
Rasen walzen – so klappt's
Das Rasenwalzen ist nicht nur notwendig, wenn neuer Rollrasen im Garten verlegt wird – es sollte auch ein fester Bestandteil der jährlichen Rasenpflege im heimischen Garten sein. Wir erklären dir, welche Vorteile das Rasenwalzen mit sich bringt, wann der Rasen am besten gewalzt werden sollte und wie du eine Rasenwalze am effektivsten einsetzt.
Was bringt es, den Rasen zu walzen?
Durch das Walzen des Rasens wird die Rasenfläche im Garten verdichtet und geglättet – das dient vor allem dazu,
- generelle Unebenheiten in der Rasenfläche auszugleichen (etwa um Winterschäden zu beseitigen),
- die Rasenfläche bzw. die darunterliegende Erde für die Aussaat von Rasensamen oder für das Verlegen von Rollrasen vorzubereiten.
- oder frischen Rollrasen bzw. frisches Saatgut an den Boden anzudrücken, damit der Rasen besser anwachsen kann.
Eine Rasenwalze ist also sowohl ein nützliches Werkzeug für die Pflege bestehender Rasenflächen als auch beim Anlegen eines neuen Rasens.
Tipp: Da solche Aufgaben im Garten aber nicht regelmäßig anfallen, ist die Anschaffung von Rasenwalzen nicht für alle Gartenbesitzer die passende Lösung. Daher ist es praktisch, dass man sich solche Gartenwalzen auch ausleihen kann – so zum Beispiel beim Mietgeräteservice von OBI.
Wann sollte der Rasen gewalzt werden?

Im optimalen Fall sollte jeder Rasen mindestens einmal im Jahr gewalzt werden und die beste Zeit dafür ist der Frühling. Durch das Walzen werden Winterschäden an der Rasenfläche, wie etwa kleine Erdhügel und Unebenheiten, wieder begradigt. Zugleich werden die Wurzeln des Rasens wieder fest in den Boden gedrückt, was den Bodenkontakt und damit die Feuchtigkeitszufuhr verbessert – das kann das Wachstum des Rasens begünstigen.
Es empfiehlt sich, das Rasenwalzen nach der Unkrautentfernung und der Aussaat neuer Rasensamen auszuführen, so schaffst du die besten Bedingungen für einen gesunden und optisch ansprechenden Rasen.
Das richtige Werkzeug zum Rasen walzen
Um deinen Rasen zu walzen, benutzt du am besten eine sogenannte Rasenwalze. Bei diesem Werkzeug handelt es sich im Grunde um eine umgekippte Tonne mit einem langen Griff. Die Tonne ist hohl und kann über eine Öffnung entweder mit Sand oder Wasser befüllt werden. Dadurch erhält die Gartenwalze ihr gewünschtes Gewicht für das Walzen der Rasenfläche.
Hinweis: Am einfachsten und schnellsten ist es, die Walze mit Wasser aus dem Gartenschlauch zu befüllen. Eine Befüllung mit Sand ist hingegen etwas aufwendiger, damit wird aber auch ein höheres Gewicht für die Rasenwalze erreicht.
Die Einsatzgebiete der Rasenwalze
Unebenheiten in der Rasenfläche ausgleichen

Gerade im Herbst und im Winter können Wühlmäuse und Frost den Boden im Garten anheben, dadurch entstehen unschöne Erhebungen und Löcher im Rasen. Mit einer Rasenwalze drückst du den Rasen wieder fest und sorgst so erneut für eine ebene Rasenfläche.
Tipp: Kleinere Erderhebungen sind kein Problem für eine Gartenwalze, Hügel von Maulwürfen sind allerdings etwas zu groß. Hier trägst du die Erde vor dem Walzen am besten ab oder verteilst sie neu und füllst damit größere Löcher im Rasen auf.
Vorbereitung der Rasenfläche für Rollrasen oder Saatgut

