
Blumenkasten bepflanzen – Tipps für Sommerblumen
Egal, ob im Garten oder auf dem Balkon – um Sommerblumen im Blumenkasten ideal zur Geltung zu bringen, müssen sie in Farbe und Form miteinander harmonieren. Im Folgenden zeigen wir dir einige Beispiele, wie du deinen Blumenkasten schön bepflanzen kannst und geben dir Tipps zur Blumenauswahl, zur Bewässerung sowie zur passenden Blumenerde.
Welche Pflanzen eignen sich für Balkonkästen?
Bevor du deinen Blumenkasten für den Balkon bepflanzt, solltest du vorab überlegen, wo du den Kasten platzieren möchtest. Eher schattig/halbschattig auf dem Boden des Balkons? Oder doch eher sonnig am Balkongeländer? Je nach Standort benötigst du unterschiedliche Pflanzen, da einige besser für die Sonne und andere besser für den Halbschatten geeignet sind. Informiere dich also im Vorfeld, welchen Standort die von dir gewünschten Blumen brauchen.
Diese Blumen sind zum Beispiel Sonnenanbeter:
Petunie (Petunia)
Geranie (Pelargonium peltatum)
Husarenknöpfchen (Sanvitalia procumbens)
Wandelröschen (Lantana)
Goldmarie (Bidens ferulifolia)
Eisenkraut (Verbena)
Diese Blumen mögen es zum Beispiel schattiger:
Begonie (Begonia)
Fuchsie (Fuchsia)
Chrysantheme (Chrysanthemum)
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana)
Glockenblume (Campanula)
Hast du dich für einen Standort und für passende Blumen entschieden, kannst du dich an die Gestaltung machen.
Ein Balkonkasten mit verschiedenen sommerlichen Blumen wirkt besonders harmonisch, wenn du Leitpflanzen mit Bei- und Hängepflanzen kombinierst. Leitpflanzen sind größere Pflanzen in der hinteren Reihe, mittelhohen und niedrigen Pflanzen fungieren als Beipflanzen in der vorderen Reihe. Hängepflanzen sitzen am vordersten Kastenrand.
Ein Klassiker als Leitpflanze mit aufrechtem Wuchs ist die Pelargonie. Aber auch Knollenbegonien, Kapkörbchen oder Strauchmargeriten entfalten mit anderen Pflanzenarten eine dekorative Wirkung. Gräser kannst du ebenso als Balkonpflanze verwenden. Als Pflanzen für den mittleren und äußeren Bereich eignen sich Petunien, Elfenspiegel oder Zweiblatt, während Zauberglöckchen und Eisenkraut in der vorderen Reihe mit ihrer hängenden Optik das Bild abrunden.
Tipp: Möchtest du eine mehrreihige Bepflanzung realisieren, ist es von Vorteil, wenn du einen Balkonkasten verwendest, der 18 cm bis 20 cm breit ist. Bei einer Kastenlänge von 75 cm kannst du dann zwischen fünf und neun Pflanzen unterbringen.
Natürlich eignen sich aber nicht nur blühende Sommerblumen für die Bepflanzung von Balkonkästen. Auch verschiedene Kräuter eignen sich hervorragend für die Aufzucht im Kasten – und dabei sehen sie nicht nur schön aus, sondern bieten auch einen praktischen Nutzen. Beliebt sind hier vor allem Kräuter wie Salbei, Rosmarin oder Minze.
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Pflanzbeispiele für den Blumenkasten
Wie du die Balkonpflanzen in deinem Blumenkasten farblich gestaltest, hängt ganz von deinem Geschmack ab. Der Fantasie und den Farben sind keine Grenzen gesetzt. Meistens wirkt ein Farbspiel aus zwei bis drei Farben besonders harmonisch.
Du benötigst noch Inspiration? Kein Problem! Wir haben dir vier Designideen für deinen Balkonkasten an einem sonnigen Standort zusammengestellt – inklusive Liste der Pflanzen und der optimalen Anordnung im Kasten.
Sommerliche Kombination im Blumenkasten

Gelb ist die Farbe des Sommers – wer sie liebt, kann auf diese Pflanzen setzen:
1 Zauberglöckchen (Calibrachoa)
2 Eisenkraut (Verbena)
3 Purpurglöckchen (Heuchera)
4 Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens)
5 Petunie (Petunia)
6 Goldmarie (Bidens ferulifolia)
Geeignet für: sonnige Standorte auf dem Balkon oder im Garten
Tipp: Die verblühten Köpfe der Margerite kannst du entfernen. So blüht sie noch einmal.
Blumenkasten fröhlich bepflanzen

