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Was ist Rindenmulch?

Eine Person greift eine Handvoll Rindenmulch

Rindenmulch ist ein Abfallprodukt aus der Forstwirtschaft. Im Garten kannst du ihn sehr vielseitig und sinnvoll einsetzen.

Rindenmulch ist zerkleinerte Rinde von Bäumen. Meist stammt die Rinde von Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer oder auch Douglasie.

In der Regel fällt die Rinde als Abfallprodukt der Forstwirtschaft an, wenn Baumstämme für die weitere Verarbeitung geschält werden müssen. Dann bleibt die zerkleinerte Rinde zurück. Sie ist somit ein reines Naturprodukt. Auch im weiteren Verarbeitungsprozess sollten keine Zusatzstoffe beigemengt werden.

Je nachdem, wie klein die geschälte Baumrinde gehäckselt wird, gibt es verschiedene Körnungen. Mittlerweile ist das Mulchmaterial auch in unterschiedlichen Farbvarianten zu haben: Blau, Rot oder Grün.

Einen von Natur aus intensiven Rotton hat der Rindenmulch aus Pinienrinde (Pinus pinea). Der Baum ist im Mittelmeerraum heimisch.

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Wie wirkt Rindenmulch?

In hiesigen Gärten ist Rindenmulch aus Kiefern besonders beliebt. Die zerkleinerte Baumrinde unterdrückt durch den hohen Anteil an Gerbsäuren die Bildung von Unkraut. Aber auch auf anderen Mulchsorten finden Unkrautsamen kaum Halt und wachsen schlechter.

Mulchmaterial schützt auch vor Austrocknung: Die Rindenhäcksel sorgen dafür, dass sich der Boden an sonnigen und heißen Tagen nicht so stark aufheizt. So verdunstet nicht so viel Wasser und die Erde bleibt länger feucht.

Bei Regenfällen, insbesondere bei Starkregen, sorgt eine Schicht Mulch dafür, dass die Erde nicht weggeschwemmt wird. Rindenmulch beugt also der Erosion vor.

Im Winter schützt eine dicke Mulchschicht vor allem im Hochbeet vor dem raschen Durchfrieren des Bodens. Auf diese Weise werden die Wurzeln angepflanzter Gewächse vor der Kälte geschützt.

Gleichzeitig verbessert der Mulch den Boden. Die Rindenstücke verrotten langsam und so wird der Mulch mit der Zeit zu Humus. Das geht bei feinen Körnungen schneller als bei gröberen. Um den Rindenmulch zu zersetzen, benötigen die Bodenlebewesen viel Stickstoff. Durch die Zersetzung des Mulches kann es in den Beeten zu einem Mangel an Stickstoff kommen. Hornspäne wirken als Dünger dem Entzug von Stickstoff entgegen.

Zu guter Letzt sind die gemulchten Beete gute Verstecke für Nützlinge. Aber auch Schnecken verbergen sich häufig im Rindenmulch.

Hier erfährst du mehr über das Düngen mit Hornspänen
Eine Person bedeckt ein Beet mit Rindenmulch.

Rindenmulch schützt Pflanzen vor Austrocknung und Kälte. Außerdem verhindert er die Bildung von Unkraut.

Überblick: Anwendung von Rindenmulch

Bevor du Rindenmulch auf dem Beet ausbringst, solltest du die Pflanzen mit einem Stickstoffdünger versorgen. So vermeidest du den möglichen Stickstoffmangel. Ideal sind Hornspäne, die sich ebenso langsam zersetzten wie der Mulch. Zudem solltest du noch einmal gründlich jäten und Unkraut inklusive Wurzeln entfernen.

Wenn du die Pflanzen gegen Bodenerosion und Austrocknung schützen willst, benötigst du eine etwa 5 cm bis 7 cm dicke Schicht Mulchmaterial. Um das Beet auch gegen Unkraut zu schützen, benötigst du noch einige Zentimeter mehr.

Wichtig ist es, die Körnung nicht zu klein zu wählen. Es kann die Sauerstoffversorgung des Bodens gefährden, wenn das Material anfängt zu modern. Es gibt verschiedene Körnungen, die zwischen 0,7 mm und 8 cm groß sind. Für Hochbeete sind zum Beispiel Körnungen ab 4 cm ideal. Überschaubare Beete kannst du eher mit einer kleinen Körnung versorgen als große. Generell sollten die Rindenstücke für Beete zwischen 1 cm und 4 cm groß sein.

Wege aus Rindenmulch

Weg mit Rindenmulch im Garten

Wege im Garten kannst du anstatt mit Stein auch mit Rindenmulch gestalten. Achte dabei auf die Größe der Körnung.

Nicht nur für die Abdeckung von Beeten ist Rindenmulch geeignet. Auch als Belag auf Gartenwegen oder als Fallschutz auf Spielplätzen ist das Naturprodukt beliebt. Nutze hierfür die größte Körnung bis 8 cm, denn so verrotten die Stücke langsamer.

