
Keller trocken legen
Feuchtigkeit im Keller ist schädlich für das Gebäude und begünstigt die Bildung von gesundheitsschädlichem Schimmelpilz. Wie du deinen Keller trocken legst und welche Maßnahmen sich für die effektive Kellersanierung anbieten, erfährst du in dieser Schritt-für-Schritt Anleitung.
Wie lässt sich ein Keller trocken legen?
Feuchtigkeit im Keller kann unterschiedliche Ursachen haben. Ältere Häuser haben oft kein Betonfundament. Besonders in Altbauten finden sich häufig gemauerte Kellerwände. Auch eine fehlende oder defekte Außenabdichtung, Risse im Mauerwerk oder fehlende, defekte Horizontalsperren lassen Feuchtigkeit in den Keller eindringen.
Zu eng an die Kellerwände gerückte Schränke und Regale oder andere Gegenstände können die Luftzirkulation im Raum behindern und zu erhöhter Feuchtigkeit in den Räumen führen. Auch undichte Fenster oder Türen lassen Feuchtigkeit von außen in den Keller eindringen.
Zudem kann im Lauf der Jahre der Grundwasserspiegel ansteigen und so für ein feuchteres Klima in den Kellerräumen sorgen.
Die Folgen eines feuchten Kellers sind Schimmelbildung und damit verbundene Gesundheitsrisiken. Auch sind Veränderungen an der Bausubstanz des Hauses möglich, die sich nur aufwendig beseitigen lassen.
Im Folgenden erklären wir, wie du mit einfachen Mitteln für trockene Wände im Keller sorgst. Du erfährst, wie du einen feuchten Keller trocken legen kannst, welche Materialien und Werkzeuge du für die Kellertrockenlegung benötigst und worauf du bei einer Sanierung noch achten solltest.
Keller trocken legen: Schritt für Schritt
9 Schritte
1Fenster, Türen und Klappen auf eindringende Feuchtigkeit prüfen

Auf einen Blick
Prüfen, ob durch Fenster, Türen und Klappen Feuchtigkeit eindringt
Dichtungen austauschen
Risse verschließen
2Möbel von den Wänden im feuchten Keller abrücken

Auf einen Blick
Prüfen, ob Möbel oder andere sperrige Gegenstände zu nah an den Kellerwänden stehen
Möbel von den Wänden abrücken
3Keller richtig lüften

Auf einen Blick
Keller lüften
4Luft im Keller zirkulieren lassen

Auf einen Blick
Türen offen lassen
Ventilatoren für mehr Luftzirkulation
Kellerräume regelmäßig beheizen
5Mit Luftentfeuchtern zum trockenen Keller

Auf einen Blick
Trockenlegung des Kellers mit Luftentfeuchter
Auffangbehälter regelmäßig leeren
6Wand, Decke, Boden: Keller nach Feuchtigkeitseinbruch sanieren

Auf einen Blick
Schimmel entfernen
Keller reinigen
Dichtungsschlämme auftragen
Dämmplatten aufkleben
Horizontalsperren verlegen
7Sperrbeton nachrüsten

Auf einen Blick
Sperrbeton nachrüsten
Fachfirma kontaktieren
8Drainage verlegen

Auf einen Blick
Bestehende Drainagen optimieren
Fehlende Drainage verlegen
9Bitumenabdichtung nachrüsten

Auf einen Blick
Bitumenabdichtung auftragen
Ggf. Fachfirma beauftragen
Ist es schlimm, wenn ein Keller feucht ist?

In feuchten und schlecht belüfteten Kellerräumen kommt es häufig zu Schimmelbildung an den Wänden.
Besonders in Altbauten sind Kellerräume relativ häufig feucht. Eine gewisse Menge Feuchtigkeit im Keller ist in vielen Gebäuden durchaus normal und nicht unbedingt problematisch. Je nach Baustoff und den äußeren Bedingungen sollte der Feuchtegehalt der Kellerwand zwischen 1,5 und 15 % liegen.
Zum Problem wird Feuchtigkeit im Keller meistens dann, wenn dir beim Betreten der Räume ein muffiger Geruch entgegenweht. Muffiger Geruch ist üblicherweise ein Zeichen für Schimmelpilz.
Schimmelpilze in Keller und Wohnräumen sind nicht nur unansehnlich, sie können auch die Gesundheit belasten. Außerdem breitet Schimmel sich mit der Zeit immer weiter aus: auf den Wänden und auf den im Keller eingelagerten Gegenständen.
Ein weiteres Problem von feuchten Wänden ist, dass sich auf Dauer abblätternder Putz oder Ausblühungen bemerkbar machen können. Auch das Mauerwerk kann durch die Feuchtigkeit geschädigt werden, sodass im Laufe der Zeit Schäden an der Bausubstanz des Hauses möglich sind.
Bei Feuchteschäden im Keller ist es daher wichtig, die Ursache herauszufinden und zu beseitigen. Nur so beugst du erneuter Schimmelbildung sowie Schäden an Mauerwerk und Bausubstanz vor.
Was kostet die Sanierung eines feuchten Kellers?
Die Kosten für die Sanierung eines feuchten Kellers sind abhängig von der Schadensursache und vom Umfang des Schadens. Sind die Schäden auf eine fehlerhafte Lüftung oder mangelnde Luftzirkulation zurückzuführen, lassen sich die Ursachen einfach beseitigen.
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Sind Mängel am Gebäude die Ursache für feuchte Kellerwände, wird meist eine umfangreichere Kellersanierung zur Trockenlegung erforderlich. Beispiele dafür sind Abdichtungen des Mauerwerks oder Horizontalsperren. Viele dieser Arbeiten sollten von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Daher kommen meist höhere Kosten auf den Hausbesitzer zu, abhängig von Art und Umfang der geplanten Sanierungsmaßnahmen.
Dringt seitlich Feuchtigkeit in den Keller ein, muss die Innen- oder Außenabdichtung erneuert werden. Je nach Abdichtungsverfahren kann das zwischen 200 und 500 Euro pro m² kosten.
Bei aufsteigender Feuchtigkeit ist die Erneuerung oder Einbringung einer neuen Horizontalsperre nötig, was Kosten von 100 bis 300 Euro pro m² bedeutet.
Dringt Grundwasser in den Keller ein, wird eine Kellerabdichtung von außen benötigt sowie das Anlegen von Drainagesystemen. Die Außenabdichtung kostet 300–600 Euro pro m², während das Verlegen von Drainagesysteme mit 5000 bis 15.000 Euro zubuche schlagen kann.
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Wie lange dauert es, bis ein Keller trocken ist?

Je nach Baumaterial variiert die Trocknungszeit in einem feuchten Keller.
Wie lange es dauert, bis ein Keller trocken ist, hängt von Art, Ursache und Umfang des Schadens sowie von der Beschaffenheit der Bauteile ab. Weitere Einflussfaktoren sind die vorhandenen Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lüftung und Ausgleichsfeuchte. Im Normalfall beträgt die Trocknungszeit bei einer Wasserschadensanierung mit Entfeuchtungsgeräten zwischen 14 und 21 Tagen.








