Kleberbett liegen.
Falsche Grundierung: Acrylgrundierungen blockieren die Atmungsaktivität. Nutze ausschließlich Silikatgrundierungen, besonders bei saugenden Untergründen.
Diffusionshemmende Farben oder Tapeten: Dispersion, Latex oder dicke Vliestapeten verhindern den Feuchtetransport. Nutze Silikatfarbe, Mineralputz oder dünne Papiertapete.
Vor- und Nachteile von Kalziumsilikatplatten

Kalziumsilikatplatten bieten viele Vorteile bei der Innendämmung, haben jedoch auch einige Einschränkungen. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Vor- und Nachteile auf einen Blick:
| Vorteile | Schimmelhemmend durch hohen pH-Wert |
|---|---|
| Nachteile | Hohe Materialkosten |
| Vorteile | Feuchtigkeit kann reguliert werden |
| Nachteile | Begrenzte Dämmwirkung |
| Vorteile | Geringe Gefahr von Feuchtigkeitseinschlüssen |
| Nachteile | Empfindlich gegenüber mechanischer Belastung |
| Vorteile | Verbesserung des Raumklimas |
| Nachteile | Mehr Gewicht als Leichtbauplatten |
| Vorteile | Ideal zur Schimmelsanierung |
| Nachteile | Spezielle Kleber/Produkte nötig |
| Vorteile | Hoher Brandschutz - nicht brennbar |
| Nachteile | Sorgfältige Bearbeitung nötig |
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Schimmelhemmend durch hohen pH-Wert | Hohe Materialkosten |
Feuchtigkeit kann reguliert werden | Begrenzte Dämmwirkung |
Geringe Gefahr von Feuchtigkeitseinschlüssen | Empfindlich gegenüber mechanischer Belastung |
Verbesserung des Raumklimas | Mehr Gewicht als Leichtbauplatten |
Ideal zur Schimmelsanierung | Spezielle Kleber/Produkte nötig |
Hoher Brandschutz - nicht brennbar | Sorgfältige Bearbeitung nötig |








