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Kartoffeln pflanzen

Zuletzt aktualisiert: 06.05.20204 MinutenVon: OBI Redaktion
Gärtnerin kniet in Kartoffelbeet und setzt Kartoffelpflanzen in eine Furche ein.

Die Kartoffel ist eine traditionelle, pflegeleichte Nutzpflanze. Der Anbau im eigenen Garten gelingt mit einigen Tipps und der richtigen Vorbereitung. Lies in unserem Ratgeber, wann du die Knollen ausbringst, wie du den Boden dazu vorbereitest, welche Abstände du zwischen den einzelnen Pflanzen im Beet einhalten solltest und wie du die Erde zum Anbauen von Kartoffeln anhäufelst.

Wann sollte man Kartoffeln pflanzen?

Wann du Kartoffeln im Garten anbauen kannst, hängt von der Sorte der Kartoffel ab. Frühkartoffeln pflanzt du ab März oder im April. Pflanze die Kartoffeln auf jeden Fall erst, wenn das Wetter frostfrei ist. Vor allem ein Beet in sonniger Lage ist ein guter Standort für Frühkartoffeln. Um die Kartoffeln vor eventuellem Frost zu schützen, decke die ausgelegten Pflanzkartoffeln mit einem Gartenvlies oder mit Stroh ab. Etwa ab Juni kannst du die im März gesäten Frühkartoffeln bereits ernten.

Mittelfrühe Sorten und späte Sorten kannst du ab Mitte April bis Mitte Mai pflanzen. Warte am besten die Eisheiligen ab, bevor du mit dem Anbau dieser Sorten im Garten beginnst. Ernten kannst du die mittelfrühe Kartoffel ab August, die Spätkartoffeln bis in den Oktober hinein.

Vorbereitung – Boden düngen und Kartoffeln vorkeimen

Gärtnerin legt Kartoffeln zum Keimen auf ein Fensterbrett mit Thermometer nebenan.

Am besten gedeihen die verschiedenen Sorten der Kartoffel auf leichten bis mittelschweren Böden. Auch wenn dein Garten gerade erst urbar gemacht wurde, eignet sich die Kartoffel mit ihren unkomplizierten Eigenschaften als erste Kulturpflanze gut. Die Kartoffel braucht allerdings viele Nährstoffe – ein ebenso wirksamer wie natürlicher Dünger ist Stallmist. Wenn du den Mist oder einen alternativen Dünger im Herbst ausbringst, sind die Kartoffeln optimal mit Kalzium, Magnesium und Stickstoff sowie Phosphor und Kalium versorgt.

Beginne etwa sechs Wochen bevor du die Kartoffeln aussetzt, diese in einem hellen Raum zu lagern – idealerweise bei Temperaturen zwischen 10 und 15 °C. So können die Knollen bereits vorkeimen und du erntest die Kartoffeln dann um bis zu drei Wochen früher. Das ist vor allem bei Frühkartoffeln vorteilhaft. Denn wenn die Kartoffeln bereits geerntet sind, kannst du das Beet früher für die Aussaat anderer Pflanzen verwenden, zum Beispiel für Wirsing und Grünkohl oder Erdbeeren.

Kartoffeln anpflanzen

Gärtnerin zieht mit Hacke Furchen in den Boden, um Kartoffeln einzusetzen.

Warte mit dem Anbau, bis die Kartoffeln etwa 3 cm lange Triebe haben.
Dann ziehe mit einer Hacke eine etwa 15 cm tiefe Furche in den Boden und lege die Kartoffeln mit den Trieben nach oben in die Erde.

Je nach Sorte beachtest du unterschiedliche Abstände zwischen den Pflanzen: Bei Frühkartoffel-Sorten reichen 30 cm aus, bei mittel- und spätreifenden Sorten plane lieber bis zu 60 cm ein. Haben die Pflanzen zu wenig Platz, fällt der Ertrag geringer aus. Daher wähle die Abstände beim Anbau der Kartoffeln ausreichend großzügig.

Hinweis: Kartoffeln sind frostempfindlich. Drohen die Temperaturen nach der Aussaat noch einmal unter den Nullpunkt zu sinken, decke die Triebe unbedingt mit Vlies oder Stroh ab.

Kartoffelpflanzen richtig anhäufeln und pflegen

Gärtnerin bedeckt die Knollen der Kartoffelpflanzen mit Stroh.

Sobald die grünen Triebe der Kartoffelpflanze sichtbar sind, kannst du mit dem Anhäufeln beginnen. Dazu ziehst du die Erde mit einer Feldhacke an die Kartoffelpflanze heran. Sind die Stängel der Pflanzen etwa bis zur Hälfte mit Erde aufgeschüttet, bilden sich hier Wurzeln mit weiteren Kartoffeln. Das Anhäufeln erhöht also den Ertrag der Ernte.

Bis die Blüten der Pflanze sichtbar werden, locker etwa alle 14 Tage rund um den Pflanzentrieb die Erde auf. So beschleunigst du das Wachstum der Knolle und beugst der Ausbreitung von Unkraut wirksam vor. Außerdem vermeidest du so, dass die Kartoffeln aufgrund des Lichteinfalls grün werden.

Alternativ kannst du dir das Anhäufeln sparen, indem du die Knollen mit einer etwa 20 cm hohen Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt bedeckst. Durch die zusätzliche Schicht werden Bodenorganismen gefördert, der Boden lockert sich von selbst und der Zerfall des organischen Materials sorgt für eine gute Nährstoffversorgung der Kartoffeln.

Kartoffelernte

Gärtnerin erntet Kartoffeln mit einer Grabegabel.

Wenn die ersten Pflanzen anfangen zu blühen, kannst du bereits mit der Ernte von Frühkartoffeln beginnen. Diese lassen sich nur schwer lagern – ernte also immer nur nach Bedarf.

Ab August – wenn das Laub der Pflanzen gelb wird – erntest du die restlichen Kartoffeln (mittelfrühe und späte Sorten). Am einfachsten geht dies mit einer Grabegabel.

Vernichte das Kartoffellaub nach der Ernte umgehend. So vermeidest du, dass sich Krankheiten ausbreiten. Am einfachsten ist ein traditionelles Kartoffelfeuer. Alternativ kannst du die Abfälle auch bequem über Grüngut-Sammelstellen entsorgen.

Hinweis: Das Verbrennen von Gartenabfällen ist nicht überall gestattet. Informiere dich vorher beim zuständigen Amt.

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