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Paneele verlegen – Schritt für Schritt

Zuletzt aktualisiert: 11.11.20194 MinutenVon: OBI Redaktion
Mit Paneelen vertäfelte, helle Wand.

Die Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie in vier Schritten Paneele verlegen. Sie lernen unter anderem den Bau von Unterkonstruktion und Konterlattung sowie die Dämmung der Vertäfelung kennen.

Wie werden Paneele verlegt?

Um Wände oder Decken mit einer Vertäfelung zu versehen, benötigen Sie für das Verlegen der Paneele eine Unterkonstruktion aus Holzlatten. Möchten Sie die Wand- oder Deckenvertäfelung zusätzlich mit Dämmung gegen Wärme oder Schall dämmen, erweitern Sie die Konstruktion um eine Konterlattung. Die einzelnen Paneele befestigen Sie dann auf der Unterkonstruktion mittels Befestigungsklammern sowie mit Nut und Feder. Ist die Montage der Wand- oder Deckenpaneele abgeschlossen, können Sie Zierleisten anbringen und sägen Löcher für Steckdosen, Schalter, Lampen oder andere Installationen aus.

Wand- und Deckenvertäfelungen mit Paneelen haben viele praktische Vorzüge und schaffen eine warme, wohnliche Atmosphäre. Außerdem lassen Sie hinter einer Decken- und Wandverkleidung unter anderem unansehnliche Wände, alte Tapeten sowie Elektroinstallationen und Heizungsrohre verschwinden. Somit eignet sich das Verlegen von Paneelen auch als Renovierungsmaßnahme.

Weitere Vorteile: Die Verkleidung mit Paneelen hat eine schalldämmende Wirkung und eignet sich daher besonders für hellhörige Räume. Unter den Paneelen können Sie zudem wärmeisolierendes Material anbringen, sodass die Verkleidung zur Dämmung des Wohnraums beiträgt. Die Wärmedämmung spart Heizkosten und damit bares Geld – vor allem dann, wenn Paneele zum Absenken der Decke genutzt werden.

Tipp: Bei der Wahl der passenden Paneele achten Sie auch auf die Breite. Messen Sie die Flächen der künftigen Wandvertäfelung aus und wählen Sie Paneele in einer Breite, die es Ihnen ermöglicht, die gesamte Fläche abzudecken, ohne beim Endstück zu viel Verschnitt zu haben. Gegebenenfalls schneiden Sie das jeweils erste und letzte Stück der Paneele passend zu, um am Ende kein allzu kurzes Stück zu erhalten.

So verlegen Sie Paneele

4 Schritte

1
Montage der Unterkonstruktion für Paneele
Heimwerker montiert Unterkonstruktion für Paneele.
Auf einen Blick
  • Lattung mit Unterkonstruktionslatten montieren
  • Ausrichtung der Latten mit Wasserwaage prüfen
So geht das

Zur Befestigung Ihrer Wand- oder Deckenverkleidung montieren Sie zuerst eine Unterkonstruktion aus Unterkonstruktionslatten. Die Lattung schrauben Sie senkrecht mit Dübeln an die Wand. Der Abstand der einzelnen Konstruktionslatten zueinander richtet sich nach dem zu verlegenden Paneel. Meist beträgt der Abstand zwischen den Latten 40 cm.

Zeichnen Sie die Bohrlöcher an Wänden und Konstruktionslatten an. Setzen Sie Bohrlöcher in der Stärke der verwendeten Dübel. Montieren Sie die Lattung und kontrollieren Sie die Lage der Konstruktionslatten mit einer Wasserwaage. Justieren Sie bei Bedarf nach.

So geht das

2
Dämmung einfügen und Konterlattung montieren
Heimwerker befestigt Dämmmaterial mit Hammer und Nägeln.
Auf einen Blick
  • Dämmstoff einbringen und mit PE-Folie verkleben
  • Konterlattung montieren
So geht das

Wollen Sie die Decken- oder Wandvertäfelung dämmen, befestigen Sie den Dämmstoff zwischen der Lattenkonstruktion an der Wand. Anschließend bringen Sie eine PE-Folie auf und verkleben diese dicht an der Lattung.

