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Worauf ist beim Kellerausbau zu achten?

Wenn du zu Hause mehr Raum benötigst, aber nicht umziehen möchtest, ist ein ausgebauter Keller möglicherweise genau die richtige Wahl. Bevor im Untergeschoss neue Wohnfläche entsteht, gibt es allerdings einiges zu beachten:

Bevor du deinen Keller ausbaust, musst du dich um eine Baugenehmigung kümmern. Denn wer einen Keller in Wohnraum umgestaltet, nimmt eine Nutzungsänderung vor. Um eine Genehmigung zu erhalten, muss dein Baukonzept verschiedene Vorschriften der Bauordnung einhalten – etwa die korrekte Größe der Fenster und der lichten Raumhöhe. Je nach Wohnort können die Vorgaben der Bauordnung variieren.

Baust du deinen Keller aus, ändern sich auch die Anforderungen an den Brandschutz. Du benötigst unter Umständen einen zweiten Fluchtweg zum Beispiel eine außen liegende Kellertreppe. Zudem ist der Wohnraum mit einer F90-Brandschutzwand und einer Brandschutztür vom Nutzkeller zu trennen. Solche Schutzwände halten Feuer 90 Minuten lang stand.

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Bauantrag für den Kellerausbau stellen

Ein Mann bearbeitet einen Gebäudegrundriss am Laptop. Eine Kaffeetasse und gedruckte Grundrisse sind auf dem Tisch.

Für den Bauantrag holst du dir am besten Unterstützung von einem Planer und einem Architekten.

Den Bauantrag für deinen Kellerausbau erarbeitest du gemeinsam mit einem Planer und einem Architekten. Der Architekt erstellt ein Raum- und Belichtungskonzept, während der Planer Zeichnungen anfertigt, an denen sich die Handwerker orientieren. Außerdem stellt er den Bauantrag beim Bauamt, übernimmt die Ausschreibung für die Arbeiten und kümmert sich um den Ablauf des Kellerausbaus. Die Wahl der Handwerker bleibt hingegen dir überlassen.

Heizung und Wasser: Worauf ist zu achten?

Zum Kellerausbau gehören auch grundlegende Anforderungen wie Heizung und Wasser. Da nur wenige Keller von Anfang an über einen Heizkörper verfügen, brauchst du in der Regel einen neuen.

Eine Fußbodenheizung ist wegen der geringen Raumhöhe oft keine Option. Allerdings gibt es Alternativen wie klassische Heizkörper oder Wandheizungen.

Eine zusätzliche Maßnahme für angenehme Temperaturen ist die Bodendämmung. Die Decke des ausgebauten Kellers solltest du mit einer Trittschalldämmung ausstatten. Mit ihr reduzierst du Lärm im neuen Zimmer, wenn im darüberliegenden Erdgeschoss Leute umherlaufen.

Informiere dich vor dem Kellerausbau außerdem über die Höhe der Kanalisation. Wenn sich diese oberhalb des tiefsten Ablaufs im Keller befindet, brauchst du eine Schmutzwasser-Hebeanlage. Indem sie das Wasser über die Rückstauebene hebt, verhindert die Anlage, dass Abwasser durch die Leitungen zurückfließt und deinen Keller überflutet.

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Die richtige Zeit zum Lüften des Kellers

Leicht geöffnetes Kippfenster.

Vermeide beim Lüften im Keller Feuchteschäden. Warme, feuchte Luft solltest du nicht hereinlassen.

Indem du richtig lüftest, sorgst du für ein vorteilhaftes Raumklima. Allerdings ist im Keller ein anderes Lüften als im restlichen Haus nötig, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Auch die Jahreszeiten spielen beim Lüften deines Kellers eine Rolle. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit speichert, gelangt mit der Sommerluft mehr Feuchte in den Keller. An den kalten Kellerwänden bildet sich schnell Kondenswasser, das die Schimmelbildung fördert.

