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Hand berührt Photovoltaikanlage

Aus der Sonnenenergie lässt sich mit einer Solaranlage Strom erzeugen – für den Eigenverbrauch oder zur Einspeisevergütung. Wir zeigen, wann sich Photovoltaik lohnt, und geben Tipps zur Planung sowie Installation.

Wann lohnt sich Photovoltaik?

Mit erneuerbaren Energien wie Photovoltaik kannst du ein Zeichen für eine nachhaltige Zukunft setzen und zugleich deine Stromrechnung senken, wenn du den erzeugten Strom zumindest teilweise selbst nutzt. Durch das Einspeisen von Überschüssen in das Stromnetz wirft eine Solaranlage auf dem Dach bares Geld ab.

In der Regel wird eine private Photovoltaikanlage (PV-Anlage) in einer Mischung aus Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung betrieben. Je mehr des erzeugten Stroms du selbst verbrauchst, desto eher lohnt sich selbst eine kleine Solaranlage. Mit dem Einbau eines Stromspeichers lässt sich der Eigenverbrauch deutlich erhöhen. Ein Batteriespeicher ermöglicht, dass rund um die Uhr Strom verfügbar ist – nicht nur wenn die Sonne scheint.

Strom, den du nicht selbst verbrauchst, speist du in das öffentliche Netz ein. Für jede Kilowattstunde (kWh) erhältst du Geld nach festgelegten Vergütungssätzen. Das ist die sogenannte Einspeisevergütung.

Seit dem 30. Juli 2022 gilt das aktualisierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Für neu installierte PV-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 kWp erhöht sich die Vergütung auf 0,082 €/kWh für überschüssigen Strom, den du nicht verbrauchst und in das Netz eingespeist.

Bei der Volleinspeisung erhöht sich die Vergütung auf 0,13 €/kWh. Allerdings kannst du dann keinen Solarstrom für den Eigenverbrauch nutzen, um deine Stromrechnung zu senken.

Voraussetzungen

Person installiert ein Solarpanel

Die wichtigste Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb einer Photovoltaikanlage ist, dass die Solarmodule genügend Sonnenlicht abbekommen. Eine nach Süden ausgerichtete Dachfläche gilt daher als besonders lohnenswert. Doch auch Dachflächen, die nach Osten oder Westen zeigen, eignen sich als Standort für eine Anlage. Allerdings sinken dort die Erträge um bis zu 20 %. Mit den größten Einbußen ist bei einem Norddach zu rechnen.

Hinweis: Trotz optimaler Ausrichtung können umliegende Gebäude oder Bäume Schatten auf die Anlage werfen und so die Erträge mindern.

Die Dachneigung beeinflusst ebenfalls die Energieausbeute. Die Neigung sollte mindesten 12° betragen, damit Regen- und Schmelzwasser ungehindert von den Solarmodulen ablaufen kann. Optimal ist ein Neigungswinkel von 30°.

Tipp: Spezielle Metallaufbauten mit eingebauter Neigung ermöglichen sogar auf Flachdächern die Installation von PV-Anlagen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Tragfähigkeit. Das Dach muss stabil sein und das zusätzliche Gewicht der Solarmodule tragen können.

Planung, Größe und Kosten

In den meisten Bundesländern sind kleinere PV-Anlagen für die private Nutzung genehmigungsfrei. Für denkmalgeschützte Gebäude und je nach Bebauungsplan gibt es jedoch Ausnahmen. Informiere dich deshalb vorab bei der zuständigen Behörde, ob dein Dach die baulichen Voraussetzungen für die Installation einer PV-Anlage erfüllt.

Als Nächstes geht es an die Planung. Um zu klären, wie groß die Solaranlage werden soll, wirfst du am besten einmal einen Blick auf deinen bisherigen Verbrauch.

Die maximal mögliche Gesamtleistung der PV-Anlage wird in Kilowattpeak (kWp) angegeben. Als Faustregel gilt: 1.000 kWh verbrauchter Strom im Jahr entsprechen einer Anlagenleistung von etwa 1 kWp. Für rund 1 kWp benötigst du circa 5 m² bis 7 m² an Fläche.

Tipp: Überlege, ob du den selbst erzeugten Strom künftig beispielsweise zum Laden eines Elektroautos nutzen und zusätzliche Komponenten wie eine Wallbox oder einen Batteriespeicher installieren möchtest.

