
Automatisches Bewässerungssystem für Zimmerpflanzen
Was ist ein automatisches Bewässerungssystem?
Ein automatisches Bewässerungssystem bewässert deine Pflanzen automatisiert und nach bestimmten Vorgaben. Dabei gibt es zwei Arten: automatische Systeme, die du über eine Zeitschaltuhr regelst und Smart-Home-Systeme, die du mit dem Smartphone steuerst.
Smarte Bewässerungssysteme sind immer automatisiert und verfügen über eine Schnittstelle zum WLAN. Dein Heimnetzwerk erkennt die smarten Geräte, beziehungsweise Systeme und bindet sie ein. Über eine App kannst du dann auf die Daten zugreifen, die Geräte steuern und den Status einsehen. Über die App planst du bestimmte Bewässerungsintervalle und legst genau fest, wann wie viel gegossen werden soll.
Eine solche Lösung ist allerdings auch ohne smarte Anbindung möglich. Systeme mit Zeitschaltuhr erfüllen eine ähnliche Funktion und versorgen deine Pflanzen zu definierten Zeiten mit Wasser. Mit Hilfe einer Tauchpumpe gelangt das Wasser über Tropfschläuche zu deinen Pflanzen. Wie lange und wann gewässert werden soll, regelst du über die Zeitschaltuhr.
Dies sind die Unterschiede der beiden Möglichkeiten im Überblick:
| Smart | |
|---|---|
| Ausführung | Intelligente Steuerung der Bewässerung, anpassbar auf individuellen Bedarf, WLAN-Anbindung |
| Leistungen | Smartes System, Steuerung per App möglich, hochpreisiger, Auswahl begrenzt |
| Automatisch | |
| Ausführung | Bewässerung über eine Pumpe, zum Teil auch über eine App steuerbar |
| Leistungen | Regelung über Zeitschaltuhr oder Temperatursensor, moderater Preis |
| Ausführung | Leistungen | |
|---|---|---|
| Smart | Intelligente Steuerung der Bewässerung, anpassbar auf individuellen Bedarf, WLAN-Anbindung | Smartes System, Steuerung per App möglich, hochpreisiger, Auswahl begrenzt |
| Automatisch | Bewässerung über eine Pumpe, zum Teil auch über eine App steuerbar | Regelung über Zeitschaltuhr oder Temperatursensor, moderater Preis |
Welche Schwierigkeiten gibt es bei smarten Bewässerungssystemen?

Eine der größten Herausforderungen bei der smarten Bewässerung sind die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflanzen. Sukkulenten, Kakteen oder auch Orchideen gehen bei zu viel Feuchtigkeit ein. Andere Gewächse wie zum Beispiel Geigenfeige (Ficus lyrata), Pfeilwurz (Maranta) oder Kokospalme (Cocos nucifera) haben einen höheren Wasserbedarf und nehmen einen irreparablen Schaden, wenn sie zu trocken stehen.
Vor allem bei Pflanzen mit einem schwankenden Wasserbedarf geraten automatische Bewässerungssysteme an ihre Grenzen. Schließlich hängt es von der Temperatur, der Besonnung, dem pH-Wert im Boden, der Belüftung und der Düngergabe ab wie viel Wasser eine Zimmerpflanze tatsächlich benötigt.
Zudem ist der Vegetationszeitpunkt entscheidend: Eine Pflanze in der Wachstumsphase braucht mehr Wasser, damit sie Blätter und Blüten bilden und in die Höhe und Breite wachsen kann. Der Bedarf unterscheidet sich deutlich von dem in der Winterruhe.
Bedienung der automatischen Bewässerung
Obwohl jede Pflanzenart unterschiedliche Bedürfnisse hat, versuchen automatische Bewässerungssysteme sich immer weiter an die individuellen Anforderungen anzupassen. Es gibt zum Beispiel Bewässerungssysteme mit einer Datenbank, die Auskunft über die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen gibt. Selbstbewässerungstöpfe sorgen wiederum dafür, dass deine Pflanzen über einen längeren Zeitraum gleichmäßig bewässert werden. Sie verfügen über einen Wasserspeicher, der nach und nach Wasser abgibt. Manche dieser Töpfe erkennen mittlerweile sogar, ob die Erde im Topf feucht oder trocken und wie hell und warm der Standort ist.
Trotzdem sind die aktuell erhältlichen Lösungen und Geräte meist so konzipiert, dass sie zu einer festgelegten Uhrzeit eine bestimmte Menge an Wasser zuleiten. Alternativ kann das Gießen auch an eine andere Bedingung als die Zeit geknüpft werden. In der App siehst du dabei immer, wie viel Gießwasser noch zur Verfügung steht. Mit einem zusätzlichen Gerät, das die Feuchtigkeit im Pflanztopf misst, kannst du anschließend entscheiden, ob eine Wasserzufuhr nötig ist oder nicht.




Automatische Bewässerung in der Zukunft
Automatische Bewässerungssysteme werden stetig weiterentwickelt. So gibt es inzwischen Lösungen, die einen kleinen Gemüsegarten in so gut wie jeder Umgebung ermöglichen. Einige Anbieter liefern Elemente mit integrierter Beleuchtung, Bewässerung und Düngung. Die Überwachung erfolgt über eine App. Bei diesen Systemen soll der Anwender kaum noch eingreifen müssen. Ziel ist, dass das System die Pflanzen ohne weitere Hilfe pflegt. Der Nutzer muss dann nur noch ernten.
Andere Systeme zur Pflege von Gemüse und Kräutern funktionieren ähnlich. In einem geschlossenen System werden Kräuter und Salate automatisiert erzeugt. Der Anwender muss sich hier nur noch um das Gießen kümmern.
Techniker arbeiten derzeit auch daran, Pflanzen ohne Substrat großzuziehen. So soll der Wasserverbrauch gesenkt und vielen Krankheitserregern die Lebensgrundlage genommen werden.
Automatische Bewässerung ohne Strom und Smartphone

Automatische Bewässerung funktioniert auch ohne Strom und Internet. Über einen kleinen Schlauch und einen Tonkegel versorgt sich diese Pflanz selbst mit Wasser.
Eine automatische Bewässerung lässt sich auch ohne Strom oder smarte Anbindung umsetzen. Folgende Möglichkeiten gibt es für mechanische Lösungen:
Selbstwässernder Topf mit Reservoir
Bewässerungsschlauch
Bewässerungskugeln
Bewässerungsdocht
Bewässerungsset mit Flasche und Spikes
Bewässerungssonden mit Reservoir
All diese Systeme funktionieren über ein ähnliches Prinzip. Ein Wasserspeicher ist mit der Erde verbunden, wodurch die Pflanze ihre Wasserzufuhr über den natürlichen Sog selbst regulieren kann. Dabei werden die Gesetze der Biophysik und Biologie genutzt. Damit das gut funktioniert, ist ein ausreichend großer Wasserdurchfluss entscheidend. Der Speicher darf nicht zu viel und nicht zu wenig Wasser an die Pflanze abgeben, damit diese Methode gelingt.








