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Elektrowerkzeuge im Überblick

Zuletzt aktualisiert: 19.01.20225 MinutenVon: OBI Redaktion
Verschiedene Elektrowerkzeuge auf einem Tisch.

Bohrmaschine, Akkuschrauber oder Kreissäge: Elektrowerkzeuge zeichnen sich nicht nur durch eine hohe Leistungsfähigkeit aus, sie sind gerade in den eigenen vier Wänden praktisch, um schnell und zuverlässig kleine Arbeiten selbst zu erledigen. Hier zeigen wir dir einige Werkzeuge, bei denen sich eine Anschaffung lohnt.

Welche Elektrowerkzeuge sollte man Zuhause haben?

Löcher in Wände bohren, das neue Regal zusammenschrauben oder eine Spanplatte exakt sägen: Elektrowerkzeuge eignen sich wunderbar dazu, handwerkliche Arbeiten schnell und zuverlässig zu erledigen. Die meisten Aufgaben kannst du mit dem richtigen Werkzeug und etwas handwerklichem Geschick alleine, ohne die Hilfe von Fachkräften, erledigen. 

Wer Zuhause auf ein gut sortiertes Elektrowerkzeug-Sortiment zurückgreifen kann, ist also bei kleinen Arbeiten weitestgehend unabhängig von den Arbeitszeiten und Preisen der Handwerker. Größere Projekte, die detaillierte Fachkenntnis oder große Maschinen verlangen, solltest du jedoch weiterhin Fachbetrieben überlassen.

Neben einem Akkuschrauber samt Aufsätzen gehören beispielsweise auch Bohr- oder Schleifmaschinen zu den Elektrowerkzeugen, mit denen du die meisten Projekte in den eigenen vier Wänden selbst beheben kannst. Darüber hinaus hilft es dir, wenn du eine Kreis- oder Stichsäge parat hast, um Latten, Holz oder andere Materialien passgenau zuzuschneiden und zu sägen.

Schlagbohrer und Bohrhammer

Ob du einen Bohrhammer oder doch einen Schlagbohrer benutzt, hängt in erster Linie vom Material ab, das du bearbeiten möchtest. Je nachdem, ob du ein Loch in eine Holzplatte oder in eine massive Steinwand bohren möchtest, solltest du zu unterschiedlichen Elektrowerkzeugen greifen. Eine eher untergeordnete Rolle spielt die Stromversorgung: Ob das Gerät per Kabel mit der Stromquelle verbunden oder über einen Akku verfügt, hat in der Regel keine Auswirkungen auf die Funktionalität.

Eine Schlagbohrmaschine verfügt über einen integrierten mechanischen Antrieb, der in hoher Frequenz arbeitet. Sie eignet sich ideal für den häuslichen Gebrauch. Denn mit diesem Gerät kannst du problemlos massives Holz, aber auch Metall oder sogar Mauerwerk bearbeiten. Der Bohrhammer hingegen wird pneumatisch angetrieben. Das passiert in einer niedrigen Frequenz, dafür aber mit einer hohen Intensität. Handwerker sprechen in diesem Fall von einem hohen Drehmoment. Das führt dazu, dass du mit einem Bohrhammer auch extrem widerstandsfähiges Material, wie beispielsweise Beton oder sogar verstärkte Betonflächen durchbohren kannst.

Für die meisten Projekte, die in den eigenen vier Wänden anfallen, braucht es keinen Bohrhammer. Wer sich allerdings zu den passionierten und aktiven Heimwerkern zählt, wird mit Sicherheit Verwendung für die leistungsstarke Maschine finden. Beide Werkzeuge werden von den Herstellern meist mit einem Set mit diversen Aufsätzen ausgestattet. Somit kannst du abhängig vom Material und von der gewünschten Tiefe der Löcher flexibel agieren. Achte beim Kauf des Werkzeugs darauf, dass der Bohrer einen leistungsstarken Akku verbaut hat, denn ein schwacher Akku wird dich früher oder später vor Probleme stellen. Falls die Leistung nach längerer Zeit des Gebrauchs nachlässt, kannst du in der Regel Ersatzakkus der einzelnen Hersteller erwerben.

