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Rasenmäher – Messer schärfen

Zuletzt aktualisiert: 18.11.20215 MinutenVon: OBI Redaktion
Jemand mäht einen Rasen mit einem Rasenmäher.

Damit der Rasenmäher richtig arbeiten kann und du den Rasenschnitt bekommst, den du dir wünschst, müssen die Klingen ordentlich scharf sein. Wie du beim Rasenmäher das Messer schärfen kannst und was es noch zum Thema zu wissen gibt, erfährst du in diesem Ratgeber.

Wie oft das Rasenmähermesser schärfen?

Nur wenn das Messer am Rasenmäher ordentlich scharf ist, schneidet das Gerät die Grasspitzen präzise ab. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges Schnittbild.

Regelmäßiger Gebrauch, kleine Stöcke und Steine machen das Messer allerdings über die Zeit stumpf. Als Folge schneidet das Rasenmähermesser das Gras nicht mehr ordentlich. Stattdessen hackt es die Halme ab. Die Schnittstellen zerfasern stark. Dadurch trocknen sie aus und verfärben sich.

Am besten schärfst du das Messer mindestens einmal pro Jahr. Dafür bietet sich der Beginn der Saison an.

Schärfen lassen durch Profis

Bringst du deinen Rasenmäher regelmäßig zur Wartung in eine Fachwerkstatt, wird dort auch das Messer ausgetauscht oder geschärft.

Du hast auch die Möglichkeit, nur das Messer schärfen zu lassen. Viele OBI Märkte bieten dir diesen Service direkt vor Ort an. Wir schärfen dein Rasenmähermesser professionell. Du musst es nur ausbauen und bei deinem nächsten Einkauf mitbringen.

Jemand schärft ein Rasenmähermesser an einem elektrischen Schleifstein.

Mit scharfen Rasenmähermessern wird der Schnitt sauberer. Lasse die Messer deshalb regelmäßig schärfen.

Rasenmähermesser selbst schärfen

Mit etwas Geschick und dem richtigen Werkzeug schärfst du das Messer selbst. Die Klinge ist nicht sehr empfindlich. Zudem muss es nicht extrem scharf sein. Es reicht völlig aus, wenn du die Schnittfläche begradigst. Stelle zusätzlich den Schneidwinkel wieder ein und dein Rasenmähermesser ist wieder einsatzbereit.

Der Stahl des Messers ist weich. Daher kannst du es per Hand zum Beispiel mit einem Doppelschleifer schärfen. Es ist nicht notwendig, tiefe Kerben zu entfernen. Diese entstehen, wenn das Messer auf Steine trifft. Bedenke aber, dass du in den meisten Fällen die Herstellergarantie verlierst, wenn du selbst schleifst.

Rasenmähermesser ausbauen

Bevor du das Rasenmähermesser selbst schärfst, musst du einige Vorbereitungen treffen. Dazu zählt, das Messer auszubauen. Hast du einen älteren Sichelmäher, befindet es sich meist direkt auf der Kurbelwelle. Neuere Geräte haben eine Messerkupplung. Diese entkoppelt die Schneide vom Antrieb.

Bevor du das Messer ausbaust, achte auf die Sicherheit. Stelle sicher, dass das Gerät nicht ungewollt gestartet werden kann. Manche Geräte springen an, wenn man das Messer dreht.

Hast du einen Benzinmäher ziehst du den Zündkerzenstecker ab. Elektromäher trennst du vor dem Messerausbau vom Netzstrom. Baue den Akku bei einem Akkumäher aus. Lege anschließend das Gerät vorsichtig auf die Seite. Benzinrasenmäher lagerst du mit dem Luftfilter nach oben. Auf diese Weise läuft kein Benzin oder Öl hinaus. Zur Absicherung legst du ein dickes Stück Wellpappe unter.

Auf die Seite gelegter Rasenmäher

Lege den Rasenmäher auf die Seite. So kommst du gut an die Rasenmähermesser heran. Wichtig: Einen Benziner legst du nicht auf die Seite.

Im nächsten Schritt ziehst du Arbeitshandschuhe an und löst den Messerbalken aus dem Mähwerk. Schaue dafür in die Anleitung deines Rasenmähers. Die Schrauben haben oft ein Rechtsgewinde. Du löst sie entgegen dem Uhrzeigersinn. Manche Hersteller haben Schrauben mit Linksgewinde verbaut. Daher lohnt sich auch hier ein Blick in die Anleitung.

Sitzt eine Schraube fest, gibst du ein wenig Kriechöl darauf. Lasse es über Nacht einwirken. Mit einigen vorsichtigen Hammerschlägen auf den Schraubenkopf lockern sich die Schrauben. Schlage nicht zu fest zu. Ansonsten kann das Kurbelwellenlager oder die Messerkupplung beschädigt werden.

