
Heizung: Thermostat einstellen
Mit einem Heizungsthermostat regelst du die Heizleistung in deinen Wohnräumen. Erfahre in diesem Ratgeber, welche Heizkörperregler es gibt, welche Vorteile sie haben und wie sie dir beim Heizkostensparen helfen können.
Leistung der Heizung mit dem Thermostat einstellen
Ein Heizkörperthermostat ermöglicht es dir, die Heizleistung in deinen Wohnräumen zu regulieren und die Raumtemperatur an deine individuellen Bedürfnisse anzupassen. Thermostate für Heizkörper messen die aktuelle Temperatur mithilfe eines Temperaturfühlers. Ist die Raumtemperatur höher als der voreingestellte Wert, verringern sie die Heizleistung. Dazu wird der Durchlauf des Heizwassers durch das Ventil des Heizkörpers reduziert.
Heizkörperregler erhältst du in verschiedenen Ausführungen. Am bekanntesten ist wohl der klassische analoge Thermostatkopf, der am Heizkörper montiert wird. Alternativ gibt es Thermostatventile, die elektronisch geregelt werden und je nach Ausführung über smarte Funktionen verfügen. Für die Steuerung von Fußbodenheizungen, Infrarotheizkörpern und elektrischen Heizkörpern beispielsweise eignen sich die sogenannten Raumthermostate, die nicht am Ventil des Heizkörpers, sondern an der Wand montiert werden.
Thermostat analog einstellen

Analoge oder auch mechanische Heizkörperthermostate sind die klassischen Temperaturregler eines Heizkörpers. Sie bestehen aus drei wesentlichen Komponenten: einem Gehäuse, einem Temperaturfühler im Inneren des Thermostats und einem Übertragungsstift. Der Übertragungsstift führt zum Ventil des Heizkörpers und reguliert die Ventilöffnung. Sobald du das Heizungsthermostat aufdrehst, verringert sich der Druck des Übertragungsstiftes auf das Heizungsventil und die Öffnung des Ventils vergrößert sich. Dabei fließt Heizwasser in den Heizkörper und er erwärmt sich.
Der Temperaturfühler im Inneren des Thermostats misst die Raumtemperatur. Weicht die Temperatur der Raumluft von dem voreingestellten Wert ab, wird die Heizleistung entsprechend erhöht oder herabgesenkt. Es fließt entsprechend mehr oder weniger Heizwasser durch das Thermostatventil.
Der Vorteil von analogen Heizkörperreglern ist sicherlich ihr Preis, da sie günstig zu kaufen sind. Außerdem lassen sie sich relativ einfach auf das Heizungsventil montieren und in Betrieb nehmen.
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Was bedeuten die Zahlen auf dem Thermostat an der Heizung?
Klassische Heizkörperthermostate besitzen Zahlen und Symbole am Thermostatkopf, die die Wärmeregulierung über das Thermostatventil erleichtern. Die Zahlen stehen dabei für eine konkrete, voreinstellbare Raumtemperatur.
Stufe 1: 12 ºC
Stufe 2: 16 ºC
Stufe 3: 20 ºC
Stufe 4: 24 ºC
Stufe 5: 28 ºC
Die Striche zwischen den einzelnen Stufen helfen dir dabei, die Temperatur genauer einzustellen. Jeder weitere Strich erhöht die Temperatur um 1 °C. Dazu besitzen die klassischen Heizkörperthermostate ein Schneeflockensymbol auf dem Thermostatkopf, das für den Schutz vor Frost steht und die Raumtemperatur auf 5 °C reguliert. Das Symbol Sonne steht für die Grundeinstellung am Tag, mit der du eine Raumtemperatur von 20 °C erreichst. Das Mondsymbol steht für die Grundeinstellung nachts, mit einer Raumtemperatur von 14 °C.
Tipp: Ein Raum erwärmt sich nicht schneller, indem du das Thermostatventil besonders hoch aufdrehst. Bei einer Thermostateinstellung auf Stufe 5 heizen Heizkörper nicht stärker, sondern über einen längeren Zeitraum. Wähle besser die gewünschte Zieltemperatur, so wird es dir nicht zu warm und du verbrauchst weniger Heizenergie.
Im Video siehst du, welche Einstellung sich für welchen Raum am besten eignet.
Elektronisches Thermostat