Jemand bohrt mit einem Schlagbohrer ein Loch in eine gemauerte Wand.
Ein Bohrer mit verschiedenen Bohraufsätzen

Akkuschrauber: effizient und flexibel

Mit so gut wie jeder Bohrmaschine – unabhängig vom Antrieb – kannst du auch schrauben. Insbesondere bei Holzobjekten funktioniert das reibungslos. Um beispielsweise Möbel zusammenzuschrauben, reicht jedoch auch ein Akkuschrauber. Im Vergleich zu einer Bohrmaschine ist dieser leiser und preiswerter.

Akkuschrauber überzeugen mit Flexibilität und Effizienz, da sie dank ihres Akkus ohne Kabel auskommen. Somit sparst du mit diesem Elektrowerkzeug nicht nur Zeit beim Aufbau von Schränken, Betten oder Regalen. Auch vermeintlich schwer zu erreichende Stellen oder feine Arbeiten lassen sich mit dem Akkuschrauber erledigen.

Beim Kauf eines neuen Gerätes lohnt sich ein Blick in die Produktinformationen. Günstige Geräte schonen zwar den Geldbeutel, verfügen aber im Durchschnitt über wesentlich kleinere Ladekapazitäten des Akkus. Wenn du den Akku des Produktes bereits nach wenigen Minuten aufladen musst, kannst du auch genauso gut mit einem herkömmlichen Schraubenzieher arbeiten. Und dann benötigt das Schrauben Zeit.

Jemand bohrt ein Loch mit einem Akkubohrer.

Schleifmaschinen und ihre vielseitigen Einsatzbereiche

Welche Werkzeuge brauchen Handwerker? Das hängt immer auch davon ab, welche Arbeiten du dir in den eigenen vier Wänden selbst zutraust – und bei welchen du lieber auf professionelle Unterstützung zurückgreifst. Ein gutes Beispiel sind die Schleifmaschinen. Leistung, Handhabe und Einsatzbereiche sind sehr vielfältig. Wir stellen die gängigsten Modelle, die sich für das Heimwerken eignen, kurz vor.

Der Winkelschleifer ist eher ein Werkzeug für fortgeschrittene Handwerker. Unabhängig vom Projekt solltest du dieses Gerät immer nur dann benutzen, wenn du eine Schutzbrille und Sicherheitshandschuhe zur Verfügung hast. Wenn du mit der Handhabe des Geräts unsicher bist, wende dich im Zweifel lieber an einen Fachbetrieb. Der Winkelschleifer kommt hauptsächlich zum Einsatz, um alle möglichen Materialien zu zerteilen. Die rotierende Scheibe des Winkelschleifers dreht sich über 10.000-mal in der Minute – ideal für Holz, Stein, Metall oder Beton.

Weitere Elektrowerkzeuge, die du zum Schleifen benutzen kannst, sind der Band- oder der Schwingschleifer. Während du mit einem Bandschleifer verschiedene Oberflächen grob abschleifen kannst, eignet sich der Schwingschleifer eher für feinere Arbeiten. Darunter fallen Aufgaben, wie das Entfernen von Lack oder Feinarbeiten an hochwertigen Möbelstücken.

Jemand benutzt einen Winkelschleifer.

Stichsäge oder Kreissäge für einen präzisen Zuschnitt

Neben Bohrer, Akkuschrauber und Schleifgeräten gibt es noch weitere Elektrowerkzeuge, die nicht nur für Profis, sondern – je nach Projekt – auch für Anfänger interessant sein können. Eines dieser Geräte ist die Stichsäge. Die elektronisch betriebene Säge ist immer dann gefragt, wenn du punktuell und extrem genau arbeiten musst. Das kann eine Aussparung im Holz oder das Heraustrennen einer bestimmten Form sein. Die Stichsäge zersägt aber auch Kunststoffe und Bleche relativ mühelos. Wie bei jedem Elektrowerkzeug gibt es auch in diesem Fall zahlreiche Hersteller, die eine Vielzahl von Produkten anbieten.

Noch mehr Kraft als die Stichsäge bringt die Kreissäge. Diese Maschine kommt deshalb eher bei massiven Materialien zum Einsatz, wie beim Zersägen von Bäumen. Feinmotorik spielt hier eine untergeordnete Rolle, es geht vielmehr um Muskelkraft. Die Kreissäge macht aus vermeintlich schweren Arbeiten eine zeitsparende Angelegenheit.

Jemand schneidet ein Brett Holz mit einer Kreissäge.

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