Beim Verlegen von Rollrasen kommt eine Rasenwalze meist dann zum Einsatz, wenn der Untergrund vor dem Verlegen begradigt werden muss. Verlegst du Rollrasen auf löchrigem oder unebenem Boden, so besteht das Risiko, dass sich Kuhlen im Rasen bilden, in denen sich später Wasser sammelt. Mithilfe der Rasenwalze kannst du alle größeren Unebenheiten im Untergrund schnell und effektiv beseitigen und schaffst so eine gerade Fläche.
Nach dem Verlegen kannst du die Gartenwalze zudem dafür benutzen, die frisch verlegten Rasenbahnen an die Erde anzudrücken, sodass sie besser anwachsen können. Das Ganze kannst du auch mithilfe anderer Gartenwerkzeuge oder den Händen bewerkstelligen, aber auch hier ist die Walze der effektivere Weg. Außerdem macht das Walzen die Rasenfläche direkt trittfest.
Und auch bei einer Neuaussaat sind Rasenwalzen sinnvoll. Nach dem Einsäen drückst du die Rasensamen mit einer Rasenwalze in den Boden. Dadurch erreichst du Bodenanschluss, sodass die Samen Feuchtigkeit besser aufnehmen und sich gut entwickeln können.
Tipp: Um die frisch ausgesäten Rasensamen vor Vögeln, Wind und Regen zu schützen, kannst du eine dünne Schicht Erde über die Fläche geben. Bei sommerlichen Temperaturen kann die zusätzliche Erdschicht zudem das Austrocknen der Samen auf der Oberfläche verhindern. Achte aber darauf, dass die Schicht nicht zu dicht ist, sodass die Samen noch ausreichend Licht zum Keimen bekommen.
Den Rasen richtig walzen – so klappt's
Am einfachsten walzt du deinen Rasen in langen, geraden Bahnen. Dabei solltest du das Gerät langsam Bahn für Bahn nebeneinander führen. Anschließend walzt du den Boden noch einmal in Querrichtung – so sorgst du für eine optimale Begradigung der Rasenfläche. Alternativ kannst du die Walze auch in einem enger werdenden Kreis führen. Achte dabei aber auf möglichst weite Kurven, damit du den Boden gleichmäßig verdichtest. Schließlich kommt es natürlich darauf an, welche Rasen- beziehungsweise Gartenform du hast.

Du kannst eine Rasenwalze entweder schieben oder ziehen. Doch macht es einen Unterschied, für welche Technik du dich entscheidest? Tatsächlich: Ja. Die Rasenwalze hinter sich herzuziehen ist meist leichter, als sie zu schieben. Trotzdem solltest du bei lockerem Boden die Rasenwalze schieben. So kannst du auf der verdichteten Fläche gehen. Läufst du vor der Walze, hinterlässt du möglicherweise Fußabdrücke im weichen Boden, welche die Walze nicht mehr vollständig einebnen kann.
Durchs Schieben vermeidest du, dass dein künftiger Rasen von Anfang an holprig wird. Das ist vor allem wichtig, wenn du eine Bodenfläche für das Verlegen von Rollrasen vorbereitest – bei vorhandenen Rasenflächen macht es oft keinen so großen Unterschied, hier kannst du entweder schieben oder ziehen.
Wenn du mit Rasenwalze arbeitest, solltest du zudem darauf achten, dass der Untergrund immer leicht feucht ist– das gilt sowohl für vorhandenen Rasen als auch für Erdflächen. Lehmiger Boden ist meist zu hart und sandiger Boden meist zu locker, um effektiv mit der Rasenwalze zu arbeiten. Durch den Einsatz von Wasser kannst du die Bedingungen für das Walzen verbessern.
Nachdem du die Rasenfläche gewalzt hast, solltest du sie bewässern, das hilft nicht nur dem bereits bestehenden Rasen beim Wachsen, sondern vor allem auch dem neuen Saatgut, falls du welches ausgebracht hast. Gleiches gilt auch für frisch verlegten Rollrasen, denn das Wasser hilft den Rasenbahnen beim Verwurzeln und Anwachsen.
Die Auswahl der richtigen Rasenwalze

