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Wie viel kostet eine Solaranlage auf dem Dach?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Solaranlagen – für die Strom- oder Wärmeerzeugung.

Die Solarmodule einer Photovoltaikanlage wandeln die Sonnenenergie in Strom um. Den Solarstrom kannst du für den Eigenverbrauch nutzen, um deine Stromkosten zu senken, oder ins Stromnetz einspeisen, um dir etwas dazuzuverdienen.

Daneben gibt es thermische Solaranlagen. Eine Anlage für Solarthermie wandelt die Sonnenstrahlen in nutzbare Wärme um – zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung. So lässt sich mithilfe der Kollektoren die Warmwasserrechnung senken. Auch viele Poolheizungen funktionieren mittels Solarthermie.

Im Folgenden erfährst du, welche Kosten auf dich zukommen und wann sich eine Solaranlage rentiert.

Anschaffungskosten für Solarmodule

Die Solarmodule bilden den äußerlich sichtbaren Teil einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Anschaffungskosten variieren je nach Größe, Leistung und Art des Moduls. Grundsätzlich lassen sich monokristalline und polykristalline sowie Dünnschicht-Module voneinander unterscheiden.

Polykristalline Solarmodule sind vergleichsweise dünn. Noch dünner und meist auch flexibler sind Dünnschicht-Module, bei denen das Halbleiter-Material lediglich auf einen Trägerstoff wie Glasfaser oder Folie aufgedampft wird. Das macht sie zu erstaunlichen Leichtgewichten, jedoch mit vergleichsweise geringem Wirkungsgrad. Deutlich leistungsfähiger sind die dickeren monokristallinen Solarmodule, die auch auf geringer Dachfläche eine nennenswerte Energieausbeute bieten.

Im Normalfall kostet ein monokristallines PV-Modul mit einer Leistung von 350 W bis 450 W etwa 200 € bis 350 €. Insgesamt bewegen sich die Kosten für die Module einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses circa zwischen 3.000 € und 9.000 €.

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Solaranlage für dein Dach

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Wechselrichter kaufen

Zwei Männer montieren eine Solaranlage

Solarmodule erzeugen Gleichstrom aus Sonnenenergie. Für die Umwandlung in Wechselstrom benötigst du einen Wechselrichter. Der Preis für diese Komponente variiert von Hersteller zu Hersteller und hängt unter anderem von der Funktionalität ab. So kannst du mit Investitionskosten von 1.500 € bis 4.000 € rechnen. Allgemein machen die Kosten für den Wechselrichter etwa ein Siebtel der Gesamtkosten aus.

Die jeweilige Energieausbeute hängt darüber hinaus vom Wechselrichter ab, denn Umwandlungsverluste können zu Energieeinbußen führen. Achte daher besonders auf den angegebenen Wirkungsgrad, da selbst eine geringfügige Abweichung vergleichsweise große Auswirkungen haben kann. Bei einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 10 kWp führt beispielsweise eine Reduzierung des Wirkungsgrads um 1 % bereits zu einem Energieertragsverlust von 100 kWh pro Jahr.

Darüber hinaus wirkt sich die Verkabelung auf den Energieertrag der Solaranlage aus. Sowohl Länge als auch Querschnitt der Kabel sind von Bedeutung. Langfristig lohnt es sich, auf eine hochwertige Verkabelung mit großem Kabelquerschnitt bei zugleich möglichst kurzer Strecke zu setzen. Zu kurz sollten die Kabel aber auch nicht ausfallen, da die Zugspannung ansonsten zu vorzeitiger Materialermüdung führen kann.

Zusätzliche Komponenten

Besitzt du ein Elektroauto, kann die zusätzliche Anschaffung einer Wallbox sinnvoll sein. Achte dann bereits bei der Planung der Anlage auf eine ausreichende Größe, sodass du genügend Energie für Haushalt und E-Auto erzeugst. Die Kosten für eine Wallbox, inklusive Anschluss und Installation, reichen von etwa 500 € bis 2.500 €.

