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Ein Mann verlegt Unkrautvlies im Garten.

Ein Unkrautvlies kann im Garten reichlich Zeit sparen, denn das Vlies dämmt die Ausbreitung von Unkraut deutlich ein. Beim Verlegen gilt es jedoch, einiges zu beachten, um den Wildwuchs nachhaltig einzudämmen. Wir erklären, worauf es beim Verlegen ankommt.

Das richtige Unkrautvlies auswählen

Unkraut jäten und Beete pflegen gehören zu den weniger beliebten Gartenaktivitäten. Das passende Unkrautvlies kann da gute Dienste leisten: Das wasserdurchlässige Material aus Polyethylen oder auch Polypropylen verlegst du direkt auf den Pflanzbeeten. Regenwasser kann trotzdem noch versickern und es kommt auch genug Luft an die Pflanzen und die Erde, aber das Unkraut selbst hat kaum Chancen. So kannst du dir einiges an Arbeitszeit sowie chemischen und mechanischen Unkrautvernichtern sparen.

Achte beim Kauf von Unkrautvlies auf die Qualität. Sie wird meist in Gramm pro Quadratmeter angegeben. Je dicker und damit schwerer das Vlies ist, desto strapazierfähiger und haltbarer ist es.

Sind die Flächen nur schwach mit Unkraut bedeckt, reicht ein Unkrautvlies mit einer Stärke von 50 g bis 80 g pro m². Für stark überwucherte Flächen und solche, die häufig betreten werden, nimmst du ein Unkrautvlies mit einer Stärke von mindestens 150 g pro m². Sie halten auch scharfkantigem Spitt besser stand. Bei dieser Qualität haben selbst durchwachsende Triebe zum Beispiel von Giersch, Schachtelhalm oder Quecke keine Chance.

Denke lediglich daran, dass die Luft- und Wasserdurchlässigkeit abnimmt, je höher die Materialstärke des Unkrautvlieses ist. Wird die betroffene Stelle nicht häufig betreten, kann es sinnvoll sein, ein Unkrautvlies der Stärke 50 g pro m² doppelt zu verlegen als eines der Stärke 100 g pro m².

Verlege das Unkrautvlies immer mit einer Überlappung von etwa 10 cm bis 20 cm. Bedenke das auch bei der Wahl der Materialstärke: Überlappen sich die Vliese, werden sie noch undurchlässiger. Achte darauf, dass Erde und Pflanzen auch trotz Vlies genug Luft und Wasser bekommen.

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Unkrautvlies und Geotextil

Manchmal wird das sogenannte „Bändchengewebe“ im Handel auch als Unkrautvlies angeboten. Es besteht aus Kunststofffäden, die ineinander verwoben sind. Man sagt auch Bodengewebe oder Geotextil dazu.

Dieses Material eignet sich auch dafür, Unkraut in Schach zu halten. Zudem lässt es sich recht einfach schneiden. Der Nachteil ist, dass die Kanten sehr leicht ausfransen. Bodengewebe ist außerdem nicht so durchlässig wie Unkrautvlies, dafür aber oft günstiger und auch widerstandsfähiger gegen UV-Licht. Lasse dich am besten in deinem OBI Markt beraten, welches Material für deinen Garten am besten geeignet ist.

Wie kannst du Unkrautvlies einsetzen?

Unkrautvlies im Beet

Unkrautvlies sorgt dafür, dass sich der Boden stärker erwärmt. Viele Pflanzen wachsen dadurch schneller.

Unkrautvlies kannst du auf viele verschiedene Arten nutzen. Gartenprofis verwenden biologisch abbaubares Vlies hauptsächlich für den Anbau von Gemüse und Erdbeeren. Das dunkle Material sorgt dafür, dass der Boden sich bei Sonneneinstrahlung besonders stark erwärmt. Dadurch wachsen die Pflanzen schneller. Bis zum Ende der Saison ist es meist verrottet und kann in die Erde eingearbeitet werden.

Soll das Beet dauerhaft vor Unkraut geschützt werden, ist ein Unkrautvlies aus synthetischem Material gefordert. Das hält je nach Hersteller bis zu 25 Jahre lang, wenn es richtig verlegt und mit einer Mulchschicht vor Sonne geschützt wird.

Soll das Unkrautvlies im Kies- oder Steingarten oder beim Anlegen eines Kieswegs verwendet werden, musst du eine besonders schwere Qualität wählen. Die Steine könnten das Vlies sonst beschädigen.

Auch bei der Bepflanzung von Gräbern wird häufig Unkrautvlies verwendet. Hier verhindert es nicht nur wucherndes Unkraut – es unterdrückt auch die Verdunstung, sodass der Boden länger die Feuchtigkeit hält.

Unkrautvlies verlegen: So geht's

Mulch auf einem Unkrautvlies

Willst du das Unkrautvlies verstecken, deckst du es mit Mulch ab. So sieht das Beet auch trotz Unkrautvlies natürlich aus.

Bereite den Boden für die Bepflanzung vor und entferne dabei sämtliches Unkraut, vor allem Quecke, Giersch und wilde Brombeeren. Steine entfernst du ebenfalls aus dem Beet. Lockere die Erde mit einer Hacke auf und reichere sie bei Bedarf mit Sand oder Humus an. Harke die Erde im Anschluss glatt und lasse sie sich eine Woche lang setzen.

Beginne in der Ecke des Beetes mit dem Verlegen. Nutze dafür je nach Beetgröße gefaltete, rechteckige Ware oder ein Vlies von der Rolle. Verlege das Vlies dann faltenfrei und befestige es am Rand mit Kunststoffankern in der Erde.

Verwendest du Rollenware, lasse die einzelnen Bahnen mindestens 10 cm überlappen und befestige die Überlappung ungefähr alle 50 cm mit Erdankern. Hast du eine Beetkante aus Stein, kannst du das Vlies einfach darunter klemmen. Wenn Bäume oder Sträucher auf der Fläche stehen, schneidest du das Unkrautvlies von der Seite senkrecht ein und legst es um den Stamm herum. Flächen mit bislang sehr starkem Unkrautwuchs deckst du mit einer zweiten Vliesschicht ab.

Ist das ganze Beet mit Unkrautvlies abgedeckt, legst du die neuen Pflanzen im gewünschten Pflanzabstand aus. An jeder Stelle, an der eine Pflanze gesetzt werden soll, schneidest du ein Kreuz ins Vlies und pflanzt das Gewächs dann wie gewohnt ein. Achte darauf, dass keine Erde auf dem Vlies verbleibt. Außerdem sollte es möglichst eng an den Pflanzen anliegen.

Damit das Unkrautvlies nicht gleich sichtbar ist, deckst du das Beet im letzten Schritt mit Mulch ab. Hierfür nimmst du Rindenmulch, Kies oder Splitt. Damit sie ausreichend schützt, ist die Mulchschicht bestenfalls etwa 5 cm bis 7 cm dick. Das Abdecken ist wichtig, weil das Vlies so vor UV-Strahlung geschützt wird. Verzichtest du darauf, bleibt das Material meist nur wenige Jahre dicht. Danach ist der Schutz meist nicht mehr zuverlässig.

Ein Cutter-Messer liegt neben einer Aussparung im Unkrautvlies

Für die Pflanzen schneidest du Löcher in das Unkrautvlies. Dort setzt du die Pflanzen ein.

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