Beispiel: Je nach individueller Ausstattung, Ausrichtung und Größe der Anlage variieren die einmaligen Anschaffungskosten. Für eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 5 kWp, die im Jahr bis zu 5.000 kWh Strom auf einer Fläche von 50 m² erzeugt, kannst du mit Kosten ab 9.000 Euro für die Module rechnen. Pro 1 kWp kommen etwa 1.500 Euro an Installationskosten hinzu. Dieses Rechenbeispiel gilt für ein herkömmliches Satteldach.

Um die Kosten abschätzen zu können, lohnt sich ein Preisvergleich. Nutze dafür das Photovoltaik-Angebot von OBI. Nach deiner unverbindlichen Anfrage erhältst du innerhalb der nächsten 5 Tage einen transparenten Kostenüberblick von unserem Partner Installion.

Tipp: Die angeführten Anschaffungskosten lassen sich durch Förderungen verringern. Beachte, dass du um Zuschüsse ansuchen musst, bevor du einen Betrieb mit der Installation einer Photovoltaikanlage beauftragst.

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Vor- und Nachteile von Photovoltaik auf einen Blick

  • Kostenersparnis: Reduktion der Stromkosten

  • Umweltschutz: Einsatz für erneuerbare Energien

  • Unabhängigkeit von schwankenden Strompreisen

  • E-Mobilität: Mit zusätzlicher Wallbox erhältst du deine eigene Ladestation

  • Einspeisevergütung: Geld verdienen mit Überschüssen oder Volleinspeisung

  • Förderung: Zuschüsse für Anlage und Stromspeicher

  • Anschaffungskosten: Investition amortisiert sich erst nach 10 bis 15 Jahren

  • Formalitäten: Formulare, Versicherung und Wartung

  • Wetter: Schwankungen lassen sich durch Stromspeicher abfedern

  • Alterung: Der Wirkungsgrad der Anlage sinkt mit der Nutzungsdauer

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Photovoltaik: Gesetzliches und Versicherungen

Berücksichtige bereits bei der Planung die späteren laufenden Kosten. Am besten legst du jährlich ausreichend Geld für die Versicherung, Reinigung, Wartung und mögliche Reparaturen zurück.

Ich habe meine PV-Anlage …

  • … bei der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister eingetragen.

  • … beim Netzbetreiber angemeldet.

  • … dem Finanzamt gemeldet.

  • … beim Gewerbeamt angemeldet (bei großen Anlagen).

  • … ausreichend versichert.

Bei der Bundesnetzagentur registrieren

Sowohl Privathaushalte als auch Großunternehmen müssen Anlage und Batteriespeicher, sofern vorhanden, laut dem EEG bei der Bundesnetzagentur melden. Die Regelung greift, sobald die Anlage an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wird. Das gilt auch für fertige Balkon-Solaranlagen, die für den Betrieb über die Steckdose konzipiert sind.

Andernfalls verlierst du gegebenenfalls den Anspruch auf die Einspeisevergütung und musst mit einem Bußgeld rechnen. Zur Anmeldung trägst du die Stammdaten deiner Solaranlage in das Marktstammdatenregister (MaStR) ein. Das geht postalisch, aber auch online.

Tipp: Gerne kümmert sich unser Partner Installation um die Anmeldung deiner Solaranlage.

Anmeldung beim Netzbetreiber

Noch vor der Installation solltest du die PV-Anlage beim Netzbetreiber anmelden. Dieser kann eine Netzverträglichkeitsprüfung vornehmen, für die er bis zu 8 Wochen Zeit hat. Nach der Freigabe durch das örtliche Energieversorgungsunternehmen, von dem du später auch die Einspeisevergütung erhältst, kann der von dir beauftragte Fachbetrieb mit der Installation beginnen. Dabei wird auch ein Inbetriebnahmeprotokoll erstellt, das du zusammen mit der Bestätigung von der Bundesnetzagentur an das lokale Stromversorgungsunternehmen schickst.

Tipp: Gerne kümmert sich unser Partner Installation um die Kommunikation mit dem Netzbetreiber zur Anmeldung deiner PV-Anlage.

Hinweis: Häufig schlagen Netzbetreiber vor, einen Vertrag über die Einspeisung abzuschließen. Laut EEG ist ein Einspeisevertrag aber nicht vorgeschrieben und kann sogar nachteilig sein, falls Klauseln enthalten sind, die dich zur einseitigen Haftung verpflichten.