Im Sommer öffnest du die Kellerfenster am frühen Morgen, wenn die Luft noch kühl ist. Im Winter lüftest du am besten an kalten, trockenen Tagen. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, heizt du im Winter für mehrere Stunden, um die Feuchte aus den Wänden zu ziehen. Anschließend lässt du kalte Luft rein. Bei Bedarf hilft dir ein Hygrometer dabei, die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten. Heutzutage zeigen auch viele Thermometer die Luftfeuchtigkeit an.

Welches Wandmaterial für den Ausbau des Kellers?

Kellerwand wird mit einem Gitter-Rabot verputzt.

Verputzte Kellerwände lassen sich hervorragend streichen oder tapezieren.

Für eine gute Energiebilanz solltest du die Außenwände deines Kellers mit einem Dämmstoff ausstatten. Achte darauf, dass dieser nicht brennbar ist und feuchte Raumluft durchlässt. Dafür eigenen sich Kalziumsilikat- oder Mineralschaumplatten. Sie schützen vor Feuchtigkeit und verhindern Schimmel. Auf Gipskarton solltest du hingegen verzichten, da er schnell Feuchtigkeit aufsaugt.

Auch Dichtschlämme eignet sich, um Oberflächen gegen eindringendes Wasser abzudichten. Die Schlämme ist ein flüssiges Zement-Kunststoffgemisch. Du trägst es in zwei Schichten auf. Um effektiv vor Feuchtigkeit zu schützen, muss die Dichtschlämme langsam austrocknen können.

Für weiteren Schutz der Wände bietet sich Sanierputz an. Der offenporige Putz vergrößert die Abtrocknungsoberfläche und beschleunigt damit das Trocknen der Wände. Außerdem bindet Sanierputz gelöste Salze.

Zum Abschluss trägst du auf die Kellerwand Putz auf, der ohne Gipsanteil auskommt. Denn ähnlich wie Gipskarton nimmt auch der Gipsanteil Wasser auf. Beim Wandstreichen verwendest du diffusionsoffene Farben. Sie erlauben der Wand, die Raumluft besser abzutransportieren. Besonders gut eignet sich dafür Kalk- oder Silikatfarbe.

Keller abdichten und trockenlegen

Feuchtigkeit an einem Kellerfenster

Vermeide Feuchte im Keller, indem du ihn sorgfältig abdichtest.

Feuchtigkeit breitet sich in Kellern schnell aus. Mit der richtigen Abdichtung verhinderst du feuchte Wände und Schimmelbildung in deinem Kellerausbau.

Eine effektive Methode ist die Außenabdichtung. Allerdings ist sie verhältnismäßig aufwendig und teuer. Bei der Außenabdichtung legst du alle Kellerwände bis zur Fundamentsohle frei. Ein Vorteil der Methode: Du bekommst die Gelegenheit, eine umlaufende Drainage zu verlegen, die Stauwasser ableitet.

Für die Außenabdichtung des Kellers eignet sich eine bituminöse oder mineralische Abdichtung. Alternativ kannst du auch ein Lehm-Ton-Gemisch verwenden.

Einen guten Schutz der Wände bietet die horizontale Abdichtung. Dabei spritzt du eine horizontale Schicht in die Kellerdecke ein. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit ins Mauerwerk dringt. Über Bohrlöcher lässt sich außerdem Acryl-Gel oder Harz in die Wand einspritzen, die das Mauerwerk abdichten.

Hast du nicht die Möglichkeit, dein Haus von außen abzudichten, empfehlen wir dir eine Innendichtung. Dabei trägst du ein mehrlagiges Dämmsystem auf die Innenwand und den Boden auf. Dieses sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit nicht in den Keller eindringt und stattdessen in der Außenwand bleibt.

Wenn du diese Hinweise beachtest, bleibt dein neu ausgebauter Keller von Feuchtigkeit verschont und du kannst ihn ohne Probleme als zusätzliche Wohnfläche nutzen.

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