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Heidegarten anlegen

Zuletzt aktualisiert: 11.06.20215 MinutenVon: OBI Redaktion
Beet mit buntem Heidegarten

Wie du einen Heidegarten anlegen kannst, erfährst du in diesem Ratgeber. Lies hier, welche Voraussetzungen für eine Heidelandschaft nötig sind, mit welchen Pflanzen du diese am besten kombinierst und was die richtige Pflege für Heide und ihre Blüten sind.

Wie lege ich einen Heidegarten an?

Die beste Jahreszeit für die Bepflanzung deiner Heidelandschaft ist der Herbst. Für deinen neuen Heidegarten wählst du zunächst die passende Fläche in deinem Garten aus. Heidepflanzen kommen besonders gut zur Geltung, wenn verschiedene Sorten in einer großen Anzahl gepflanzt werden. Wähle eine Stelle deines Gartens aus, die gleichmäßig viel Sonne bekommt.

Prüfe anschließend die Bodenverhältnisse deiner ausgewählten Fläche. Der pH-Wert sollte zwischen 4 und 5 liegen, also leicht sauer bis sauer sein. Überlege dir nun eine sinnvolle Gestaltung deines Heidegartens. Plane Gartendekoration, Gehwegplatten oder Nachbarpflanzen mit ein.

Vor dem Einpflanzen der Gewächse stellst du die einzelnen Pflanzen auf die Erde, um dir das Gesamtbild anzusehen. So hast du die Möglichkeit, deine gewünschte Heidelandschaft anzulegen und diese gegebenenfalls noch mal zu ändern. Halte zwischen den einzelnen Heidepflanzen circa 20 cm bis 50 cm Abstand ein. Gieße die Heide nach dem Einpflanzen gut an und verteile Rindenmulch zwischen den Pflanzen, um Unkraut vorzubeugen.

Voraussetzungen für einen Heidegarten

Detailaufnahme eines Blütenstandes von Calluna vulgaris

Bevor du deinen eigenen Heidegarten anlegst, prüfe zuerst, ob dein Boden die Anforderungen erfüllt. Zwar sind Heidekräuter eher anspruchslos, in lehmigem Boden wachsen sie aber nur schwer. Am liebsten mögen Heidekräuter – auch Heide oder Erika genannt – einen sauren Boden, dessen pH-Wert zwischen 4 und 5 liegt.

Wenn die Erde in deinem Garten einen höheren Wert erreicht, sorgst du für optimale Bedingungen, indem du den Boden circa 40 cm tief auswechselst. Dafür gibt es spezielle Erde für Rhododendren und Heidepflanzen. Ist der pH-Wert nur leicht erhöht, reicht es meist aus, eine größere Menge Rhododendronerde in den Boden einzuarbeiten.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist die passende Umgebung. Heidekräuter benötigen viel Sonne, weshalb sich ein Garten mit Südlage besonders gut eignet. Ideal entwickeln sich die Pflanzen, wenn sie etwa zwei Drittel der täglichen Sonne abbekommen.

Tipp: Keine Notwendigkeit, aber ein optischer Hingucker sind kleine Hügel im Garten. Durch mehrere Ebenen wirkt der Heidegarten nämlich besonders natürlich. Schütte für diesen Effekt an beliebigen Stellen einfach etwas Erde auf.

Die Pflanzenwahl für deinen Heidegarten

Nahaufnahme einiger Stängel Besenheide

Durch die große Auswahl an Heidepflanzen bieten sich dir vielfältige Kombinationsmöglichkeiten. Achte dabei auf die unterschiedlichen Blütezeiten der verschiedenen Sorten, damit du das ganze Jahr über Freude an deinem Heidegarten hast.

Die Schneeheide hat entsprechend ihrem Namen im Winter ihre Hochzeit und blüht wie die Englische Heide bis in den April. Blütenpracht von Sommer bis Herbst versprechen unter anderem Besenheide, Cornwall-Heide, Irische Heide und Glockenheide. Beachte, dass Letztere jedoch nicht winterhart ist. Bei solchen Sorten ist es sinnvoll, sie in Kübel zu pflanzen, um sie im Winter an einen geschützten Ort zu stellen.

Die beste Jahreszeit zum Anlegen des Heidegartens ist der Herbst: Im September und Oktober können die Pflanzen noch vor dem ersten Frost anwachsen. Aber auch im Frühjahr kannst du Heidekräuter ins Freiland setzen. Bedenke beim Einpflanzen, dass die Pflanzen und ihre Blüten noch wachsen und plane dementsprechend Platz ein.

