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Abkühlungsmöglichkeiten für Tiere

Zuletzt aktualisiert: 30.09.20218 MinutenVon: OBI Redaktion
Hund der sich Wasser aus dem Rasensprenger im Garten aus dem Fell schüttelt

Nicht nur uns, auch unseren tierischen Begleitern macht die sommerliche Hitze zu schaffen. Mit diesen Tipps bringst du Hund, Katze, Kaninchen und Co. sicher durch den Sommer.

Wie sorgt man dafür, dass dem Haustier nicht zu heiß wird?

Unsere Haustiere haben weniger Schweißdrüsen als Menschen und können sich dementsprechend – anders als wir – nicht abkühlen, indem sie schwitzen. Stattdessen kühlen sie ihren Körper über ihre feuchten Nasen, ihre gut durchbluteten Ohren oder indem sie bei Hitze beginnen zu Hecheln. Darüber hinaus müssen wir als ihre Besitzer dafür sorgen, dass ihnen nicht zu heiß wird. Die folgenden Tipps helfen dabei.

Unabhängig von den verschiedenen Möglichkeiten, Haustiere abzukühlen, gilt es allerdings, im Sommer einige grundsätzliche Dinge zu beachten. So solltest du deine Tiere keinesfalls bei Hitze im Auto lassen, da die Temperatur hier innerhalb kürzester Zeit in gefährliche Höhen steigen kann. Behalte außerdem stets das Thermometer im Auge, denn Temperaturen über 30 Grad können für deine Tiere draußen wie drinnen gefährlich werden.

Sorge deshalb dafür, dass sich deine Wohnung tagsüber nicht aufheizt: Installiere wenn möglich ein Klimagerät oder lüfte morgens und abends und halte tagsüber Fenster, Gardinen und Rollläden geschlossen. Ein Standventilator ist nicht ratsam, da der stetige Luftzug, den er erzeugt, auf die empfindlichen Tieraugen schlagen kann – als Alternative bietet sich hier ein Deckenventilator an. Kämme außerdem vor dem Sommer das dichte Winterfell aus und achte darauf, unbehaarte Stellen vor der Sonne zu schützen; hier besteht ansonsten die Gefahr eines Sonnenbrandes.

Trinkwasser bereitstellen

Hund trinkt aus einem Napf im Sommer

Genau wie wir sollten auch unsere Vierbeiner bei Hitze vor allem eines: viel trinken. Stelle deshalb immer einen ­gefüllten Napf mit kühlem Wasser bereit. Die Temperatur des Wassers aus dem Wasserhahn ist hierbei völlig ausreichend ­– kühlschrankkaltes Wasser kann Koliken verursachen. Wechsle das Wasser mehrmals am Tag und lasse den Napf nicht in der Sonne stehen, damit das Wasser darin sich nicht so schnell erwärmt. Am besten ist es, wenn du mehrere Trinkgelegenheiten schaffst, an denen sich dein Tier bedienen kann.

Wenn dein Tier nicht genug trinken will, können einige Tricks helfen. So kannst du beispielsweise Nassfutter oder (für Katzen) Thunfisch ins Wasser mischen, um ihm damit ein wenig Geschmack zu geben. Katzen und Kaninchen kannst du auch etwas Wasser auf ihre Pfoten geben, damit es dort von den Tieren aufgeschleckt wird und zusätzlich für angenehme Verdunstungskälte sorgt. Auch Eiswürfel aus Wasser oder selbst gekochter Hühnerbrühe können bei Katze und Hund für Abkühlung sorgen ­– bei Nagern allerdings nicht: Ihnen bereitet die Kälte Probleme, deshalb sollte an sie auch nur kühles, aber kein gefrorenes Gemüse verfüttert werden. Generell ist bei Eiswürfeln Vorsicht geboten, weil die Kälte zu Durchfall führen kann; je kleiner das Tier, desto empfindlicher reagiert es. Taste dich daher vorsichtig an die richtige Menge heran.

Zusätzliche Flüssigkeit solltest du deinem Haustier auch über das Futter zur Verfügung stellen. Biete ihm am besten kein Trocken-, sondern Nassfutter in kleinen Portionen über den Tag verteilt an – nicht nur uns Menschen liegen große Portionen bei Hitze schwer im Magen.

Wasser marsch mit Hundepools, Gartendusche oder Schlauch

Für Hunde bietet sich eine Badegelegenheit wie ein Hundepool an. Dabei handelt es sich um ein Planschbecken für Vierbeiner, das sich entweder aufbauen oder aufblasen lässt. In der Regel bestehen Hundepools aus kratzfestem Material und verfügen über einen rutschfesten Boden, um Verletzungen vorzubeugen. Berücksichtige beim Kauf die Größe deines Hundes, damit er genügend Platz hat, um sich im Wasser zu bewegen und zu spielen. Anders als bei vielen Kinderplanschbecken solltest du dem Wasser in deinem Hundepool keinesfalls Chlor hinzufügen. Als Alternative kann an besonders heißen Tagen auch das Wasser aus Gartendusche oder Gartenschlauch eine willkommene Abkühlung für Hunde bieten.

