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Zierkürbisse – Eigenschaften im Überblick

Zuletzt aktualisiert: 24.01.20226 MinutenVon: OBI Redaktion
Zierkürbisse in einem Korb

Zierkürbisse sind die ideale Herbstdeko, die pünktlich zu Halloween erntereif ist. Wir zeigen dir, wie du Zierkürbisse richtig anbaust und mit den Früchten Haus und Garten dekorierst.

Sind Zierkürbisse für den Verzehr geeignet?

Farbenfrohe Muster und bizarre Formen sind charakteristisch für Zierkürbisse. Von Speisekürbissen wie Hokkaido oder Butternut unterscheiden sie sich unter anderem in der Größe: Zierkürbisse sind in der Regel kleiner. Die rein dekorativen Kürbisse haben außerdem eine härtere Schale und das Fruchtfleisch ist aufgrund der enthaltenen Cucurbitacine giftig

Diese Bitterstoffe können bei Verzehr Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall verursachen. Im Garten solltest du Zierkürbisse deshalb nicht gemeinsam mit anderen Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae) wie Speisekürbis, Zucchini, Gurke oder Melone anbauen. Durch ungewollte Einkreuzungen kann das Gemüse ungenießbar werden. 

Tipp: Schmeckt das rohe Fruchtfleisch bitter, ist das ein Hinweis auf Cucurbitacine im Kürbis. Durch Kochen lässt der unangenehme Geschmack zwar nach, die giftigen Bitterstoffe bleiben aber im Fruchtfleisch. 

Wenn von „essbaren Zierkürbissen“ die Rede ist, sind bestimmte Sorten von Speisekürbissen gemeint, die nicht nur gut schmecken, sondern auch gut aussehen. Sie enthalten keine giftigen Bitterstoffe, eignen sich aber dennoch als Dekoration. Hierzu zählt beispielsweise der Patisson-Kürbis, der aufgrund seiner Form auch als Bischofsmütze oder Kaisermütze bekannt ist.

Zierkürbisse pflanzen

Mit dem Herbst beginnt die Kürbis-Zeit. Die Früchte liegen jetzt in prächtigen Farben in der Auslage von Supermärkten, auf dem Wochenmarkt und bei OBI findest du sie auch. Um dein Zuhause oder den Garten herbstlich zu dekorieren, musst du nicht unbedingt Zierkürbisse kaufen. Du kannst die Früchte auch selbst anbauen – entweder im Garten oder im Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon.

Vorzucht, Aussaat und Pflege

Jemand sät Zierkürbis

Du kannst Zierkürbisse direkt aussäen oder die Pflanzen zu Hause vorziehen.

Der Zierkürbis gehört genau wie der essbare Speisekürbis zu den Starkzehrer. Die Pflanzen gedeihen am besten in humusreicher Erde an einem sonnigen Standort.

Da die Jungpflanzen frostempfindlich sind, empfehlen wir dir, den Zierkürbis zu Hause vorzuziehen. Ein guter Zeitpunkt ist von April bis Mai. Mit der Vorzucht auf der Fensterbank oder im Gewächshaus bei Temperaturen zwischen 20 °C und 24 °C schaffst du optimale Bedingungen.

Pro Kürbispflanze benötigst du einen Topf mit Anzuchterde. Achte darauf, das Substrat gut anzufeuchten, bevor du die Samen mit der Spitze nach unten in die Erde setzt. Halte die Erde gleichmäßig feucht, selbst wenn sich bereits die ersten Keimlinge zeigen, vermeide aber Staunässe. Wenn sich an den Keimlingen die ersten Blätter gebildet haben und draußen kein Frost mehr zu erwarten ist, ist der Zeitpunkt zum Auspflanzen in Freie gekommen.

Wenn ab dem späten Frühjahr nachts nicht mehr mit Bodenfrost zu rechnen ist, kannst du den Zierkürbis auch direkt im Freiland aussäen oder draußen im Kübel heranziehen. In großen Pflanzkübeln haben bis zu zwei Pflanzen Platz. Da die Saat nicht immer aufgeht, setzt du am besten vier Samen in einen Topf und vereinzelst die Pflanzen später.

Ab Ende Mai lassen sich die Zierkürbisse direkt aussäen. Achte auch hier darauf, die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass zu halten. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 80 cm bis 100 cm betragen, damit sich die Früchte optimal entwickeln.

Tipp: Wenn du Zierkürbisse im Kübel anbaust, benötigen die Pflanzen zusätzlich eine Rankhilfe. Auch im Beet kannst du die Pflanzen locker am Spalier befestigen, um zu vermeiden, dass die Früchte auf dem feuchten Boden liegen.

In den Sommermonaten versorgst du die Pflanzen mit frischem Kompost als Dünger. Natürliche Pflanzenstärkungsmittel wie Brennnesseljauche bekommen auch dem Zierkürbis. Darüber hinaus bietet sich Gemüsedünger an, um die Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Arbeite die Düngemittel vorsichtig in die Erde ein und achte darauf, die empfindlichen Wurzeln des Kürbisses nicht zu verletzen.

