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Vliestapete tapezieren

Zuletzt aktualisiert: 29.11.20214 MinutenVon: OBI Redaktion
Ein Bett steht vor einer mit Vliestapete tapezierten Wand.

In der folgenden Videoanleitung erfährst du, wie du eine Vliestapete tapezieren kannst.

Vliestapete tapezieren – Videoanleitung

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Vliestapete tapezieren – Schritt für Schritt

Um eine Vliestapete zu tapezieren, entfernst du zunächst die alte Tapete. Bessere die Unebenheiten an der Wand mit Spachtelmasse aus. Trage am nächsten Tag zuerst den Kleister auf die Wand auf. Die Tapetenbahnen müssen bei einer Vliestapete im Gegensatz zur Papiertapete nicht zusätzlich eingekleistert werden. Drücke die Bahnen an die Wand und glätte die Fläche mit einem Moosgummiroller. Schneide den Überstand ab und verschließe die Ränder mit Acryl.

Arbeitsbereich abdecken

Lege zunächst Abdeckvlies im Raum aus und klebe den Boden an den Fußleisten ab. So kann der Tapetenlöser später nicht auf den Boden tropfen.

Bereich einzeichnen

Messe mit dem Zollstock den Bereich aus, in dem du die neue Vliestapete tapezieren willst. Zeichne mit einem Bleistift einen geraden Strich auf den Untergrund. Nehme Wasserwaage und Rakel zu Hilfe, um den Rand der Bahn für die Vliestapete zu markieren.

Alte Tapete einschneiden

Schneide die alte Tapete an den eingezeichneten Stellen ein, damit sie dort sauber abgelöst werden kann. Gehe mit einem Cuttermesser besonders gründlich durch die Ecken, damit sie beim Ablösen der Tapete nicht herausbrechen.

Alte Tapete einweichen

Rolle mit einer Stachelwalze über die Tapete. So kann der Tapetenlöser später besser einwirken. Rühre anschließend den Tapetenlöser an. Bei einer Fläche von 5,5 m beispielsweise musst du den Löser mit 8 l Wasser anrühren. Trage ihn mit einer Deckenbürste auf und massiere ihn richtig ein.

Alte Tapete ablösen

Nun kannst du damit beginnen, die Tapete mit einem Spachtel abzulösen. Klopfe mit dem Spachtel gegen die Wand, wenn die Tapete entfernt ist. So identifizierst du Hohlstellen und schadhafte Stellen, an denen noch Putz entfernt werden muss. Wenn die Putzreste von der Wand entfernt sind, kann die Schutzabdeckung weggenommen werden. Entferne die Fußleisten und kratze die Tapetenreste vom Untergrund ab.

Unebenheiten verspachteln

Rühre vor dem Tapezieren kleinere Mengen an Spachtelmasse an, damit diese nicht aushärtet. Beachte das vom Hersteller angegebene Mischverhältnis. Befeuchte die Wand, bevor du mit dem Verspachteln beginnst. Wenn du die Stellen mit einer Maurerkelle verspachtelst und mit der Glättekelle geglättet hast, fährst du mit einer Rakel über die Wand, um Unebenheiten zu beseitigen. Setze anschließend Feinspachtel an und verteile ihn. Dann kannst du noch einmal mit dem Schmetterling über die Fläche gehen.

Übergänge mit Acryl ausspritzen

Spritze den Übergang von Wand zu Decke mit Acryl aus, um gerade Kanten zum Abschneiden beim Tapezieren der Vliestapete zu erhalten. Bei der Fußleiste musst du das nicht tun, da die Leisten später wieder eingesetzt werden.

Untergrund vorkleistern

Nachdem die Feinspachtelmasse über Nacht getrocknet ist, gehst du noch ein letztes Mal mit dem Tapetenspachtel und eventuell etwas Schleifpapier über die Wand. Mische nun den Vliestapetenkleister nach Herstellerangaben an. Trage den Kleister mit einer Farbwalze in einer dünnen Schicht gleichmäßig auf die Wand auf.

Kleistere immer nur 1,5 bis 2 Bahnen auf einmal, damit der Kleister nicht antrocknet und du die Vliestapete in Ruhe an die Wand kleben kannst. Trage ihn dort großzügig mit der Rolle auf und gehe mit einem Heizkörperpinsel durch die Ecken. 

Tapetenbahnen an die Wand kleben

Setze die erste Bahn ein. Das Einkleistern der Tapetenbahn ist bei Vliestapeten im Gegensatz zu Papiertapeten nicht notwendig. Lasse oben und unten einen Überstand von 5 cm, sodass sich die Tapete später sauber abschneiden lässt. Klebe die Vliestapete locker an die Wand an und rolle danach mit einer Moosgummiwalze darüber, damit keine Luft zwischen Tapete und Wand bleibt. Kleistere immer etwas mehr als eine Bahn ein, sodass du beim Kleben der nächsten Bahn nicht Gefahr läufst, die gerade angebrachte Tapete zu berühren.

Verschnitt einrechnen

Rechne unbedingt Verschnitt beim Tapezieren ein. Besonders bei Mustertapeten wird dadurch sichergestellt, dass das Muster beim Zusammensetzen passt. Wenn du am Ende der Wand keine ganze Tapetenbahn mehr brauchst, rechnest du die benötigte Fläche aus, planst genügend Verschnitt ein und schneidest die Bahn passend zu.

Übergänge verschließen

Schneide den Überstand der Vliestapete ab und gehe mit einem Nahtroller über die Nähte zwischen den Tapetenbahnen. Dann kannst du den Übergang von Wand und Decke und von neu tapeziertem Bereich und alter Tapete mit Acryl verschließen. Sauge den Boden ab und bringe die Fußleisten wieder an.

Das benötigst du für dein Projekt

  • Abdeckvlies
  • Malerkrepp
  • Abdeckfolie
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Wasserwaage
  • Cuttermesser
  • Rakel (Schmetterling)
  • Stachelwalze oder Tapetenwolf
  • Tapetenlöser
  • Eimer
  • Deckenbürste
  • Spachtelmasse
  • Spachtel
  • Maurerkelle
  • Glättekelle
  • Acryl
  • evtl. Schleifpapier
  • Vliestapetenkleister
  • Vliestapeten
  • Farbroller
  • Heizkörperpinsel
  • Moosgummiwalze oder Tapetennahtroller

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