Beim Finanzamt melden

Nach der Anschaffung und Inbetriebnahme solltest du die Anlage binnen eines Monats beim Finanzamt melden. Denn mit der Stromerzeugung und Einspeisung wirst du unternehmerisch tätig. Dabei gilt seit 2023, dass du dich beim Betrieb einer PV-Anlage mit einer Leistung von bis zu 30 kWp von der Gewerbesteuer befreien lassen kannst. Dementsprechend brauchst du auch kein Gewerbe mehr anzumelden.

Außerdem entfällt für solche vergleichsweise kleinen Photovoltaikanlagen die Einkommenssteuer. Beim Kauf von Anlage und Batteriespeicher brauchst du zudem keine Mehrwertsteuer mehr zu zahlen.

Tipp: Auch rückwirkend ist der Betrieb vieler PV-Anlagen fortan von der Einkommenssteuer befreit. Hast du bereits eine Solaranlage in den Jahren von 2018 bis 2022 installiert und auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet, solltest du dich zeitnah ummelden. Denn Kleinunternehmen unterliegen nicht der Regelbesteuerung.

Versicherung, Schutz und Wartung der Anlage

Schneebedeckte Photovoltaikanlage

Zum Schutz vor Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz und Feuer ist es ratsam, die Solaranlage in die Wohngebäudeversicherung mit einzuschließen. Inzwischen gibt es auch spezielle Photovoltaik-Versicherungen, die sich besonders bei großen oder teuren Anlagen anbieten, vor allem wenn du einen Kredit zur Finanzierung aufgenommen hast.

Etwa alle 5 Jahre sollte eine Fachperson die Anlage auf Sicherheit und Funktion überprüfen. Eine Reinigung durch einen Fachbetrieb empfiehlt sich nach circa 10 Jahren.

Nutzungsverhalten auswerten

Mit der Reform des Erneuer­bare-Energien-Gesetzes (EEG) vom Juli 2022 gibt es fortan zwei Betriebsmodelle mit unterschiedlicher Vergütung für Strom, der ins Netz eingespeist wird – entweder vollständig oder teilweise mit Eigenverbrauch. Welches Modell das richtige für dich ist, hängt unter anderem von deinem Stromverbrauch und der jeweiligen Anlagenleistung ab.

Solarstrom für den Eigenverbrauch

Eine Person hält eine Glühbirne in der Hand, daneben gestapelte Geldmünzen

Der Betrieb einer PV-Anlage mit möglichst hohem Eigenverbrauch lohnt sich angesichts der derzeit hohen Strompreise. Durch den Verbrauch des selbst erzeugten Stroms kannst du deine Stromrechnung erheblich senken.

Tipp: Um den Eigenverbrauch zu maximieren, solltest du stromintensive Elektrogeräte wie die Waschmaschine oder den Staubsauger dann einschalten, wenn die Anlage am produktivsten ist. Außerdem kann dir ein Gerät zum Energiemonitoring dabei helfen, das Meiste aus deiner Solaranlage herauszuholen. Eingebunden in das zentrale System zur Hausautomation kann es andere smarte Geräte steuern und automatisch starten, wenn gerade die Sonne scheint.

Für die Einspeisung von Überschüssen bekommst du im Eigenverbrauchsmodell aktuell bis zu 8,2 Cent pro Kilowattstunde.

Benötige ich einen Stromspeicher?

Da eine Solaranlage nur dann Strom liefert, wenn ausreichend Sonnenschein auf die Module fällt, lohnt sich gegebenenfalls die Investition in einen Stromspeicher. Mit dem Speicher lässt sich vor allem der Eigenverbrauch deutlich erhöhen.

Tipp: Viele Elektroautos sind inzwischen mit der Technologie „Vehicle to Grid“ (V2G, zu Deutsch: vom Fahrzeug zum Netz) ausgestattet. Angeschlossen an eine Wallbox im Haus können sie ebenfalls wie ein Speicher genutzt werden.

Zur Finanzierung vergibt die staatliche KfW-Bankengruppe im Rahmen des Förderprogramms „Erneuerbare Energien 270“ günstige Kredite für Photovoltaikanlagen und auch Stromspeicher.

Erfahre mehr über die Förderung von PV-Anlagen und Stromspeichern

Stromerzeugung zur Volleinspeisung

Mit der Reform des Erneuer­bare-Energien-Gesetzes ist die Volleinspeisung für Privathaushalte interessant geworden, da die Einspeisevergütung angehoben wurde. Wenn du den gesamten erzeugten Strom in das Netz einspeist, erhältst du aktuell bis zu 13,0 Cent pro Kilowattstunde als Ertrag.

