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Grüne Wand mit weißer Stuckleiste

Mit Stuckleisten erzeugst du eine schöne Raumwirkung in deinem Zuhause. Diese Anleitung zeigt dir, wie du Stuckleisten aus Styrodur oder Gips befestigen kannst. Erfahre auch, wie du Stuckleisten am besten zuschneidest und was du sonst beachten solltest.

Was sind Stuckleisten?

Als Stuck werden Verzierungen an Decken und Wänden von Innen- und Außenfassaden bezeichnet. Bereits in der Antike wurden die aus Mörtel gefertigten, plastischen Ausformungen genutzt, um Gebäude optisch aufzuwerten. Die Leisten aus Stuck sind in vielseitigen Stilen zu finden. Neben modernen, gradlinigen Varianten findest du auch aufwendig verzierte, mit Ornamenten versehene Leisten.

Heutzutage werden fertige Stuckleisten aus Styrodur oder Gips angeboten, die lediglich aufs passende Maß zugeschnitten und an die Wand oder Decke angebracht werden müssen.

Wie kannst du Stuckleisten anbringen?

Als Erstes misst du den Raum aus und kaufst die benötigten Stuckleisten. Dann bringst du die Deckenleisten auf das richtige Maß. Anschließend lassen sich die Zierleisten mithilfe von Kleber befestigen. Nun werden die Leistenübergänge und die Schnittkanten an den Ecken verspachtelt. Wenn Kleber und Dichtstoff getrocknet sind, kannst du die Leisten sowie den gesamten weiteren Raum streichen.

Stuck bietet dir eine schöne Möglichkeit der Raumgestaltung. In Altbauten sorgen die kunstvollen Verzierungen für den besonderen Charme. Mit Zierleisten aus Styrodur oder Gips schaffst du in Räumen einen stilvollen Übergang zwischen Wand und Decke und erzeugst zugleich eine gemütliche Raumwirkung.

Wie du Stuckleisten anbringen und zuschneiden kannst, erfährst du im Folgenden:

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Vorbereitung zur Anbringung von Stuckleisten

Bevor du mit dem Anbringen der Deckenleisten startest, solltest du Möbel und den Fußboden mit einem Abdeckvlies auslegen, um sie vor Verunreinigungen zu schützen. Entferne alte Farb- und Tapetenreste von der Wand und schaffe einen sauberen, staub- und fettfreien Untergrund. Unebenheiten solltest du mit einem geeigneten Wand- und Deckenspachtel ausbessern.

Stuckleisten zusägen

Zwei Personen messen Stuckleisten aus

Damit du die Leisten auf Gehrung schneiden kannst, verwendest du am besten eine verstellbare Gehrungslade. Schneide den Stuck mithilfe einer Säge und der Gehrungslade auf die richtige Länge zu. Gut eignet sich eine scharfe Säge mit feinen Zähnen, damit die Schnitte glatt, sauber und genau werden.

Um die Ecken zurechtzuschneiden, gehst du wie folgt vor: Markiere auf der Leiste das erforderliche Längenmaß. Lege nun die Leiste in die Gehrungslade und schneide sie an der markierten Stelle im 45°-Winkel auf Gehrung zu. Achte darauf, ob es sich um eine Außenecke oder um eine Innenecke handelt, und setze die Säge dementsprechend korrekt an.

Sind die Winkel in deinem Raum größer oder kleiner als 90°, verwendest du einen Winkelmesser oder eine Winkelschmiege als Messwerkzeug. Die Winkelschmiege hältst du direkt in die Raumecke und schraubst die Schenkel im entsprechenden Anschlag fest. Den dabei gemessenen Winkel überträgst du anschließend auf deine Deckenleisten und sägst diese auf Gehrung zu.

Bevor du im nächsten Schritt mit dem Kleben beginnst, hältst du die Zierleisten an die vorgesehenen Stellen und prüfst noch mal, ob du richtig gemessen und gesägt hast.

Deckenleisten ankleben

Jemand bringt eine Stuckleiste an eine Decke an.

Damit du die Deckenleisten grade anbringen kannst, markierst du mithilfe einer Wasserwaage die richtige Position vor dem Verkleben an der Wand.

Je nachdem, ob du Stuckleisten aus Styrodur oder aus Gips anbringen möchtest, verwendest du den dafür passenden Klebstoff. Für Styrodurleisten eignet sich ein spezieller Klebe-Spachtel besonders gut. Für Stuckleisten aus Gips rührst du Gipskleber nach Herstellerangaben mit Wasser an.

Bei Styrodurleisten gibst du den Kleber in Schlangenlinien auf die Leistenrückseite. Bei breiteren Leisten hilft dir ein Zahnspachtel beim Verteilen der Klebemasse. Anschließend kannst du den Stuck an der gewünschten Position anbringen.

Beginne mit dem Anbringen der Leisten am besten in den Ecken. Klebe die Deckenleisten Stoß an Stoß – je genauer du dabei arbeitest, umso weniger brauchst du im Anschluss zu spachteln. Kleinere Korrekturen sind möglich, solange der Klebstoff noch nicht getrocknet ist. Entferne herausquellenden Kleber mit einem Lappen oder einem Spachtel.

Tipp: Da Styordurkleber relativ lange Trocknungszeiten hat, verteile zusätzlich etwas Heißkleber auf die Zierleisten. Heißkleber trocknet zügig und bietet schnell sicheren Halt, sodass die Leisten auf dem Untergrund nicht verrutschen.

Zum Anbringen von Gipsleisten befeuchtest du den Untergrund an Wand und Decke vor dem Ankleben. Trage anschließend den Stuckkleber großzügig auf der Rückseite der Leiste sowie auf den zu beklebenden Wand- und Deckenflächen auf. Anschließend wird die Leiste angedrückt. Auch hier solltest du heraustretenden Klebstoff sauber entfernen. Mit kleinen Stahlstiften fixierst du die Position der Leisten bis zum vollständigen Austrocknen des Klebers.

Hinweis: Bei sehr schweren Gipsleisten solltest du die Leisten zusätzlich festschrauben. Bohre dafür vorsichtig ein Loch in die Leiste und in die Wand. Stecke einen Dübel in das Loch in der Wand und drehe die Schraube bündig in die Leiste.

Stuckleisten spachteln und streichen

Wenn alle Deckenleisten an der richtigen Position sitzen und der Klebstoff getrocknet ist, kannst du die Ecken und Fugen zwischen den Stößen verspachteln. Verwende zum Spachteln des Stucks einen feinen Gipsspachtel oder nutze einen Acryldichtstoff. Arbeite die Übergänge bei Bedarf mit feinem Schleifpapier nach.

Zu guter Letzt kannst du die Stuckleisten mit einer Wandfarbe überstreichen. Zum Streichen von Deckenleisten aus Styrodur eignen sich wasserlösliche Farben wie Dispersionsfarben und Farben auf Acrylbasis.

Da Stuckleisten aus Gips sehr saugfähig sind, solltest du Dispersionsfarbe in diesem Fall mit etwas Wasser verdünnen. Um eine bessere Farbhaftung zu erzielen, behandelst du den Stuck mit Tiefen- oder Isolierungsgrund vor.

Benutze zum Streichen der Stuckleisten am besten einen Pinsel, da die Farbe damit besser in die Poren gelangt als mit einer Rolle. Streiche neben den Zierleisten gleich die gesamte Wand mit. So erzielst du eine schöne und gleichmäßige Raumwirkung.

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