Verkeile das Messer mit einem Hartholzkeil an der inneren Gehäusewand. Dieser verhindert, dass sich die Kurbelwelle beim Lösen der Schrauben dreht. Lege alle Schrauben und Unterlegscheiben in der richtigen Reihenfolge ab. Dadurch fällt es dir später leichter, alles wieder richtig zusammenzusetzen.

Rasenmähermesser manuell schärfen

Für die Schleifarbeiten benötigst du das passende Werkzeug. Dazu zählt ein Schraubstock. In diesem befestigst du den Messerbalken. Der Schraubstock verhindert, dass du dich beim Schärfen verletzt. Außerdem stellst du so den Schleifwinkel einfacher ein.

Verwende Handfeilen unterschiedlicher Stärke. So erreichst du einen präzisen Schliff. Handfeilen sind auch für ungeübte Schleifer geeignet. Mit ihnen schleifst du langsam und kontrolliert. Eventuelle Fehler besserst du somit leichter aus.

Erfahrene Handwerker verwenden eine Schleiffeile nach dem Grobschliff. Mit dieser lässt sich exakter arbeiten. Zum Abschluss ziehst du das Messer über einen Abziehstein.

Rasenmähermesser schleifen per Hand mit einer Handfeile

Mit Handfeilen schärfst du das Rasenmähermesser. Verwende Feilen mit unterschiedlichen Stärken.

Rasenmähermesser elektrisch schärfen

Ist das Messer stark abgenutzt oder ist dir die Arbeit zu anstrengend, gibt es Elektrowerkzeuge, die dir dabei helfen. Zum Schärfen eignet sich zum Beispiel eine Nassschleifmaschine mit Einspannvorrichtung und Drehzahlregulierung.

Bist du ein geübter Handwerker, bieten sich auch Schleiffingeraufsätze für Multitool-Geräte an. Verwende aber keinen Winkelschleifer, um dein Rasenmähermesser zu schärfen. Dieser hat viele Nachteile. Zum einen lässt er sich nur schlecht führen. Außerdem trägst du mit ihm zu viel Material auf einmal ab. Die Klinge erhitzt sich zusätzlich sehr stark. Schuld daran sind die hohen Drehzahlen. Durch die hohen Temperaturen „verbrennt“ der weiche Stahl. Das Messer läuft dabei schwarz an. Als Folge verliert es seine Elastizität.

Auch trockene und schnell rotierende Schleifsteine sind ungeeignet. Dabei entwickelt sich ebenfalls zu viel Hitze.

Anleitung zum Messer schärfen

Jemand mährt eine Rasenkante mit dem Rasenmähen.

Mit gepflegten Gartengeräten fällt die Arbeit leichter. Sorge deshalb immer für scharfe Rasenmähermesser.

Hast du das Messer ausgebaut, reinigst du es grob. So erkennst du gut die Schnittflächen. Anschließend spannst du es in den Schraubstock. Der Messerbalken liegt waagrecht mit den Flügeln nach oben zeigend auf.

Schärfe das Rasenmähermesser nur von oben. Die Unterseite bearbeitest du nicht. Die vorgegebenen Schnittwinkel des Messers hältst du möglichst genau ein. Entferne mit einer groben Feile die alten Grate und andere Schäden. Im Anschluss schärfst du eine neue Schnittkante in die Messerseiten. Arbeite die Schnittkanten mit einer feineren Feile oder einer Schleiffeile nach.

Trage links und rechts vom Messerbalken gleich viel Material ab. Somit bleibt das Messer im Gleichgewicht. Mit einem Trick überprüfst du dies: Stecke den Messerbalken mit Mittelloch auf einen Schraubendreher. Alternativ legst du den Balken mittig auf einen Dorn oder eine kleine Erhöhung. Kippt der Balken zur Seite, trägst du auf der schwereren Seite etwas Material ab.

Das Gleichgewicht ist wichtig, da sonst eine Unwucht bei hohen Drehzahlen auftritt. Dadurch verschleißt das Kurbelwellenlager schneller. Zudem spürst du starke Vibrationen beim Mähen.

Zum Abschluss ziehst du die Schnittkanten über einen Schleifstein. Ist das Messer mit Rostflecken bedeckt, entfernst du sie mit einer Drahtbürste. Bürste mit ihr über die Schneide, um die Flecken zu entfernen. Baue das Rasenmähermesser dann wieder ein. Die Flügel zeigen dabei nach oben. Unten liegt die flache, ungeschliffene Seite.

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