Tipp: Um bei Bedarf jederzeit Solarstrom tanken zu können, empfiehlt sich zudem die Anschaffung eines Stromspeichers. Wie eine Batterie speichert diese Komponente den erzeugten Strom, sodass du diesen auch später verbrauchen kannst. Ohne Stromspeicher müsstest du das E-Auto immer dann laden, wenn gerade die Sonne scheint. Mit einem Batteriespeicher lässt sich die Ladestation flexibler nutzen.

Darüber hinaus kann sich die Investition in einen Stromspeicher je nach Nutzungsverhalten lohnen. Vor allem wenn du die Photovoltaikanlage vorwiegend für den Eigenverbrauch nutzt, kann ein Stromspeicher sinnvoll sein, um natürliche Schwankungen durch den Sonnenstand im Energieertrag auszugleichen. Je nach Speicherkapazität und Hersteller liegen die Preise für Stromspeicher bei 6.000 € bis 15.000 €.

Um den Überblick darüber zu behalten, wie viel des erzeugten Stroms du selbst verbrauchst und wie viel du davon ins öffentliche Stromnetz einspeist, kannst du eine zusätzliche Komponente für das Energiemanagement einbauen. Die gewünschte Verteilung zwischen Eigenverbrauch und Einspeisung lässt sich am Gerät fest einstellen. Die Anschaffungskosten betragen bis zu 1.000 €.

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Montage- und Installationskosten

Während PV-Anlagen meist auf dem Hausdach installiert werden, lassen sich kleinere Balkonkraftwerke mittels Untergestell auch an der Fassade montieren. Als Standort für die PV-Anlage bietet sich darüber hinaus das Dach eines Carports oder einer Garage an, sofern sie tragfähig genug sind.

Die Montage und Installation der Solaranlage erfordern besondere Sorgfalt. Selbst vergleichsweise kleine Balkonkraftwerke am Geländer stellen in mehreren Metern Höhe ein großes Sicherheitsrisiko dar. Möchtest du die Montage selbst übernehmen, befolge stets die Herstelleranleitung und lass dich im Zweifelsfall professionell unterstützen.

Die Installation und Montage von größeren Photovoltaikanlagen sollten durch ausgebildete Fachleute erfolgen. So gehst du auf Nummer sicher, dass die Anlage einwandfrei funktioniert. Pro 1 kWp kannst du mit etwa 1.500 € an Installationskosten rechnen.

Laufende Kosten

Schneebedeckte Solaranlage

Für einen reibungslosen Betrieb solltest du die Solaranlage regelmäßig warten und reinigen lassen. Außerdem kannst du die PV-Anlage gegen Schäden durch Hagel, Sturm oder Blitz und Feuer sowie Überspannung versichern.

Etwa einmal im Jahr solltest du die Anlage von Fachleuten eines Elektrobetriebs überprüfen und warten lassen.

Tipp: Den genauen Wartungsrhythmus kannst du bereits bei der Installation vereinbaren, wenn du möchtest.

Indem du die Anlage regelmäßig, etwa alle zwei Jahre, reinigen lässt, gewährleistest du einen gleichbleibenden Energieertrag. Bereits geringfügige Verschmutzungen können zu Einbußen von bis zu 20 % führen. Die Reinigungskosten liegen bei etwa 3 €/m².

Die Solaranlage lässt sich schützen, indem du sie über deine Wohngebäudeversicherung mitversicherst. Alternativ gibt es spezielle Photovoltaik-Versicherungen. Die Versicherungskosten liegen bei 50 € bis 80 € pro Jahr.

Wir empfehlen, insgesamt etwa 200 € bis 300 € jährlich für die laufenden Kosten zurückzulegen.

Genehmigung und Anmeldung

Im Normalfall benötigst du für eine Solaranlage auf dem Dach keine Baugenehmigung. Ausnahmen gelten lediglich für den Bau von Freilandanlagen, die Installation auf denkmalgeschützten Gebäuden sowie für das Errichten sehr großer Anlagen. In solchen Fällen ist eine Genehmigung durch die Gemeinde erforderlich.

Bauvorschriften

Wohnst du zur Miete, ist je nach Mietvertrag die Zustimmung des Vermieters erforderlich, insbesondere wenn du zur Installation bauliche Veränderungen am Gebäude vornehmen lassen müsstest. Bei Eigentumswohnungen solltest du die Installation einer Solaranlage vorab mit der Eigentümergemeinschaft absprechen.