Diese Pflanzen verwachsen so ineinander, dass sie fast wie eine Pflanze erscheinen:
1 Petunie (Petunia)
2 Goldmarie (Bidens ferulifolia)
3 Geranie (Pelargonium peltatum)
Geeignet für: sonnige Standorte auf dem Balkon oder im Garten
Tipp: Du kannst die Pflanzen von Zeit zu Zeit etwas zurückschneiden, sodass die äußere Form harmonischer und kompakter wirkt.
Edler Blumenmix für den Balkon
Wenn du gerne auf eine Farbe setzt, kannst du deine Pflanzmischung durch verschiedene Blütenformen und Pflanzenhöhen abwechslungsreicher gestalten:
1 Zauberglöckchen (Calibrachoa)
2 Elfenspiegel (Nemesia)
3 Schneeflockenblume (Sutera cordata)
4 Drahtstrauch (Muehlenbeckia)
5 Eisenkraut (Verbena)
6 Geranie (Pelargonium zonale)
7 Gräser (Mix)
8 Zauberschnee (Euphorbia hypericifolia)
Geeignet für: sonnige Standorte auf dem Balkon oder im Garten
Tipp: Gräser sorgen auf dem Balkon für zusätzlichen Sichtschutz.
Blumenkasten mit tropischen Farben bepflanzen

Wenn du eine leuchtende, tropische Kombination für deinen Blumenkasten suchst, liegst du mit diesen Pflanzen richtig:
1 Elfenspiegel (Nemesia)
2 Zauberglöckchen (Calibrachoa)
3 Efeu (Hedera helix)
4 Wandelröschen (Lantana)
5 Eisenkraut (Verbena)
6 Geranie (Pelargonium zonale)
7 Fleißiges Lieschen (Impatiens neuguinea)
Geeignet für: sonnige Standorte auf dem Balkon oder im Garten
Kleine Checkliste zur Planung deines Blumenkastens
Bevor du Pflanzen und Kästen kaufst, solltest du dir die folgenden Fragen stellen:
Wo sollen die Kästen später hängen oder stehen?
Wie ist der Standort beschaffen – sonnig oder halbschattig?
Wie viele Pflanzen sollen in die Kästen und wie groß müssen die Kästen dafür sein?
Welche Position im Kasten passt zur Pflanze – leitend, begleitend, hängend?
Wie viel Erde wird benötigt?
Welche Erde für den Blumenkasten?

Lockere, gut durchlüftete Erden, die das Wasser angemessen speichern, eignen sich sehr gut für Blumenkästen. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Substrate, die sich in Zusammensetzung und Qualität unterscheiden. Neben den Universalerden gibt es auch verschiedene spezielle Blumenerden, die auf die Ansprüche bestimmter Pflanzen zugeschnitten sind – wie zum Beispiel Rosen- oder Rhododendron-Erde.
In der Regel besteht Blumenerde aus einer Mischung von Torf, Kalk und Düngemitteln. Umweltfreundliche Erden verzichten auf Torf, da die Gewinnung von Torf die Moorlandschaften schädigt.
Gebrauchte Erde vom Vorjahr sollte man nicht noch einmal verwenden, da sie zu stark durchwurzelt und die Struktur damit geschädigt ist.
Tipps zur richtigen Pflege von Balkonblumen
Sind die Balkonblumen einmal in der gewünschten Anordnung eingepflanzt, braucht es noch die richtige Pflege, damit die Pflanzen möglichst lange in voller Blüte erstrahlen.
Wie lassen sich Balkonblumen richtig gießen?

Das Wichtigste bei der Pflege von Sommerblumen im Blumenkasten ist das richtige Gießen und Düngen. Der Bedarf der Pflanzen hängt stark von verschiedenen Faktoren ab: der Lage des Balkons, dem Wachstumszustand der Pflanze, der Wetterlage, dem Substrat und dem Standort sowie dem Material der Gefäße.
Besonders groß ist der Wasserbedarf von einjährigen Blütenpflanzen. Für einen Balkonkasten mit 20 cm Breite und 100 cm Länge musst du bei trockenem, sonnigem Wetter mit rund vier Litern täglich rechnen.
Du solltest prinzipiell in den frühen Vormittags- oder in den Abendstunden gießen – niemals aber während der Mittagszeit. Vor allem im Sommer ist es in den Mittagsstunden sehr heiß, sodass das Wasser zu schnell verdunstet. Das Wasser sollte außerdem nicht zu kalt sein (15 °C bis 28 °C) und gleichmäßig über die Erdoberfläche verteilt werden.
Hinweis: Bei zu viel Wässerung kann es zu Staunässe kommen. Achte daher darauf, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann. Bei Staunässe können die Pflanzenwurzeln keine Nährstoffe mehr aus der Erde aufnehmen und sterben.
Wenn du die Pflanzen nicht täglich händisch gießen möchtest, kannst du auch auf Pflanztöpfe mit Bewässerungssystemen oder Wasserspeichern setzen.
Müssen Balkonblumen gedüngt werden?

Besonders einjährige Balkonpflanzen benötigen regelmäßig Wasser und Dünger, damit sie wachsen und üppig blühen. Selbst wenn du eine gute, mit ausreichend Nährstoffen versorgte Blumenerde verwendest, solltest du deine Sommerblumen nach einer gewissen Zeit nachdüngen. Je nach Erde reichen die beigemischten Düngemittel des Substrates rund vier bis fünf Wochen. Als Blumendünger eignen sich flüssige oder feste Volldünger (Pulver, Granulat, Stäbchen). Düngemittel mit Langzeitwirkung sind besonders praktisch, da sich das Nachdüngen mit ihnen in Grenzen hält.
Tipp: Den Nährstoffbedarf einer Pflanze erkennt man daran, dass sie eine hellgrüne oder gelbliche Färbung annimmt.