Für welche Pflanzen eignet sich Rindenmulch nicht?

Nicht alle Pflanzen kommen mit Rindenmulch zurecht. Da die Kiefernrinde sauer ist, profitieren vor allem Hortensien, Rhododendron oder Farne davon. Auch frisch angepflanzte Schattenstauden oder Bäume mögen die zerkleinerte Baumrinde.

Bei anderen Jungpflanzen verzichtest du auf die Mulchschicht. Sie vertragen den Stickstoffentzug schlecht. Auch einige Sträucher wie Rosen solltest du nicht mit Rindenmulch belegen. Willst du ein Beet mulchen, in dem eine Rose steht, spare den Boden rings um sie herum aus. Ähnliches gilt auch für Steingartenpflanzen, Beetstauden sowie mediterrane Pflanzen, etwa Lavendel.

Wenn du dir unsicher bist, ob Rindenmulch für deine Pflanzen geeignet ist, helfen dir die Fachkräfte in deinem OBI Markt oder in der heyOBI App gerne weiter.

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Cadmiumgehalt in Rindenmulch

Rindenmulch enthält Cadmium, da die Bäume das Schwermetall in ihrer Rinde einlagern. Die Menge liegt jedoch meist unter dem Grenzwert der Düngemittelverordnung und ist daher unbedenklich.

Wenn der Rindenmulch mit dem RAL-Gütezeichen 250/1 ausgezeichnet ist, sind die Hersteller dazu verpflichtet, die geltenden Grenzwerte einzuhalten. Dies gilt ebenfalls für sonstige Verunreinigungen, zum Beispiel mit Folien oder Glas.

Rindenmulch kaufen

Rindenmulch findest du je nach benötigter Menge in kleinen 3,5 l Beuteln bis hin zu 60 l Säcken. Benötigst du für dein Projekt größere Mulchmengen, kannst du die Mulchsäcke auch palettenweise kaufen. Weitere Informationen zu Rindenmulch-Paletten findest du im OBI Onlineshop oder in deinem OBI Markt.

Was ist der Unterschied zu Rindenkompost?

Eine Person streut Rindenmulch an eine Pflanze

Rindenmulch und -kompost unterscheiden sich durch den Grad ihrer Verrottung.

Rindenkompost, häufig auch Rindenhumus genannt, besteht ebenfalls aus Rindenmulch. Der Mulch ist allerdings bereits angerottet. Durch den begonnenen Verrottungsvorgang ist der Stickstoffentzug im Beet nicht ganz so stark. Er ist also für empfindliche Pflanzen besser verträglich. Teilweise wird Rindenkompost auch mit Pflanzerde vermengt und daher feinkörniger.

Pinienmulch

Pinienmulch ist mittlerweile fast beliebter als Rindenmulch aus Kiefernrinde. Der Vorteil von Pinienrinde ist der geringe Säuregehalt. Du beeinflusst den pH-Wert des gemulchten Beetes damit nicht so stark. Auch die Cadmium-Belastung ist bei der Pinie geringer.

Im Gegensatz zum Rindenmulch besitzt Pinienrinde eine orange Farbe und einen angenehmen Duft. Mulch aus Pinien eignet sich daher ideal für Hochbeete oder dekorative Pflanzkübel.

Die Häcksel von Pinienrinde sind bis zu dreimal härter als die von Kiefern. Entsprechend längere Zeit benötigen sie zum Verrotten. Dadurch bleiben auch mit Pinienmulch angelegte Wege länger erhalten.

Durch den geringen Gerbsäuregehalt ist Pinienrinde jedoch nicht so unkrauthemmend wie die klassische Kiefernrinde. Daher solltest du den Boden sehr gründlich von Unkräutern inklusive deren Wurzeln befreien, bevor du die Schicht aus Pinienmulch aufbringst.

Rindenmulch im OBI Onlineshop

Welche Alternativen zum Mulch gibt es?

Eine Frau verstreut Rasenschnitt als Mulch im Beet.

Eine Alternative zu Rindenmulch ist Rasenschnitt. Mit diesem lassen sich beispielsweise schattige Beete abdecken.

Es muss nicht immer Rindenmulch sein. Hast du ein Schattenbeet, das du mit Mulch bedecken willst, eignet sich dafür auch:

  • Laub
  • Strauchschnitt
  • angetrockneter Rasenschnitt
  • Sägespäne
  • Holzschnitzel

Diese Alternativen kannst du einfach in den Boden einarbeiten, dann zersetzen sie sich schnell. Hierbei solltest du jedoch alle vier Wochen nachmulchen.

Möchtest du einen langfristigen Erosionsschutz schaffen, nutzt du Kies oder Splitt. Im Gegensatz zu Rindenmulch entsteht hierbei jedoch kein Mehrwert für den Boden, da die Steine nicht wie das Mulchmaterial zu nährstoffreichem Humus verrotten.

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FAQ – Fragen und Antworten zu Rindenmulch

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