
Wallbox-Förderung – Infos und Tipps
Die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität wird weiter ausgebaut. Dazu gehören auch Ladestationen im Eigenheim. Die staatliche Wallbox-Förderung der KfW ist jedoch ausgelaufen. Wir geben Tipps, welche anderen Förderprogramme es gibt und wie du die Wallbox für dein Elektroauto finanzieren kannst.
Wallbox durch Förderung finanzieren
Viele Menschen verfügen inzwischen über ein Elektroauto oder ein Plug-in-Hybridfahrzeug. Die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ist hierzulande aber noch ausbaufähig, sodass eine eigene Wallbox zu Hause durchaus Sinn ergibt. Bis vor Kurzem wurden Wallboxen auch staatlich gefördert.
Der bundesweite Fördertopf ist inzwischen jedoch ausgeschöpft und eine Neuauflage des Förderprogramms ist derzeit nicht in Sicht. Von welchen Stellen du jetzt noch Fördergelder erhältst, um deine eigene Wallbox zu finanzieren, erfährst du im Folgenden.
Wie können wir dir helfen?
Staatliche Unterstützung der KfW ist ausgelaufen
Die Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat mit dem Programm „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude 440“ die Installation und Nutzung privater Wallboxen pauschal mit 900 € bezuschusst. Über 650.000 Haushalte haben die Gelder aus dem Fördertopf genutzt, um sich mit einer eigenen Wallbox das Laden ihres E-Autos oder Plug-in-Hybridfahrzeugs zu erleichtern.
Mehr als die Hälfte der Antragstellenden installierten die Wallbox in der Garage. Etwa ein Fünftel hat den Carport mit einer Ladestation ausgestattet. Fast genauso viele Menschen können ihr Fahrzeug jetzt an einem nicht überdachten Stellplatz laden. Nur knapp über 2 % der Fördergelder wurden für die Installation von Wallboxen in der Tiefgarage genutzt. Die meisten Anträge entfielen mit über 80 % auf Eigenheime sowie Reihen- und Doppelhäuser. Nur 15,8 % der bezuschussten Wallboxen wurden in Mehrfamilienhäusern errichtet.
Die vom Bund im Herbst 2020 gestartete Förderung gab es auch für Unternehmen (Kennzahl 441) und Kommunen (Kennzahl 439). Im Oktober 2021 lief die bundesweite Förderung allerdings aus. Eine Fortsetzung ist nach aktuellem Stand nicht geplant.
Dafür gibt es, je nach Bundesland, Wohnort und auch Netzbetreiber, andere Förderprogramme und Zuschüsse, die du zur Finanzierung einer Wallbox nutzen kannst.
Hinweis: Bis 2023 war der Umweltbonus eine weitere, alternative Fördermöglichkeit für E-Fahrzeuge. Anfang 2024 wurde auch der Umweltbonus für den Kauf oder das Leasing von Elektroautos eingestellt. Neue Förderanträge sind derzeit nicht möglich.“
Regionale Förderung durch Bundesländer
Die bundesweite Wallbox-Förderung durch die KfW gibt es zwar nicht mehr, aber einige Bundesländer bieten finanzielle Unterstützung an. Häufig handelt es sich um pauschale Zuschüsse, mit der auch die regionale Ladeinfrastruktur ausgebaut werden soll. Daher gehört zu den wichtigsten Bedingungen, dass die Ladestation im jeweiligen Bundesland errichtet wird. Außerdem muss sie in der Regel mit erneuerbaren Energien versorgt werden – zum Beispiel aus einer Photovoltaikanlage.
Kommunale Förderprogramme

Die Anschaffung einer Wallbox wird von einigen Städten und Gemeinden mit Zuschüssen gefördert. Manche Stromanbieter bieten außerdem Vergünstigungen an, wenn du dich für Elektromobilität entscheidest.
Förderung in ausgewählten Städten
Antragstellung – So geht das
Informiere dich vor der Antragstellung, welche Förderprogramme es gibt und welches für dich infrage kommt. Welche Bedingungen sind an die Förderung geknüpft? Lassen sich beispielsweise Zuschüsse vom Bundesland mit Rabatten vom Stromanbieter kombinieren?
Tipp: Eine Energieberatung kann dir helfen, herauszufinden, welches Angebot zu dir passt. Die Dienstleistung ist zudem häufig ebenfalls förderfähig, sodass du einen Teil der Kosten zurückbekommst.
Im Normalfall sind Wallboxen nur dann förderfähig, wenn sie mit Ökostrom oder selbst erzeugtem Solarstrom versorgt werden. Daher lohnt es sich auch hier, Angebote und Preise zu vergleichen, um die bestmögliche Lösung für dich zu finden.
Hinweis: Die Installation einer Wallbox muss in jedem Fall dem Netzbetreiber gemeldet werden. Bei einer Ladeleistung bis 12 kW reicht eine einfache Anmeldung. Wallboxen ab 12 kW Ladeleistung muss der Netzbetreiber erst genehmigen. Vorab kann eine Netzverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Außerdem wird meist überprüft, ob die Anschlüsse und Sicherungen richtig funktionieren und mit der hohen Ladeleistung vereinbar sind.