Achte außerdem auf bestimmte Gestaltungsvorschriften und den Bebauungsplan in deiner Nachbarschaft. Die jeweiligen Bauvorschriften sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Erkundige dich deshalb zur Sicherheit rechtzeitig beim zuständigen Bauamt.

Beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur anmelden

Bei der Inbetriebnahme von Mini-Balkonkraftwerken mit einer Leistung bis 600 W gilt eine vereinfachte Anmeldepflicht. Das heißt, diese steckerfertigen Anlagen, die du selbst anschließen kannst, sind genehmigungsfrei. Es genügt, den Netzbetreiber zu informieren und die Solaranlage ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (MaStR) einzutragen. Das kannst du auch online erledigen.

Hinweis: Ältere Stromzähler, sogenannte Ferraris-Zähler, laufen durch die Einspeisung aus der Mini-Solaranlage rückwärts. Mit der Anmeldung eines Balkonkraftwerks baut der Netzbetreiber deshalb meist einen modernen Stromzähler ein, wofür unter Umständen Gebühren anfallen.

Größere Anlagen solltest du vorab beim örtlichen Netzbetreiber anmelden. Mitunter kommt es zur Netzverträglichkeitsprüfung. Hierfür hat der Netzbetreiber 8 Wochen Zeit. Außerdem ist auch hier die Registrierung bei der Bundesnetzagentur erforderlich. Erst nachdem die geplante Anlage freigegeben wurde, kann ein Fachbetrieb mit Montage und Installation beginnen.

Beim Finanzamt melden

Nach erfolgreicher Installation und Inbetriebnahme hast du einen Monat lang Zeit, die Solaranlage beim Finanzamt zu melden, sofern du den erzeugten Strom zumindest teilweise ins Netz einspeist. Denn durch die Einspeisevergütung verdienst du Geld mit der PV-Anlage und wirst somit unternehmerisch tätig.

Tipp: Beim Betrieb von Mini-Balkonkraftwerken ist es mitunter einfacher, auf die Einspeisevergütung zu verzichten und die geringen Überschüsse zu „verschenken“.

Seit 2023 gelten vereinfachte steuerliche Regelungen, sodass du dich als Besitzer einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von bis zu 30 kWp von der Gewerbesteuer befreien lassen kannst. Das bedeutet auch: Du brauchst kein Gewerbe mehr anzumelden und auch die Einkommenssteuer entfällt inzwischen.

Mit der Reform des Erneuer­bare-Energien-Gesetzes (EEG) entfällt darüber hinaus die Mehrwertsteuer beim Kauf von Solaranlagen und Batteriespeichern.

Beispiel: Einfamilienhaus mit Speicher

Für eine vierköpfige Familie, die jährlich bis zu 5.000 kWh Strom verbraucht, empfiehlt sich eine PV-Anlage mit Stromspeicher mit einer Nennleistung von 5 kWp auf einer Dachfläche von 40 m² bis 50 m² – je nach Standort und Sonneneinstrahlung. Dabei verspricht eine Photovoltaikanlage auf einem Süddach den größtmöglichen Ertrag.

Kosten im Überblick

  • Solarmodule (ca. 14 bis 16 Stück): ca. 4.900 € bis 5.600 €

  • Installation (1.500 € pro 1 kWp): ca. 7.500 €

  • Batteriespeicher: ca. 8.000 €

  • Wechselrichter: ca. 2.500 € (in der Regel in den Installationskosten inbegriffen)

  • Montagesystem: in der Regel in den Installationskosten inbegriffen

  • Verkabelung und Anschluss: ca. 5 €/m (in der Regel in den Installationskosten inbegriffen)

  • Laufende Kosten: ca. 200 € jährlich

  • Gesamtkosten: ca. 20.600 € bis 21.300 €

Häufig lohnt sich ein Preisvergleich. Mit dem Photovoltaik-Angebot von OBI erhältst du bereits innerhalb weniger Tage einen transparenten Kostenüberblick von unseren Partnern.