Wünschst du dir mehr Komfort bei der Bedienung deines Heizkörpers, kannst du ein elektronisches Heizungsthermostat einbauen. Du findest verschiedene Ausführungen, mit denen du das Heizen deiner Wohnung automatisierst und Energiekosten sparst.
Elektronische Heizungsthermostate funktionieren ähnlich wie die manuellen Varianten. Bei elektronisch gesteuerten Modellen misst ein elektronischer Fühler die Raumtemperatur. Die Heizungsventile werden über einen kleinen Motor gesteuert.
Mit digitalen Heizkörperreglern lässt sich die gewünschte Raumtemperatur exakt voreinstellen. Elektronische Heizungsthermostate ermöglichen dir außerdem eine zeitgesteuerte Temperaturregelung des Thermostatventils. Das heißt, die Temperatur kann an die Tageszeit angepasst werden. So erwärmst du beispielsweise dein Schlafzimmer in den frühen Abendstunden auf gemütliche 20 °C und kühlst den Raum nachts auf eine angenehme Schlaftemperatur von 16 °C bis 18 °C herunter. Mit zeitgesteuerter Temperaturregelung sparst du in deiner gesamten Wohnung Heizkosten und passt die Heizleistung optimal an deine persönlichen Bedürfnisse an.
Viele Varianten lassen sich zudem über eine App per Smartphone oder Tablet steuern, sodass du die Beheizung deiner Wohnräume jederzeit auch aus der Ferne regulieren kannst.
Raumthermostat

Für die Regelung von Fußbodenheizungen und Heizkörpern werden Raumthermostate verwendet. Raumthermostate werden an der Wand montiert und eignen sich für die Einzelraumregelung. Sie kontrollieren die Temperatur im gesamten Zimmer und regulieren die Wärmeabgabe von Heizkörpern oder Fußbodenheizkreisen über elektronische Stellventile.
Auch Raumthermostate gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Klassische analoge Raumthermostate regeln die Ventile des Heizkreises mithilfe eines einfachen Mechanismus. Moderne Raumthermostate hingegen ermöglichen es, individuelle Heizprogramme zu erstellen, angepasst auf die persönlichen Bedürfnisse des Nutzers. Auch bei Raumthermostaten sind Smarthome-Versionen verfügbar, die dir optimale Bedienbarkeit und Komfort bei der Regulierung der Raumtemperatur ermöglichen.
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Heizungsthermostat richtig einstellen und so Energie sparen

Mit einem Thermostat passt du die Temperatur jeden Raumes individuell an, was dir beim Sparen von Heizkosten hilft. Während in Schlafzimmer und Flur eine Raumtemperatur von etwa 16 °C bis 18 °C ideal ist, kannst du in Wohnzimmer, Kinderzimmer oder Bad etwas mehr heizen. Optimal sind Temperaturen von 20 °C bis 22 °C im Wohnzimmer oder in der Küche. In Kinderzimmer oder Bad sorgen warme 22 °C bis 24 °C für ein angenehmes Wohnklima.
Lass Räume nie ganz auskühlen, auch wenn du sie zum Beispiel am Tage nicht benutzt. Sie komplett wieder aufzuheizen kostet viel Energie. Außerdem können ausgekühlte Wände die Bildung von Schimmel begünstigen. Sinnvoll ist es aber, kleinere Heizpausen einzulegen und die Raumtemperatur beispielsweise nachts oder an Arbeitstagen abzusenken.
Hinweis: Damit das Thermostat richtig funktioniert, ist es wichtig, dieses optimal zu positionieren. Achte darauf, dass es nicht dauerhaft direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Auch sollte der Temperaturfühler nicht durch größere Möbel oder lange Vorhänge verdeckt sein. Sonst kann es passieren, dass die Raumtemperatur nicht korrekt gemessen wird und der Heizkörper sich nicht auf die gewünschte Zieltemperatur erwärmt. Das führt zu erhöhten Energiekosten und mindert dazu den Wohnkomfort.