Im Überblick
Beraten lassen
Förderungen vergleichen
Ökostromtarif wählen oder in Photovoltaik investieren
Förderantrag einreichen
Bescheid abwarten
Wallbox beim Netzbetreiber anmelden
Ladestation bestellen und Installation beauftragen
E-Auto mit Strom betanken
Wallbox kaufen inklusive Beratung und Installation
Eine Wallbox für dein Zuhause hat viele Vorteile: Du kannst dein E-Auto sicher laden, ohne einen Kabelbrand, eine Stromüberlastung oder einen Stromschlag zu riskieren. Stell dir die Wallbox wie eine leistungsstarke Steckdose vor – du lädst dein E-Fahrzeug 5-10 mal schneller als mit einer herkömmlichen Haushalts-Steckdose. Bist du während des Ladevorgangs nicht zu Hause, kannst du die Ladestation per App von unterwegs steuern.
Um unter den vielfältigen Wallbox-Systemen die passende Ladelösung für dich zu finden, kann es sinnvoll sein, die Wallbox vom Profi planen zu lassen. Gerne vermitteln wir dir hierfür einen kompetenten Partner, der dich auf Wunsch von der Beratung bis zur Installation begleitet. So kannst du sicher sein, die passende Wallbox zu finden, und erhältst außerdem eine Qualitätsgarantie.
Ladestation: Säule oder Wallbox?

In den Förderrichtlinien von Bund, Ländern, Kommunen und Stadtwerken sind unterschiedliche Begriffe zu finden: Ladestation, Ladesäule, Ladepunkt und Wallbox – was wird denn nun gefördert?
Gemeinhin bezeichnet eine Ladestation eine Einrichtung, an der Elektroautos Strom tanken können. Ladesäulen sind also auch Ladestationen. Meistens findet man sie an Parkplätzen und anderen öffentlichen Orten. Typisch für eine Ladesäule ist, dass man gleich mehrere E-Autos zum Laden anschließen kann. Denn eine Ladesäule verfügt üblicherweise über mehrere Ladepunkte. Mit diesem Begriff ist also die physische Anschlussstelle gemeint. Eine Wallbox ist nichts anderes als eine Wandladestation und häufig in Wohnhaus, Garage oder Carport zu finden.
Ladestationen unterscheiden sich nach Aufbau, Verwendung und Standort sowie Ladeleistung. Während eine Wallbox für den Hausgebrauch meist eine Leistung von 11 kW aufweist, kommen öffentliche Ladestationen im Normalfall auf eine Ladeleistung von 22 kW und mehr.
Hinweis: Wallboxen mit einer Ladeleistung ab 12 kW sind genehmigungspflichtig.
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Photovoltaik- und Wallbox-Förderung kombinieren
Die meisten Förderrichtlinien setzen Strom aus erneuerbaren Energiequellen als Bedingung voraus. So kannst du entweder Ökostrom von einem örtlichen Energieanbieter beziehen oder deinen eigenen Solarstrom erzeugen – mithilfe einer Photovoltaikanlage.
PV-Anlagen sind außerdem selbst förderfähig. Es gibt Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen. In Nordrhein-Westfalen kannst du beispielsweise mit bis zu 1.500 Euro rechnen, wenn du zusätzlich zur Wallbox noch eine Photovoltaikanlage installierst.
Die Gesamtleistung von Solaranlagen wird in Kilowattpeak (kWp) angegeben. Für die meisten privaten Haushalte ist eine Leistung von 7 kWp bis 15 kWp ausreichend. Für ein Elektroauto solltest du zusätzlich etwa 2,5 kWp einplanen.
Grundsätzlich lässt sich der gesamte Energiebedarf eines E-Autos mit Solarstrom decken. Durch den Einbau eines Stromspeichers kannst du unabhängig von Tages- und Nachtzeit beziehungsweise Sonneneinstrahlung das Fahrzeug am Ladepunkt laden.
Tipp: Am besten planst du Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Wallbox gemeinsam, sodass alle Komponenten miteinander kompatibel sind. Darüber hinaus kannst du so Installationskosten sparen.
Kredit zur Finanzierung einer Wallbox
Eine Wallbox lässt sich auch mit einem Kredit finanzieren. Bevor du dich nach einem Darlehen erkundigst, solltest du alle absehbaren Kosten zusammenrechnen. Im nächsten Schritt ziehst du davon die Summe ab, die du als Eigenanteil leisten kannst, um die Kredithöhe zu bestimmen.
Tipp: Je größer dein Eigenanteil ist, desto geringer fallen Kreditsumme und -laufzeit aus.
Jetzt kannst du Angebote vergleichen.
Im Überblick
Kredithöhe und Eigenanteil festlegen
Angebote einholen
Kredit- und Rückzahlungskonditionen prüfen
Möglichst geringen Effektivzins wählen
Sicherheiten prüfen
Finanzierung beantragen
Alternative: Wallbox mieten
Wer sich die Anschaffung und Antragstellung sparen möchte, kann auch mit einer gemieteten Wallbox durchstarten. Häufig bieten die örtlichen Stadtwerke oder darauf spezialisierte Elektrounternehmen diese Ladelösung an.
Tipp: Für Reisen in Länder mit bisher gering ausgebauter Ladeinfrastruktur eignen sich zudem mobile Ladegeräte.
Zum Mietservice gehört neben der Installation auch die Wartung während der vertraglich vereinbarten Laufzeit. Informiere dich vorab über eine mögliche Mindestlaufzeit und sonstige Gebühren.
Tipp: Stadtwerke bieten häufig vergleichsweise günstige Kombitarife mit Ökostrom an und mitunter hast du auch bei einer gemieteten Wallbox Anspruch auf Förderung.