Wirtschaftlichkeit

Solaranlage auf einem Hausdach

Zahlreiche Faktoren wie Standort und Sonneneinstrahlung wirken sich auf die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen aus. Einige Aspekte kannst du selbst beeinflussen:

  1. Wähle hochwertige Solarmodule mit hohem Wirkungsgrad.
  2. Achte auf eine optimale Ausrichtung der Module, am besten südwestlich bis südöstlich.
  3. Lasse die Anlage für eine maximale Energieausbeute regelmäßig reinigen und warten.


Du kannst den erzeugten Strom für den Eigenverbrauch nutzen oder ins Stromnetz einspeisen, wofür du eine Einspeisevergütung zwischen 0,082 €/kWh und 0,13 €/kWh erhältst.

Wann sich der Betrieb einer Solaranlage rechnet, hängt unter anderem von der getätigten Investition, dem Betriebsmodell (Eigenverbrauch oder Volleinspeisung) sowie etwaigen Förderungen, Zuschüssen und Krediten ab.

Förderung und Finanzierung

Mit dem Förderprogramm „Erneuerbare Energien 270“ vergibt die Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowohl für Solaranlagen als auch für Stromspeicher günstige Förderkredite.

Tipp: Wenn du eine bereits bestehende Solaranlage modernisieren möchtest, kannst du ebenfalls um Förderung ansuchen.

Die Kredite werden über teilnehmende Hausbanken abgewickelt, nicht von der zentralen KfW selbst.

Tipp: Neben den Mitteln vom Bund gibt es auch regionale und lokale Förderungen, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.

Zur Finanzierung bieten auch immer mehr private Banken spezielle Solarkredite an. Als Sicherheit kannst du entweder die Anlage selbst oder die mögliche Einspeisevergütung anführen. Finanzierungsangebote gibt es außerdem von Bausparkassen.

Amortisationszeit berechnen

Um herausfinden, wann sich die Investition in eine Solaranlage in etwa bezahlt macht, bietet sich diese vereinfachte Rechenweise an:

  1. Kosten bestimmen: Ziehe Förderungen und Zuschüsse von den Investitionskosten ab.

  2. Energieersparnis ermitteln: Addiere die jährlichen Einnahmen aus der Einspeisevergütung sowie die Einsparungen durch Eigenverbrauch – ziehe davon laufende Kosten ab.

  3. Amortisationszeit errechnen: Teile die Kosten durch die ermittelte jährliche Energieersparnis, um die Jahre zu erhalten, die vergehen, bis sich die Solaranlage rentiert.

Beispiel: Bei Kosten von 12.000 € und einer jährlichen Ersparnis von 2.000 € erwirtschaftest du mit der Solaranlage nach 6 Jahren Gewinne.

Erfahre mehr über die verschiedenen Förderprogramme und Zuschüsse.

Wann lohnt sich eine Solarthermieanlage?

Mithilfe von Solarkollektoren lässt sich die Energie der Sonne in Wärme umwandeln. Bei Solarthermie gibt es Anlagen zur Warmwasserbereitung sowie zur Heizungsunterstützung, sodass du je nach Betriebsmodell bei der Warmwasserrechnung oder beim Gesamtwärmebedarf Geld sparen kannst.

Im Gegensatz zu Photovoltaik lassen sich erzeugte Überschüsse bei Solarthermie nicht in ein öffentliches Netz einspeisen. Dementsprechend sollte die Solaranlage nicht zu groß ausfallen.

Ob sich die Investition in Solarthermie für dich lohnt, hängt von den jeweiligen Investitionskosten sowie deinem Warmwasser- beziehungsweise Heizbedarf ab. Eine entscheidende Rolle spielt auch der bisher verwendete Brennstoff, zum Beispiel Gas. Hohe Energiepreise machen auch die Investition in Solarthermie attraktiver.

Sofern du genügend Platz auf dem Dach hast, lassen sich Solarmodule und Solarkollektoren durchaus kombinieren. Lass dich bei der Planung am besten von Fachleuten beraten.

Tipp: Deckst du deinen Warmwasser- und Heizbedarf aktuell mithilfe einer Wärmepumpe, bietet es sich an, Erdwärme mit Photovoltaik zu kombinieren. So wird die Wärmepumpe mit Solarstrom betrieben und du erhöhst direkt deinen Eigenverbrauch. Solarthermie ergibt in diesem Fall weniger Sinn.

FAQ – Fragen und Antworten zu den Kosten einer Solaranlage

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