So baust du einen selbstnachfüllenden Wassernapf

Selbstgemachter Hundenapf auf sonniger Terrasse

Um dir im Sommer das häufige Nachfüllen des Wassernapfes zu ersparen, kannst du einen selbstnachfüllenden Napf bauen. Dieser funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie Bewässerungskugeln für Kübel- und Zimmerpflanzen: Wasser läuft immer nur dann nach, wenn durch Trinken deines Haustieres der Raum dafür geschaffen wird. Die folgende Anleitung zeigt dir, wie du einen solchen Napf baust. Achte allerdings trotzdem darauf, dass das Wasser in der Nachfüllflasche sich nicht zu sehr erhitzt.

Selbstnachfüllender Wassernapf

6 Schritte

1
Maßnehmen und anzeichnen
Frau zeichnet mit einem Bleistift auf einer Holzplatte ein Schnittmuster an
Auf einen Blick
  • Maße festlegen
  • Teile anzeichnen
So geht das

Miss zunächst die einzelnen Teile für die Konstruktion aus und zeichne die Maße entsprechend an. Orientiere dich bei der Breite der Bodenplatte am Durchmesser deines Napfes – es bietet sich an, für die Konstruktion einen besonders großen Napf zu wählen, damit trotz der Wasserflasche für dein Tier noch genügend Platz zum Trinken bleibt, ohne dass es sich den Kopf an der Flasche stößt. Für die Länge der Platte kannst du einfach den Napf-Durchmesser anderthalbfach oder doppelt nehmen – auf diese Art und Weise hast du genug Platz für deine Konstruktion und sorgst gleichzeitig dafür, dass diese einen stabilen Stand hat. Die Länge deiner Flaschenhalterung hingegen orientiert sich – klar – an der Größe der Flasche. Wähle die Länge großzügig genug, um die Platzierung deiner Flasche variieren zu können. Das Dreieck zur rückwärtigen Stabilisierung der Halterung kannst du einfach aus den Resten zuschneiden. Wichtig ist hierbei nur, dass zwei der Seiten einen rechten Winkel bilden.

So geht das

2
Teile zusägen
Frau sägt mit einer Stichsäge eine Holzplatte
Auf einen Blick
  • Holz zuschneiden
  • Teile abschleifen
So geht das

Säge zunächst mit Hilfe einer Stichsäge die Bodenplatte, das Holzstück für die Halterung sowie das Dreieck zur rückwärtigen Stabilisierung der Konstruktion zu. Spanne das Brett hierfür, falls vorhanden, in einen Spanntisch ein oder nutze Schraubzwingen. Auf diese Weise kann beim Sägen nichts verrutschen. Schleife anschließend alle Teile sauber ab, damit sich dein Tier nicht an Holsplittern verletzen kann.

So geht das

3
Streichen oder lasieren
Mutter und Tochter lackieren mit einem Pinsel gemeinsam eine Holzlatte
Auf einen Blick
  • Holzteile ggf. lackieren oder lasieren
So geht das

Wenn du möchtest, kannst du die einzelnen Teile nun noch farblich nach deinen Wünschen gestalten. Dies tust du am besten, bevor du die Einzelteile miteinander verschraubst. Wenn du auf einen bunten Anstrich verzichten willst, schützt eine transparente Lasur den Napf vor Wasserspritzern und Dreck. Achte aber in jedem Fall darauf, dass du kindersichere Farbe verwendest, damit sie deinem Tier nicht schadet, falls es einmal an der Halterung leckt.

So geht das

4
Verschrauben
Frau dreht eine Schraube mit einem Akkuschrauber in eine Holzlatte
Auf einen Blick
  • Bohrlöcher anzeichnen
  • Löcher vorbohren
  • Teile verschrauben
So geht das

Bevor du die Teile miteinander verschraubst, zeichne zunächst ihre gewünschte Position an. Nimm den Napf als Schablone für seinen späteren Standort und orientiere dich daran. Positioniere neben dem Napf die Flaschenhalterung und halte die leere Flasche daran. Wenn alles passt, mach am Fuß der Halterung rundherum Markierungen. Diese helfen dir anschließend bei der Positionierung der Bohrlöcher. Bohre drei Löcher an drei Stellen innerhalb der Markierungen in die Bodenplatte, durch die du später die Schrauben hereindrehst. Nutzer hierfür einen Bohrer mit einem geringeren Durchmesser als die Holzschrauben, die du gewählt hast. Setze nun Bodenplatte und Flaschenhalterung in der gewünschten Position aneinander und bohre durch die Bohrungen in der Bodenplatte von unten in die Halterung. Verschraube anschließend die Halterung an der gewünschten Stelle von unten mit der Bodenplatte. Nun setzt du zur Stabilisierung noch das Holzdreieck im rechten Winkel rückwärtig an die Konstruktion und verschraubst auch dieses mit der Halterung. Achte aber darauf, dass die Schrauben, die Bodenplatte und Stabilisierung mit der Halterung verbinden, sich nicht gegenseitig in die Quere kommen.