So ist ein Zuverdienst durch Photovoltaik möglich. Der Strom, den du zu Hause selbst verbrauchst, wird aber weiterhin über einen externen Stromlieferanten abgerechnet. Mit dem Modell der Volleinspeisung erlangst du also keine Autarkie. Es bietet sich bei Anlagen mit vergleichsweise großer Fläche an. Für die Inbetriebnahme benötigst du einen neuen Zähler.

Nach wie vielen Jahren amortisiert sich eine PV-Anlage?

Hausdach mit Photovoltaikanlage

Wie lange es dauert, bis sich eine Solaranlage amortisiert hat, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von der Höhe der Anschaffungskosten, ob ein Kredit abzubezahlen ist, sowie von der Höhe der laufenden Kosten. Mit passenden Fördermitteln kannst du die Amortisationszeit verkürzen.

Ein wichtiger Faktor in Sachen Wirtschaftlichkeit ist die Leistung der PV-Anlage sowie die Frage, ob du einen Teil des erzeugten Stroms selbst verbrauchst oder den Solarstrom vollständig ins Netz einspeist.

Als Faustregel gilt: Die Anschaffung rentiert sich nach etwa 10 bis 15 Jahren – und das bei einer Lebensdauer von über 20 Jahren.

Bei Anlagen mit Eigenverbrauch

Bei einer Anlagenleistung bis 10 kWp ist die Einspeisevergütung mit aktuell 8,2 Cent pro Kilowattstunde am höchsten. Bei größeren Anlagen wird der Teil über 10 kWp mit 7,1 Cent pro Kilowattstunde vergütet.

Beispiel: Bei einer Solaranlage mit einer Nennleistung von 15 kWp erhältst du für die ersten 10 kWp fest 8,2 Cent pro Kilowattstunde; für die verbleibenden 5 kWp bekommst du 7,1 Cent pro Kilowattstunde. Im Durchschnitt kommst du also auf eine Einspeisevergütung von 7,8 Cent pro Kilowattstunde.

Im Normalfall kannst du damit rechnen, dass du 30 % des erzeugten Stroms selbst verbrauchst. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch nochmals erhöhen – auf bis zu 70 %. So kannst du eine vergleichsweise hohe Autarkie vom Energieanbieter erreichen und deine Stromkosten senken. Den restlichen Solarstrom speist du gegen eine feste Vergütung in das Netz ein.

Tipp: Der Einfachheit halber wird privaten Haushalten häufig lediglich eine PV-Anlage mit einer Nennleistung bis 10 kWp empfohlen. Eine größere Anlage kann sich aber insbesondere für Eigenverbraucher rechnen, wenn sie dank Elektroauto oder Wärmepumpe einen höheren Strombedarf haben. Lass dich am besten beraten, welche Anlagenleistung und -größe zu deinem Bedarf passt.

Bei Anlagen mit Volleinspeisung

Bei einer Anlagenleistung bis 10 kWp ist auch hier die Einspeisevergütung mit aktuell 13,0 Cent pro Kilowattstunde am höchsten. Bei größeren Anlagen erhältst du für den Teil ab 10 kWp 10,9 Cent pro Kilowattstunde.

Beispiel: Besitzt du eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 15 kWp und speist den gesamten Solarstrom in das Netz ein, erhältst du für die ersten 10 kWp eine Einspeisevergütung in Höhe von 13,0 Cent pro Kilowattstunde; für die verbleibenden 5 kWp bekommst du 10,9 Cent pro Kilowattstunde. Durchschnittlich kommst du also auf eine Vergütung von 12,3 Cent pro Kilowattstunde.

Alternative: Solaranlage mieten

Die Alternative zur Anschaffung einer PV-Anlage ist die Miete oder Pacht. So sparst du dir die einmaligen Anschaffungskosten. Stattdessen erhältst du gegen einen monatlichen Betrag eine maßgeschneiderte Solaranlage aufs Dach.

Je nach Anbieter kannst du im ersten Schritt einfach eine kostenlose Anfrage stellen und die PV-Anlage dann mit den Fachleuten vor Ort auf deine Bedürfnisse abstimmen, etwa durch den Einbau eines zusätzlichen Batteriespeichers. Die Kosten für die Instandhaltung und etwaige Reparaturkosten sind im Preis inbegriffen. Wie hoch der monatlich zu zahlende Betrag ist, hängt unter anderem von Größe und Ausstattung der Photovoltaikanlage ab.

FAQ – Fragen und Antworten zur Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik

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