Rasenwalzen gibt es in unterschiedlichen Breiten. Die Breite und der Umfang der Tonne bestimmen das Volumen der Walze und damit das spätere Gewicht. Große Rasenwalzen sind, mit Wasser gefüllt, bis zu 70 kg schwer. Füllst du sie mit Sand, bringen sie bis zu 120 kg auf die Waage.
Breite Rasenwalzen haben den Vorteil, dass du dir einige Arbeitsgänge ersparst – daher eignen sich diese besonders für große Rasenflächen sehr gut. Schmalere Walzen wiederum bringen bei gleichem Gewicht mehr Druck auf den Boden. Sie sind deshalb sehr gut dafür geeignet, Wege anzulegen.
Der optimale Durchmesser für eine Rasenwalze liegt bei 35 cm bis 40 cm. Rasenwalzen mit eher kleinem Durchmesser haben Schwierigkeiten mit frischem oder sandigem Erdreich. Im ungünstigsten Fall bleiben sie stecken.
Auch das maximale Gewicht solltest du ausreichend hoch wählen. Für manche Tätigkeiten muss die Walze schwerer sein. Und das Gewicht der Walze verringern kannst du immer noch, indem du einfach die Füllmenge reduzierst. Achte zudem auf einen passenden Griff. Er sollte griffig und gut mit der Walze verschraubt sein, immerhin händelst du über ihn ein hohes Gewicht.
Eine Rasenwalze sollte zudem immer eine ausreichend große und dichte Öffnung zum Einfüllen von Wasser oder Sand besitzen. So kannst du den Inhalt schneller einfüllen und auch wieder ablassen.
Tipp: Darüber hinaus ist ein Schmutzabstreifer als Zubehör für die Rasenwalze sehr sinnvoll. Erde und Grasreste sammeln sich sonst an der Trommel, was dazu führt, dass die Rasenwalze nicht mehr sauber arbeitet. Der Boden wird uneben und die Handhabung erschwert. Daher solltest du die Walze in regelmäßigen Abständen mithilfe des Schmutzabstreifers reinigen.
Weitere Tipps – Verwendung, Pflege und Wartung der Rasenwalze
Eine Rasenwalze ist ausschließlich fürs Erdreich gemacht, daher solltest du sie nicht über Schotterflächen oder Straßen rollen. Die Lackierung nimmt sonst Schaden. Der Lack auf der Rasenwalze sorgt dafür, dass die Erde nicht an der Trommel haftet. An den Schrammen dagegen sammelt sich vermehrt Erde, was deine Arbeit erschwert.
Wenn du eine Rasenwalze geliehen hast, solltest du sie nach Gebrauch vollständig entleeren und gründlich reinigen. Das machst du am besten mit einem speziellen Schmutzabstreifer, einem Besen oder mithilfe des Gartenschlauchs.
Besitzt du eine eigene Gartenwalze, so sind hier einige weitere Tipps für die Pflege und Wartung:
- Lagerung: Hast du deine Arbeit beendet, lässt du das Wasser aus der Rasenwalze. Das gilt vor allem für Walzen aus Metall. Sie können ansonsten von innen Rost ansetzen. Hast du trockenen Sand eingefüllt, besteht dieses Problem nicht. Hier ist es eher eine Frage des Gewichts und ob du die gefüllte Walze an ihren Lagerplatz bringen kannst. Lagere die entleerte und gesäuberte Walze zusammen mit deinen restlichen Gartengeräten an einem geschützten Ort.
- Dichtung pflegen: Hat der Verschluss der Rasenwalze eine Dichtung aus Gummi, solltest du sie gelegentlich mit einem Pflegemittel für Gummi einfetten. Das kann Vaseline sein oder auch ein Stift, der sonst in der Autopflege zum Einsatz kommt.
- Nabe ölen: Damit die Walze leichtgängig bleibt, gibst du ab und an ein bisschen Sprühöl auf die Nabe.