So geht das

5
Befestigungen für Flasche und Napf anbringen
Frau klebt selbstklebendes Klettband an eine Holzlatte
Frau klebt selbstklebendes Klettband an eine Holzlatte
Frau klebt selbstklebendes Klettband an eine leere Flasche
Auf einen Blick
  • Flasche platzieren
  • Klettband anbringen
So geht das

Halte nun erneut die Flasche an die Halterung und stell den Napf darunter, um die richtige Höhe für die Befestigung zu bestimmen. Diese solltest du so anbringen, dass die Flasche noch etwas Spielraum nach oben und unten hat. Zur Befestigung nutzt du selbstklebendes Klettband. Klebe ein ausreichend großes Stück auf die Halterung und befestige das Gegenstück an der Flasche.

So geht das

6
Flasche befüllen und anbringen
Mutter und Tochter bringen eine Flasche an einer Halterung über einem Hundenapf an
Auf einen Blick
  • Wasser in Flasche füllen
  • Flasche anbringen und Deckel abschrauben
So geht das

Nun musst du nur noch frisches Wasser in die Flasche füllen, diese über dem Napf anbringen und den Deckel abschrauben. Auf diese Weise läuft der Napf voll, bis er am Deckel der Flasche angekommen ist, aber nicht darüber hinaus. Da keine Luft in die nun unter Wasser liegende Flasche eindringen kann, tritt kein weiteres Wasser aus, bis im Napf Raum dadurch geschaffen wird. Auf diese Weise bekommt dein Tier immer dann Nachschub, wenn es welchen braucht.

So geht das

Das benötigst du für dein Projekt

  • Napf
  • Klettband / Flauschband
  • Leimholz Fichte
  • Holzschrauben
  • Rahmenholz (für die Flaschenhalterkonstruktion)

Schatten spenden

Hund liegt im Garten im Schatten an einem Sommertag

In der sommerlichen Mittagshitze vermeiden wir in der Regel Bewegung oder gar Sport – diesen sollten wir unseren Vierbeinern um diese Tageszeit auch nicht zumuten. Am besten gehst du also mit deinem Hund nicht mittags, sondern morgens und abends eine Runde. Meide auch heißen Asphalt, denn was für unsere beschuhten Füße gut erträglich scheint, birgt für die unbekleidete Hundepfote unter Umständen Verletzungsgefahr. Wenn du wegen der hohen Temperaturen Zweifel und außerdem einen Wald in der Nähe hast, dann weiche lieber auf schattige und lehmige Waldwege aus.

Wenn deine Tiere auch zuhause draußen unterwegs sind, dann sorge ebenfalls im eigenen Garten für genügend schattige Plätze, an die sie sich zurückziehen können. Bäume und Sträucher sind natürliche Schattenspender, Sonnenschirme und -segel bieten zusätzlichen Schatten auf der Terrasse oder am Sitzplatz. Kleintieren im Garten können Häuschen einen schattigen Rückzugsort bieten; im Käfig hilft ihnen ein feuchtes Handtuch über dem Käfigdach.

Weitere Tipps zum Abkühlen

Sechs Meerschweinchen trinken aus einem runden Napf Wasser

Katzen sind im Gegensatz zu Hunden häufig wasserscheu und legen sich deshalb lieber auf ein feuchtes Handtuch oder kühle Fliesen. Einen ähnlichen Effekt haben auch mit kühlendem Gel gefüllte Kühlmatten, die du auf den Boden legen kannst. Im Garten können Steinplatten helfen, da sie in der Regel kühler als ihre Umgebung sind, sofern sie im Schatten liegen und sich dementsprechend nicht in der Sonne aufgeheizt haben.

Außerdem hilft es deinen Haustieren, wenn du ihnen die kühleren Teile deiner Wohnung – wie zum Beispiel Keller, Bad oder Abstellkammern – zugänglich machst. Lass die Türen dorthin offen und stelle nach Möglichkeit auch den Käfig oder das Bett des Tieres dorthin. Auch solltest du deine Wohnung tagsüber möglichst kühl und schattig halten, immerhin profitierst auch du selbst davon. Wenn du Katzen hast, vermeide möglichst gekippte Fenster, da diese eine Gefahr darstellen.

Kleintieren wie Nagern oder Vögeln tust du einen Gefallen, wenn du ein flaches Schälchen mit frischem Wasser in ihren Käfig stellst, aus dem sie trinken und in welchem sie sich abkühlen können. Vögel kannst du außerdem mit Hilfe einer mit Wasser gefüllten Sprühflasche abkühlen.

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