Über Dämmung und PE-Folie wird eine Konterlattung montiert, sodass hinter den Paneelen noch genug Spielraum für die Luftzirkulation bleibt. Das bedeutet, dass die Konstruktionslatten sowohl senkrecht als auch waagerecht an die Wand geschraubt werden. Durch diese Montage entsteht dann die Form eines Holz-Gitters. Die untere Lattenkonstruktion haben Sie parallel zu den Paneelen montiert und die Konterlattung kommt nun senkrecht darüber. Konstruktionslatten sind auch im Bereich über und unter den Steckdosen nötig.

Als Dämmmaterial eignen sich alle gängigen mineralischen und organischen Dämmstoffe, die resistent gegen Fäulnis sind. Die Dämmschicht sollte mindestens 40 mm dick sein. Die gleiche Stärke wählen Sie für die Konstruktionslatten.

Hinweis: Dämmmaterial hinter den Paneelen dient übrigens nicht nur der Wärmedämmung, sondern auch dem Schallschutz. Das Anbringen einer Decken- und Wandverkleidung aus Holz ist deshalb auch in besonders hellhörigen Räumen zu empfehlen. Anzuraten ist die Kombination aus Latten, Dämmschicht und Verkleidung ebenso bei Altbauten, bei denen die Außenfassade aus Denkmalschutzgründen nicht gedämmt werden darf.

So geht das

3
Paneele montieren
Heimwerker setzt Paneele mithilfe von Befestigungsklammern in die Unterkonstruktion ein.
Auf einen Blick
  • Holz eine Nacht im Raum akklimatisieren lassen
  • Paneele mit Befestigungsklammern, Nut und Feder montieren
So geht das

Vor der Montage der Paneele lassen Sie das Holz eine Nacht lang im Raum liegen, damit es sich akklimatisieren kann. Um dem Holz genug Platz zum Arbeiten zu geben, nageln Sie die Paneele nicht auf die Unterkonstruktion, sondern montieren sie mit Befestigungsklammern. Die Klammern werden jeweils an der Nut der Wand- oder Deckenpaneele angebracht.

Nageln Sie die erste Befestigungsklammer so an die Unterkonstruktion, dass Sie das Paneel mit rund 2 cm Abstand zum Decken- oder Wandabschluss anbringen können. Diesen Abstand halten Sie an allen Kanten als Dehnungsfuge ein. Das erste Paneel bringen Sie so an, dass die Feder zum Decken- oder Wandanschluss zeigt. Die folgenden Paneele setzen Sie jeweils mit der Feder in die Nut des zuletzt montierten Paneels und montieren es auf der Seite der eigenen Nut wiederum mit einer Klammer.

So geht das

4
Abschlussarbeiten
Mit einer Lochsäge werden Öffnungen für Steckdosen und Lichtschalter in die Paneele gesägt.
Auf einen Blick
  • Löcher für Steckdosen und andere Installationen aussägen
  • Hohlwanddose einsetzen
  • Abschlussleiste anbringen
So geht das

Befinden sich auf der Fläche der Wandverkleidung Steckdosen, Lichtschalter oder Lampenauslässe, sägen Sie entsprechende Öffnungen in die Paneele. Hierfür verwenden Sie eine Lochsäge. Die Ausschnitte zeichnen Sie bereits vor dem Verlegen der Paneele auf.

Steckdosen und Lichtschalter installieren Sie nachher so, dass sie sich auf einer Ebene mit den Paneelen befinden. Da Steckdosen und Schalter durch das Verkleiden nicht mehr bündig mit der Wand abschließen, ist der Einsatz von geeigneten Hohlwanddosen notwendig.

Auch Lampenauslässe oder Ähnliches zeichnen Sie am besten bereits vorher an und sägen diese nun aus. Achten Sie darauf, keine Kabel mit dem Bohrer zu verletzen. Idealerweise binden Sie die Kabel daher vorher so zurecht, dass sie beim Sägen nicht beschädigt werden, Sie aber noch gut dran kommen.

Hinweis: Bedenken Sie, dass grundsätzlich nur Elektrofachkräfte an der Hausinstallation arbeiten sollten.

Abschließend bringen Sie noch die Abschlussleisten an, mit denen die Dehnungsfugen an den Kanten verdeckt werden.

So geht das

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Paneele
  • Konstruktionslatten
  • Schrauben
  • Dübel
  • Nägel
  • Dämmmaterial
  • Abschlussleisten
  • Bohrmaschine
  • Akku-Schrauber
  • Fuchsschwanz-Säge
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Lochsäge
  • Hammer
  • Wasserwaage
  • Meterstab
  • Bleistift
  • Winkel

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