Ernte von Zierkürbissen

Da es beim Zierkürbis nicht so sehr auf die Größe, sondern vielmehr auf die Farben und Muster ankommt, brauchst du die Pflanzen nicht auszugeizen. Möchtest du jedoch größere Früchte haben, etwa für Schnitzereien, lässt du nur die kräftigsten stehen. Bilden sich mehr als fünf Fruchtansätze, kannst du die überschüssigen getrost entfernen. Seitentriebe ohne Blüten trennst du mit der Gartenschere direkt am Haupttrieb ab.

Tipp: Risse oder Löcher in der Schale vermindern die Haltbarkeit deiner Herbstdeko. Indem du die herangereiften Früchte im Beet auf Holzbrettern lagerst, vermeidest du solche Schäden sowie Flecken auf der Schale.

Im Spätsommer, etwa ab September, beginnt die Erntezeit. Den ganzen Herbst hindurch kannst du Zierkürbisse ernten. Schneide dazu die Früchte mitsamt Strunk mit einem scharfen Messer ab. Spätestens mit dem ersten Frost solltest du alle Früchte geerntet haben, da sie sonst zu schimmeln beginnen.

Tipp: Dass der Zierkürbis erntereif ist, erkennst du an der harten Schale und dem holzigen Stielansatz.

Zierkürbisse als Herbstdekoration verwenden

Zierkürbisse liegen verteilt um einen geschnitzten Kürbis.

Die farbenfrohen Zierkürbisse runden deine Halloween-Deko ab.

Ob sortenrein oder mit anderen herbstlichen Dekomaterialien wie Kastanien, Eicheln oder Hagebutten arrangiert, im Ganzen oder als ausgehöhlte Schnitzerei – es gibt viele Möglichkeiten, Zierkürbisse als Herbstdekoration zu verwenden. Mit ihrer interessanten Form und teils ausgefallenen Oberflächenstruktur genügt es für herbstliches Ambiente, die kleinen Kürbisse in einer Schale oder einem Korb auszulegen. Obwohl sie giftig sind – als Deko schaffen es die Zierkürbisse im Herbst trotzdem auf den Tisch, um eine festliche Tafel farbenfroh zu schmücken. 

Vielfalt der Sorten

Zierkürbisse gibt es je nach Sorte in unterschiedlichen Farben und Formen. Eine kleine Auswahl an Sorten findest du hier:

  • Pear Bicolor: birnenförmige Sorte mit hellen Streifen
  • Autumn Wing: hantelförmige Zierkürbisse in verschiedenen Farben mit tiefen Einkerbungen
  • Shenot Crowns: kleiner Zierkürbis, dessen Form an eine Krone erinnert
  • Flat Striped: dunkelgrüne Sorte mit hellen Streifen
  • Gourd Verruqueuse: dekorativer Zierkürbis mit kleinen Beulen auf der Oberfläche

Richtig lagern

Zierkürbisse in einem Korb

Zierkürbisse sind mehrere Monate haltbar. Mit Haarspray und Bienenwachs kannst du die Lebensdauer der herbstlichen Deko verlängern.

Wenn du die Zierkürbisse nach der Ernte nicht direkt als Dekoration verwenden möchtest, ist es wichtig, die Kürbisse trocken zu lagern, damit sie nicht vorzeitig zu schimmeln anfangen. Am besten bewahrst du die Deko-Kürbisse offen in einer Holzkiste auf, die du mit Papier oder Polystyrol auskleidest. 

Wenn dann mit der Deko das herbstliche Ambiente bei dir Einzug hält, möchtest du natürlich möglichst lange etwas von dem naturnahen Schmuck haben. Indem du die Früchte mit Haarspray einsprühst oder mit Bienenwachs einreibst, kannst du die Haltbarkeit erhöhen. Außerdem verleihst du deiner Deko auf diese Weise einen tollen Glanz.

Aufgeschnittene Kürbisse halten sich bis zu zwei Wochen. Ganze Früchte sind mehrere Monate haltbar, sofern die Schale unversehrt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Zierkürbisse sind vergleichsweise widerstandsfähig. Die Jungpflanzen reagieren jedoch empfindlich auf Frost. Zu feuchte Bedingungen begünstigen Pilzkrankheiten. So lässt sich mitunter ein Befall mit Falschem oder Echtem Mehltau bei den Sorten des Zierkürbisses beobachten: Dabei bildet sich ein weißer bis fleckiger Belag auf den Blättern. Abhilfe schafft beispielsweise Pflanzenjauche aus Zwiebeln oder Knoblauch.

Eine andere Pilzkrankheit, die auch bei Gurken und Melonen auftreten kann, ist Stängelbrand (Didymella bryoniae). Schwarze faulige Stellen sind ein Hinweis auf den Schlauchpilz.

Beim Anbau im Freiland sind außerdem Fraßschäden durch Schnecken nicht ausgeschlossen. Kontrolliere die Pflanzen regelmäßig und sammle die Schnecken gegebenenfalls ab.

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