In der Natur formen Heidelandschaften oft einen großen Farbenteppich. Den gleichen Effekt erzielst du in deinem Garten, wenn du mehrere Gruppen anpflanzt. Acht bis zwölf Pflanzen auf einem Quadratmeter sind optimal, je nachdem wie üppig die Sorten wachsen. Wenn dir nur eine kleine Fläche zur Verfügung steht, pflanze am besten vor allem flach wachsende Sorten wie Heidezwerg oder Rubinteppich. Grauheide oder Irische Heide machen sich zudem auch im Blumenkübel gut.

Mit welchen Pflanzen du Heidekräuter am besten kombinierst

Heidekraut im Beet mit anderen Pflanzen

Heidepflanzen lassen sich stimmig mit anderen Pflanzenarten kombinieren. Kleinwüchsige Nadelgehölze wie Muschelzypressen sowie Kiefern oder Fichten lockern in der Blütezeit den Farbenteppich ebenso hübsch auf wie Wacholder. Auch Rhododendren sind ein beliebter Nachbar für Heidepflanzen, da sie farblich Kontraste schaffen und kaum pflegeintensiver sind.

Die lilafarbenen Blüten von Katzenpfötchen und Distel sowie das Weiß von Schafgarben fügen sich harmonisch in die Heidelandschaft ein. Im Frühling kannst du außerdem durch Zwiebelblumen weitere Farbtupfer setzen. Wildnarzissen, Wildtulpen und Schneeglöckchen unterstreichen das natürliche Flair der Heiden.

Tipp: Wenn du dann noch Platz hast, kannst du zusätzlich Gräser wie Blauschwingel oder Sträucher mit Früchten wie Preiselbeeren oder Wacholder in deinen Heidegarten integrieren.

Die richtige Pflege für den Heidegarten

Wiese mit unterschiedlichen Heidesorten

Ein Heidegarten ist eine vergleichsweise pflegeleichte Gartenform. Dünge deine Heidelandschaft am besten einmal pro Jahr mit Kompost oder Hornspänen. Der beste Zeitpunkt dafür liegt zwischen März und April, kurz nachdem du die Pflanzen zurückgeschnitten hast.

Der regelmäßige Schnitt sorgt für üppiges Wachstum und gute Knospenbildung. Blüht die Heide im Winter oder Frühjahr, wird sie nach dem Ende der Blütezeit beschnitten. Sommerblühende Calluna beschneidest du im März oder April, wenn ihnen der Frost kaum noch etwas anhaben kann. Achte jedoch darauf, dass du nicht zu tief ins Holz schneidest, sondern hauptsächlich verblühte Triebe entfernst. Je üppiger das Heidekraut wächst, desto großzügiger darfst du Zweige entfernen.

Noch pflegeleichter als ihre Artgenossen ist die Schneeheide. Sie muss sogar nur alle paar Jahre zurückgeschnitten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Ein Teppich bunter Heide

Ein weiterer Vorteil von Heidepflanzen ist, dass sie gegen eine Großzahl von Krankheiten und Schädlingen resistent sind. Selten wird der Hallimasch zum Problem – ein Pilz, der die Gewächse befallen und zerstören kann. Solltest du an der Rinde eines Heidekrauts weißen Pilzbewuchs feststellen, musst du diese sofort entfernen und den Boden in der Umgebung erneuern.

Um Krankheiten und Schädlingsbefall vorzubeugen, achte auf einen leicht sauren Boden. Ein Indiz für zu hohen Kalkgehalt in der Erde ist das Laub der Heidekräuter, das sich erst gelb und dann braun färbt. Hier kannst du mit einer eisenhaltigen Nährlösung entgegenwirken, die du über die Pflanzen gießt.

Ein Garten aus Heidekräutern ist besonders pflegeleicht und somit optimal für Gärtner, die wenig Zeit haben. Die kargen Gewächse punkten zusätzlich durch ihre Farbenpracht, die sich bei der richtigen Kombination sogar bis zum Winter erhalten lässt. Wenn du einen Heidegarten anlegen willst, achte auf unterschiedliche Blütezeiten der verschiedenen Pflanzen. Hast du eine Fläche mit viel Sonne und sandigem, saurem Boden, starte im nächsten Herbst – dies ist die günstigste Zeit, um Heidegewächse einzupflanzen.

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